Netzpolitik

Netzpolitik hauptsächlich in Deutschland, aber auch international. Kernthema dieses Blogs.

  • : Montag: Erste Anhörung der Enquete-Kommission
    Montag: Erste Anhörung der Enquete-Kommission

    Am kommenden Montag, den 5. Juli 2010, findet im Deutschen Bundestag die 4. Sitzung der Enquete-Kommission Netzpolitik und digitale Gesellschaft statt. Diesmal gibt es die erste richtige Anhörung. Dazu konnten die Fraktionen nach einem Schlüsselsystem insgesamt neun Sachverständige einladen. Diesen wurden von den fünf Fraktionen viele Fragen geschickt (PDF), die von den Sachverständigen im Optimalfall vorher ausführlich beantwortet werden solen. Die ersten Antworten gibt es als PDF schon auf der Webseite.

    Während der Sitzung hab ich wohl ausreichend Zeit zum mitbloggen, denn soweit ich das einschätzen kann, ist diesmal meine Sachverständigen-Rolle sehr passiv. Nach einem Schlüsselsystem dürfen die Fraktionen Fragen stellen, was für die kleinen Fraktionen bedeutet, dass sie nur zwei Fragen insgesamt stellen dürfen. Da kann man sich dann aussuchen, ob man diese auf einen oder zwei Sachverständige verteilt.

    Und das sind die eingeladenen Sachverständigen:

    Peter‑J. Bisa, TACTUM GmbH
    Prof. Dr. Wolfgang Coy Humboldt-Universität zu Berlin
    Lars Hinrichs Cinco Capital GmbH
    Prof. Dr. Thomas Hoeren Westfälische Wilhelms-Universität Münster Institut für Informations‑, Telekommunikations- und Medienrecht
    Marie-Thérèse Huppertz Vice President Government Relations SAP AG
    Prof. Dr. Peter Kruse nextpractice GmbH
    Prof. Dr. Rainer Kuhlen Universität Konstanz Informatik & Informationswissenschaft
    Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow Universität Paderborn Institut für Medienwissenschaft
    Michael Schwemmle Input Consulting GmbH

    Die Sitzung beginnt um 13 Uhr und findet im Sitzungssaal E.400 im Paul-Löbe-Haus statt. EInen Livestream wird es geben.

    Das ist die Ankündigung:

    „Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Gesellschaft – Bestandsaufnahme und Zukunftsaussichten“.

    Die Enquete-Kommission hat dazu neun Sachverständige eingeladen. Sie sollen den Enquete-Mitgliedern helfen, einen Überblick zum Stand der Digitalisierung in unserer Gesellschaft zu bekommen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Was bedeutet der Siegeszug des Internets für die Arbeitswelt? Welche Chancen hat die Wirtschaft? Was bedeutet eine digitalisierte Welt für die Demokratie?

    Anmeldefrist war wohl vorgestern. Aber Livestream sollte auch ausreichen, da sieht man in der Regel auch mehr als von den engen Rängen. Und man hat Internet.

    1. Juli 2010 6
  • : Einige Reaktionen auf einige Thesen zur Netzpolitik
    Einige Reaktionen auf einige Thesen zur Netzpolitik

    Constanze Kurz vom CCC hat in ihrer FAZ-Kolumne die 14 Thesen von Thomas de Maiziere kommentiert: Zukunft entsteht nicht im Technikmuseum.

    Es bleiben zwei wichtige Erkenntnisse. Zum einen ist die Zeit der technischen Missverständnisse und der Politiker-Netzalphabetisierung vorbei, nun geht es um politische Grundüberzeugungen. Zum anderen werden die Details der Umsetzung der verschiedenen Vorschläge den Unterschied zwischen zahnlos-irrelevantem Lippenbekenntnis und tatsächlicher Verbesserung der Situation ausmachen. Hier wird sich ein großer Teil künftiger Auseinandersetzungen abspielen.

    Malte Spitz vom Bundesvorstand der Grünen hat eigene „10 Thesen zur aktuellen netzpolitischen Diskussion“ veröffentlicht:

    Die Komplexität und Flexibilität des Internets und die rasante technische Entwicklung stehen starren politischen Strukturen gegenüber. Die meisten politischen Entscheidungsprozesse sind nicht auf die Taktzahl der technischen Entwicklung und die permanent neuen Herausforderungen des Internets eingestellt. Das ist bedauerlich, da hier wertvolle Zeit verloren geht. Gleichzeitig hat die Debatte um das Zugangserschwerungsgesetz gezeigt, dass übertriebener Aktionismus zu schlechter Qualität von Gesetzen und Prozessen führt. Der Druck und die Notwendigkeit, endlich zu handeln und entsprechende Gesetzte zu verbessern, ist im Bereich Netzpolitik enorm. Es bedarf hier zeitnah transparenter Verfahren, grundsätzlicher Prinzipien und gemeinsamer Werte. Es müssen Wege aufgezeigt und sich auf gemeinsame Wegmarken verständigt werden. Sonst wird sich der Frust erhöhen. Handeln statt Reden – das ist die Devise.

    Christiane Schultzki-Haddouti kommentiert im Kulturkampf-Blog und fordert eine ressortübergreifende Netzpolitik-Strategie der Bundesregierung: Ein Innenminister ist kein Internetminister.

    Vermutlich wird Netzpolitik in Deutschland gerne deshalb auf eine Sicherheits- und Angsdebatte reduziert, weil die meisten der innovativen Regulierungsvorschläge zur Netzpolitik aus dem Innenministerium stammen. Warum ist aber von den Ressorts Wissenschaft, Arbeit und Familie (“Zivilgesellschaft”) so wenig zu vernehmen?[…] Kurzum: Fehlt in der nationalen Politik das Pendant zu Neelie Kroes, bleibt alles klein klein und strategisch unausgegoren. Es ist daher höchste Zeit für eine konsolidierte Internetpolitik auf nationaler Ebene, die europäisch und international anschlussfähig ist.

    DRadio Wissen hat mich gestern zu einigen Thesen interviewt: Muss das Internet vergessen lernen? Davon gibt es die MP3.

    25. Juni 2010 10
  • : Maizière: Die Zeit des Staunens ist vorbei
    Foto: <a href="https://twitter.com/giereow">@gierow</a>, Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de">CC BY</a>
    Maizière: Die Zeit des Staunens ist vorbei

    Innenminister Dr. Thomas de Maizière hat heute seine Grundsatzrede Für eine gemeinsame Netzpolitik der Zukunft gehalten. Statt das Netz immer nur themenbezogen und punktuell zu betrachten, präsentierte er einen Entwurf für ein Verhältnis von Staat und Netz. Nach ignorieren, unterschätzen, überschätzen und staunen über das Netz ist der Staat nun im Netz angekommen.

    Bisherige Auseinandersetzungen mit der Staatlichkeit des Netzes waren entweder politikwissenschaftlich-akademisch oder sehr amerikanisch. Den Ausführungen Maizières merkte man seinen Hintergrund als Jurist deutlich an, ebenso dass er zu den Gesprächsrunden exponierte Sprecher der netzpolitischen Szene einlud. Daher finden sich einige unerwartet positive Punkte. Trotzdem schillert auch seine Parteizugehörigkeit deutlich durch und es gibt Raum für Kritik.

    Positiv hervorzuheben sind seine Bekenntnisse zur Netzneutralität, zum Datenbrief, offenen Standards und zur Verfügungsgewalt über die eigenen Daten. Enttäuschend sind das Festhalten an der Vorratsdatenspeicherung, die nicht komplette Abkehr von Internet-Sperren und eine kritische Einstellung zur anonymen Nutzung von Netzinhalten.

    22. Juni 2010 36
  • : 14 Thesen zu den Grundlagen einer gemeinsamen Netzpolitik der Zukunft
    14 Thesen zu den Grundlagen einer gemeinsamen Netzpolitik der Zukunft

    Bundesinennminister Thomas de Maiziere hat heute „14 Thesen zu den Grundlagen einer gemeinsamen Netzpolitik der Zukunft“ präsentiert. Wir dokumentieren diese mal hier (erstmal unkommentiert):

    These 1 – Bewusstsein für gemeinsame Werte schärfen

    Gemeinsame Werte sind das Fundament unseres Zusammenlebens – je stärker sie unser Bewusstsein und Handeln bestimmen, desto weniger brauchen wir staatliche Einflussnahme und Reglementierung. Unser Menschenbild und unsere Werte prägen auch die Einstellung zum Internet. Wir sollten uns an den Werten der Freiheit, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung, dem Gebot des gegenseitigen Respekts und der Rücksichtnahme sowie der Chancengleichheit und Solidarität orientieren.

    These 2 – Rechtsordnung mit Augenmaß weiterentwickeln

    22. Juni 2010 40
  • : NPP 092: Volker Grassmuck über Brasilien
    NPP 092: Volker Grassmuck über Brasilien

    Der Netzpolitik-Podcast Folge 092 ist ein Gespräch mit dem Sozial- und Medienwissenschaftler Volker Grassmuck. Seit einiger Zeit forscht er in Brasilien über Free Culture – und genau darum geht es in diesem Podcast. Wir unterhalten uns darüber, was die Ursachen sind, dass Brasilien weltweit in vielen Sachen ein Vorreiter bei Free Culture ist und welche spannenden Projekte es dort gibt. Und das sind so einige, wie z.B. freie Literaturszenen in Sao Paulo, Mode-Labels von Prostituierten in Rio de Janiero, offene Konsultationsprozesse bei der Internetgesetzgebung, die Ponto de cultura – Projekte in Favellas, Tecnobrega im Nordosten und freie Software in den Verwaltungen.

    Dazu gibt es einen kleinen Einblick, wie Politik in Brasilien funktioniert.

    Der Podcast ist rund 50 Minuten lang und steht als MP3 und OGG auf dem Server.

    Wir unterhalten uns in der Sendung auch über den Vortrag von Ronaldo Lemos über „Free Culture in Brasil“ auf der re:publica 2010. Diesen kann man sich hier anschauen:

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    Mit dieser Folge ist Volker Grassmuck nunmehr zum dritten Mal im Netzpolitik-Podcast vertreten. Beim ersten Mal ging es um die Wizards of OS 4 und damals hatten wir noch keine Folgennummer. Folge 075 war ein ausführliches Gespräch über die Kulturflatrate.

    21. Juni 2010 5
  • : USA: TV-Debatte rund um Cyberwar
    USA: TV-Debatte rund um Cyberwar

    Interessantes TV-Debattenformat mit spannenden Rednern. Zwei Zweier-Teams treten gegeneinander an und diskutieren in diesem Fall Cyberwar: „The cyber war threat has been grossly exaggerated“ mit Jonathan Zittrain, Marc Rotenberg, Bruce Schneier Mike McConnell.

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    THE CYBER WAR THREAT HAS BEEN GROSSLY EXAGGERATED from Intelligence Squared US on Vimeo.

    21. Juni 2010 1
  • : Einige Links der letzten Tage
    Einige Links der letzten Tage

    Bevor die neue Woche anfängt gibts hier nochmal eine kleine Linkliste, was sich bei mir die letzten Tage noch als offene Tabs angesammelt hat.

    Heinrich Wefing hat in der Zeit eine kleine Liebeserklärung an Thomas de Maiziere verfasst: Der König und die Piraten.

    Bundesinnenminister Thomas de Maizière will die Rolle des Staates im Internet stärken – aber auf die sanfte Tour

    Hier gibt es tolle Plakate nach einer guten Idee: ALT/1977: WE ARE NOT TIME TRAVELERS. Warum nicht aktuelle Technologien im Stil von 70er Jahre Werbung neu vermarkten?

    What would you do if you could travel back in time? Assassinate Marilyn Monroe? Go on a date with Hitler? Obviously. But here’s what I’d do after that: grab all the modern technology I could find, take it to the late 70’s, superficially redesign it all to blend in, start a consumer electronics company to unleash it upon the world, then sit back as I rake in billions, trillions, or even millions of dollars.

    Tobias Preis hat auf Basis der Anzahl der Besucher auf den Wikipedia-Seiten die Beliebtheit der drei Kandidaten (Ohne den Nazi) für die Wahl des Bundespräsidenten visualisiert:

    20. Juni 2010 15
  • : NPP091: Netzpolitische Wochenschau KW 23 + 24
    NPP091: Netzpolitische Wochenschau KW 23 + 24

    (Update: Jetzt stimmt wieder alles und die richtigen Dateien sind auf dem Server)

    Die Netzpolitische Wochenschau Folge 091 gibt diesmal einen Überblick über die vergangenen beiden Kalenderwochen. Der Podcast ist wie immer abrufbar als MP3 oder OGG. Erkältungsbedingt ist der Podcast diesmal nur rund eine halbe Stunde lang.

    Und das sind die Themen:

      Wie geht es eigentlich dem Löschgesetz?
      Ministerpräsidenten unterzeichnen Jugendmedienschutzstaatsvertrag
      Internet Governance Forum Deutschland
      Berliner Rede zum Urheberrecht von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und die Warnschilder
      CDU/CSU will Tauschbörsen-Wiederholungstäter aus dem Verkehr ziehen
      Internetes Strategiepapier der Verleger zum Leistungsschutzrecht
      Sitzung der Enquete-Kommission Netzpolitik zum Thema Netzneutralität
      Eine Definition von Netzneutralität
      Island auf dem Weg zum Datenfreihafen.
      Netzpolitik als Verhandlungsmasse: Die Futurezone wird in Österreich Verlegerinteressen geopfert
      Hans-Joachim Otto und die Transparenz

    Ausblick:

    - Thomas de Maizere hält auch eine Berliner Rede.

    19. Juni 2010 11
  • : ACTA-Erklärung: Ruft Eure EU-Abgeordneten an
    ACTA-Erklärung: Ruft Eure EU-Abgeordneten an

    Das EU Parlament ist derzeit zur Sitzungswoche in Strassburg. Die passende Gelegenheit, eure Abgeordneten zur Unterzeichnung der Schriftlichen Erklärung 12/2010 zu bewegen.

    Die Erklärung wurde interfraktionell durch Françoise Castex (S&D, FR), Alexander Alvaro (ALDE, DE), Stavros Lambrinidis (S&D, GR) and Zuzana Roithová (EPP, CZ) initiiert. Sie fasst die Bedenken gegen ACTA zusammen und fordert insbesondere die Offenlegung aller Verhandlungstexte und die Einbeziehung des Parlaments von vornherein.

    Helft mit, die Unterschriften zusammen zu kriegen

    Ruf deine MEPs an und mach sie auf die Schriftliche Erklärung 12/2010 aufmerksam. Sie können sie noch heute und in der Sitzungswoche vom 5.–8. Juli am Eingang des Plenarsaals unterzeichnen. Zuerst sollte man sich mit den EU-Abgeordneten beschäftigen, die in der Nähe wohnen.

    Infos und Hintergründe zu ACTA
    Argumente, FAQ und Beispielgespräche
    Kontaktdaten der deutschen Mitglieder des EU Parlaments
    Kontaktdaten aller Mitglieder des EU Parlaments
    Pad zur Koordination

    Die Sache ist wichtig!

    Hier der Inhalt der Schriftlichen Erklärung:

    Schriftliche Erklärung zu dem intransparenten Prozess und dem möglicherweise zu beanstandenden Inhalt des Abkommens zur Bekämpfung von Produkt- und Markenpiraterie (ACTA)

    17. Juni 2010 5
  • : Tagesschau: Till Kreutzer über Netzneutralität
    Tagesschau: Till Kreutzer über Netzneutralität

    In der Tagesschau vom 14.6.2010 war Till Kreutzer von iRights.info zu Gast, um das Thema Netzneutralität vorzustellen. Anlaß war die Sitzung der Enquete-Kommission Netzpolitik und digitale Gesellschaft zu Netzneutralität. Davon gibt es eine MP4 und das Video steht auch auf Youtube:

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    16. Juni 2010 3
  • : Netzneutralität in der Enquete-Kommission
    Netzneutralität in der Enquete-Kommission

    Am Montag fand die dritte Sitzung der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft statt. Schwerpunkt dieser Sitzung war eine Diskussion um den Begriff Netzneutralität und die Einrichtung von nicht-öffentlichen Arbeitsgruppen zu Datenschutz, Netzneutralität und Urheberrecht.

    Bundestag.de hat eine Zusammenfassung der Diskussion: „Definition für Netzneutralität finden“. Man tut es sich aber immer noch etwas schwer mit dem Begriff „Netzpolitik“, dieses Blog heißt in dem Text netzwerk.org.

    Von dem öffentlichen Teil gibt es ein Video. Die Diskussion um Netzneutralität beginnt nach wenigen Minuten und geht etwas mehr als eine Stunde lang:

    16. Juni 2010 12
  • : Enquete-Kommission tagt heute zu Netzneutralität
    Enquete-Kommission tagt heute zu Netzneutralität

    Die Enquete-Kommission „Netzpolitik und digitale Gesellschaft“ des Deutschen Bundestages tagt heute zwischen 13–16:00 öffentlich. Inhaltlich wird es u.a. um das Thema Netzneutralität gehen, aber es wird sicherlich noch genug Formales dabei sein. Von der Sitzung gibt es einen Stream im Angebot von bundestag.de.

    Die 17 Abgeordneten und 17 Sachverständigen beschäftigen sich unter anderem mit dem Für und Wider einer gesetzlichen Festschreibung der neutralen Übermittlung von Daten im Internet, unabhängig von Absender oder Inhalt.

    Das Kernanliegen der Netzneutralitätsdebatte ist: Sollte man Netzbetreibern die Möglichkeit geben, Technologien wie Deep-Packet-Inspection zum reinschauen in den Datenverkehr zu nutzen? Oder sollen Nutzer bestimmen können, wie sie das Netz nutzen? Brauchen wir Regeln, die Netzbetreibern verbieten, Anwendungen und Services zu blockieren oder auszuschließen? Meiner Meinung nach brauchen wir diese Regeln, um die Offenheit des Netzes zu erhalten und Innovation möglich zu machen.

    Da Netzneutralität für viele etwas schwammig ist, habe ich vergangene Woche mal einen Definitionsvorschlag veröffentlicht, was denn ein neutrales Netz ausmacht.

    14. Juni 2010 8
  • : Eine Definition von Netzneutralität
    Eine Definition von Netzneutralität

    Am kommenden Montag trifft sich wieder die Enquete-Kommission Netzpolitik und digitale Gesellschaft im Deutschen Bundestag. Da die Debatte um Netzneutralität von vielen Sachverständigen als wichtiges Thema angesehen wurde, wird es in der Sitzung um das Thema gehen. Zur Vorbereitung hat Sitzung habe ich hier mal einen Definitionsvorschlag für die Debatte und weitere Hintergrundinformationen rund um die Debatte erstellt.

    Netzneutralität kann man aus zwei Blickwinkeln betrachten, was Teil der Definition sein muss. Da sind zum einen die Nutzer, darunter fallen aber auch Inhalte-/ und Diensteanbieter.

    Nutzer eines neutralen Netzes

  • bekommen einen Internetzugang, der frei von Diskriminierung ist, unabhängig von den verwendeten Anwendungen, Diensten, Inhalten, und ungeachtet des Absenders oder Empfängers
  • erhalten einen Internetzugang
  • * der sie jeden Inhalt ihrer Wahl senden und empfangen lässt
  • * Dienste und Anwendungen ihrer Wahl nutzen lässt
  • * Hardware und Software ihrer Wahl nutzen lässt
  • müssen darüber informiert sein, welche Formen von Netzwerkmanagement durch ihre Provider ausgeübt werden
  • bekommen den Internetzugang mit der Verfügbarkeit und Geschwindigkeit, die ihnen in der Werbung versprochen wurde
  • : NPP090: Netzpolitische Wochenschau KW 22
    NPP090: Netzpolitische Wochenschau KW 22

    Der Netzpolitik-Podcast Folge 90 ist die Netzpolitische Wochenschau für die Kalenderwoche 22. Wie immer gibt es den Überblick über die wichtigsten Geschichten und Termine der vergangenen Woche. Diese Woche ist der Podcast rund 34 Minuten lang und steht als MP3 und OGG auf dem Server.

    Und das sind die Themen:

      Der Bundespräsident verlässt das sinkende Schiff. Sind Blogger daran Schuld und wer ist „not my president“?
      Ilse Aigner verlässt Facebook. Reicht das aus?
      Der elektronische Personalausweis erscheint zum 1. November. Wir empfehlen: „Kauf keine Version 1.0“.
      EDRi-Broschüre zu den Censilia-Plänen
      Vierter Netzpolitische Dialog mit Thomas de Maiziere.

    Termine der kommenden Woche:

    Montag: Internet Governance Forum Deutschland
    Montag: Unterausschuss Neue Medien tagt zu Social Networks und Ubiquitäres Computing
    Montag: 19h Berliner Rede zum Urheberrecht
    Mittwoch bis Samstag: Linuxtag in Berlin
    Donnerstag D21-Jahreskongress in Hannover

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  • : Sixtus vs. Lobo Nr. 44 über Netzneutralität
    Sixtus vs. Lobo Nr. 44 über Netzneutralität

    In der Folge 44 der 3sat-Neues-Serie „Sixtus vs. Lobo“ geht es diesmal um Netzneutralität:

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  • : Montag: Unterausschuss Neue Medien tagt zu Social Networks und Ubiquitäres Computing
    Montag: Unterausschuss Neue Medien tagt zu Social Networks und Ubiquitäres Computing

    Am kommenden Montag, den 7.6., tagt der Unterausschuss Neue Medien des Deutschen Bundestages zu den Themen Social Networks und „Ubiquitäres Computing“*. Als Experten zum Thema „Social Networks“ sind Clemens Riedl von StudiVZ und der Berline Landesdatenschutzbeauftragter Alexander Dix geladen. Als Vertreter des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag wird Peter Zoche vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe den Zukunftsreport „Ubiquitäres Computing“ (Bundestagsdrucksache 17/405) vorstellen.

    Die Tagesordnung findet sich hier als PDF.

    Bis zum 4. Juni 2010 kann man sich mit Namen und Geburtsdatum beim Sekretariat des Aus­schusses anzumelden (kulturausschuss@bundestag.de). Die Sitzung beginnt um 13 Uhr im Sitzungssaal 4.400 im Paul-Löbe-Haus. Bevor Fragen kommen: Ich hab keine Ahnung, ob es einen Live-Stream geben wird)

    *Vielleicht sollte man sich entscheiden, beides englisch oder deutsch zu schreiben? Der Mischmasch klingt etwas komisch.

  • : Internet Governance Forum – Deutschland 2010
    Internet Governance Forum – Deutschland 2010

    Am kommenden Montag, den 7. Juni 2010 findet in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt das „Internet Governance Forum – Deutschland 2010″ statt. Das IGF‑D dient als deutscher Vorbereitungsgipfel für das 5. Internet Governance Forum der Vereinten Nationen 2010 in Vilnius, Litauen. In einem Multistakeholder-Dialog sollen verschiedene Fragestellungen der digitalen Gesellschaft diskutiert werden. Das Programm hat noch ein paar Lücken, die bis Montag sicherlich gefüllt werden. Der Eintritt ist frei, es wird aber um Anmeldung gebeten.

  • : Kostenloser Download: Das Buch „Digital Activism Decoded“
    Kostenloser Download: Das Buch „Digital Activism Decoded“

    Seit heute gibt es das Buch „Digital Activism Decoded“ als freien Download. Die 15 Autoren beschäftigen sich mit der Schnittstelle von digitalen Technologien und Aktivismus. Digital Activism Decoded stellt erklärtermaßen den Versuch dar, das Feld „Digitaler Aktivismus“ erstmals komplett zu umreißen. Die Herausgeberin Mary Joyce, die auch letztes Jahr auf der re:publica gesprochen hat, schreibt in ihrer Zusammenfassung:

    The book begins with a section on Contexts, addressing not only the technology of network infrastructure, devices, and applications, but also the social, economic, and political environment in which digital activism occurs.

    An analysis of Practices follows, not in the usual format of case study analysis, but by presenting different ways of thinking about these practices. The section begins with a chapter on pre-digital social movement theory, while a second chapter takes the digital perspective of web ecology. Both constructive and destructive activism practices are discussed.