Der Fall von Collien Fernandes hat eine Debatte um sexualisierte und digitale Gewalt ausgelöst. Andere Fälle sorgen dagegen selten für einen gesellschaftlichen Aufschrei: Gewalt gegen migrantische Erntehelferinnen, Reinigungskräfte, Pflegerinnen oder Frauen ohne sicheren Aufenthaltsstatus.
Ticker
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Ticker vom 02.06.2026
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Die US-Regierung verweigert Einblicke in die Verträge der Abschiebemiliz ICE mit dem Staatstrojaner-Hersteller Paragon. Das US-Medium 404 Media hat erste Dokumente freigeklagt; allerdings sei "praktisch alles" geschwärzt.
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Bislang verkaufte die chinesische Firma Geedge Networks eine kommerzielle Fassung der "Großen Firewall", um das Internet zu kontrollieren. Künftig sollen KI-Vorhersagen hinzukommen, von wem ein politisches Risiko ausgehen könnte.
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Bis 2035 will die EU-Kommission alte Kupfernetze EU-weit abgeschaltet sehen. Ein juristisches Gutachten des Lobbyverbands Connect Europe spricht von rechtswidriger "Enteignung", besser geeignet sei "Deregulierung".
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Ticker vom 01.06.2026
Facebook-Whistleblowerin Sarah Wynn-Williams musste bei einer Veranstaltung schweigend auf einem Panel sitzen, nachdem ihr Anwälte geraten hatten, wegen der von Meta gegen sie angestrengten Gerichtsverfahren nicht zu sprechen.
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Bildungsministerin Prien hält es für überlegenswert, den Zugang von Kindern unter drei Jahren zu digitalen Endgeräten per Gesetz zu verbieten. Andere Pflichten von Eltern würden schließlich auch im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt.
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Ein Bericht des Europarats warnt vor einem "alarmierenden Grad" an Hassrede im Internet. Die Wut bekommen Minderheiten besonders zu spüren, was die Gesellschaft als Ganzes bedrohe.
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Die Umweltaktivistin Erin Brockovich – einst gespielt von Julia Roberts – hat eine neue Mission: Sie will mehr Transparenz zu Auswirkungen von Rechenzentren auf die umliegenden Gemeinden schaffen.
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Gemeinsam mit grünen EU-Abgeordneten machen sich ein Dutzend europäischer Cloud-Diensteanbieter für digitale Souveränität des Kontinents stark. Mit an Bord sind unter anderem Mastodon, Proton und NextCloud.
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Meta überwacht jeden Mausklick seiner Angestellten, um daraus KI-Agenten zu bauen. In der EU dürfte es deswegen Stress mit Datenschutzgesetzen geben.
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Mit dem Jahressteuergesetz 2026 bereitet die Regierung den flächendeckenden Einzug von KI-Systemen in Finanzämter vor. Dabei sollen auch echte Steuerdaten für das KI-Training eingesetzt werden.
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US-Behörden wie FBI oder DHS sorgen sich internen Dokumenten zufolge um steigenden "Anti-Tech-Extremismus". Zuletzt hat der Widerstand gegen KI und Rechenzentren landesweit zugenommen.
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"In Zeiten gezielter Desinformation ist Transparenz das wirksamste Gegenmittel", wirbt BfDI Louisa Specht-Riemenschneider auf Basis einer Befragung für Informationsfreiheit. Diese sei ein Vertrauensgarant und kein Sicherheitsrisiko.
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Ticker vom 31.05.2026
Für die Arbeit mit jungen Menschen hat Wikimedia ein Kartenset "Grundrechte im Digitalen" veröffentlicht. Anhand von Rollenspielen lassen sich Konzepte wie Barriefreiheit, informationelle Selbstbestimmung oder Gemeinfreiheit erkunden.
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Die Budapest Pride soll dieses Jahr regulär stattfinden. 2025 hatte die Polizei versucht, die Demo zu verbieten. Grundlage war ein queerfeindliches Gesetz der inzwischen abgewählten Fidesz-Partei, das die Versammlungsfreiheit einschränkt – und weiterhin gilt.
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Ticker vom 30.05.2026
Mit Euro-Office soll am 9. Juni eine quelloffene europäische Alternative zu Google Docs und Microsoft Office erscheinen. Dahinter stecken unter anderem die deutsche Firmen Ionos, Nextcloud und Tuta sowie Proton aus der Schweiz.
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Unter anderem Netflix lobbyiert gegen ein geplantes Gesetzes, wonach Streamingdienste und Sender künftig mindestens acht Prozent ihres deutschen Jahresumsatzes in den Filmstandort Deutschland investieren sollen.
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Der taiwanische Chiphersteller TSMC will "massiv" Personal für das entstehende Werk in Dresden einstellen. Aktuell gebe es 100 Beschäftigte in der sächsischen Landeshauptstadt, am Ende sollen es 2.000 sein.
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Ticker vom 29.05.2026
NRW-Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) will das Haftungsprivileg für Plattformbetreiber "aufbrechen". Derzeit haften Plattformen in der EU nur dann für illegal hochgeladene Inhalte, wenn sie Kenntnis davon haben – ein Grundpfeiler des freien Internets.
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Das ungarische Danube Institute hat Schlüsselfiguren der MAGA-Bewegung üppig dafür bezahlt, die rechtspopulistische Regierung von Viktor Orbán in Podcasts und Medienberichten gut aussehen zu lassen.
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Bei einem Hack wurden massenweise Bilder und Nutzerdaten von Portraitbox gestohlen. Über den Dienstleister können Eltern Bilder herunterladen, die etwa Fotograf*innen an Kitas und Schulen machen. Die Angreifer drohen, die Daten zu veröffentlichen.
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Dicke Luft bei der US-amerikanischen Wikimedia-Stiftung: Während Angestellte eine Gewerkschaft gründen, sollen Leute entlassen werden. Per Petition zeigen sich freiwillige Wikipedia-Autor*innen bereit, bei einem Streik zu helfen.
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Die britische Regierung will das Alter geflüchteter Menschen mit "KI" bestimmen. Wer laut der Prognose als erwachsen gilt, bekommt weniger Schutz. Menschenrechtsorganisationen warnen vor Dehumanisierung. Die Technologie nehme keine Rücksicht auf beispielsweise Unterernährung.
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Ab Montag, 1. Juni, gilt in Malaysia ein Social-Media-Verbot bis 16 Jahre nach australischem Vorbild, begleitet von Kritik etwa durch die NGO Amnesty International. Betroffen sind unter anderem Facebook, Instagram, TikTok und YouTube.