Am 30. Juli hat LinkedIn einen Button eingeführt, mit dem Menschen "KI-Slop" melden können. Inzwischen haben ihn bereits über eine Million Menschen gedrückt.
Ticker
Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.
-
Ticker vom 24.08.2026
-
Um ihre Chatbots urheberrechtsgemäß zu trainieren, zerstören KI-Firmen alte Bücher nach dem Scan. Aus Sorge vor dem Verlust von Kulturgütern fordert die Schattenbibliothek Anna’s Archive nun dazu auf, Bücher zu scannen und dort zu veröffentlichen.
-
Verhaltensscanner sind gerade überaus gefragt bei deutschen Polizeien. Philipp Knopp, der zum Thema forscht, erklärt im Interview die Auswirkungen der Technologie.
-
Ticker vom 21.08.2026
Darth Vader liebt das Videoüberwachungsnetzwerk, das Flock in den USA errichtet hat. Damit ließen sich die „dreckigen Rebellen“, darunter auch Kinder, vorzüglich verfolgen. Außerdem brauche er es, um seine Ex zu stalken, so ein Mensch im entsprechenden Kostüm im Stadtrat von San Diego.
-
Verlag, Autor und Illustratorin der Kinderbuchreihe „Das NEINhorn“ verklagen US-Konzern OpenAI, weil ChatGPT allzu ähnliche Inhalte generieren könne. "OpenAI klaut einfach alle Kunst und Kultur der ganzen Welt und glaubt, damit durchzukommen?", zitiert die taz den Autor Mark-Uwe Kling.
-
Die Hamburger Polizei schafft ihre Hubschrauber ab, stattdessen sollen Drohnen zum Einsatz kommen. Auch die Reiterstaffel fällt wegen Sparmaßnahmen weg.
-
Die US-Stadt Ypsilanti, Michigan, hat einen Weg gefunden, ein geplantes Riesen-Rechenzentrum aufzuhalten. Sie verkündete ein sechsmonatiges Moratorium für Veränderungen an der Elektrizitäts-Infrastruktur.
-
Die Polizei in Wien soll für 75.000 Euro eine Wiener Firma mit einem Datenanalyse-Werkzeug beauftragt haben. Die Software könnte nahelegen, wo Beamt:innen als nächstes Menschen kontrollieren. Das Projekt liege allerdings still.
-
Ticker vom 20.08.2026
Filme, die Menschen digital gekauft haben, verschwinden, wenn der Anbieter die Lizenz verliert. taz-Kolumnistin Valérie Catil plädiert deshalb für den physischen Besitz von Medien, als DVD oder Buch beispielsweise. Wer derartiges sammle, sei Hüter der Kulturgüter.
-
In Kalifornien hat der Prozess gegen Facebook und Instagram begonnen. Der Aussage eines ehemaligen Managers zufolge habe der Konzern Profit vor Kinderschutz gestellt, fasst die Frankfurter Neue Presse zusammen.
-
Wer eine App auf seinem Android-Smartphone haben will, die nicht aus Googles Play-Store stammt, muss künftig 24 Stunden warten, bevor er sie installieren kann. Zunächst wird die Funktionseinschränkung in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand ausgerollt.
-
Meta lieferte Werbung für eine App aus, die Menschen digital entkleidet. Die weibliche Figur im pornografischen Werbevideo ähnelt stark einer US-Politikerin.
-
Das Lieferkettengesetz gilt in Deutschland offenbar nur noch auf dem Papier. Wirtschaftsministerin Reiche hat das zuständige Bundesamt angewiesen, keine Berichte mehr zu prüfen, Strafen werden keine mehr verhängt und die zuständige Abteilung ist unterbesetzt.
-
Video-Türklingeln, die Gesichter erkennen, wie die von Amazons Firma Ring, normalisieren die Überwachung. Ihre Daten können auch von Polizist*innen genutzt werden. Die Haustürbesitzer haben kaum Handhabe dagegen.
-
Bereits seit zehn Jahren wird in Hessen die umstrittene Analyse-Software Gotham von Palantir eingesetzt. Die FR erklärt, welche Rolle eine USA-Reise des damaligen Landesinnenministers Peter Beuth bei der überstürzten Einführung von "Hessendata" gespielt hat.
-
Mindestens 69 US-Polizisten werden beschuldigt, das Kennzeichenscanner-Netzwerk des Herstellers Flock – zum Beispiel für Stalking – missbraucht zu haben. Viele lokale Polizeien kontrollieren nicht, wer das System wie nutzt.
-
Firmen haben sich darauf spezialisiert, die Lichter auszuschalten, die eigentlich warnen sollen, wenn jemand mit einer Spannerbrille filmt. The Guardian zeigt in einem Longread, wie schwer es wird, diesen Geräten zu entkommen.
-
Der Widerstand gegen KI-Rechenzentren wächst nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland und Österreich. Dabei gehe es um weit mehr als darum, die Bauwerke nicht vor der eigenen Tür haben zu wollen, argumentiert dieses Meinungsstück.
-
"Fünf Stunden Bildschirmzeit am Tag summieren sich bis zum 70. Lebensjahr auf 15 Jahre", schreibt Julia Kloiber über ein Offline-Festival in New York. Der "Summer of Ludd" orientiert sich an der historischen Arbeiter:innenbewegung der Maschinenstürmer.
-
Die Europäische Zentralbank hält es für wahrscheinlich, dass die US-amerikanische KI-Blase platzt. Sie warnt vor den Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft.
-
Der Berliner Bürgermeister sei ein Mörder und die SPD habe einen Sexualstraftäter in ihren Reihen. Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt tauchen gefälschte Websites auf, die deutsche Medien imitieren. Der Verfassungsschutz vermutet eine russische Gruppe dahinter.
-
Der Deutschlandfunk bilanziert, was Digitalminister Wildberger bislang erreicht hat. Dabei gibt es noch viele große Projekte, die auf dem Plan stehen: von Deutschlandstack bis zur digitalen Brieftasche.
-
In Portugal sollten die Abiturprüfungen dieses Jahr digital korrigiert werden. Doch bei Scans und Zuweisungen an die Korrektor:innen gab es Probleme. Einige Absolvent:innen warten weiter auf die Ergebnisse, obwohl die Fristen für Studienplatzbewerbungen bald ablaufen.
-
Die Verkehrs- und die Stadtentwicklungsverwaltung in Berlin sind nach einem Hacking-Angriff weiter offline. Sensible Daten seien nicht abgeflossen, heißt es. Aber die pünktliche Wohngeldauszahlung Ende des Monats sei in Gefahr. Oppositionspolitiker fordern eine schnelle Lösung.