Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 20.05.2026

    Bundesdigitalministerium

    Das Bundeskabinett hat das Gesetz für digitale Identitäten beschlossen. Der aktuelle Entwurf sieht im Vergleich zum Referentenentwurf mehr Mitsprache der Länder vor; außerdem sollen Jugendliche frühestens ab 13 statt ab 12 Jahren die ID-Wallet ausgestellt bekommen können.

  • Bundestag

    Rund ein Jahr nach dem Start des neuen Digitalministeriums unter Karsten Wildberger (CDU) sind noch 109 Stellen unbesetzt. Das hat die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen geantwortet.

  • Deutschlandfunk

    Die Tarifverhandlungen bei Samsung in Südkorea eskalieren, ein Streik rückt näher. Samsung ist der weltweit größte Hersteller von Speicherchips und der zweitgrößte von Smartphones.

  • TechXplore

    Abwärme aus Rechenzentren kann die Lufttemperaturen in umliegenden Stadtvierteln um bis zu 2,2 Grad Celsius (4 Grad Fahrenheit) ansteigen lassen, was wiederum dort den Stromverbrauch von Klimaanlagen erhöht.

  • FSFE

    Der Europäische Gerichtshof verhandelt über Vorgaben zur Interoperabilität von Hard- und Software, die der Digital Markets Act Anbietern auferlegt. Apple hatte dagegen geklagt, die Free Software Foundation Europe bringt sich auf Seiten der EU-Kommission in das Verfahren ein.

  • Since You Arrived

    Wer wissen möchten, welche Daten Website-Betreiber und Werbekonzerne mit Hilfe von „Browser Fingerprinting“ beim Besuch einer Webseite erfassen, kann das Online-Projekt Since You Arrived besuchen.

  • Kassenärztliche Bundesvereinigung

    Das Justiz- und das Gesundheitsministerium wollen eine datenschutzrechtliche Lücke schließen und bereiten eine gesetzliche Regelung vor, wonach die Daten der elektronischen Patientenakte ausdrücklich dem Beschlagnahmeschutz nach der Strafprozessordnung unterliegen.

  • Techcrunch

    Die Ära der "zehn blauen Links" ist bald vorbei. Ab dem Sommer setzt die Google-Suche auf sogenannte Informationsagenten, die weitgehend autonom das Netz durchforsten und Informationen liefern sollen. Medienhäuser müssen sich auf einbrechenden Website-Traffic einstellen.

  • heise online

    Die knapp 170 Rechenzentren, die die Bundesregierung derzeit nutzt, sollen seit Ende 2024 eigentlich vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden. Doch dieses Ziel hat die Regierung verfehlt, Perspektive unklar.

  • Ticker vom 19.05.2026

    taz

    Am Flughafen Honolulu läuft traditionellerweise hawaiianische Musik. Seit ein paar Monaten kommt aber die Hintergrundbeschallung aus dem KI-Generator. Die Bevölkerung ist davon gar nicht begeistert.

  • Lost Screen Memorial

    Das Denkmal-Projekt "Lost Screen Memorial" erinnert an verstorbene junge Menschen, bei deren Tod soziale Medien eine Rolle gespielt haben – etwa, weil sie dort Mobbing erfahren haben. Neben einer Website gibt es eine Ausstellung in Genf.

  • FragDenStaat

    Das Auswärtige Amt muss SMS von Ex-Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) herausgeben, hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden. "Ein Meilenstein für die Informationsfreiheit", ordnet FragDenStaat-Anwältin Hannah Vos ein.

  • taz

    Zunehmend machen Websites Inhalte nicht mehr nur für Suchmaschinen wie Google schick ("SEO"), sondern auch für Chatbots. Die taz erklärt die Begriffe AEO ("Answer Engine Optimization") und GEO ("Generative Engine Optimization").

  • Weizenbaum-Institut

    Ein generelles Social-Media-Verbot für Jugendliche lässt sich anhand der Forschungslage nicht begründen, schreibt das Weizenbaum-Institut in einem Diskussionspapier. Politische Entscheidungen sollten diese begrenzten Erkenntnisse berücksichtigen.

  • Gizmodo

    Wer braucht schon Metas Ray Bans, wenn man auch eine klobige Kamera-Haarspange einer Kleinstunternehmerin tragen kann? Die Auflösung soll qualitativ minderwertig sein, was hervorragend zur Y2K-Ästhetik dieses Looks passt.

  • Ticker vom 18.05.2026

    taz

    De taz zieht Bilanz zum zweijährigen Jubiläum der Bezahlkarte für Geflüchtete. Fazit: Sie ist für die Kommunen vor allem teuer und macht den Betroffenen den Alltag schwerer.

  • ABC News

    Im Streit um die Gefahren sozialer Medien für junge Menschen sollen die Chefs von Meta, Alphabet, TikTok und Snapchat am 23. Juni vor dem US-Senat aussagen. Eine ähnliche Anhörung gab es zuletzt im Februar 2024.

  • Reuters

    Die italienische Lobby-Organisation für Elternrechte MOIGE klagt in Mailand gegen Meta und TikTok. Sie verweist auf die Gefahren sozialer Medien für junge Menschen und fordert unter anderem Alterskontrollen.

  • Bundesärztekammer

    Der deutsche Ärztetag hat sich auf teils widersprüchliche Forderungen in der Social-Media-Debatte geeinigt. Zwar dürften Minderjährige nicht von digitaler Teilhabe ausgeschlossen werden, dennoch sollten soziale Medien bis 16 Jahre verboten sein.

  • Reuters

    In den USA haben TikTok, YouTube und Snapchat einen Rechtsstreit mit einem Schuldistrikt per Vergleich beendet. Es geht darum, wie soziale Medien jungen Menschen schaden sollen. Bis zu 1.200 weitere Schuldistrikte könnten nachziehen.

  • Politico

    Papst Leo sorgt sich um die Würde des Menschen und hat deswegen eine Kommission zum Thema Künstliche Intelligenz eingesetzt. Die Runde an Fachleuten soll den Papst auch bei der Formulierung einer neuen Enzyklika beraten,  die sich mit KI im Rahmen der Soziallehre der Kirche befassen wird.

  • Google

    Erwachsene, die ihr Gesicht auf YouTube zeigen, sollen sich besser gegen Deepfakes wehren können. Dafür will die Plattform in großem Stil Gesichter in Videos scannen und Alarm schlagen, wenn die Software eine Übereinstimmung findet.

  • CyberInsider

    Der Messengerdienst Signal droht, sich aus dem kanadischen Markt zurückzuziehen, weil ein von Ottawa vorgeschlagener Gesetzesentwurf die Verschlüsselung aushöhlen und gefährliche Sicherheitslücken schaffen würde.

  • heise online

    Der 130. Deutsche Ärztetag kritisiert, dass auf EU-Ebene der Begriff der personenbezogenen Daten neu definiert werden soll. Dies und der Einsatz sogenannter KI erhöhten das Risiko deutlich, dass sich medizinische Daten re-identifizieren lassen.