Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 14.07.2026

    Biometric Update

    In tausenden britischen Läden wird Live-Gesichtserkennung genutzt. Künftig will deren Hersteller automatisch die Polizei informieren, wenn bestimmte Menschen mit krimineller Vergangenheit ein Geschäft betreten.

  • 404 Media

    Die Polizei von Los Angeles beendet ihre Zusammenarbeit mit dem Kennzeichenscanner-Hersteller Flock. Zuvor war herausgekommen, dass sie 161 mal gegen Unschuldige ermittelt hatte, weil die Geräte angaben, deren Autos seien gestohlen.

  • Ticker vom 13.07.2026

    Friedrich-Naumann-Stiftung

    Ein Studie der FDP-nahen Naumann-Stiftung nimmt die geheimdienstliche Nutzung von Werbedaten in den Blick. Am Beispiel Deutschlands und Taiwans und unter Berufung auf die Databroker Files zeigt sie verfassungsrechtliche Probleme und Regelungslücken auf.

  • The Guardian

    Amazon, Microsoft und Google teilen sich drei Viertel des weltweiten Cloud-Markts, auch der KI-Boom wäre ohne ihre Rechenzentren nicht möglich. Das geht auf Kosten der Umwelt: Im letzten Finanzjahr kamen die drei bereits auf ein Drittel der CO2-Emmissionen Frankreichs.

  • Basic Thinking

    Die Bundesregierung will mit dem Energieeffizienzgesetz diverse Umweltschutzauflagen schleifen, damit Deutschland zur "KI-Nation" werden und mehr Rechenzentren beherbergen kann. Dabei ist der gesellschaftliche Nutzen mehr als umstritten.

  • t-online

    Über 20.000 Beschwerden wegen verbotener Werbeanrufe gingen im ersten Halbjahr bei der Bundesnetzagentur ein. Das entspricht 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, in den Jahren zuvor stiegen die Beschwerden um rund 7 Prozent.

  • VATM

    Bis Ende des Jahres werden knapp 27 Prozent deutscher Haushalte mit Glasfaserleitungen angeschlossen sein, genutzt werden davon fast zwei Drittel. Zugleich konnte die Telekom Deutschland in anderen Segmenten wachsen, geht aus der VATM-Marktanalyse 2026 hervor.

  • The Guardian

    Gesichtserkennungssysteme in britischen Geschäften sollen bald in Sekundenschnelle die Polizei alarmieren, sobald sie „Schwerstverbrecher“ sichten. Eine gefährliche Eskalation hin zur Überwachung und Kriminalisierung des Einzelhandels, warnen Bürgerrechtsorganisationen.

  • Rheinische Post

    Nordrhein-Westfalen verlängert den Einsatz von Palantir-Software bis mindestens 2027. Das sei nötig, weil noch kein Ersatzsystem zur Datenanalyse gefunden worden sei, so Innenminister Herbert Reul, CDU.

  • Golem

    Private Überwachungskameras sind nicht nur eine Bedrohung für die Privatsphäre von Passant*innen, sondern auch für die nationale Sicherheit: Russland hat wohl IP-Kameras gehackt, um Nato-Truppenbewegungen nachzuvollziehen.

  • Der Standard

    Menschen, die ICE kritisieren, bekommen häufig Hausbesuch von dieser US-Einwanderungshörde. Bürgerrechtler sehen ein Muster. Nun klagt ein Betroffener gegen die Nachstellung – die Verfolgung schränke die Meinungsfreiheit ein.

  • AP News

    OpenAI behindert erneut Urheberrechtsermittlungen: US-amerikanische Medienhäuser werfen OpenAI vor, Beweise zurückzuhalten und zu vernichten. Im Rechtsstreit geht es darum, wie das Unternehmen urheberrechtlich geschützte Nachrichteninhalte für sein KI-Training genutzt hat.

  • Wired

    Am Freitag endete der AI for Good Summit der Vereinten Nationen in Genf. Doch noch nicht einmal die Teilnehmenden scheinen zu wissen, wie genau es aussähe, wenn Künstliche Intelligenz sich zum „Guten“ wenden würde, berichtet Wired.

  • heise online

    Im Flieger per Gesichtserkennung einchecken: Der Bundesrat hat sein Go dafür gegeben, dass Flughäfen vollautomatisierte Kontrollstrecken einrichten dürfen. Die Nutzung ist freiwillig.

  • t3n

    Über 40 Prozent aller Inhalte auf LinkedIn sind KI-generiert, so eine Studie. Die Karriereplattform ist damit das sloppigste aller Sozialen Netzwerke.

  • Der Standard

    Nach nur drei Tagen hat Meta seinen neuen Bildgenerator Muse wieder gestoppt. Zuletzt hatte es massive Kritik an dem Tool gegeben, das auf Wunsch auch Bilder von fremden Social-Media-Nutzer*innen generiert.

  • Ticker vom 10.07.2026

    Tagesspiegel

    „Das ist eben der Aufwand, der in einer Demokratie anfällt.“ Ex-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) schaut im Interview zurück auf ihre eigenen Erfahrungen mit dem Informationsfreiheitsgesetz und warnt vor jeder Art der Reform.

  • Oxford Internet Institute

    KI-gestützte Social-Media-Tools können die öffentliche Meinung subtil manipulieren. Sie verändern Beiträge zu kontroversen Themen, selbst wenn sie explizit angewiesen wurden, dies nicht zu tun, so das Ergebnis einer Studie.

  • Handelsblatt

    Die Bundeswehr soll eine Flotte aus 1.200 Satelliten für Kommunikation und "Aufklärung" planen, berichtet das Handelsblatt (€) mit Verweis auf Insider. Ein Raumfahrt-Experte schätzte die Betriebskosten auf eine Milliarde Euro im Jahr.

  • Dein Feed, Deine Wahl.

    Das Weizenbaum-Institut untersucht, wie TikTok politische Inhalte rund um die Landtags- und Abgeordnetenhauswahlen im September 2026 ausspielt. An Data-Donation-Days in Halle, Rostock und Berlin stellen Bürger:innen, die dafür Daten gespendet haben, das Projekt vor.

  • heise online

    Der Trilog zum digitalen Euro steht kurz bevor, also die finalen Verhandlungen von EU-Parlament, Rat und Kommission. Fachleute warnen jedoch, dass der digitale Euro seine Privatsphäre-Versprechen nicht halten könne.

  • TechCrunch

    Mit Atlas wollte OpenAI ins Browser-Geschäft einsteigen und Google Chrome angreifen. Das hat wohl nicht geklappt. Der ChatGPT-Betreiber will Atlas einmotten und per Browser-Erweiterung den Fuß in die Tür bekommen.

  • The Verge

    Wer Donald Trumps Deportationen kritisiert, etwa per E-Mail oder Social Media, kann Hausbesuch von der Abschiebemiliz ICE bekommen. Wie das US-Medium The Verge berichtet, überbringen die Beamt*innen persönliche Warnungen.

  • Ticker vom 09.07.2026

    LTO

    Sind gemeinfreie Werke in einem anderen EU-Land noch urheberrechtlich geschützt, darf man sie trotzdem veröffentlichen – mit Maßnahmen wie Geoblocking. Das hat der EuGH am Beispiel der Tagebücher von Anne Frank entschieden.