Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 07.10.2026

    Heute im Bundestag

    Die Vorratsdatenspeicherung kommt zurück. Im Rechtsausschuss des Bundestages haben heute der Deutsche Anwaltsverein und die Gesellschaft für Freiheitsrechte die anlasslose Speicherpflicht kritisiert. Polizei-Vertreter fordern eine Sicherungsanordnung für Inhaltsdaten.

  • US-Techkonzerne stecken weit mehr in Lobbying in Brüssel als europäische Unternehmen, so eine Analyse der Financial Times (€). Google, Apple und Amazon stechen demnach besonders hervor.

  • Süddeutsche Zeitung

    Im "Frankfurter Appell" fordern 120 Verlage mehr Transparenz über die für KI-Training genutzten Werke, faire Lizenzierungsmodelle und eine wirksame Durchsetzung des Urheberrechts.

  • heise online

    13 Milliarden Euro will Google in Rechenzentren in Finnland investieren, ignoriert dabei aber Umweltauflagen. Nun wurde der Bau zweier Rechenzentren vorerst gestoppt, weil zu viele Bäume gefällt wurden.

  • GFF

    "Endlich kommt Bewegung in den Schutz vor digitaler Gewalt", kommentiert die Gesellschaft für Freiheitsrechte die heutige Einigung der Bundesregierung auf ein Gesetz gegen digitale Gewalt. Zugleich warnt sie vor neuen Speicherpflichten.

  • Onlineshops dürfen die Einwilligung zum Abo eines Newsletters nicht an die Anmeldung zum Kundenkonto koppeln, hat das Oberlandesgericht München entschieden - und damit das erstinstanzliche Urteil aufgehoben.

  • Techdirt

    Wenige Wochen nach dem Start des KI-Agenten Muse häufen sich Berichte über die Anlaufschwierigkeiten des digitalen Assistenten von Mark Zuckerberg. Er ist ein "entzückendes Desaster in Sachen Datenschutz und Sicherheit", schreibt Techdirt.

  • Ein EU-weites Recht auf diskriminierungsfreien Mobilfunk-Vorleistungszugang für Netzbetreiber ohne eigene Netze müsse sich im Digital Networks Act wiederfinden, appellieren 13 Netzbetreiber und Verbände an die EU.

  • Heute im Bundestag

    Die Grünen haben einen Antrag zur Weiterentwicklung des Datenschutzes eingebracht. Es ist ein umfassender Gegenentwurf zu Plänen der Bundesregierung, der von der Verbesserung der föderalen Aufsichtsstruktur über den Digital-Omnibus bis zu Rechtslücken bei Datenhändlern reicht.

  • Open Rights Group

    Auch das Vereinigte Königreich plant strenge Alterskontrollen im Netz. Die gemeinnützige Open Rights Group will das offene Internet schützen und lehnt das ab. Interessierte können sich einer Petition anschließen.

  • Handelsblatt

    Ohne PIN läuft nichts bei der Online-Ausweisfunktion im deutschen Perso. Inzwischen kann man sich die PIN wieder kostenlos per Post schicken lassen. Im Jahr 2024 hatte das Innenministerium den Service gestoppt, weil die Behörde Geld sparen wollte.

  • Die Zeit

    Die Bundesregierung berät heute über einen Gesetzentwurf aus dem Justizministerium gegen digitale Gewalt. Es geht unter anderem um sexualisierte Deepfakes und voyeuristische Aufnahmen. Nach der Einigung im Kabinett kann das Gesetz ins Parlament.

  • Ticker vom 06.10.2026

    The New York Times

    Auch wenn sich in den USA die KI-Branche und die regierenden Republikaner gegen wirksame KI-Regulierung stellen, treibt das Thema gleichwohl viele um, darunter Gerichte. Geltende Gesetze decken zwar viele Bereiche ab, Lücken bleiben dennoch.

  • Reuters

    Italienische Behörden nehmen den KI-Musikgenerator Suno unter die Lupe. Etliche AGB-Klauseln sollen rechtswidrig sein, etwa die Auflage, dass für Streitigkeiten nur ein privates US-Schiedsgericht zuständig sein soll.

  • heise online

    Norwegen verbietet vorerst KI-Brillen an ausgewählten Orten, etwa in Schwimmbädern. Derweil soll eine Expert:innengruppe die Regierung beraten, wie sich solche auch als Spanner-Brillen bekannten Gadgets einhegen lassen.

  • Techspot

    Ein US-Richter hat die anlasslose Massenüberwachung mit Kennzeichen-Scannern für illegal erklärt. Zuletzt hat der Anbieter Flock für Furore gesorgt, dennoch erwarten Beobachter, dass das Urteil kippen wird.

  • Reuters

    Im US-Bundesstaat Minnesota wehrt sich xAI gegen das neue Verbot KI-generierter Nacktaufnahmen. Nun hat der Konzern des Multi-Milliardärs Elon Musk vor Gericht einen Teilerfolg erzielt: Das Verbot ist vorläufig ausgesetzt.

  • tagesschau.de

    Heute wurde Ex-BND-Chef August Hanning festgenommen. Vorgeworfen wird dem ehemaligen Geheimdienstler unter anderem landesverräterische Ausspähung und geheimdienstliche Agententätigkeit.

  • t-online

    Die niederländische Online-Apotheke DocMorris ist mit der Strategie "Aussitzen" offenbar gescheitert. Das Unternehmen hatte ein deutsches Gerichtsurteil mit Auflagen für Online-Werbung ignoriert und auch kein Ordnungsgeld gezahlt. Nun hat ein Gerichtsvollzieher Konten gepfändet.

  • LTO

    Wirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) soll in einem Instagram-Video ihres Ministeriums das Neutralitätsgebot verletzt haben, so die Auffassung der Partei "Die Linke". Darin heißt es, die Partei lebe offen Antisemitismus. Der Fall soll nun vors Bundesverfassungsgericht.

  • tagesschau.de

    Bei einem Hack auf das dänische Melderegister sollen Kriminelle unter anderem Namen und Adressen von 8,8 Millionen Menschen erbeutet haben, darunter auch verstorbene. In Dänemark leben rund 6 Millionen Menschen.

  • Ticker vom 05.10.2026

    EU Observer

    Eine spanische Forschungsgruppe (PDF) konnte nachweisen, dass die meisten KI-Chatbots sensible persönliche Daten einsammeln und sie externen Werbetrackern preisgeben. Dies kann dazu führen, dass scheinbar private Konversationen in Werbeanzeigen umgemünzt werden.

  • The Guardian

    Ein für Sicherheit zuständiger OpenAI-Manager verlässt frustriert das Unternehmen. In einem Beitrag für The Atlantic (€) beschreibt er, warum die internen Regeln und vor allem die Kultur des Unternehmens "kaputt" sind.

  • Politico

    Laut OpenAI-Chef Sam Altman soll die Welt akzeptieren, dass KI manchmal negative Effekte hat: Die positiven Effekte würden überwiegen. Entsprechend sanft sollte künftige Regulierung ausfallen, argumentiert Altman.