Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 06.05.2026

    NPR

    Wo versteckt sich Polymarket? US-Journalist*innen haben das neue Büro der windigen Firma in Panama besucht. Was sie fanden war "ein großer Raum, in dessen Mitte etwa ein Dutzend unbesetzte Computerplätze standen".

  • taz

    Steven Kleemann vom Deutschen Institut für Menschenrechte hat zu "vertrauenswürdiger KI für polizeiliche Anwendungen" geforscht. Er empfiehlt im taz-Interview eine Enquete-Kommission, um gesellschaftlich zu diskutieren, wie die Polizei sogenannte KI nutzen dürfte.

  • BBC

    Britische Apple-Nutzer:innen sollen wieder auf Pornhub zugreifen können. Die Plattform hatte den Zugang aus Protest gegen Website-basierte Alterskontrollen weitgehend eingeschränkt. Apple bietet nun Alterskontrollen auf Geräte-Ebene.

  • Golem

    Meta durchsucht künftig dein Insta- oder Facebookprofil nach Hinweisen auf dein Alter. Die zuständige Software scannt nach Erwähnungen von Schulnoten oder Geburtstagen und analysiert körperliche Merkmale auf Fotos und Videos.

  • Coimisiún na Meán

    Die irische Medienaufsicht hat DSA-Verfahren gegen Facebook und Instagram eingeleitet. Grund sind manipulative Designs. Konkret könnten die Plattformen den Zugang zu nicht-personalisierten Empfehlungssystemen erschweren.

  • Gizmodo

    Dass die Apokalypse naht, erkennt man womöglich daran, dass die Superreichen in ihre Privatjets steigen, um in abgelegene Bunker und Refugien zu fliehen. Das glaubt zumindest ein Künstler und hat eine Website gebaut, die zeigt, wann es so weit ist.

  • heise online

    Am Dienstag waren zahlreiche Websites mit .de-Domains für eine Weile für viele Nutzer:innen nicht erreichbar. Das Problem betraf insbesondere DNSSEC-signierte Domains, die Registrierungsstelle DENIC hat versprochen, bald mehr zur Ursache zu sagen.

  • UNDRR

    Kein Handy, kein Bezahlsystem, keine Krankenakten: Der großflächige Ausfall digitaler Systeme sei ein "plausibles Szenario", warnt das UN-Büro für Katastrophenvorsorge in einem 24-seitigen Bericht – und mahnt zur Vorsorge.

  • Ticker vom 05.05.2026

    FTC

    Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC will dem US-Databroker Kochava den Verkauf von Standortdaten verbieten. Anhand solcher Daten ließen sich Bewegungen von Einzelpersonen nachverfolgen.

  • Augsburger Allgemeine

    In den nächsten Wochen werde die Bundesregierung Pläne für eine Digitalabgabe diskutieren, sagte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) der Augsburger Allgemeinen. Tech-Konzerne wie Google und Meta sollen demnach Geld für Medienförderung abdrücken.

  • DSK

    EU und Bundesregierung sollen der Chatkontrolle eine "endgültige" Absage erteilen, fordern Deutschlands Datenschutzbehörden. Die Pläne seien "anlasslose Massenüberwachung". Derzeit verhandeln auf EU-Ebene Parlament, Rat und Kommission im Trilog darüber.

  • Münchner Merkur

    Der Digitale Medien-Staatsvertrag (DMStV) soll neue Regeln für Online-Dienste bringen. Den ersten Entwurf erwartet Thorsten Schmiege von der bayerischen Medienaufsicht im Sommer. Unter anderem sollen dann Plattformen verlässliche Informationen stärker im Feed berücksichtigen.

  • Internet Matters

    Knapp die Hälfte der britischen Kinder findet, Alterskontrollen im Netz lassen sich leicht umgehen. Rund ein Drittel hat es schon getan. Das zeigt eine Umfrage der NGO Internet Matters. Die Autor:innen fordern noch strengere Kontrollen.

  • Express VPN

    Der IT-Sicherheitsforscher Jeremiah Fowler hat rund 87.000 Screenshots vom Smartphone einer ungenannten Prominenten offen im Netz gefunden. Die Aufnahmen sollen private Chats und Fotos zeigen, anscheinend abgeflossen durch Handy-Überwachung per Stalkerware.

  • Der Standard

    Britische Geschäfte wollen mit Gesichtserkennung bekannte Ladendiebe erkennen. Doch die Software macht Fehler und stuft oft Unschuldige als verdächtig ein. Wer sich dagegen wehren möchte, stößt auf Widerstände.

  • EFF

    In den USA soll ein Gesetz namens Guard Act den Zugang von Kindern und Jugendlichen zu KI-Chatbots begrenzen. Die Electronic Frontier Foundation warnt, die Pläne könnten Altersverifikation im Netz zum Standard machen.

  • taz

    Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences organisiert die Oscar-Verleihungen und will keine Auszeichnungen für KI-generierte Inhalte vergeben. Schauspiel- und Drehbuch-Preise gebe es nur für menschliches Werk.

  • Golem

    Die Chefin der European Payments Initiative kritisiert den digitalen Euro als Doppelstruktur. Die Idee käme fünf Jahre zu spät, so Martina Weimert. EPI steht hinter dem Zahlungsdienst Wero.

  • Die Berliner Datenschutzbeauftragte verwarnt die BVG. Bei einem Dienstleister der Verkehrsbetriebe waren Daten abgeflossen. Die hätten aber gar nicht mehr vorliegen dürfen. Das hätte die BVG kontrollieren müssen, so die Behörde.

  • Ticker vom 04.05.2026

    Spiegel

    SPD, Grüne und Linke verlassen in einer abgestimmten Aktion den Kurznachrichtendienst X. Dieser fördere zunehmend Desinformation und versinke im Chaos. Gleichwohl dürften einzelne Politiker:innen dort weiterhin aktiv bleiben.

  • Verbraucherzentrale Bundesverband

    Online-Marktplätze entfernen laut DSA-Transparenzdatenbak zig Millionen mutmaßlich rechtswidriger Angebote. Trotzdem rutschten ihnen viele gefährliche Waren wie bleiverseuchte Kuscheltiere durch, ungeachtet offizieller Warnungen.

  • taz

    In Brasilien sind einige Familienleistungen an den regelmäßigen Schulbesuch der Kinder geknüpft. Überprüft wird das zunehmend mit fehleranfälliger Gesichtserkennung, die von einer europäischen Firma hergestellt und exportiert wird.

  • NPR

    Einer Studie zufolge lehnen zunehmend mehr Leute, vor allem jüngere, KI-generierte Musik ab. Bei Deezer sind zudem inzwischen fast die Hälfte aller Uploads KI-Slop, machen aber nur 3 Prozent der Streams aus.

  • heise online

    Das LKA Rheinland-Pfalz hat an der Entwicklung eines Krimi-Games mitgewirkt. Die Chefin des kriminaltechnischen Instituts findet es unrealistisch. Das Lösen von Fällen ginge dort viel zu schnell.