Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 18.08.2026

    heise online

    Ist ein ein LED-Lämpchen Hinweis genug, um Fremde per Kamera-Brille zu filmen? Die Bundesnetzagentur könnte Produkte mit versteckten Kameras verbieten, sieht auf Anfrage der FAZ (€) bei aktuellen Smart Glasses jedoch keine Voraussetzungen dafür.

  • 404 Media

    Pornhub-Mutterkonzern Aylo beendet zwei US-Sammelklagen mit einem Vergleich über 120 Millionen US-Dollar. Es ging um die Verbreitung von Aufnahmen sexualisierter Gewalt an Minderjährigen. Inzwischen prüft Pornhub bei Uploads Identität und Einvernehmlichkeit.

  • Der Standard

    Unter Kritik von Fachleuten für Grundrechte tritt am heutigen Dienstag die neue E-Evidence-Verordnung in Kraft. In der EU können Behörden zur Strafverfolgung nun direkt Daten von Online-Diensten in anderen Mitgliedstaaten einfordern.

  • MIT Technology Review

    Der Kennzeichenscannner-Hersteller Flock will verhindern, dass Polizisten das Überwachungsnetzwerk missbrauchen, um beispielsweise Ex-Partnerinnen zu stalken. Doch die Schutzmaßnahmen lassen sich leicht etwa mit ausgedachten Fallnummern umgehen.

  • The Guardian

    Mit der Vorstellung einer zunehmenden Digitalisierung waren schon immer Utopien und Dystopien verbunden. The Guardian zeichnet diese Ideen-Geschichte in einem interessanten Longread nach.

  • TechSpot

    Apple will seine In-Ear-Kopfhörer mit Kameras ausrüsten. Die könnten dann beispielsweise Fragen dazu beantworten, was die Nutzer*innen sehen und sahen. Das zeigt ein verstecktes Promo-Video.

  • ZDF

    Zehn Millionen US-Dollar zahlt Google für 100 Millionen E-Mails und 500 Millionen Chats aus einer pleitegegangenen Billig-Fluggesellschaft. Die Daten will das Unternehmen zum KI-Training nutzen. Angeblich werden vorher alle persönlichen Informationen entfernt.

  • Tagesspiegel

    Das Berliner Landesnetz wurde gehackt, daraufhin wurden Stadtentwicklungsverwaltung und Verkehrsverwaltung vergangenen Freitag von Landesnetz getrennt. Die Arbeitsfähigkeit ist stark eingeschränkt und laut Tagesspiegel sollen Daten abgeflossen sein.

  • tagesschau.de

    In Dänemark gelten zum neuen Schuljahr neue Regeln für Schüler:innen zum Einsatz von generativer KI. Hausarbeiten sollen etwa mündlich verteidigt werden. Die Werkzeuge werden nicht verbannt, aber das Wissen der Lernenden soll im Mittelpunkt stehen.

  • Ticker vom 17.08.2026

    404 Media

    404Media hat einen Tracker in einem seltenen Buch versteckt. Es landete in einer Amazon-Niederlassung, wo Bücher zerschnitten werden, um sie zu scannen. Danach: Müll. Logo der Destruktionsanlage ist ein T-Rex, der aussieht, als wolle er ein Buch zerfleischen.

  • t3n

    Ein t3n-Autor hat sich eine smarte Küche gekauft. Doch er war bald genervt, dass die Mikrowelle eine Push-Nachricht schickt, wenn sie fertig ist, und der Spülmaschinenhersteller Werbung für Nachfüllsalz macht. Nun wünscht er sich seine alte Küche zurück.

  • t-online

    Zwei Abteilungen des Digitalministeriums sind laut Tagesspiegel-Recherchen (€) direkt neben dem "Russischen Haus" in Berlin eingezogen. Das französische Innenministerium hält das Haus für eine Tarnung für Geheimdienste.

  • LTO

    Maschinell generierte Schriftsätze überlasten Gerichte, so auch die Sozialgerichte in NRW. Der Präsident des Landessozialgerichts in Essen hat genug von weitschweifigen Anträgen und sagt: "Die wesentlichen Fakten auf zwei Seiten reichen."

  • WIRED

    Auf Prognosemärkten lassen sich Wetten auf die bevorstehenden Zwischenwahlen in den USA abschließen. Das könnte zu Chaos führen, wenn Wahlbeamte ihr Insiderwissen ausnutzen oder bedroht werden - oder Wahlberechtigte die Gewinnchancen für offizielle Ergebnisse halten.

  • Biometric Update

    Ein Mann saß 17 Monate unschuldig im Gefängnis, weil ihn automatisierte Gesichtserkennung fälschlicherweise als Gewalttäter identifizierte. Nun verklagt der Betroffene Amazon, das die Gesichtserkennungstechnologie herstellte.

  • t3n

    ChatGPT-Hersteller OpenAI will zeitnah ein Büro in Berlin eröffnen. Nun lobbyiert das Unternehmen für den Bau von Rechenzentren am Standort Deutschland für Training und Ausführung von Chatbots.

  • heise online

    Die europäische PayPal-Alternative Wero ist einem Großteil der Menschen in Deutschland offenbar noch immer kein Begriff. Laut einer repräsentativen Umfrage eines Vergleichsportals konnten immerhin 39 Prozent zuordnen, dass es sich um einen Zahlungsdienst handelt.

  • The Guardian

    Das australische Social-Media-Verbot für Teenager stützt sich unter anderem auf einen Bericht zu technischen Umsetzungsmöglichkeiten. Dieser enthält laut Recherchen des Guardian mehrere Zitate von nicht-existenten Quellen, die womöglich von einer KI generiert wurden.

  • freiheitsfoo

    Die überwachungskritische Gruppe freiheitsfoo nimmt die geplante Verschärfung des Polizeigesetzes von Schleswig-Holstein auseinander. Die schwarz-grüne Regierung will unter anderem Videoüberwachung und biometrische Identifizierung ausweiten.

  • Ticker vom 14.08.2026

    Reuters

    Der Verfassungsrat in Frankreich hat das vom Parlament beschlossene Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige gestoppt. Es missachte die Meinungs- und Kommunikationsfreiheit. Die Regierung wolle das Gesetz nun anpassen.

     

     

  • heise online

    Neue Vorschriften im Rahmen der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) lassen offenbar zu viele Fragen hoffen: Kleine Online-Händler befürchten bürokratische Hürden und schließen ihre Shops für einzelne Länder – oder gleich ganz.

  • EDPS

    Die Europäische Kommission plant, die EU-Agentur für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen zu modernisieren. Der Europäische Datenschutzbeauftragte hält in einer neuen Stellungnahme dazu an, dass „ein stärkeres Mandat ebenso starke Datenschutzgarantien erfordert“.

  • taz

    In Polen sollen Hacker Daten von rund 19 Millionen Patient:innen erbeutet haben. Betroffen sind demnach unter anderem Namen, Adressen, die staatliche Personenkennzahl PESEL und medizinische Informationen.

  • Augen geradeaus!

    Die Bundeswehr will Waffensysteme mit KI aufrüsten. Der Mensch soll sie kontrollieren, aber nicht in jede Entscheidung im Ablauf eingebunden werden. Das besagt die KI-Leitlinie des Verteidigungsministeriums.