Ein US-Start-up will mit externen Sensoren Gedanken aus Hirnen extrahieren. Wer seinen Kopfinhalt als Trainingsdaten bereitstellt, bekommt 50 Dollar.
Ticker
Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.
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Ticker vom 07.08.2026
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Walmart hat angeblich die Stimmen von Kund*innen des Telefonservice analysiert, sie darüber identifiziert und ihr Verhalten kategorisiert. In Illinois wird das Unternehmen deswegen verklagt.
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Überwachungs-Brillen müssen draußen bleiben: Im Vereinigten Königreich verbieten laut Guardian erste Pubs und Theater Metas "smarte" Brillen, mit denen Menschen heimlich andere filmen können.
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"Der Fall Ceuta dürfte zu den folgenschwersten bekannten Beispielen gehören, bei denen Desinformationen eine humanitäre Katastrophe mit ausgelöst haben", analysiert Belltower News. Desinformation habe eine soziale Dimension, weil sie Hoffnung schüre.
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Auf 131 Seiten warnt die französische Soziologin Asma Mhalla in "Cyberpunk" vor einem "hypermodernen Faschismus". Die taz rezensiert: "Bei all dem Insistieren darauf, dass wir in einer ganz neuen Welt leben, findet sich in dem Text wenig Neues."
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Mitarbeiter*innen der ungarischen Nachrichtenagentur MTI haben ein fast 500 Seiten umfassendes Dossier vorgelegt. Es dokumentiert, wie die abgewählte FIDESZ-Regierung über Jahre Berichterstattung anordnete, verfälschte oder unterdrückte. Jetzt soll eine interne Untersuchung folgen.
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Ticker vom 06.08.2026
Nach massiver Kritik an den Kennzeichen-Scannern der Firma Flock kündigen in den USA nun erste Kommunen ihre Verträge. Sie wechseln stattdessen zu Axon, deren Kameras sich besser tarnen lassen.
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Einen Monat vor der Landtagswahl steht der Wahl-O-Mat für Sachsen-Anhalt bereit. Parallel dazu wirbt die Kampagne „Taktisch Wählen 2026“ mit einem Online-Tool dafür, durch taktische Stimmabgabe eine demokratische Mehrheit im Landtag zu erzielen.
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Während auch Berlin Kameras mit KI-Überwachung plant, koordinieren Menschen in den USA online Widerstand gegen Kameras. Um nicht zu Straftaten aufzurufen, nutzen sie laut taz Verneinungen, etwa: Sich nicht von hinten nähern und Kabel zerschneiden.
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Seit Jahren wird die Journalistin Fatima Njoya im Netz von einem Mann verfolgt, mit dem sie auf einem einzigen Date war und an dem sie kein Interesse hat. Für den Fluter hat sie ihre Erfahrung aufgeschrieben.
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Das Bild von im Meer treibenden Schuhen stand sinnbildlich für die Schrecken des EU-Grenzregimes in Ceuta und wurde in den vergangenen Tagen oft auf Social Media geteilt. Wie sich jedoch herausstellt, ist das Bild KI-generiert.
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Wissenschaftler:innen bestätigen: Das vier Tonnen schwere Schrottteil einer SpaceX-Rakete ist auf dem Mond eingeschlagen, offenbar durch ein Versehen. Zuvor hatte der Konzern des US-Milliardärs Elon Musk das Missgeschick angekündigt.
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Rechtsradikale in Australien können hetzerische Inhalte auf Facebook zu Geld machen, berichtet der öffentlich-rechtliche Rundfunk ABC News. Mutterkonzern Meta habe auf Anfrage ausweichend reagiert.
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Marketing mit dem Faktor Angst: Nach OpenAI und Anthropic hat nun auch Meta vermeldet, dass eines seiner KI-Systeme aufgrund eines Fehlers ein anderes Unternehmen gehackt habe.
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Die US-Stadt Winona (Minnesota) wurde zum Schauplatz des Widerstands gegen öffentliche Kamera-Überwachung: Innerhalb weniger Tage sollen dort alle acht Autokennzeichen-Leser des Herstellers Flock verschwunden sein.
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Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel will nicht nur Verhaltensscanner und Live-Gesichtserkennung im Bundesland ausrollen, sondern auch Menschen im öffentlichen Raum über ihre Stimmen identifizieren. Das würde den Aufbau einer Abhör-Infrastruktur voraussetzen.
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Die Trump-Regierung und die Tech-Konzerne des Silicon Valley sind faschistisch, schreibt US-Journalist Gil Durán in seinem neuen Buch "The Nerd Reich". Wie der Guardian rezensiert, hofft der Autor auf Widerstand gegen die Milliardäre.
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Ticker vom 05.08.2026
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Die Organisation AlgorithmWatch gibt grundlegende Tipps, wie sich Politiker:innen und ihre Angestellten vor Manipulation durch Chatbots schützen können, darunter: "Überprüfen Sie die Ausgaben des Chatbots." Und: "Beziehen Sie menschliche Expert*innen ein."
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Berichte über Hacking-Angriffe nennen oft Russland oder China als Angreifer. Eindeutig ist die Zuordnung aber selten. Für das Science Media Center erklären Fachleute, warum und wie man differenzieren sollte, etwa mit Worten wie "mit hoher Sicherheit".
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Oft nutzen werbefinanzierte Apps sogenannte SDKs, Software-Pakete von Dritten. Mehrere erfassen standardmäßig Handy-Standortdaten. Über Werbenetzwerke und Databroker können die sensiblen Daten bei Behörden landen, die Menschen überwachen.
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Der von republikanischen US-Senatoren vorgelegte "Screen Act" könnte Online-Alterskontrollen ausweiten. Noch ist er in einem frühen Stadium. Rückenwind gibt es etwa von konservativen, christlich-nationalistischen und anti-pornografischen Gruppen.
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Im Jahr 2021 habe TikTok seine Empfehlungs-Algorithmen nicht für alle entschärft, sondern Millionen US-Nutzer:innen als Vergleichsgruppe genutzt, berichtet Bloomberg mit Verweis auf interne Dokumente. Anlass ist der Fall eines Teenagers, der Suizid begangen hat.
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Ticker vom 04.08.2026
Die Deutsche Welle spricht mit Miriam Afani, die von einem Influencer heimlich mit Smart Glasses gefilmt wurde. Instagram hat den Account inzwischen gesperrt, auf anderen Plattformen sind die Videos weiterhin zu sehen.