Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 30.05.2026

    ZDNeT

    Mit Euro-Office soll am 9. Juni eine quelloffene europäische Alternative zu Google Docs und Microsoft Office erscheinen. Dahinter stecken unter anderem die deutsche Firmen Ionos, Nextcloud und Tuta sowie Proton aus der Schweiz.

  • Golem

    Unter anderem Netflix lobbyiert gegen ein geplantes Gesetzes, wonach Streamingdienste und Sender künftig mindestens acht Prozent ihres deutschen Jahresumsatzes in den Filmstandort Deutschland investieren sollen.

  • Handelsblatt

    Der taiwanische Chiphersteller TSMC will "massiv" Personal für das entstehende Werk in Dresden einstellen. Aktuell gebe es 100 Beschäftigte in der sächsischen Landeshauptstadt, am Ende sollen es 2.000 sein.

  • Ticker vom 29.05.2026

    LTO

    NRW-Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) will das Haftungsprivileg für Plattformbetreiber "aufbrechen". Derzeit haften Plattformen in der EU nur dann für illegal hochgeladene Inhalte, wenn sie Kenntnis davon haben – ein Grundpfeiler des freien Internets.

  • Átlátszó

    Das ungarische Danube Institute hat Schlüsselfiguren der MAGA-Bewegung üppig dafür bezahlt, die rechtspopulistische Regierung von Viktor Orbán in Podcasts und Medienberichten gut aussehen zu lassen.

  • Chip

    Bei einem Hack wurden massenweise Bilder und Nutzerdaten von Portraitbox gestohlen. Über den Dienstleister können Eltern Bilder herunterladen, die etwa Fotograf*innen an Kitas und Schulen machen. Die Angreifer drohen, die Daten zu veröffentlichen.

  • heise online

    Dicke Luft bei der US-amerikanischen Wikimedia-Stiftung: Während Angestellte eine Gewerkschaft gründen, sollen Leute entlassen werden. Per Petition zeigen sich freiwillige Wikipedia-Autor*innen bereit, bei einem Streik zu helfen.

  • Biometric Update

    Die britische Regierung will das Alter geflüchteter Menschen mit "KI" bestimmen. Wer laut der Prognose als erwachsen gilt, bekommt weniger Schutz. Menschenrechtsorganisationen warnen vor Dehumanisierung. Die Technologie nehme keine Rücksicht auf beispielsweise Unterernährung.

  • engadget

    Ab Montag, 1. Juni, gilt in Malaysia ein Social-Media-Verbot bis 16 Jahre nach australischem Vorbild, begleitet von Kritik etwa durch die NGO Amnesty International. Betroffen sind unter anderem Facebook, Instagram, TikTok und YouTube.

  • 404 Media

    Mit Kameras der Firma Flock scannt die US-Polizei Autokennzeichen – die Daten flossen aber auch an Abschiebebehörden. Mindestens zwei Stadtverwaltungen fürchten Kontrollverlust und umhüllen die gemieteten Kameras mit Mülltüten.

  • EU-Kommission

    Das chinesische Unternehmen JD.com will den deutschen Konzern Ceconomoy samt seiner Marken MediaMarkt und Saturn übernehmen. Indes vermutet die EU-Kommission, dass JD.com möglicherweise drittstaatliche Subventionen erhalten hat, und prüft den Deal.

  • heise online

    Künftig nutzt die Telekom Deutschland die Infrastruktur zweier regional tätiger Netzbetreiber im Osten des Landes. Bislang hat die Marktführerin lieber eigene Leitungen verbaut, als sich bei der Konkurrenz einzumieten.

  • Ticker vom 28.05.2026

    Reuters

    Um sich gegenüber Starlink und anderen Satellitenanbietern aus dem EU-Ausland besser behaupten zu können, schlägt die EU-Kommission vor, das mobile Satellitenfunkspektrum vorrangig an europäische Betreiber zu lizenzieren.

  • The New York Times

    Die im Pazifik liegenden Salomon-Inseln haben einen Sicherheitspakt mit China abgeschlossen. Seitdem breitet sich dort ein Überwachungsstaat aus, berichtet die NYT in einem ausführlichen Stück.

  • GFF

    Mit Bezahlkarten machen Kommunen geflüchteten Menschen das Leben noch schwerer. In einem FAQ erklärt die Gesellschaft für Freiheitsrechte unter anderem, warum die Karte den Staat mehr kostet und warum sie dagegen klagt.

  • Google

    Per Sprachmodell sollen Nutzer*innen auf YouTube künftig ihren Videofeed umgestalten können. Für den neuen "custom feed" sollen sie per Textbefehl ("prompt") beschreiben, welche Art von Videos sie gerne sehen möchten.

  • Reuters

    US-Truppen werden zum Ziel von Spionage mit Handy-Standortdaten aus der Werbe-Industrie. Einem Pentagon-Papier zufolge arbeitet das US-Kriegsministerium immer noch daran, den Datenfluss von den Handys der Soldat*innen zu stoppen.

  • heise online

    Die Nationale Agentur für Digitale Medizin (Gematik) will die störanfällige IT des deutschen Gesundheitswesens (Telematik) umbauen und dafür mehr Verantwortung übernehmen. Dafür bräuchte sie jedoch mehr Macht und mehr Geld.

  • The Verge

    Forschende der Columbia Law School haben Software untersucht, mit der Arbeitgeber ihre Mitarbeitenden tracken. Alle untersuchten Anwendungen teilen Daten mit Unternehmen wie Google, Facebook und Microsoft, einige sogar den genauen Standort.

  • heise online

    In Litauen sollen Unbekannte mehr als 600.000 Datensätze aus einem staatlichen Register gestohlen haben, darunter Namen und Geburtstage. Staatspräsident Gitanas Nauseda sieht Anzeichen für einen "von feindlichen Staaten organisierten Cyberangriff".

  • Golem

    Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung soll Bundeskriminalamt und Bundespolizei aktive Cyberattacken erlauben. Laut Innenminister Dobrindt (CSU) habe das nichts mit Hackbacks zu tun; in der SPD-Fraktion regt sich Kritik.

  • heise online

    Meta will weltweit Premium-Angebote bei Facebook, Instagram und WhatsApp einführen. Für drei bis vier US-Dollar im Monat soll es Zusatzfunktionen geben – eine Abkehr von der langjährigen Kostenloskultur.

  • Appeals Centre Europe

    Wenn Plattformen nach dem DSA (Gesetz über digitale Dienste) zu viel oder zu wenig löschen, können sich Nutzer*innen etwa ans Appeals Centre Europe wenden. Nach zehntausenden Beschwerden sieht die Organisation "wiederkehrende Muster von Problemen".

  • YouTube

    YouTube weitet die KI-Kennzeichnung aus. Zuvor mussten Uploader*innen das händisch tun. Künftig will die Plattform hochgeladene Videos automatisch prüfen und Kennzeichen hinterlassen.