Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 29.07.2026

    Ars Technica

    Google-Forscher:innen haben ausgewertet, wie Gemini in verschiedenen Branchen genutzt wird: Bislang seien nur bestimmte Berufe von intensivem KI-Einsatz geprägt. KI werde zudem überwiegend komplementär eingesetzt, eine vollständige Automatisierung finde kaum statt.

  • tagesschau.de

    Die US-Behörde FCC versperrt unter anderem China als weltweit größtem Anbieter humanoider Roboter den US-Markt. Die Maschinen eröffneten „bösartigen Akteuren“ Spionagemöglichkeiten oder könnten „aus der Ferne“ gesteuert werden. Betroffen sind auch Wechselrichter, die etwa in Solaranlagen stecken.

  • Reuters

    Russland klagt Telegram-Chef Pavel Durov wegen Unterstützung von Terrorismus an. Dem Inlandsgeheimdienst FSB zufolge habe der Messenger-Anbieter unter anderem ukrainisches Sabotagematerial nicht entfernt.

  • Golem

    Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) stellt ein von Tesla angestrengtes Verfahren gegen einen Gewerkschafter ein. Der Vorwurf, er habe Filmaufnahmen einer Betriebsratssitzung gemacht, erwies sich nach Durchsuchung seines Laptops als falsch.

  • Tagesschau

    Der Wahlkampf in Israel ist laut Tagesschau von KI-generierter Desinformation geprägt. Unter anderem Finanzminister Bezalel Smotrich und Premierminister Benjamin Netanjahu haben Fake-Videos über den Oppositionskandidaten Gadi Eisenkot in Umlauf gebracht.

  • Fortune

    Vor den US-Zwischenwahlen im Herbst haben Superreiche fast eine halbe Milliarde US-Dollar in den Wahlkampf gepumpt, so ein Bericht. 80 Prozent davon gingen an Republikaner, insgesamt liegt Elon Musk klar vorn.

  • Deutschlandfunk

    Die Spur von rund 60 Propaganda-Videos zu den Landtagswahlen auf X führt nach Russland, fasst Zeit-Journalist Christian Fuchs seine Recherche im Interview zusammen. Auffällig sei, dass die Videos keine Kandidat:innen von AfD und BSW verunglimpfen.

  • MDR

    Vinted und Kleinanzeigen geben auf Anfrage des MDR keine Zahlen über Fälle von Belästigung heraus. Nach Berichten über geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen auf den Shopping-Plattformen sieht eine Expertin eine Schutzlücke.

  • Ars Technica

    18 Monate lang saß ein Mann aus Kanada wegen einer Verwechslung im Gefängnis, verurteilt wegen sogenannter Kinderpornografie. Er hatte einen ähnlichen Online-Spitznamen wie der Gesuchte, jedoch mit einem Unterstrich weniger. Erst nach der Haftstrafe gestand das Gericht den Fehler ein.

  • LTO

    Bei Straftaten durch sogenannte autonome KI-Systeme kommt das Strafrecht an seine Grenzen, erklärt ein Rechtsanwalt bei LTO - denn der Vorsatz fehlt. Anstelle der Kriminalstrafe würden Bußgelder treten, etwa für Unternehmen.

  • Ticker vom 28.07.2026

    Spiegel

    Google muss einem deutschen Nutzer knapp 500 Euro Schadensersatz zahlen, urteilte das Amtsgericht Starnberg. Dieser war auf eine Werbeanzeige auf Google für einen Fakeshop hereingefallen.

  • AI Forensics

    Über die Plattform Hugging Face werden KI-Modelle angeboten, die sexuelle Deepfakes erstellen. Forscher:innen haben dort zudem eine eigene KI angeboten und Prompts ausgewertet: Mehrheitlich wollten Nutzer:innen sexualisierte Bilder von Frauen generieren.

  • Bundesamt für Verfassungsschutz

    In einem "Sicherheitshinweis für die Wirtschaft" warnt der Verfassungsschutz vor Spionage und Sabotage mit Hilfe von Handy-Standortdaten der Werbe-Industrie. Ausdrücklich verweist die Behörde auf die Recherchen zu den Databroker Files.

  • Reuters

    Nach der letzten Entscheidung der EU-Kommission, Google Verstöße gegen den Digital Markets Act zu attestieren, könnten auf den US-Konzern Schadenersatzklagen zukommen. Diverse Unternehmen und Anwaltskanzleien scharren bereits mit den Hufen.

  • Barrons

    Eigentlich hatte sich Meta selbst verpflichtet, bei seinen Rechenzentren nur auf erneuerbare Energie zu setzen. Vergangene Woche stieg der US-Konzern jedoch still und heimlich aus der Klimaschutzinitiative RE100 aus.

  • heise online

    Die Regierung in Österreich hat einen Gesetzentwurf für Altersschranken (für unter-14 Jährige) und Alterskontrollen im Netz vorgelegt. Der Zuschnitt liegt auf Video-Sharing-Plattformen mit Funktionen wie optimierten Feeds oder endlosem Scrollen. Kritik kommt von der Opposition.

  • NPR

    Kürzlich hat die Wahlkommission im US-Bundesstaat Wisconsin davor gewarnt, auf Wahlen zu wetten: Dies könnte die eigene Stimme ungültig machen. Dagegen mobilisiert nun die Zockerplattform Kalshi, sie spricht von "Wählerunterdrückung".

  • Amnesty International

    Der Staatstrojaner Finspy vom deutschen Pleite-Unternehmen FinFisher beschäftigt die Justiz: Der Oberste Gerichtshof von Großbritannien wies den Einspruch von Bahrain ab. Das Königreich wollte sich auf Staatsimmunität berufen, um wegen des Schadsoftware-Einsatzes nicht belangt zu werden.

  • t3n

    Immer häufiger fallen Politiker:innen durch KI-generierte Texte auf. Bei einer Parlamentsrede las nun der kanadische Konservative Bill Oliver versehentlich die gesamte Antwort eines Chatbots vor, inklusive Metakommunikation zum gewünschten Stil.

  • beck-aktuell

    Nach dem CSD-Anschlag stellt ein Polizeirechtler in den Raum, einerseits über intensiveren Austausch unter Behörden nachzudenken. Anderseits führe flächendeckende Überwachung oder ein weitreichender KI-Einsatz "zu Zuständen, die wir nicht wollen".

  • Gizmodo

    Hunderte Menschen auf der Welt haben ChatGPT gefragt, wie man Gifte oder Biowaffen herstellt. Die Antworten waren teils „tödlich akkurat“, so Expert*innen.

  • t3n

    Die Robotertaxis von Waymo in Austin, Texas, haben ein problematisches Parkverhalten. Immer wieder stehen sie in zweiter Reihe, vor Ausfahrten oder auf Behindertenparkplätzen.

  • 404 Media

    Weil Spotify KI-generierte Musik nicht kennzeichnet, wollen Portale wie Soulless Music und SlopTracker nachhelfen. Unsicherheit bleibt, wie das Beispiel von "Slime Dot" zeigt, die beteuere, keine KI-Künstlerin zu sein.