Die Plattform Wish.com kann als Täter haften, wenn dort billige Fake-Produkte Markenrechte verletzen. Das hat das Oberlandesgericht Hamburg entschieden.
Ticker
Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.
-
Ticker vom 09.09.2026
-
OpenAI hat mit Hilfe von KI ein schwieriges Mathematik-Problem gelöst. Doch nicht alle Mathematiker:innen sind euphorisch ob des vermeintlichen Fortschritts: Letztlich könnte dies dem Feld der Mathematik schaden.
-
Die US-Stadt Grass Valley, Kalifornien, will die Überwachungskameras der Marke Flock loswerden. Zuerst hatte die Polizei sie entfernt – dann hat Flock sie wieder montiert. Nun hat die Polizei sie nochmal entfernt.
-
Die US-Regierung hat ein rassistisches Online-Spiel im Stil von Tetris offline genommen, nachdem das Unternehmen hinter Tetris mit rechtlichen Schritten gedroht hat. Zugleich dürfte die öffentliche Empörung Teil der Propaganda-Strategie sein.
-
Ein US-Gericht in Washington hat die Weitergabe von Steuerdaten an ICE gestoppt. Die Abschiebe-Miliz nutzt diese Daten, um Menschen zu verfolgen und zu verschleppen.
-
Das Online-Medium Intercept hat 400 Seiten vertraulicher Vertragsunterlagen ausgewertet. Sie zeigen, wie eng das Pentagon in den USA mit OpenAI, Google, xAI und Anthropic kooperiert, um KI-Systeme zu Überwachungs- und militärischen Zwecken zu entwickeln.
-
Die vermeintliche Twitter-Alternative W.Social ist eine Geisterstadt, in der Rassist:innen den Ton angeben und die Geschäftsführung ihnen dafür Likes dalässt, so das Fazit des Tech-Bloggers Sascha Pallenberg nach einer Datenanalyse.
-
Die australische Regierung will neue Pflichten für Kinder- und Jugendschutz auf Online-Plattformen schaffen, etwa die Wahl für einen nicht optimierten Feed. Das Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige hat bislang kaum Wirkung gezeigt.
-
Für umgerechnet rund 30 Millionen Euro entgeht Grindr einem Urteil im Vereinigten Königreich. Das Unternehmen hinter der Dating-App soll sensible Daten von Nutzenden weitergegeben haben, darunter den HIV-Status.
-
Ticker vom 08.09.2026
Seit Jahren weist das britische Verbraucherschutz-Medium Which dem Buchungsdienst booking.com nach, zu wenig gegen Betrug zu unternehmen. Zuletzt gelang es, den weltbekannten Wohnsitz britischer Premiers ungeprüft zur Buchung auf die Seite zu stellen.
-
"Live long and prosper": Heute vor 60 Jahren wurde die erste Folge von "Star Trek" im US-Fernsehen ausgestrahlt. Von Beginn an habe die Serie das Publikum mit neuen Perspektiven auf eine bessere Zukunft fasziniert, so die Kulturwissenschaftlerin Rebecca Haar.
-
Das Projekt Bundestakt analysiert mit Hilfe von KI jede Plenarsitzung des Deutschen Bundestags und erklärt, was passiert ist. Zugleich werden Aussagen einem Fakten-Check unterzogen. Jede Veröffentlichung wird von Menschen freigegeben, verspricht das Projekt.
-
Erst seit wenigen Monaten sollen US-Soldat:innen im Nahen Osten das Werbe-Tracking auf ihren Geräten abschalten, um die Preisgabe ihrer Standortdaten zu stoppen. Das berichtet die Agentur Reuters mit Blick auf Erkenntnisse des demokratischen US-Senators Ron Wyden.
-
Im US-Bundesstaat Kalifornien braut sich eine Sammelklage gegen Meta wegen seiner Überwachungsbrillen ("Smart Glasses") zusammen. Es geht unter anderem darum, dass Meta private Aufnahmen durch Dritte sichten ließ.
-
Vier von fünf Smartphones auf dem Markt schludern bei Angaben zur Reparierbarkeit. Das beklagt die Initiative "Right to Repair Europe", die sich für das Recht auf Reparatur starkmacht, nach einer eigenen Untersuchung.
-
Während der Orbán-Ära war Átlátszo eines der letzten unabhängigen Investigativmedien in Ungarn, die zu den Machenschaften der Regierung recherchierten. Anlässlich des 15. Geburtstages spricht der Gründer darüber, wie das Medium die Angriffe in dieser Zeit überlebt hat.
-
Mit ihrer eigens entwickelten Alterskontroll-App kann die EU-Kommission ihre Datenschutz-Versprechen nicht einhalten, warnt der Dachverband EDRi nach einer Analyse der App-Spezifikationen.
-
Ein US-amerikanisches Start-up darf das Twitter-Logo und den Begriff "Tweet" verwenden, um eine eigene Plattform aufzubauen. Das hat ein US-Gericht entschieden. Twitter-Nachfolger X kann jedoch in Berufung gehen.
-
Nach jahrelangen Diskussionen sollen sich die 128 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen geeinigt haben, was sie unter autonomen Waffen verstehen. Die Definition ist die Grundlage, um verbindliche Regeln zu verhandeln.
-
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) steht zunehmend wegen Netzsperren unter Druck. Während die Bundesländer die Befugnisse ausweiten wollen, bremsen Verwaltungsgerichte die Behörde aus.
-
Die vier größten Mobilfunkanbieter Europas sollen mit dem Gedanken spielen, als Konsortium in den Satellitenmarkt einzusteigen. Demnach würden Deutsche Telekom, Orange, Vodafone und Telefonica einen Teil des Funkspektrums lizenzieren.
-
Auch wenn EU-Länder bis Sommer Zeit hatten, die EU-Regeln zum Recht auf Reparatur umzusetzen, zeigen sich die Hersteller bislang behäbig. Die allermeisten schaffen es nicht, sich an die Vorgaben zu halten.
-
Nach der Geröllflut sind die Stimmen von Menschen aus Tibet online fast völlig verstummt: Der Guardian beschreibt, wie die chinesische Operation „Clean Internet“ erfolgreich Informationen über die Katastrophe unterdrückt, die von Pekings offiziellen Darstellungen abweichen.
-
Die Schweiz experimentiert mit dem Umstieg auf freie Software. Rund 3.000 Nutzer:innen in der Verwaltung sollen ab Ende 2027 eine souveräne Arbeitsplatzsoftware mit Office-Kernfunktionen nutzen können.