Der österreichische Schriftsteller Clemens J. Setz erklärt anlässlich seines aktuellen Gesprächsbands „Zukunft des Schreibens“ in einem angenehm unaufgeregten Interview, warum er KI hasst, aber so gar keine Angst vor der Zerstörung der Literatur durch diese Technologie hat.
Ticker
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Ticker vom 22.09.2026
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An der US-Grenze zu Mexiko starben mehr als 1.000 Menschen oftmals in Sichtweite von Kameras KI-gesteuerter Überwachungstürme, weil die Technologie daran scheitere, die Menschen zu erkennen oder Grenzbeamt:innen nicht auf deren Meldungen reagierten, so die MIT Technology Review.
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Zehn Jahre nach Start der chinesischen TikTok-Version Douyin habe die Plattform das Internet "wie kaum ein zweiter Dienst umgepflügt", bilanziert die Deutsche Presse-Agentur. Aus dem einst "belächelten Playback-Portal" sei eine "mächtige Kultur- und Shopping-Maschinerie" geworden.
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Die US-amerikanische Organisation für digitale Freiheitsrechte EFF kritisiert den von der EU-Kommission geplanten Kids Act. Er stelle Online-Dienste hinter Altersschranken, weite eingriffsintensive Alterskontrollen aus und untergrabe die Privatsphäre aller Nutzenden.
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Singapurs Bevölkerung soll mithilfe einer Kampagne weniger am Handy hängen und stattdessen täglich Bücher lesen. Im Rahmen eines auf fünf Jahre angelegten Pilotprojekts gibt es kleine Geldbeträge für Zeit, die Menschen mit Schmökern verbringen.
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Das Landeskriminalamt in Nordrhein-Westfalen warnt vor einer Betrugsmasche, bei der vermeintliche Finanzprofis Menschen in Messengergruppen locken, um sie dann zu "innovativen Investitionen" zu verleiten. Anschließend werden die Betroffenen aus den Chats geworfen.
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Ticker vom 21.09.2026
„Es ist eine Epidemie. Wir sind süchtig danach, zu scrollen.“ Ältere Menschen berichten, wie Soziale Medien nicht nur bei der jungen Generation, sondern auch bei ihnen problematisches Verhalten befördern. Gleichzeitig könnten sie ihnen helfen, sich weniger isoliert zu fühlen.
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Gleich vier Bundesminister:innen ziehen nach einem halben Jahr Rechenzentrumsstrategie eine positive Bilanz der Ausbaubestrebungen. Auf wachsende Kritik am Strom-, Wasser- und Rohstoff-Bedarf von Rechenzentren geht keine:r von ihnen ein.
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US-Präsident Donald Trump hat am Freitag CNN, MS NOW und Politico wegen der „Verbreitung von Fake News“ aus dem Weißen Haus verbannt. Die Nachrichtenagenturen wollen sich dagegen nun vor Gericht wehren, wie sie in einer gemeinsamen Erklärung schreiben.
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Lesothos Öffentlichkeit wird von Deepfakes überschwemmt, oft sind es Betrugsversuche oder politische Manipulation. Obwohl nur die Hälfte der Bevölkerung regelmäßig das Internet nutzt, gelingt der Sprung aus Facebook in traditionelle Medien.
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Mit dem Digitalen Euro plant die Europäische Zentralbank, auch eine "Digital Euro Access Number" (DEAN) für Millionen Europäer:innen einzuführen. Die Nummer soll jedes Konto im System des Digitalen Euros identifizieren und Zahlungen sicher abwickeln.
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Neben der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram soll auch der "Islamische Staat" zu KI-Chatbots greifen, um Anschläge oder militärische Aktionen zu planen, durchzuführen und zu analysieren.
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Anleger:innen in KI-Unternehmen machen Druck: Einer Klage zufolge sollen sich Anthropic, OpenAI, SpaceXAI und Google illegal abgesprochen haben, um die Entwicklung von KI zu bremsen.
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Ein unbekannter Angreifer hat sich Zugang zum IT-System mit Stammdaten zu Immatrikulationen der Ludwigs-Maximilians-Universität in München verschafft. Wie viele der rund 52.000 Studierenden betroffen sein könnten, ist nicht öffentlich bekannt.
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Um ein Haar hätte im Frühling ein fehlerhafter, von einem KI-Tool erstellter US-Geheimdienstbericht einen Militärschlag gegen ein chinesisches Schiff ausgelöst. Der Fehler fiel erst in letzter Minute auf – einem Menschen.
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Drei Brüder und ihr Geschäftsmodell: Sie kaufen kleinere, aber etablierte Nachrichtenseiten und überfluten sie mit KI-Inhalten. 50 Millionen Seitenaufrufe pro Monat soll das Fake-Imperium von Brown Brothers Media inzwischen erzielen.
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Ticker vom 18.09.2026
Am Samstag demonstrieren in Berlin, Köln und Zürich Abtreibungsgegner:innen. Zeitgleich findet in Berlin erstmals ein Anti-Choice-Gipfeltreffen statt. Den „Exportschlager Anti-Choice“ aus den USA prägen hierzulande „Christfluencer“ und die AfD, berichtet die taz.
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Im Urheberrechtsstreit der New York Times gegen Microsoft und OpenAI liegen jetzt ungeschwärzte Gerichtsakten vor. Demnach bezeichnen Letztere das Sammeln von Webinhalten zum KI-Training selbst als „größten Raub an Arbeitskraft in der Menschheitsgeschichte“.
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Mitarbeitende des „Candy Crush Saga“-Entwicklers King könnten laut der schwedischen Gewerkschaften Unionen und Sveriges Ingenjörer nächste Woche in den Streik treten. Die Entwickler:innen von King versuchen seit Jahren, einen Tarifvertrag auszuhandeln.
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Die australische Regierung erwägt, Smart Glasses in Amtsgebäuden zu verbieten, und befragt dazu aktuell Angestellte des öffentlichen Dienstes. Man wolle einen "führenden Standard weltweit" im Umgang mit den Überwachungsbrillen setzen.
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Die Sparkasse Göttingen darf der "Roten Hilfe" nicht einfach das Konto kündigen, hat das Oberlandesgericht Braunschweig in einem Eilverfahren entschieden. Die Bank wollte das Konto loswerden, nachdem Trump die "Antifa Ost" als Terrororganisation ausgerufen hatte.
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Lisa Damm wurde heimlich in Berlin mit Smart Glasses gefilmt und fand den Clip anschließend auf Instagram. Nachdem die Plattform ihre Beschwerde ablehnte, fordert sie jetzt, den freien Verkauf der Brillen mit eingebauter Kamera zu verbieten und eine Überprüfung durch die Bundesnetzagentur.
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Zwei Fälle beim Bundesgerichtshof werfen die Frage nach den Grenzen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) auf. Eigentlich gilt sie nicht im privaten Umfeld. Doch was, wenn jemand wegen privater Chats den Job verliert? Nun soll der Europäische Gerichtshof ran.
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Die Bundeswehr sucht eine Alternative zum US-Anbieter Palantir. Ausgeschrieben ist eine Software, die Kampfdaten in Echtzeit auswertet, sie soll bereits 2028 einsatzbereit sein.