Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 02.09.2026

    Spiegel

    Als erstes Bundesland will Hamburg die Überwachungsbrillen von Meta & Co. in Bädern und Bahnen verbieten.

  • Ticker vom 01.09.2026

    Verfassungsblog

    Von der Polizei genutzte Analyse-Systeme wie Palantir verschieben Macht "vom demokratisch kontrollierten Staat zu privaten Firmen, im schlimmsten Fall zu Konzernen außerhalb Europas", warnt der ehemalige Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber.

  • Techspot

    Südkorea rollt mit seinem "KI für Alle"-Programm freizügigen Zugang für alle Bürger:innen zu Chatbots aus heimischer Produktion aus. Ziel ist vor allem, generative KI aus Südkorea in die Verwaltung zu pflanzen.

  • Reuters

    Sony Music und Warner Music verklagen den KI-Anbieter Anthropic. Er soll unerlaubt urheberrechtlich geschütztes Material zum Training seiner KI-Systeme verwendet haben.

  • The New York Times

    Amazon soll von seinen Werbekunden heimlich zu viel für Anzeigen kassiert haben. Das wirft die US-Handelsaufsicht FTC gemeinsam mit 22 Bundesstaaten dem Online-Riesen vor und reicht Klage ein.

  • Verfassungsblog

    Analyse-Software wie die des US-Anbieters Palantir ist ein "Türöffner für die Dystopie", argumentieren zwei Strafrechtler:innen. "Als problematisch gelten dann bereits Personen und Orte, die statistisch betrachtet ein erhöhtes Risiko für abweichendes Verhalten aufweisen."

  • ArXiv

    Mit angeblich nur zu Werbezwecken erhobenen Handy-Standortdaten lassen sich Menschen identifizieren, etwa über Häufungen von Ortungen bei Wohnort und Arbeitsplatz. Mit großen Sprachmodellen ("KI") klappt das automatisch, warnen Schweizer Forschende nach einem Test mit simulierten Daten.

  • Ticker vom 31.08.2026

    The Next Web

    Google ändert nach Druck aus Brüssel seine Spam-Richtlinien. Das Unternehmen hatte manche Nachrichtenseiten in seinen Suchergebnissen schlechter gestellt, wenn sie gesponsorte Inhalte verbreitet haben.

  • EU-Kommission

    Die EU-Kommission stuft ChatGPT als sehr große Suchmaschine (VLOSE) und Reddit sowie Roblox als sehr große Online-Dienste (VLOP) ein. Damit gelten für sie strengere Auflagen nach dem Digital Services Act.

  • Reuters

    Die Schweiz hält weiterhin am Vorhaben fest, ein Transparenzregister für Unternehmen einzurichten. Nach dem jüngsten Hack eines vergleichbaren Registers in Liechtenstein hatte die Industrie darauf gedrängt, die Pläne einzustampfen.

  • OpenAI

    OpenAI macht wieder Werbung in eigener Sache und fordert gemeinsam mit gut 120 weiteren Unternehmen, weltweit die IT-Sicherheit zu stärken. Das Zeitfenster, um sich rechtzeitig gegen KI-gestützte Angriffe zu wappnen, schließe sich bald.

  • The Washington Post

    US-Kriegsminister Pete Hegseth hat heimlich eine Reihe konservativer Militärveteranen angestellt, die ihr Geld als Online-Influencer verdienen. Mutmaßlich geht es darum, auf X und anderen sozialen Netzen Kulturkampf-Propaganda zu verbreiten.

  • Tom's Hardware

    Das Parlament des US-Bundesstaats Kalifornien hat die gesetzlichen Vorschriften für Alterskontrollen für Open-Source-Betriebssysteme deutlich entschärft. Gouverneur Gavin Newsom muss das neue Gesetz nun noch bestätigen.

  • Der Spiegel

    Google reagiert unverzüglich auf die jüngste Kapriole Donald Trumps, wegen eines Streits mit Kanada den Ontariosee in "Lake America" umzubenennen. Der Dienst zeigt Nutzer:innen den dekretierten Namen. "Opportunistische Faktenverzerrung", kommentiert der Spiegel.

  • Die Zeit

    Die Frauen Union der CDU in Nordrhein-Westfalen setzt sich für ein härteres Vorgehen gegen digitale Gewalt ein als es der Gesetzentwurf der Bundesregierung vorsieht. Es müsse unter anderem einfacher werden, Anzeige zu erstatten.

  • Der Spiegel

    Das US-Finanzministerium verweigert Journalisten von New York Times, Wall Street Journal und der Agentur Bloomberg die Akkreditierung für das G20-Treffen der Finanzminister und Zentralbanker in den USA. Die Medienhäuser reagieren: Der verwehrte Zugang untergrabe die Medienfreiheit.

  • Der Standard

    Gestern endete die weltgrößte Computerspiel-Messe Gamescom, die insgesamt 368.000 Menschen besuchten. Auch der Bundesnachrichtendienst war in Köln vor Ort und warb mit dem Spiel "BND-Legenden: Operation Blackbox" um Nachwuchs.

  • Committee to Protect Journalists

    Die Bedrohung durch Datenbroker und unreguliert herumschwirrende persönliche Daten gelangt zunehmend ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Das CPJ widmet dem Themenfeld ein ausführliches Stück mit Fokus auf Journalist:innen, auch auf Basis von netzpolitik.org-Recherchen.

  • CNN

    Boomende Wett-Marktplätze wie Kalshi und Polymarket können wie Glückspiel-Angebote reguliert und eingezäunt werden, hat ein US-Bundesgericht entschieden. Der Fall könnte vor dem Supreme Court landen.

  • Ticker vom 28.08.2026

    Der Standard

    Aus Sorge um sinkende Geburtenraten hat die chinesische Regierung romantische KI-Partner verboten. Gleichzeitig forciert sie den KI-Einsatz, um strukturelle Probleme zu lösen, die die demografische Krise verursachen.

  • Golem

    Fußgänger:innen in Italien, die etwa beim Überqueren einer Straße durch ihr Smartphone abgelenkt sind, könnten bald mit einer Geldbuße belegt werden. Das sieht ein Arbeitsentwurf für eine neue Straßenverkehrsordnung vor.

  • Politico

    Elon Musks Unternehmen xAI klagt gegen zwei seiner Nutzer, denen vorgeworfen wird, mithilfe von Grok sexualisierte Deepfakes von Kindern erstellt zu haben. xAI will die Nutzer damit für die Kosten verantwortlich machen, die durch Klagen von Betroffenen auf das Unternehmen zukommen.

     

  • heise online

    Beim Hackerangriff auf die Berliner Verwaltung flossen über Tage unbemerkt Daten ab. Wie lange, ist weiterhin unklar. Der Senatskanzlei zufolge könnten auch personenbezogene Daten oder solche mit Bezug zu kritischer Infrastruktur betroffen sein.

  • The Verge

    In den USA wehren sich Bürger:innen gegen die Überwachungskameras des Unternehmens Flock. Geschworene lehnten es ab, Anklage gegen „Flock-Vandalen“ zu erheben, während für die Rechtsverteidigung eines Angeklagten mehr als 44.000 US-Dollar gespendet wurden.