Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 25.02.2026

    Golem

    Das US-Verteidigungsministerium will Anthropic dazu zwingen, die ethischen Leitplanken des unternehmenseigenen Sprachmodells einzureißen. Bislang darf es keine autonomen Waffensysteme steuern oder US-Bürger*innen massenhaft überwachen.

  • FragDenStaat

    Organisationen im Demokratie-Förderprogramm „Demokratie leben!“ sollen künftig prüfen, ob Teilnehmer*innen von Veranstaltungen extremistisch sind. FragDenStaat ordnet das als neue Extremismusklausel ein und als weiteres Vorgehen der Bundesregierung gegen die Zivilgesellschaft.

  • Discord

    Die Team-Software Discord gesteht öffentlich Fehler bei der Einführung von Alterskontrollen ein und verschiebt deren weltweiten Start in die zweite Jahreshälfte.

  • The Washington Post

    Die massiven Investitionen in KI-Technik haben im Vorjahr „praktisch Null“ zum Wirtschaftswachstum in den USA beigetragen. Damit sägen Analyst:innen von Goldman Sachs am Mythos vom Wirtschaftsmotor KI.

  • ICO

    Der britischen Datenschutzbehörde zufolge muss Reddit umgerechnet rund 16,6 Millionen Euro Strafe zahlen. Das soziale Netzwerk soll nicht ausreichend geprüft haben, welche Nutzer:innen unter 13 sind, und hätte deshalb deren Daten ohne Rechtsgrundlage verarbeitet.

  • Verbraucherzentrale Bundesverband

    Der vzbv hat erneut eine Klage gegen Meta gewonnen: Die Freunde-Finder-Funktion von Facebook ist rechtswidrig, weil Meta dabei ohne Einverständnis Daten von Dritten verarbeitet, die auf der Plattform hochgeladen werden.

  • AlgorithmWatch

    AlgorithmWatch warnt davor, dass digitale Technologien Menschenrechte von Geflüchteten verletzen. Die Organisation gibt auch konkrete Empfehlungen an Staaten, etwa: Lückenlose Verbote für KI-basierte Emotionserkennung oder Verhaltensanalyse.

  • Statistisches Bundesamt

    Der Anteil der Menschen in Deutschland, die noch nie das Internet genutzt haben, ist gesunken. Er beträgt nun gut drei Prozent, das sind rund 2,1 Millionen Menschen. Die meisten gehören zur Altersgruppe der 65- bis 74-Jährigen.

  • Ticker vom 24.02.2026

    Bundesgerichtshof

    Der BGH hat entschieden, dass ein ausländischer Staat nicht gegen die Berichterstattung inländischer Medien vorgehen kann. Marokko hatte gegen Zeit Online und Süddeutsche Zeitung wegen deren Berichterstattung über den mutmaßlichen Einsatz der Spyware Pegasus im Königreich geklagt.

  • Stern

    Während SPD und CDU auf ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahre drängen, reagiert der Co-Vorsitzende der vom Familienministerium einberufenen Expert:innen-Kommission verhalten. Die Kommission soll bis Sommer Optionen für besseren Kinder- und Jugendmedienschutz prüfen.

  • EDSB

    Anbieter von Bild- und Videogeneratoren sollen Maßnahmen gegen nicht-einvernehmliche intime Deepfakes und andere schädliche Inhalte ergreifen. Das fordern 61 Datenschutzbehörden, darunter die Bundesdatenschutzbeauftragte.

  • 404 Media

    Meta hat ein Patent für ein System eingereicht, das nach dem Tod eines Menschen mittels KI dessen Instagram- und Facebook-Account bespielt. Die Posts aus dem Jenseits sollen dem Social-Media-Verhalten der Verstorbenen entsprechen.

  • Ars Technica

    Chatbots können Trainingsdaten fast im Wortlaut wiedergeben. Das ist ein Urheberrechtsproblem, stellt aber auch in Frage, wie sicher die Informationen sind, die man ihnen anvertraut.

  • heise online

    Ein geplantes Abkommen mit den USA würde umfassenden Datenaustausch erlauben. Auf Basis dieser Daten wollen die USA eine Software darüber entscheiden lassen, wer künftig noch ins Land darf.

  • TechCrunch

    Der Kamerahersteller Flock arbeitet mit ICE zusammen. Jetzt gibt es handfesten Widerstand, Menschen zerstören die Geräte.

  • The Guardian

    Die Rechenzentren, die in Großbritannien geplant sind, könnten den Energieverbrauch der Nation verdoppeln. Allein eines der Zentren könnte für so viel CO2-Ausstoß sorgen wie fünf Flughäfen.

  • The Guardian

    Ein neues Computerspiel bietet eine virtuelle Auseinandersetzung mit der Debatte um die Rückgabe kolonialer Raubkunst: Man schlüpft in die Rolle einer Parkour-Künstlerin, die in europäische Museen eindringt, um Artefakte zurück in afrikanische Länder zu bringen.

  • tagesschau.de

    Bis vor Kurzem nutzte die russische Armee das Satellitensystem Starlink von Elon Musk. Inzwischen ist der Internetdienst für sie abgeklemmt, was sie anfällig für ukrainische Gegenstöße macht.

  • Ticker vom 23.02.2026

    ORF

    Elon Musks X zieht vor den EuGH, um die drohende Geldbuße von 120 Millionen Euro abzuwenden. Das soziale Netzwerk verstößt laut EU-Kommission in mehreren Punkten gegen den Digital Services Act.

  • tagesschau.de

    CDU und SPD wollen ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren. CSU-Chef Markus Söder nennt eine Altersgrenze hingegen „totalen Quatsch“ und „realitätsfremd“. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann pflichtet ihm bei.

  • Golem

    Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat Telegram als Sicherheitsrisiko eingestuft, weil der Messengerdienst das Leben von Soldaten gefährde. Ukrainische Streitkräfte und Geheimdienste könnten Informationen daraus beziehen und zu ihrem Vorteil nutzen.

  • Der Standard

    OpenAI bringt offenbar in einem Jahr einen smarten Lautsprecher auf den Markt. Darüber kann man sich mit ChatGPT unterhalten – und weite Teile des eigenen Lebens von der KI abhören lassen.

  • Ars Technica

    Es droht eine weitere Fachleute-Abwanderung: Neue Beschränkungen behindern die Arbeit von Nicht-US-Wissenschaftlern am NIST, der wichtigsten US-Forschungs- und Standardisierungsbehörde in Technologiefragen. Eine NIST-Sprecherin erklärte, die Maßnahmen schützten die Wissenschaft vor Diebstahl.

  • The New York Times

    Fast 7 Prozent hat die japanische Partei Team Mirai bei der zurückliegenden Wahl aus dem Stand erhalten. Die Tech-Optimisten wollen unter anderem KI-Anwendungen weitflächig ausrollen.