Unter Mitarbeitenden des Meta-Konzerns in den USA regt sich Widerstand gegen die kürzlich eingeführte Maus-Tracking-Software. Angesichts der angekündigten Entlassungswelle befürchten sie, dass damit KI-Bots für ihren Ersatz trainiert werden.
Ticker
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Ticker vom 13.05.2026
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Mindestens zwei Überwachungsfirmen aus Israel sollen Nutzer*innen von Starlink identifizieren können. Dabei kommen möglicherweise Daten der Werbe-Industrie ("ADINT") zum Einsatz.
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Laut einem hochrangigen Beamten hat die US-Abschiebebehörde ICE dank Palantir eine Liste von 20 Millionen Menschen, die potenziell verhaftet werden können. Die Software helfe spürbar dabei, Zielpersonen richtig zu lokalisieren.
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Um mehr Menschen zum Umsteigen auf Züge zu bewegen, plant die EU-Kommission, grenzüberschreitende Ticket-Käufe drastisch zu vereinfachen. Nationale Bahnunternehmen müssten ihre Plattformen für andere Anbieter öffnen, was für heftigen Widerstand sorgt.
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Einwohner:innen im US-Bundesstaat Georgia wunderten sich über sinkenden Wasserdruck. Dann stellte sich heraus, dass ein benachbartes Rechenzentrum unbemerkt rund 110 Millionen Liter Wasser abgezogen hat.
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Chatbots werden immer häufiger als Freunde und Therapie-Ersatz eingesetzt. Das ZDD zeigt in einer Studie Risiken und Lösungsansätze für sogenannte Companion-AI auf und dokumentiert in einer Datenbank Suizide und andere Vorfälle in Zusammenhang mit KI.
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Ticker vom 12.05.2026
Europäische Unternehmen verkaufen Überwachungs-Technologien an Staaten, die Menschenrechte verletzen. Human Rights Watch hat IFG-Anfragen in allen 27 EU-Staaten gestellt. Die Menschenrechts-NGO fordert schärfere Export-Kontrollen.
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Die Ukraine will den Einsatz von Palantir-Software ausweiten, das Unternehmen mit realen Kriegsdaten KI trainieren.
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Der Europäische Gerichtshof stärkt das Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Meta ist mit einer Klage gegen dessen Umsetzung in Italien gescheitert, die unter anderem einen verpflichtenden Verhandlungsmechanismus zwischen Plattformen und Verlagen vorsieht.
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t3n erklärt, welcher Streamingdienst welche Daten von dir sammelt – und wie du diese löschen lassen kannst.
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Greenpeace kritisiert die Macht großer Cloud-Anbieter wie Amazon, Microsoft und Google und schlägt für sie eine Selbstverpflichtung vor, etwa für transparente Lieferketten oder einen Ausschluss von Cloud-Kapazitäten für riskante Geschäftsmodelle.
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Die Lobbywächter:innen von CEO schlagen Alarm, weil die EU Umweltschutzauflagen zugunsten von Industrieprojekten kappt. Auf Drängen von Big Tech und der fossilen Energieindustrie würden etwa Projekte ohne etablierte Genehmigungsverfahren umgesetzt.
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Ab heute können Nutzer:innen von Android- und Apple-Smartphones auf den SMS-Nachfolger RCS für Ende-zu-Ende-verschlüsselte Messenger-Nachrichten zurückgreifen. In Deutschland unterstützen alle großen Mobilfunkanbieter den Standard.
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Apple arbeitet offenbar an Airpod-Kopfhörern mit eingebauter Kamera. Diese sollen wohl nur Aufnahmen in niedriger Auflösung machen und Apples KI Siri ermöglichen, auf Gegenstände in der Umgebung einzugehen, etwa Rezeptvorschläge für bestimmte Zutaten zu machen.
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Der Browser Chrome lädt ungefragt ein 4-GB-großes KI-Modell herunter. Jetzt kam heraus: Das darf auch Daten mit Google-Servern austauschen.
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Medienberichten zufolge will die britische Regierung dem Datenkonzern Palantir vollen Zugriff auf Gesundheitsdaten britischer Patient:innen gewähren. Der US-Konzern soll das staatliche Gesundheitssystem NHS effizienter machen, steht aber immer stärker in der Kritik.
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Laut einer Marktstudie des Betreiberverbands VATM sind inzwischen fast 90 Prozent aller Haushalte mit einem gigabitfähigen Netz versorgt. Fast 8 Millionen Kund:innen nutzen Glasfaser, während die Telekom im Festnetz- und Geschäftskundenmarkt wächst.
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In Schweden wird eine Software trainiert, Tierarten wie Rehe oder Vögel zu erkennen. Sie soll helfen, Tiere mit akustischen Signalen von Bahnstrecken zu vertreiben.
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Der Generalstaatsanwalt von Texas, USA, verklagt Netflix. Der Konzern nutze suchterzeugendes Design und sammle massiv Nutzer*innendaten.
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Ein Hacker hat sich Zugriff auf über eine Million Baby-Monitore verschafft. Meari heißt der betroffene Anbieter, er produziert für verschiedene Marken.
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Das kanadische Parlament arbeitet weiter an einem Verbot nicht-einvernehmlicher, sexualisierter Deepfakes. Um ebenfalls Bikini-Bilder zu erfassen, soll die Vorschrift auch "fast nackte" Aufnahmen betreffen.
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Große Social-Media-Plattformen sind für queere Menschen unsicher wie nie zuvor, fasst queer.de den aktuellen Social Media Safety Index der US-amerikanischen Organisation GLAAD zusammen. Den letzten Platz belegt Twitter-Nachfolger X.
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Ab 19. Mai müssen Plattformen in den USA gemeldete Inhalte mit bildbasierter Gewalt innerhalb von 48 Stunden entfernen, darunter nicht-einvernehmliche sexualisierte Deepfakes. Grundlage ist der Take It Down Act.
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Bis vor Kurzem hat xAI offenbar einen Briefkasten in Estland genutzt, um Beschwerden auf Basis des DSA (Gesetz über digitale Dienste) zu empfangen. Eine "Geisteradresse", fasst Golem den Bericht von Follow the Money (€) zusammen.