Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 15.09.2026

    Reuters

    Ungarns Regierung hat am Montag einen Gesetzentwurf eingebracht, der die queerfeindlichen Gesetze im Land effektiv aufheben würde. Darstellungen von Queerness und Transidentität sollen nicht mehr aus Gründen des "Kinderschutzes" verboten sein. Der EuGH hatte geurteilt, dass die Gesetze gegen EU-Recht verstoßen.

  • Deutscher Bundestag

    Die Bundesregierung verrät weiterhin nicht, ob Geheimdienste bei Databrokern einkaufen, beispielsweise Handy-Standortdaten. "Der kommerzielle Ankauf dieser Datensätze“ werde durch allgemeine Befugnisse gestützt. Anders sieht das die Bundesdatenschutzbeauftragte.

  • The New York Times

    Noch sei die Gefahr moderat, mit gängigen KI-Chatbots neue biologische Waffen zu entwickeln, sagen Fachleute. Sie drängen jedoch auf Regulierung, damit das Problem gar nicht erst virulent wird.

  • Tech Against Violence

    Die neue Schweizer Plattform WayOut bietet Unterstützung für Menschen in Gewaltbeziehungen – und richtet sich an die Ausübenden. Wer Verantwortung übernehmen und aufhören will, Gewalt gegen Partner*innen oder Kinder auszuüben, findet hier Unterstützung und Anlaufstellen.

  • The New York Times

    Chinas oberster Geheimdienstler warnt davor, dass sogenannte Künstliche Intelligenz das chinesische Einparteiensystem bedrohen könnte. Demnach könnten ausländische KI-Modelle Spionage, Desinformation und IT-Sicherheitsvorfälle befördern.

  • Golem

    Österreichs Pläne für nationale Altersschranken und Ausweiskontrollen im Netz würden zu "Kollateralschäden" führen, analysiert Golem. Die Autor:innen der juristischen Texte "hätten von Internetservices und deren Implementation nicht viel Ahnung".

  • The New York Times

    Moskau ist weitflächig durchdigitalisiert, Zugtickets oder Kaffee lassen sich reibungslos mit Gesichtserkennung kaufen. Die biometrischen Daten landen in einer staatlichen Datenbank, die mit hunderttausenden KI-Kameras verbunden ist und in autoritären Händen liegt.

  • Le Monde

    Die französische Regierung hat das geplante Gesetz für ein nationales Social-Media-Verbot überarbeitet und der EU-Kommission zur Notifizierung vorgelegt. Die vorige Version hatte der französische Verfassungsrat gestoppt.

  • BBC

    Das US-Militär hat erstmals bestätigt, über Waffen in der Umlaufbahn der Erde zu verfügen. Der für den Weltraum zuständige Teil des US-Militärs "Space Force" entstand im Jahr 2019 während Donald Trumps erster Amtszeit.

  • Ticker vom 14.09.2026

    CeMAS

    Mit generativer KI erzeugte Sprecher:innen, sogenannte KI-Avatare, führen immer mehr Menschen hinters Licht. CeMAS hat nun auf YouTube 47 Kanäle identifiziert, die dort mit künstlichen, augenscheinlich koordinierten Inhalten politische Narrative verbreiten.

  • Access Now

    Ein Gesetzentwurf aus Kanada drohe, Verschlüsselung auszuhebeln, warnt die Digital-NGO Access Now. Dies betreffe auch Menschen in der EU, weshalb Kommissionspräsidentin von der Leyen einschreiten sollte.

  • TechCrunch

    Bei einem Datenleck des Identitätsprüfungsdienstes IDScan wurden Führerscheindaten von 150 Millionen Menschen gestohlen und veröffentlicht, darunter US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. Den Dienst nutzten etwa Autoverleihe, um die Ausweisdokumente ihrer Kund:innen zu verifizieren.

  • Gesellschaft für Freiheitsrechte

    „Der Zugang zu politischen Entscheidungsträger:innen und das Wissen über politische Abläufe sind ungleich verteilt.“ Für kleine und junge zivilgesellschaftliche Initiativen stellt die Gesellschaft für Freiheitsrechte deshalb ein Policy-Handbuch bereit, das politisches Erfahrungswissen bündelt.

  • Fortune

    Der Anteil der auf staatliche Hilfe angewiesenen US-Mitarbeiter:innen von Amazon hat sich seit 2020 verdreifacht. Das geht aus einem US-Regierungsbericht hervor. Zugleich erwirtschaften US-Konzerne Gewinne wie kaum zuvor.

  • Snoop

    Das Russland nahestehende Werbenetzwerk AdNow hat massenhaft personenbezogene Daten von Rumän:innen gesammelt und nach Novosibirsk umgeleitet, so eine Recherche von Snoop. Damit erstellte Profile lassen sich für Betrug und Desinformation nutzen.

  • DeSmog

    Während der britische Rechtsradikale Nigel Farage wegen illegaler Krypto-Spenden unter Druck gerät, setzt sich seine "Reform UK"-Partei für Deregulierung ein. Dabei hilft die Trump-Regierung, die ebenfalls mit Tether verbandelt ist.

  • Bianet

    Im Kampf gegen die LGBTI+-Community hat die türkische Polizei am Wochenende dutzende Menschen festgenommen und Büros geschlossen. Zugleich wurden Online-Accounts und Websites von Aktivist:innen abgeklemmt.

  • The Washington Post

    Beim US-Geheimdienst NSA soll laut anynomen Quellen der größte Umbau seit mehr als einem Jahrzehnt bevorstehen. Dabei sollen intern fünf neue Organisationen entstehen, die sich Schwerpunkten wie KI oder China widmen.

  • 40C3

    Der 40. Chaos Communication Congress (40C3) ruft zur Mitwirkung auf. Bis zum 9. Oktober können Interessierte Ideen einreichen, etwa für Vorträge oder künstlerische Beiträge. Die Veranstaltung findet vom 27. bis 30. Dezember in Hamburg statt.

  • Oversight Board

    In sechzehn Ländern Süd- und Mittelamerikas will Meta die bisherigen Faktenchecks abschaffen und durch Korrekturen der Nutzenden ("Community Notes") ersetzen. Metas unabhängiges Aufsichtsgremium hat Einwände.

  • Deutschlandfunk

    Nach Plänen des Finanzministeriums sollen Geschäfte neben Bargeld auch eine digitale Bezahlmöglichkeit anbieten müssen. Besser wäre dagegen eine Bargeld-Pflicht, kommentiert der Deutschlandfunk – gegen Digitalzwang und für anonyme Zahlungen.

  • Stern

    Die Arbeit des deutschen Expert:innen-Gremiums für Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt ist beendet. Der Abschlussbericht unterfüttert die 56 Empfehlungen des Gremiums. Familienministerin Karin Prien (CDU) will bis Mitte Oktober einen Gesetzentwurf vorlegen.

  • Ticker vom 11.09.2026

    taz

    Angestoßen durch den Fall Gisèle Pelicot ermitteln deusche Behröden zu Online-Netzwerken von Männern, die Frauen betäuben, vergewaltigen, filmen und die Aufnahmen teilen. In Hannover startet nun ein Verfahren gegen einen 39-Jährigen.