Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 21.09.2026

    AP

    Anleger:innen in KI-Unternehmen machen Druck: Einer Klage zufolge sollen sich Anthropic, OpenAI, SpaceXAI und Google illegal abgesprochen haben, um die Entwicklung von KI zu bremsen.

  • Ludwig-Maximilians-Universität

    Ein unbekannter Angreifer hat sich Zugang zum IT-System mit Stammdaten zu Immatrikulationen der Ludwigs-Maximilians-Universität in München verschafft. Wie viele der rund 52.000 Studierenden betroffen sein könnten, ist nicht öffentlich bekannt.

  • CNN

    Um ein Haar hätte im Frühling ein fehlerhafter, von einem KI-Tool erstellter US-Geheimdienstbericht einen Militärschlag gegen ein chinesisches Schiff ausgelöst. Der Fehler fiel erst in letzter Minute auf – einem Menschen.

  • Futurism

    Drei Brüder und ihr Geschäftsmodell: Sie kaufen kleinere, aber etablierte Nachrichtenseiten und überfluten sie mit KI-Inhalten. 50 Millionen Seitenaufrufe pro Monat soll das Fake-Imperium von Brown Brothers Media inzwischen erzielen.

  • Ticker vom 18.09.2026

    taz

    Am Samstag demonstrieren in Berlin, Köln und Zürich Abtreibungsgegner:innen. Zeitgleich findet in Berlin erstmals ein Anti-Choice-Gipfeltreffen statt. Den „Exportschlager Anti-Choice“ aus den USA prägen hierzulande „Christfluencer“ und die AfD, berichtet die taz.

  • 404 Media

    Im Urheberrechtsstreit der New York Times gegen Microsoft und OpenAI liegen jetzt ungeschwärzte Gerichtsakten vor. Demnach bezeichnen Letztere das Sammeln von Webinhalten zum KI-Training selbst als „größten Raub an Arbeitskraft in der Menschheitsgeschichte“.

  • Kotaku

    Mitarbeitende des „Candy Crush Saga“-Entwicklers King könnten laut der schwedischen Gewerkschaften Unionen und Sveriges Ingenjörer nächste Woche in den Streik treten. Die Entwickler:innen von King versuchen seit Jahren, einen Tarifvertrag auszuhandeln.

  • The Guardian

    Die australische Regierung erwägt, Smart Glasses in Amtsgebäuden zu verbieten, und befragt dazu aktuell Angestellte des öffentlichen Dienstes. Man wolle einen "führenden Standard weltweit" im Umgang mit den Überwachungsbrillen setzen.

  • Gesellschaft für Freiheitsrechte

    Die Sparkasse Göttingen darf der "Roten Hilfe" nicht einfach das Konto kündigen, hat das Oberlandesgericht Braunschweig in einem Eilverfahren entschieden. Die Bank wollte das Konto loswerden, nachdem Trump die "Antifa Ost" als Terrororganisation ausgerufen hatte.

  • innn.it

    Lisa Damm wurde heimlich in Berlin mit Smart Glasses gefilmt und fand den Clip anschließend auf Instagram. Nachdem die Plattform ihre Beschwerde ablehnte, fordert sie jetzt, den freien Verkauf der Brillen mit eingebauter Kamera zu verbieten und eine Überprüfung durch die Bundesnetzagentur.

  • LTO

    Zwei Fälle beim Bundesgerichtshof werfen die Frage nach den Grenzen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) auf. Eigentlich gilt sie nicht im privaten Umfeld. Doch was, wenn jemand wegen privater Chats den Job verliert? Nun soll der Europäische Gerichtshof ran.

  • Der Standard

    Die Bundeswehr sucht eine Alternative zum US-Anbieter Palantir. Ausgeschrieben ist eine Software, die Kampfdaten in Echtzeit auswertet, sie soll bereits 2028 einsatzbereit sein.

  • LTO

    Wer auf illegalen Glücksspiel-Seiten Geld verloren hat, könnte auf Rückzahlung klagen, weil die Verträge nichtig waren. Hunderte Fälle liegen beim Bundesgerichtshof, das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

  • Ticker vom 17.09.2026

    American Oversight

    Einem Whistleblower zufolge soll die US-Einwanderungsbehörde USCIS illegal auf Wählerverzeichnisse zugegriffen haben. Dies wäre ein weiterer Versuch der Trump-Regierung, die anstehenden Zwischenwahlen zu manipulieren.

  • Caschys Blog

    Der Messenger Signal arbeitet daran, neue Accounts auch ohne Telefonnummer zuzulassen. Bislang war eine Rufnummer Pflicht, selbst wenn sie sich hinter einem Nutzernamen verbergen ließ.

  • Wired

    Der Überwachungskonzern Palantir kooperiert nun mit der US-Fast-Food-Kette Chipotle. Wired zufolge arbeitet der Konzern an einer Plattform für Lebensmittelsicherheit, die datengestützt das Risiko von Vergehen ermitteln soll.

  • The Guardian

    Das schottische Parlament hat beschlossen, Pläne für neue KI-Rechenzentren vorerst nicht zu genehmigen. Der Stopp gilt maximal ein Jahr lang, derweil soll die schottische Regierung eine nationale Strategie ausarbeiten.

  • BBC

    Tech- und Rüstungsunternehmen bringen eigene Modelinien heraus, um sich als „Lifestyle-Brands“ zu inszenieren. So wollen sie einen Kult vermarkten und Fans ermöglichen, sich als Teil der „prophetischen Elite“ zu fühlen, ordnen Kritiker:innen ein.

  • Werra-Rundschau

    Zum Schutz vulnerabler Waldbewohner können Forstämter etwa Standortdaten bei veröffentlichten Fotos entfernen. Im hessischen Werra-Meißner-Kreis betrifft das etwa seltene Orchideenarten, den Skabiosen-Scheckenfalter oder Brutorte des Schwarzstorches.

  • BMDS

    Die deutsche und kanadische Regierung wollen beide jeweils 100 Millionen Euro in ein gemeinsames KI-Projekt stecken. Die vom nicht-kommerziellen Start-up LawZero mit Hauptsitz in Kanada entwickelte Software soll "sicher und souverän" sein.

  • The Guardian

    Südkorea hat die Überwachung zur Abwehr von Stalkern verschärft. Bereits zuvor gab es elektronische Fußfesseln; Opfer erhielten eine Warnung per Handy, wenn sich ein Täter auf zwei Kilometer nähert. Inzwischen können Opfer in diesem Fall auch dessen genauen Standort sehen.

  • The Markup

    Was Databroker nicht genau wissen, das schätzen sie eben: wie reich man ist, wie viele Kinder man hat, wie viel man wiegt. Auf Basis der Daten von US-Bürger*innen erklärt das Medium The Markup die Geschäfte der Online-Werbeindustrie.

  • Ticker vom 16.09.2026

    The Guardian

    "Griefbots" ermöglichen es Angehörigen, sich Verstorbenen nah zu fühlen, weshalb Menschen laut Fachleuten zunehmend allein mit ihrer Trauer bleiben. Zugleich lösen prominente Todesfälle immer häufiger eine Welle an KI-generierten Würdigungen ("deathslop") aus, zum Leidwesen der Angehörigen.

  • TechXplore

    OpenAI, Anthropic und Google planen eine gemeinsame Aufsichtsorganisation für Künstliche Intelligenz. Kleinere Konkurrenten warnen, dass die drei ein Kartell bilden könnten, während US-Demokrat Bernie Sanders freiwillige Zusicherungen für einen Irrweg hält.