1. Welche Kommentare wollen wir – und welche nicht

Die Kommentarmöglichkeit auf netzpolitik.org soll allen Leserinnen und Lesern gleichermaßen zum Austausch und zum Diskutieren dienen. Hier treffen unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen aufeinander. Oft wird auch hart diskutiert. Das finden wir gut. Bei netzpolitik.org lesen die Autorinnen und Autoren die Kommentare unter ihren Artikeln. Und antworten auch oftmals auf sie. Das unterscheidet uns von vielen anderen Medien.

Wir wollen eine Community, in der sich interessante, erkenntnisreiche Anmerkungen mit humorvollen oder geistreichen Kommentaren oder technischen Hinweisen mischen, nicht aber wiederkehrendes Gelaber über eine vermeintliche „Lügenpresse“ oder den Chip hinterm Ohr.

Wir wünschen uns Ergänzungen zu Artikeln und Hinweise auf Aspekte, die wir übersehen haben oder in Zukunft betrachten könnten. Wir wünschen uns, dass die Kommentierenden aufeinander eingehen und argumentieren. Und wir freuen uns über inhaltliche Korrekturen und Hinweise auf Rechtschreibfehler oder über ergänzende Links.

Wir haben einfach keine Lust mehr darauf, Schuttabladeplatz für schlechte Laune, Verschwörungstheorien und dumme Verallgemeinerungen zu sein. Denn das führt dazu, dass konstruktive Diskussionen kaum noch möglich sind und viele sich nicht mehr wohlfühlen in unserem Kommentarbereich. Wir eingeschlossen.

2. Moderation als Hausrecht

Die Kommentare bei netzpolitik.org werden nicht vormoderiert, das heißt, dass sie direkt nach dem Absenden in den Kommentaren unter dem Artikel erscheinen. Ausnahme ist der Verdacht auf Spam. Manchmal machen wir von unserem Hausrecht Gebrauch, damit eine konstruktive Diskussion am Thema möglich bleibt. Dieses Hausrecht beinhaltet, dass wir manche Kommentare moderieren und mit einem Hinweis versehen, warum dieser Kommentar moderiert wurde. Andere Kommentare werden wir auch ohne Anmerkung komplett löschen.

Nach unserem Verständnis von Meinungsfreiheit ist es keine Zensur, wenn wir in unserem kleinen Medium mitbestimmen, wie miteinander umgegangen wird. Das ist vergleichbar mit einer Einladung zum Essen nach Hause, wo der Gastgeber Gäste, die sich daneben benehmen, auch rauswerfen kann. Wir sind keine große marktdominante Infrastruktur wie Facebook, wo das mit dem Hausrecht nicht mehr zu halten ist.

3. Folgendes kann zu einer Löschung oder Moderation eines Kommentars führen:

  • Kommentare, die nichts mit dem jeweiligen Artikel zu tun haben oder vom Thema des Artikels komplett ablenken, hierzu gehören auch Verallgemeinerungen a la „alle Politiker sind korrupt“,
  • Kommentare, die (weitgehend) inhaltslos sind und keinerlei Mehrwert für andere Leserinnen und Leser bieten,
  • Rassistische, sexistische, fremdenfeindliche oder anderweitig menschenverachtende Inhalte,
  • Beleidigungen gegen Autor/innen oder andere Personen bzw. Personengruppen,
  • Spam aller Art und jegliche andere Inhalte mit werbendem Charakter,
  • personenbezogene oder persönliche Daten wie Namen, Adressen und Telefonnummern von Dritten sowie private E-Mails oder Nachrichten ohne Einverständnis des Absenders.

Ausnahmen bestätigen die Regel. Was eine Ausnahme ist, entscheiden unsere Redakteure, die die Kommentare unter ihren Artikeln lesen.