Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 11.06.2026

    Der Standard

    Es gibt Zoff unter quelloffenen Office-Alternativen. Die Menschen hinter dem älteren LibreOffice werfen dem neuen Euro-Office vor, ein Microsoft-nahes Dateiformat zu nutzen.

  • Irish Presidency

    Im zweiten Halbjahr 2026 übernimmt Irland die EU-Ratspräsidentschaft. In der Social-Media-Debatte will sich das Land für ein EU-weites Mindestalter einsetzen und die Bedeutung von Alterskontrollen hervorheben, heißt es im 68-seitigen Programm.

  • heise online

    Ab 2. August gelten die Pflichten zur Kennzeichnung KI-generierter Inhalte laut KI-Verordnung (AI Act). Ein neuer Verhaltenskodex der EU-Kommission erklärt, wie das aussehen kann: lesbar für Maschinen und erkennbar fürs menschliche Auge.

  • Reuters

    Kanada will das australische Modell kopieren und ein Social-Media-Verbot bis 16 Jahre einführen, inklusive Alterskontrollen. Über den Gesetzentwurf namens Bill C-34 muss nun das Parlament entscheiden.

  • The Decoder

    Google haftet für fehlerhafte Antworten seiner KI-Übersicht, hat das Landgericht München entschieden. Geklagt hatten zwei Verlage, weil die per Sprachmodell generierte Übersicht sie fälschlicherweise mit Betrug in Verbindung gebracht hatte.

  • NewScientist

    Erstmals sollen Drohnen ohne menschliche Kontrolle im Rahmen eines einmaligen Testlaufs Soldaten getötet haben. Der Test soll vor zwei Jahren erfolgt sein, und zwar mit "Terminator"-Drohnen der Ukraine an der russisch-ukrainischen Front.

  • Ticker vom 10.06.2026

    hamburg.de

    Hamburg hat eine Bundesratsinitiative für eine effizientere Datenschutzaufsicht angekündigt. Das Land orientiert sich dabei offenbar weitgehend an Vorschlägen der Datenschutzbehörden, etwa zur Institutionalisierung der Datenschutzkonferenz.

  • FAZ

    Die FAZ veröffentlicht keine Originalbeiträge mit von KI generiertem Text, so schreiben es ihre Grundsätze fest. Daher depubliziert sie einen Gastbeitrag des Ministerpräsidenten von Thüringen, Mario Voigt (CDU).

  • Golem

    Zum Start im Januar 2027 wird die deutsche ID-Wallet wohl nicht alle erforderlichen Funktionen umfassen. Verantwortlich dafür seien das "chaotische Projektmanagement" bei der Bundesagentur für Sprunginnovationen (Sprind) und offene Sicherheitsfragen.

  • Meta

    Meta will noch mehr Daten in Personalisierung pumpen. Erkenntnisse, die der Konzern bereits von anderen Unternehmen erhält, sollen künftig nicht mehr nur in Werbung fließen, sondern auch in Feed-Inhalte und Chatbot-Antworten.

  • taz

    Mit minutenlangem Applaus haben die Abgeordneten des spanischen Parlaments auf eine Rede von Papst Leo XIV. reagiert. Er warnte vor Militarisierung und autonomen Waffensystemen und verwies bei Migrationspolitik auf die Würde des Menschen.

  • Rat der Europäischen Union

    Die europäischen Digitalminister:innen haben ihre Position zur Unternehmens-Wallet festgelegt. Sie soll es Unternehmen ermöglichen, sich digital auszuweisen und mit anderen europäischen Verwaltungen zu kommunizieren.

  • Open Parliament TV

    Das Archiv Open Parliament TV hat den Bestand verfügbarer Bundestagsreden um den Zeitraum 2009 bis 2013 erweitert. Insgesamt seien nun mehr als 100.000 Redebeiträge nach Stichworten durchsuchbar.

  • BfDI

    Das von der EU-Kommission geplante Paket zum Digitalen Omnibus verpasse es, Bürger*innen besser zu schützen, kritisiert der stellvertretende Bundesdatenschutzbeauftragte Andreas Hartl. Fehlen würden etwa Vorgaben gegen Databroker.

  • CCDH

    Seit der Meta-Konzern Inhalte weniger streng moderiert, vervielfachen sich parteiübergreifend Drohungen gegen US-Politiker*innen. Das berichtet das "Center for Countering Digital Hate" nach einer Analyse von Millionen Facebook-Kommentaren.

  • Signal

    Die britische Regierung plant verpflichtende Nacktbild-Scans auf Geräten von Minderjährigen und Alterskontrollen. "Das gefährdet uns alle", warnt der Messenger Signal. Es drohe eine Ausweitung von Zensur und Massenüberwachung.

  • Kuketz-Blog

    Zunehmend mehr Apps funktionieren nicht auf Google-freien Android-Alternativen, warnt IT-Sicherheitsexperte Mike Kuketz. Es sei wichtig, dass Nutzende "die jeweiligen Anbieter immer wieder sachlich darauf hinweisen".

  • Ticker vom 09.06.2026

    Reuters

    In einer vorläufigen Entscheidung hat die EU-Kommission den Meta-Konzern angewiesen, KI-Wettbewerbern den uneingeschränkten Zugang zu WhatsApp einzuräumen. Derweil läuft die Kartellrechtsuntersuchung weiter.

  • Der Spiegel

    Apple rollt seine angekündigten KI-Funktionen vorerst nicht in der EU aus. Grund seien mögliche Auflagen aus dem Digital Markets Act. Die EU-Kommission weist dies zurück und will Apple auch keine Ausnahmen von den Regeln einräumen.

  • Die Bundesregierung

    Der Sicherheitsrat der Bundesregierung hat beschlossen, ein Sicherheitsinstitut für Künstliche Intelligenz zu gründen. Es soll etwa Kapazitäten bündeln, die Risiken moderner KI-Modelle analysieren und auf einheitliche internationale Standards hinwirken.

  • 404 Media

    Ein US-Überwachungsunternehmen will seine Kennzeichen-Lesegeräte mit weiteren Sensoren ausstatten, die auch Kennungen von Mobiltelefonen und anderen Bluetooth-fähigen Geräten erfassen. So ließen sich Fahrer:innen im Vorbeifahren identifizieren.

  • Techspot

    Kanada bereitet ein Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung mit umfangreichen Speicherpflichten vor. Diese sollen auch Anbieter von Messengern wie Signal oder VPNs wie DuckDuckGo treffen, die nun mit Rückzug aus dem dortigen Markt drohen.

  • EU-Kommission

    Ein Social-Media-Verbot für Minderjährige sei zwar "besser als nichts", sagte Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) am Rand eines Gipfels in Luxemburg. "Am nachhaltigsten" sei dagegen Schutz "innerhalb" des Designs von Plattformen.

  • noyb

    Die Datenschutzorganisation Noyb klagt gegen die österreichische Kreditauskunftei CRIF, weil diese Daten rechtswidrig erhebe und ihre Scorings für Betroffene zu erheblichen wirtschaftlichen Nachteilen führen könnten. Auch eine Sammelklage ist geplant.