Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 16.04.2026

    The Guardian

    Allzu oft greift ChatGPT zur rhetorischen Figur: "Es ist nicht X, es ist Y." Das kritisiert ein Guardian-Kommentator. Einmal darauf aufmerksam geworden, begegnen ihm diese Formulierungen ständig. Das ist keine Eleganz, es ist eine Schablone.

  • Ticker vom 15.04.2026

    Bundestag

    Offenbar, weil Kulturstaatsminister Weimer nicht liefert, bringen die Grünen heute einen Antrag für eine nationale Digitalsteuer ein. Zugleich müsse die Lizenzschranke wieder eingeführt werden, fordert die Oppositionspartei.

  • Novara Media

    Während die britische Regierung den Daten- und Überwachungskonzern Palantir auf sein Gesundheitssystem loslässt, wächst der Widerstand unter den NHS-Angestellten. Kritiker:innen droht jedoch die Kündigung, berichtet die FT (€).

  • The Washington Post

    Maine verbietet als erster US-Bundesstaat vorerst den Neubau großer Rechenzentren. Zu groß sei derzeit die Belastung, unter anderem für die Stromversorgung. Nun soll erforscht werden, wie sich die Last minimieren lässt.

  • Reuters

    Im laufenden Weltraum-Rennen hat Amazon die Satellitenfirma Globalstar für knapp 12 Milliarden US-Dollar übernommen. Damit möchte sich der Online-Händler besser gegen Starlink von Musk behaupten.

  • heise online

    Mit einem Fokus auf europäische Alternativen und quelloffene Software will Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) die deutsche Verwaltung von proprietären US-Produkten wie Microsoft oder Palantir lösen, fasst heise online den Podcast-Auftritt des Ministers bei Politico zusammen.

  • taz

    In München wurde ein 28-Jähriger zu über 11 Jahren Haft verurteilt, nachdem er seine Nachbarin mehrfach betäubt und vergewaltigt hatte. Er war demnach Teil einer Telegram-Gruppe, die sich über solche Straftaten austauschte. Laut Richter sei er "menschen- und frauenverachtend".

  • Biometric Update

    Auch in der Türkei steht ein "grundlegender Wandel" für Anonymität im Netz bevor. Biometric Update bespricht die Eckpunkte der dort geplanten Ausweispflicht im Netz, begründet mit einem Social-Media-Verbot bis 15 Jahre.

  • SWP

    In einem 48-Punkte-Papier sondieren Grüne und Union ihre Koalition für Baden-Württemberg. Sie wollen die rechtlich fragwürdige "intelligente" Video-Überwachung wie in Mannheim "ausweiten" und bis 2030 eine europäische Alternative zur Polizei-Software Palantir haben.

  • tagesschau.de

    Nach Recherchen von WDR/NDR will die Bundesregierung die Geheimdienstkontrolle von der sogenannten G10-Kommission auf den Unabhängigen Kontrollrat übertragen, eine 2022 gegründete oberste Bundesbehörde. An einem entsprechenden Gesetz werde gearbeitet.

  • BR

    Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat die Ermittlungen im Fall Fernandes/Ulmen übernommen. Die zwischenzeitlich eingeschalteten Behörden auf Mallorca und in Schleswig-Holstein sind damit nicht mehr zuständig.

  • Ticker vom 14.04.2026

    Tagesspiegel

    Die spanische Justiz hat entschieden, die Anzeige von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen nicht weiterzuverfolgen - zuständig seien die deutschen Behörden. Fernandes kann gegen die Entscheidung noch Berufung einlegen.

  • Wired

    Journalist:innen haben Telegram-Gruppen aufgespürt, in denen sich Tausende Männer gegenseitig Tipps geben, wie sie unter anderem (Ex-)Partnerinnen überwachen und belästigen können. In den Gruppen werden demzufolge auch nicht einvernehmlich aufgenommene intime Bilder von Frauen ausgetauscht.

  • Bundesumweltministerium

    In einem Gutachten skizzieren Sachverständige, wie sogenannte Künstliche Intelligenz nachhaltiger werden könnte. Sie empfehlen eine Wende der Bundesregierung, unter anderem sollte Deutschland nicht mehr den großen KI-Modellen von Big Tech hinterlaufen.

  • Deutscher Juristinnenbund

    Erwachsene sind vor sexualisierten Deepfakes unzureichend geschützt, kritisiert der Deutsche Juristinnenbund in einem neuen Papier. Die Juristinnen fordern unter anderem besseres Strafrecht, strengere KI-Regeln und vereinfachte Rechtswege für Betroffene.

  • Bloomberg

    Der französische Präsident Emmanuel Macron will ein EU-weites Social-Media-Verbot für Minderjährige plus Alterskontrollen durchboxen. Eine Videoschalte mit weiteren EU-Staaten und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen soll den Druck erhöhen.

  • Wired

    Immer mehr US-Medien verweigern dem Internet Archive den Zugriff. Nicht nur Journalist:innen verlieren damit ein wichtiges Recherche-Tool.

  • The Washington Post

    Laufende US-Gerichtsverfahren geben stückchenweise Einblick in die de facto aufgelöste DOGE-Abteilung von Elon Musk. Anstatt die Verwaltung billiger und effizienter zu machen, war es wohl eher ein exklusiver (Herren-)Klub.

  • The Irish Times

    In einem Testlauf für biometrische Gesichtserkennung von Fluggästen zwischen Wales und Irland wurden tausende Unbeteiligte überwacht. Von der Polizei gesuchte Personen fanden sich nicht darunter. Bürgerrechtler:innen bezweifeln die Verhältnismäßigkeit.

  • ACLU

    75 Organisationen rund um die US-amerikanische Grundrechteorganisation ACLU warnen vor biometrischer Gesichtserkennung in Smart Glasses von Meta: "Eine inakzeptable Bedrohung für Freiheit und Privatsphäre".

  • Berliner Morgenpost

    Erneut sind am Sonntag in Berlin Menschen auf die Straße gegangen, um sexualisierte Gewalt gegen Frauen anzuprangern. Auf den Schildern standen Dinge wie: "Schweigen schützt Täter" und "Warum müssen wir in Angst leben?“

  • Rest of World

    Das US-Medium Rest of World berichtet über "Grupo Seguritech" aus Mexiko. Der in der breiteren Öffentlichkeit kaum bekannte Überwachungskonzern soll nun auch in die USA expandieren.

  • The Register

    Mobiles Netz, kostenlos für alle: Südkorea richtet einen universellen Zugang für mobile Daten ein; allerdings beschränkt auf schmale 400 Kilobit pro Sekunde.

  • Bitkom

    Mehr als die Hälfte der Deutschen hat noch nie von der für Anfang 2027 geplanten digitalen Brieftasche (EUDI-Wallet) gehört, berichtet Branchenverband Bitkom. Nur fünf Prozent glauben, die Wallet erklären zu können.