Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 14.09.2026

    CeMAS

    Mit generativer KI erzeugte Sprecher:innen, sogenannte KI-Avatare, führen immer mehr Menschen hinters Licht. CeMAS hat nun auf YouTube 47 Kanäle identifiziert, die dort mit künstlichen, augenscheinlich koordinierten Inhalten politische Narrative verbreiten.

  • Access Now

    Ein Gesetzentwurf aus Kanada drohe, Verschlüsselung auszuhebeln, warnt die Digital-NGO Access Now. Dies betreffe auch Menschen in der EU, weshalb Kommissionspräsidentin von der Leyen einschreiten sollte.

  • TechCrunch

    Bei einem Datenleck des Identitätsprüfungsdienstes IDScan wurden Führerscheindaten von 150 Millionen Menschen gestohlen und veröffentlicht, darunter US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Den Dienst nutzten etwa Autoverleihe, um die Ausweisdokumente ihrer Kund:innen zu verifizieren.

  • „Der Zugang zu politischen Entscheidungsträger:innen und das Wissen über politische Abläufe sind ungleich verteilt.“ Für kleine und junge zivilgesellschaftliche Initiativen stellt die Gesellschaft für Freiheitsrechte deshalb ein Policy-Handbuch bereit, das politisches Erfahrungswissen bündelt.

  • Fortune

    Der Anteil der auf staatliche Hilfe angewiesenen US-Mitarbeiter:innen von Amazon hat sich seit 2020 verdreifacht. Das geht aus einem US-Regierungsbericht hervor. Zugleich erwirtschaften US-Konzerne Gewinne wie kaum zuvor.

  • Snoop

    Das Russland nahestehende Werbenetzwerk AdNow hat massenhaft personenbezogene Daten von Rumän:innen gesammelt und nach Novosibirsk umgeleitet, so eine Recherche von Snoop. Damit erstellte Profile lassen sich für Betrug und Desinformation nutzen.

  • DeSmog

    Während der britische Rechtsradikale Nigel Farage wegen illegaler Krypto-Spenden unter Druck gerät, setzt sich seine "Reform UK"-Partei für Deregulierung ein. Dabei hilft die Trump-Regierung, die ebenfalls mit Tether verbandelt ist.

  • Bianet

    Im Kampf gegen die LGBTI+-Community hat die türkische Polizei am Wochenende dutzende Menschen festgenommen und Büros geschlossen. Zugleich wurden Online-Accounts und Websites von Aktivist:innen abgeklemmt.

  • The Washington Post

    Beim US-Geheimdienst NSA soll laut anynomen Quellen der größte Umbau seit mehr als einem Jahrzehnt bevorstehen. Dabei sollen intern fünf neue Organisationen entstehen, die sich Schwerpunkten wie KI oder China widmen.

  • 40C3

    Der 40. Chaos Communication Congress (40C3) ruft zur Mitwirkung auf. Bis zum 9. Oktober können Interessierte Ideen einreichen, etwa für Vorträge oder künstlerische Beiträge. Die Veranstaltung findet vom 27. bis 30. Dezember in Hamburg statt.

  • Oversight Board

    In sechzehn Ländern Süd- und Mittelamerikas will Meta die bisherigen Faktenchecks abschaffen und durch Korrekturen der Nutzenden ("Community Notes") ersetzen. Metas unabhängiges Aufsichtsgremium hat Einwände.

  • Deutschlandfunk

    Nach Plänen des Finanzministeriums sollen Geschäfte neben Bargeld auch eine digitale Bezahlmöglichkeit anbieten müssen. Besser wäre dagegen eine Bargeld-Pflicht, kommentiert der Deutschlandfunk – gegen Digitalzwang und für anonyme Zahlungen.

  • Stern

    Die Arbeit des deutschen Expert:innen-Gremiums für Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt ist beendet. Der Abschlussbericht unterfüttert die 56 Empfehlungen des Gremiums. Familienministerin Karin Prien (CDU) will bis Mitte Oktober einen Gesetzentwurf vorlegen.

  • Ticker vom 11.09.2026

    taz

    Angestoßen durch den Fall Gisèle Pelicot ermitteln deusche Behröden zu Online-Netzwerken von Männern, die Frauen betäuben, vergewaltigen, filmen und die Aufnahmen teilen. In Hannover startet nun ein Verfahren gegen einen 39-Jährigen.

  • Deutsche Welle

    Der demokratisch regierte US-Bundesstaat Kalifornien hat eine Altersgrenze von 16 Jahren für Plattformen mit suchtfördernden Mechanismen eingeführt. Die US-Organisation für digitale Freiheitsrechte EFF kritisiert das.

     

  • The 19th

    Im Vorfeld der US-Zwischenwahlen im November verbreitet das Aktionskomitee (Super PAC) von US-Milliardär Elon Musk transfeindliche Anzeigen auf sozialen Medien.

  • beck-aktuell

    Nur weil Menschen ein Sonderkündigungsrecht haben, können Anbieter laufende Verträge nicht beliebig ändern. Das hat der Europäische Gerichtshof vor dem Hintergrund einer deutschen Sammelklage des Verbraucherzentrale Bundesverbands gegen Vodafone klargestellt.

  • Reuters

    Das Vereinigte Königreich erhöht die Abhängigkeit vom US-Milliardär Elon Musk mit einem Deal über 40 Millionen US-Dollar, wie die Agentur Reuters berichtet. Erstmals nutze damit nachweislich ein Land außerhalb der USA die militärischen Satellitendienste "Starshield" des Unternehmens SpaceX.

  • npj Mental Health Research

    US-Forschende haben einen Zusammenhang zwischen Depression und erhöhter Social-Media-Nutzung gemessen. Dafür wurden elf Jahre lang rund 180.000 Menschen in den USA zwischen 18 und 70 Jahren befragt. Das belegt aber nicht, dass soziale Medien Depressionen verursachen.

  • Der Spiegel

    Die Bundesregierung vertieft die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Demnach will die autoritäre Monarchie 40 Milliarden Euro in die deutsche Industrie pumpen, unter anderem in Rechenzentren.

  • Der Standard

    US-Konzern OpenAI will seine Sprachmodelle für den Finanzmarkt vermarkten: Investmentbanker:innen und Aktienanalyst:innen sollen eine für finanzielle Dienstleistungen spezialisierte Version von ChatGPT befragen können.

  • Universal Music

    Der Widerstand der Musik-Industrie gegen KI-generierte Musik endet, sobald sie an den Einnahmen beteiligt ist. Branchenriese Universal Music hat einen Deal mit US-Start-up Eleven Labs verkündet; ein Jahr zuvor gab es einen Deal mit Konkurrent Udio.

  • Ticker vom 10.09.2026

    Hate Aid

    Sechs von zehn Menschen in Deutschland würden die LED in Überwachungsbrillen nicht als Signal für eine laufende Aufnahme erkennen, zeigt eine Umfrage im Auftrag der Organisation Hate Aid. Die Bundesnetzagentur müsse die Brillen erneut prüfen.