Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 04.06.2026

    Reuters

    Die US-Behörde für Telekommunikation FCC will chinesische Unternehmen aus dem Geschäft mit Unterseekabeln drängen. Profitieren dürften Unternehmen wie Google und Meta, deren Anträge schneller genehmigt werden sollen.

  • Mediendienst Integration

    In einer Woche tritt das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) in Kraft. Der Mediendienst Integration stellt die wichtigsten Neuerungen vor, die das für das deutsche Asylverfahren bringt – vom neuen "Screening" an der Grenze bis zur Abschiebung.

  • The Texas Tribune

    Betreiber von App-Marktplätzen im US-Bundesstaat Texas müssen das Alter von Nutzer*innen prüfen. Eltern können kontrollieren, welche Apps ihre minderjährigen Kinder nutzen. Apple hat angekündigt, das für neue Accounts umzusetzen.

  • TechCrunch

    Amazon will Nutzer*innen KI-generierte Bilder mit fiktiven Produkten anzeigen – als Suchvorschläge. Ein Klick soll zu optisch ähnlichen Dingen führen. "Ziemlich Banane, wenn sich ein Händler Fantasieprodukte ausdenkt", kommentiert TechCrunch.

  • Augsburger Allgemeine

    Bayerns Verwaltung sucht Abstand zu Microsoft. Ein Deal des Finanzministeriums ist offenbar vom Tisch. Digitalminister Fabian Mehring (Freie Wähler) will in seinem Haus Alternativen testen, als "Blaupause für einen generellen Umstieg".

  • BfDI

    Informationsfreiheit soll ins Grundgesetz, fordert die scheidende Bundesdatenschutzbeauftragte. "Bürgerinnen und Bürger können staatliches Handeln nur dann verstehen, kontrollieren und mitgestalten, wenn sie Zugang zu den dafür notwendigen Informationen haben."

  • taz

    US-Präsident Trump hat den Unternehmer Bill Pulte zum Geheimdienst-Chef ernannt. "Er hat keinerlei Geheimdiensterfahrung", kommentiert die taz. Der Posten sei "nur ein Dankeschön für seine finanziellen Wahlkampfspenden".

  • WBS Legal

    Der Bundesgerichtshof hat Grenzen für einseitige Medienberichte gezogen. Werden "entscheidende, entlastende Details einfach verschwiegen", kann ein Bericht "wie eine Falschbehauptung" behandelt werden, fasst die Kanzlei WBS Legal zusammen.

  • Ticker vom 03.06.2026

    Bundesnetzagentur

    Ab dieser Woche ist die Bundesnetzagentur die zuständige deutsche Behörde für die Umsetzung der EU-Datenverordnung (Data Act). Die Bonner Behörde soll sowohl zentrale Anlaufstelle für Fragen als auch als Aufsicht dienen.

  • Engadget

    Mit einer Project Solara genannten Plattform will Microsoft eine Soft- und Hardware-Umgebung schaffen, die weniger auf traditionelle Anwendungen, sondern auf KI-Agenten setzt.

  • noyb

    Große Zeitungen in Skandinavien führten das „Pay or Okay“-Tracking-Modell ein: für die Ablehnung von Online-Tracking fällt eine Gebühr an. Die österreichische NGO noyb und der norwegische Verbraucherschutzverband reichen nun eine Beschwerde bei der norwegischen Datenschutzbehörde gegen den Medienriesen Schibsted ein.

  • Politico

    Das EU-Parlament schmeißt auf seinen Arbeitsrechnern Google als Standard-Suchmaschine raus. Stattdessen sollen Beschäftigte die französische nicht-personalisierte Alternative Qwant serviert bekommen, berichtet Politico mit Verweis auf interne Nachrichten.

  • PBS

    Per Anordnung schafft US-Präsident Donald Trump eine neue KI-Aufsicht. Sie soll große Sprachmodelle auf Risiken für die nationale Sicherheit prüfen. Konzerne sollen freiwillig mitmachen.

  • The Intercept

    Die Website „La Tilde“ wirkt wie ein Nachrichtenmedium für südamerikanisches Publikum, dahinter steckt aber die US-Regierung. Das Magazin The Intercept ordnet es als „KI-Propaganda-Mühle“ ein.

  • Der Standard

    Microsofts Quelltext-Datenbanken-Plattform GitHub macht der Kostenloskultur hinter energiehungrigen Sprachmodellen ein Ende und beteiligt Nutzende an den Kosten. Der Standard berichtet über den Unmut, den das ausgelöst hat.

  • taz

    Die AfD eifert dem Deportationsprogramm der technisch aufgerüsteten US-Abschiebe-Miliz nach. Die taz berichtet vom Treffen zwischen US-Offizier Gregory Bovino und AfD-Bundessprecher Kay Gottschalk und von Plänen für deutsche Abschiebe-Trupps.

  • Nationaler Normenkontrollrat

    In einer Stellungnahme zur geplanten Vorratsdatenspeicherung bemängelt der Nationale Normenkontrollrat, dass das Justizressort die Kosten der Massenüberwachung nicht korrekt quantifiziert hat. Das Beratungsgremium beanstandet die unvollständige und nicht methodengerechte Darstellung.

  • Notes from Poland

    Polens Regierung will unter 16-Jährigen keine Handys in der Schule mehr erlauben. Zudem sollen sie Alterskontrollen von Pornografie im Netz fernhalten.

  • Ticker vom 02.06.2026

    Biometric Update

    Yoti, Platzhirsch für Alterskontrollen im Netz, wehrt sich gegen Tracking-Vorwürfe durch Wissenschaftler:innen. Um Klarheit zu schaffen, lädt das britische Unternehmen zu einem unabhängigen IT-Sicherheits-Audit ein.

  • Mediendienst Integration

    Die Zahl der Neu-Einbürgerungen steigt, die Anzahl neuer Anträge geht jedoch zurück. Zudem sieht der Mediendienst Integration einen großen Stau: Mindestens 320.000 Anträge warten demnach darauf, bearbeitet zu werden.

  • Wegen Social-Media-Posts soll das Land Berlin einem Mann die verliehene Staatsbürgerschaft nachträglich aberkannt haben. Der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein kritisiert das als "rechtsstaatlich nicht haltbar".

  • LTO

    Laut Wehrdienstgesetz müssen sich Männer im wehrfähigen Alter bei der Bundeswehr abmelden, wenn sie länger ins Ausland reisen wollen. Das Verteidigungsministerium hat diese Pflicht außer Kraft gesetzt – den Wissenschaftlichen Diensten des Bundestags zufolge war das jedoch nicht rechtens.

  • The New York Times

    Kaliforniens öffentliche Universitäten haben sich voll und ganz KI-Technologien am Campus verschrieben. Bislang ist das Ergebnis überwiegend Chaos.

  • Reuters

    Eine Recherche der Agentur Reuters gibt Hinweise auf mangelnde Sicherheit bei Teslas selbstfahrenden Taxis. Sieben Menschen, die deren Software trainiert haben, würden die Taxis selbst nicht nutzen. "Nicht einmal gegen Geld", sagt einer davon.