Die paramilitärische Abschiebebehörde ICE soll mit dem Staatstrojaner Graphite Handys hacken und verschlüsselte Nachrichten ausspähen können, berichtet NPR mit Verweis auf einen Brief des ICE-Direktors. Im Visier seien demnach Fentanyl-Dealer*innen.
Ticker
Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.
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Ticker vom 08.04.2026
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Das türkische Parlament debattiert ein Social-Media-Verbot bis 15 Jahre, begleitet von Alterskontrollen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan begründet die umfassenden Kontrollmaßnahmen mit Kinderschutz.
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Ticker vom 07.04.2026
Vertreter*innen aus Porno- und Sexarbeit-Branche kritisieren, wie das Justizministerium das Strafrecht zum Schutz vor digitaler Gewalt anpassen will. Nicht berücksichtigt werde etwa die "massenhafte Piraterie pornografischer Inhalte".
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Offenbar sind erneut Angreifer in sensible US-Überwachungssysteme eingebrochen, gab das FBI bekannt. Erneut sollen Hacker:innen aus China dahinterstecken.
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Etwas an einem alten Werbefoto fasziniert Menschen seit Jahrzehnten. Das Poster der Nackten verbreitete sich weit, wird kopiert, es geht viral. Rachel Ossip, deren Großvater es beauftragte, macht sich auf die Suche nach dem Urheber des Bildes und der Frau, die dort abgebildet ist.
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Die Facebook-Seiten des vietnamesischsprachigen Nachrichtenportals Thoibao.de aus Berlin sind in Vietnam wieder erreichbar. Nach mehrmonatiger Sperrung auf Verlangen der kommunistischen Regierung hat Meta sie freigeschaltet.
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Viele Arztpraxen verlangen routinemäßig eine Unterschrift – zur Einwilligung in die Datenverarbeitung für Abrechnungszwecke. Die kann man verweigern, erklärt das Kuketz-Blog. Wer das tut, dürfte aber das Praxispersonal überfordern.
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Eine "Bürger-App" oder auch "Deutschland-App", entwickelt von SAP und Deutscher Telekom, soll zentrale Anlaufstelle für staatliche Leistungen werden. Das berichtet der Deutschlandfunk mit Verweis auf einen Paywall-Artikel des Handelsblatts.
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Doch keine Alterskontrollen für Online-Porno-Konsum im US-Bundesstaat Wisconsin: Der demokratische Gouverneur Tony Evers hat das entsprechende Gesetz per Veto gestoppt, weil es die Privatsphäre verletze.
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Aus Sorge vor Hacking-Angriffen habe die EU-Kommission einige ihrer höchsten Beamt:innen angewiesen, eine Signal-Gruppe zu schließen. Das berichtet Politico mit Verweis auf Insider.
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Trotz Social-Media-Verbot sind in Australien 7 von 10 Kindern weiterhin auf den Plattformen unterwegs, ohne dass sich diese zum Besseren gewandelt hätten. Eben davor hatten Fachleute gewarnt, schreibt die Bürgerrechtlerin Samantha Floreani.
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Ein Gericht in Italien hat Verbraucher:innen im Kampf gegen einseitige Preiserhöhungen bei Tech-Konzernen gestärkt. Demnach soll Netflix italienischen Abonnent:innen Geld zurückerstatten; der Konzern wolle jedoch Berufung einlegen.
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Die Reform des BND wäre ein "Paradigmen-Wechsel" analysiert LTO mit Blick auf die geplanten Befugnisse für "aktive Maßnahmen" und Überwachung. Es sei "ziemlich wahrscheinlich", dass jemand versuchen werde, das Gesetz vom Bundesverfassungsgericht prüfen zu lassen.
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"Der kleine Drache Kokosnuss" steht im Zentrum eines Urheberrechtsstreits zwischen dem Verlag Penguin Random House und OpenAI. Die Klage vor dem Landgericht München I dürfte laut beck-aktuell strategisch gewählt sein, um "für weitere Verfahren in anderen Ländern vorzufühlen".
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Während manche im Hype um generative KI ein neues Zeitalter anbrechen sehen, lässt Microsoft im Kleingedruckten von Chatbot Copilot die Luft raus und schreibt: "Copilot dient ausschließlich zu Unterhaltungszwecken".
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"Die Frontlinie ist wie bei Terminator": Die ukrainische Armee setzt zunehmend auf unbemannte Bodenfahrzeuge, die menschliche Infanterie ersetzen. Die Roboter legen auch Minen und bergen beschädigte Fahrzeuge.
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"Völlig uferlos", "erheblich über das Ziel hinaus": Der Deutsche Anwaltverein übt scharfe Kritik an Plänen des Justizministeriums, die Ermittler*innen neue Befugnisse einräumen sollen. Es geht etwa um biometrische Gesichtersuche und Datenanalyse.
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Der Iran war am vergangenen Ostersonntag insgesamt 37 Tage am Stück weitestgehend offline. Es ist die bislang am längsten andauernde Internetsperre weltweit, abgeschottete Länder wie Nordkorea außen vor gelassen.
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Rund 30 bis 50 Prozent der KI-Rechenzentren, deren Inbetriebnahme noch in diesem Jahr in den USA geplant war, verzögern sich oder nehmen nicht den Betrieb auf. Gründe seien etwa fehlende elektrische Ausrüstung und unzureichende Stromkapazitäten.
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Der Krieg der USA gegen den Iran lässt die Energiekosten ansteigen und gefährdet damit den ohnehin fragilen KI-Boom. Es drohen weitreichende Folgen für die globale Wirtschaft. Banken und Welthandelsorganisation zeigen sich besorgt.
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Die Bundespolizei soll laut einer öffentlichen Ausschreibung mindestens 2.500 neue Bodycams samt Cloud-Anbindung erhalten. 5,35 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung.
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Der KI-Übersetzer DeepL setzt künftig auf Amazon Web Services. Kritiker:innen bewerten dies als Rückschritt für Datenschutz und digitale Souveränität.
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Ticker vom 04.04.2026
Aktivist Thomas Lohninger hat der Telekom Deutschland auf ihrer Hauptversammlung einmal mehr die Leviten gelesen. Im Mittelpunkt der Kritik stand das Bemühen des deutschen Marktführers, faktisch bezahlte Überholspuren im Netz zu schaffen.
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Ticker vom 03.04.2026
Das Digitalministerium hat Open-Source-KI-Module veröffentlicht, die Planungs- und Genehmigungsverfahren in der öffentlichen Verwaltung unterstützen sollen. Die Anwendungen stehen Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kostenfrei zur Verfügung.