Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 10.06.2026

    Golem

    Zum Start im Januar 2027 wird die deutsche ID-Wallet wohl nicht alle erforderlichen Funktionen umfassen. Verantwortlich dafür seien das "chaotische Projektmanagement" bei der Bundesagentur für Sprunginnovationen (Sprind) und offene Sicherheitsfragen.

  • Meta

    Meta will noch mehr Daten in Personalisierung pumpen. Erkenntnisse, die der Konzern bereits von anderen Unternehmen erhält, sollen künftig nicht mehr nur in Werbung fließen, sondern auch in Feed-Inhalte und Chatbot-Antworten.

  • taz

    Mit minutenlangem Applaus haben die Abgeordneten des spanischen Parlaments auf eine Rede von Papst Leo XIV. reagiert. Er warnte vor Militarisierung und autonomen Waffensystemen und verwies bei Migrationspolitik auf die Würde des Menschen.

  • Rat der Europäischen Union

    Die europäischen Digitalminister:innen haben ihre Position zur Unternehmens-Wallet festgelegt. Sie soll es Unternehmen ermöglichen, sich digital auszuweisen und mit anderen europäischen Verwaltungen zu kommunizieren.

  • Open Parliament TV

    Das Archiv Open Parliament TV hat den Bestand verfügbarer Bundestagsreden um den Zeitraum 2009 bis 2013 erweitert. Insgesamt seien nun mehr als 100.000 Redebeiträge nach Stichworten durchsuchbar.

  • BfDI

    Das von der EU-Kommission geplante Paket zum Digitalen Omnibus verpasse es, Bürger*innen besser zu schützen, kritisiert der stellvertretende Bundesdatenschutzbeauftragte Andreas Hartl. Fehlen würden etwa Vorgaben gegen Databroker.

  • CCDH

    Seit der Meta-Konzern Inhalte weniger streng moderiert, vervielfachen sich parteiübergreifend Drohungen gegen US-Politiker*innen. Das berichtet das "Center for Countering Digital Hate" nach einer Analyse von Millionen Facebook-Kommentaren.

  • Signal

    Die britische Regierung plant verpflichtende Nacktbild-Scans auf Geräten von Minderjährigen und Alterskontrollen. "Das gefährdet uns alle", warnt der Messenger Signal. Es drohe eine Ausweitung von Zensur und Massenüberwachung.

  • Kuketz-Blog

    Zunehmend mehr Apps funktionieren nicht auf Google-freien Android-Alternativen, warnt IT-Sicherheitsexperte Mike Kuketz. Es sei wichtig, dass Nutzende "die jeweiligen Anbieter immer wieder sachlich darauf hinweisen".

  • Ticker vom 09.06.2026

    Reuters

    In einer vorläufigen Entscheidung hat die EU-Kommission den Meta-Konzern angewiesen, KI-Wettbewerbern den uneingeschränkten Zugang zu WhatsApp einzuräumen. Derweil läuft die Kartellrechtsuntersuchung weiter.

  • Der Spiegel

    Apple rollt seine angekündigten KI-Funktionen vorerst nicht in der EU aus. Grund seien mögliche Auflagen aus dem Digital Markets Act. Die EU-Kommission weist dies zurück und will Apple auch keine Ausnahmen von den Regeln einräumen.

  • Die Bundesregierung

    Der Sicherheitsrat der Bundesregierung hat beschlossen, ein Sicherheitsinstitut für Künstliche Intelligenz zu gründen. Es soll etwa Kapazitäten bündeln, die Risiken moderner KI-Modelle analysieren und auf einheitliche internationale Standards hinwirken.

  • 404 Media

    Ein US-Überwachungsunternehmen will seine Kennzeichen-Lesegeräte mit weiteren Sensoren ausstatten, die auch Kennungen von Mobiltelefonen und anderen Bluetooth-fähigen Geräten erfassen. So ließen sich Fahrer:innen im Vorbeifahren identifizieren.

  • Techspot

    Kanada bereitet ein Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung mit umfangreichen Speicherpflichten vor. Diese sollen auch Anbieter von Messengern wie Signal oder VPNs wie DuckDuckGo treffen, die nun mit Rückzug aus dem dortigen Markt drohen.

  • EU-Kommission

    Ein Social-Media-Verbot für Minderjährige sei zwar "besser als nichts", sagte Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) am Rand eines Gipfels in Luxemburg. "Am nachhaltigsten" sei dagegen Schutz "innerhalb" des Designs von Plattformen.

  • noyb

    Die Datenschutzorganisation Noyb klagt gegen die österreichische Kreditauskunftei CRIF, weil diese Daten rechtswidrig erhebe und ihre Scorings für Betroffene zu erheblichen wirtschaftlichen Nachteilen führen könnten. Auch eine Sammelklage ist geplant.

  • phys.org

    Über 150 Mathematik-Professor:innen warnen in einer Deklaration davor, den von Tech-Konzernen in die Welt gesetzten KI-Hype für bare Münze zu nehmen. Sie hätten "starke wirtschaftliche Anreize", um zu übertreiben.

  • Politico

    Nachdem sich zuletzt Berichte gemehrt hatten, dass mit "smarten" Brillen Frauen belästigt werden, reagieren Politik und Behörden in der EU. Omnipräsente Überwachung könnte unsere Gesellschaft "tiefgreifend transformieren", warnt etwa die französische CNIL.

  • taz

    Die Polizei erfasst keine „sexualisierten Straftaten an sedierten Personen“ statistisch. Deshalb weiß die Bundesregierung nicht, wie oft Frauen zum Ziel werden. Für organisierte sexualisierte Gewalt brauche es bundesweite Erfassung, fordert die Bundestagsabgeordnete Kathrin Gebel (Linke).

  • BBC

    Der britische Premierminister soll in wenigen Tagen Einschränkungen für die Social-Media-Nutzung von Minderjährigen verkünden. Keir Starmer reagiere damit auf Druck über Parteigrenzen hinweg, berichtet die BBC.

  • FAZ

    Noch nie haben so viele das anonyme Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (116 016) genutzt wie 2025 – mit 190 Beratungen pro Tag. Am häufigsten würden Menschen wegen häuslicher Gewalt anrufen: 32.186 Mal, also etwa alle 16 Minuten.

  • Kuketz-Blog

    Das Kuketz-Blog vergleicht Alternativen zum Musik-Streaming-Riesen Spotify anhand von Kriterien wie Anzahl Songs, Tracking, Kosten und Fairness für Künstler:innen. Einen klaren Sieger für alle Bedürfnisse gebe es nicht.

  • GGG.at

    Die ungarische Staatsanwaltschaft hat die Verfahren gegen den Budapester Bürgermeister und den Veranstalter der Pécs Pride fallengelassen. Ausschlaggebend sei ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes.

  • Deutschlandfunk

    Bald sollen nicht nur Großinvestor*innen, sondern auch Aktien-Käufer:innen auf den Erfolg sogenannter generativer KI spekulieren können. Mit OpenAI, Anthropic und Perplexity AI planen gleich drei KI-Konzerne den Börsengang.