Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 03.09.2026

    TechCrunch

    Norwegen erwägt ein Verbot von Überwachungsbrillen, sagte die zuständige Digitalministerin Karianne Tung. Um die Überwachung mit den Brillen einzudämmen, könne etwa Gesichtserkennung in der Öffentlichkeit verboten werden.

  • Der Standard

    Mit schwindender menschlicher Kontrolle soll die Verwaltung in Österreich künftig Bescheide automatisch erstellen dürfen. Die Wiener Organisation für digitale Freiheitsrechte, epicenter.works, warnt dabei vor dem Einsatz von Sprachmodellen ("KI"), weil sie Fehler machen.

  • Fuller Project

    In Dänemark ist die digitale ID bereits seit Jahren etabliert. Eine Recherche untersucht, wie das die ökonomische Gewalt gegen Frauen in Partnerschaften verschärft – wenn Partner sich damit in die Konten ihrer Frauen einloggen oder in ihrem Namen Kredite aufnehmen.

  • Republik

    Auch in der Schweiz gibt es eine Debatte um ein Verbot von Überwachungsbrillen. "Darauf zu vertrauen, dass eine Smarte-Brille-Trägerin sich gesetzes­konform verhält und die Hälfte ihrer Funktionen deaktiviert, ist grenzenlos naiv", kommentiert Journalistin Adrienne Fichter.

  • Bundesgerichtshof

    Ein Teilstreit um zwei Sekunden ist geklärt, der BGH hat entschieden: Das Sampling einer Tonfolge der Band Kraftwerk durch Moses Pelham ist ok, zumindest nach dem neuen Urheberrecht seit 2021. Zum Zeitraum von 2002 bis 2021 ist noch eine Verfassungsbeschwerde offen.

  • Politico

    Auf den Diensthandys von Beschäftigten der Europäischen Kommission ist TikTok tabu und auch sonst hat das EU-Organ keine Präsenz auf der Video-Plattform. Offenbar gibt es deshalb gerade hausinterne Diskussionen.

  • The Guardian

    Statt selbst kreativ zu werden sollen Online-Freelancer:innen zunehmend KI-generierte Erzeugnisse weiter verarbeiten, etwa Logos und Texte. Das berichten Betroffene aus unter anderem Spanien, Australen und den USA.

  • Der Standard

    In den USA sind tausende Amazon-Beschäftigte auf staatliche Hilfe angewiesen, etwa bei Essensmarken und Gesundheitsversorgung. Der parteilose Senator Bernie Sanders kommentiert: "Niemand, der für ein Unternehmen arbeitet, das Milliardengewinne erzielt, sollte in Armut leben müssen."

  • heise online

    Therapiegespräche und Daten von Patient:innen sollen für den deutschen Inlandsgeheimdienst weiter tabu sein, fordert der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen. Das Innenministerium will die Befugnisse des Verfassungsschutz drastisch ausweiten.

  • Ticker vom 02.09.2026

    tagesschau.de

    Von gefälschten Meldungen, Profilen und Regierungsschreiben bis hin zum Demo-Aufruf: Eine Desinformationskampagne täuschte einen Streit zwischen Polen und Tschechien vor. Polen habe angeblich Gebietsansprüche erhoben.

  • Bundesverband Breitbandkommunikation

    Laut der aktuellen Marktanalyse des Branchenverbands Breko schätzen deutsche Netzbetreiber die Geschäftslage insgesamt positiv, das Investitionsklima hingegen negativ ein. Letzteres ergebe sich aus stark steigenden Material-, Bau- und Finanzierungskosten.

  • Techdirt

    Wer gelegentlich nachsehen wollte, was sich auf X von Elon Musk tat, ohne die Website direkt aufzurufen, konnte auf gespiegelte Dienste wie XCancel oder Nitter zugreifen. Nach Anwaltsschreiben des Milliardärs ist damit nun Schluss.

  • ECIPE

    An Kreativität scheint es dem neoliberalen Think Tank ECIPE nicht zu mangeln. In einem Paper schlägt er vor, statt auf mühselige Budgetverhandlungen lieber auf Online-Glücksspiel zu setzen, um die EU-Kommission zu finanzieren.

  • The Next Web

    Im Juni hatte Google Verlagen angeboten, auf Wunsch aus der KI-Suche des Konzerns auszusteigen. Nun holt die EU-Kommission Feedback von Verlagen ein, ob dieses Opt-Out etwas bringt. Daran gibt es Zweifel.

  • Reuters

    Der Browser-Anbieter Opera war vor Gericht gezogen, um eine Einstufung des Konkurrenten Edge von Microsoft als "Gatekeeper" im Sinne des Digital Markets Act zu erreichen. Nun hat das Gericht der Europäischen Union die Klage zurückgewiesen.

  • ARD Radioreport Recht

    KI-Werkzeuge ziehen zunehmend auch in die Justiz ein, schreiben Klageschriften oder Anträge und überschwemmen dabei die Gerichte. ARD Radioreport Recht hat mit Betroffenen gesprochen.

  • Heise Online

    Der Bonitätsbewerter Crif hat vor dem österreichischen Obersten Gerichtshof erstritten, nur aus Alter und Wohnort Bonitätsscores für Personen zu berechnen. Indes sei unzulässig, für Werbezwecke gesammelte personenbezogene Daten im Rahmen der Bonitätsbewertungen zu analysieren.

  • Techdirt

    Smarte Fernseher, die Nutzer:innen tracken und überwachen, waren offenbar nur der Anfang. Nun kam heraus, dass Monitore von LG seit spätestens 2024 McAfee-Werbung auf verbundenen Windows-Rechnern installiert haben.

  • Reuters

    Bei einem Treffen von G20-Staaten soll die US-Regierung Druck auf die Vertreter:innen ausgeübt haben, Künstliche Intelligenz möglichst unreguliert zu lassen. Zu dem Treffen kamen auch US-Wirtschaftsbosse von OpenAI und Nvidia.

  • MDR

    An Polizeien verteilte Handlungsanleitungen für Straßenkontrollen, überwachte Social-Media-Profile und sonstige Schikanen: Die Polizei Chemnitz lässt offenbar kaum etwas unversucht, um den Adenauer-Protestbus des Zentrums für politische Schönheit aus dem Verkehr zu ziehen.

  • Verfassungsblog

    Anlässlich des Gesetzentwurfes zu automatisierter Datenanalyse argumentiert Lena Rohrbach von Amnesty International für menschenrechtliche Grenzen - "weil menschliche Grenzen obsolet werden".

  • hessenschau

    Die hessische Landesregierung hat ein "Bildungschancenpaket" vorgestellt. Teil davon ab dem nächsten Schuljahr: In der vierten Klasse sollen Schüler:innen einen Medienführerschein machen, in Klasse 5 wird es das Fach "KI und Digitale Welt" geben.

  • The Verge

    GoPro, ein US-Hersteller von Action-Kameras, bekräftigt nach der Übernahme durch eine Holdinggesellschaft den Plan, sich auch dem Markt für Kriegsgerät zuzuwenden.

  • ARD Radioreport Recht

    Auf der einen Seite ächzen Gerichte unter LLM-generierten Klagen und Schriftsätzen oft fragwürdiger Qualität, auf der anderen Seite testet die Justiz selbst automatisierte Helfer. Der Radioreport Recht spricht mit Fachleuten über "KI in der Justiz".