Heute treten in der EU die Vorschriften des KI-Omnibus-Gesetzes in Kraft. Sie schwächen bestimmte Regulierungen der KI-Verordnung für die Industrie ab und verschieben Fristen etwa für Hochrisiko-KI-Systeme deutlich nach hinten.
Ticker
Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.
-
Ticker vom 27.07.2026
-
Überwachungskameras von Flock, die in weiten Teilen der USA Auto-Kennzeichen auslesen, werden zunehmend zum Ziel von Aktivist:innen. Der Guardian hat mit einigen davon gesprochen.
-
Nach dem neuen "AI Kill Switch Act" könnte die US-Regierung künftig KI-Unternehmen auffordern, ihre Tools abzustellen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf legten Kongressabgeordnete am Donnerstag vor. Anlass sei der jüngste Vorfall um OpenAIs Sprachmodelle gewesen.
-
Die brasilianische Stadt São Paulo geht juristisch gegen das Projekt World ID vor. Das zahlt Menschen Geld, damit sie ihre Iris registrieren lassen. São Paulo sieht Probleme im Datenschutz.
-
30 Minuten ohne Internet: Taiwan übt im August, wie man Krisen analog bewältigt. So soll das Land gegen Attacken aus China fit gemacht werden.
-
Ein Mann gab US-Grenzbeamten einen Code zu seinem Telefon. Doch damit wurde das Gerät nicht entsperrt, sondern gelöscht. Nun steht der ansonsten unverdächtige Mann wegen Vernichtung von Beweismitteln vor Gericht.
-
Ticker vom 24.07.2026
Mit zunehmend mehr Personal und Budget wirbt die Bundeswehr auf der Gamescom, zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Anne-Mieke Bremer (Linke). Sie sagt: "Genauso wenig, wie die Bundeswehr an Schulen gehört, sollte sie auf Gaming-Events präsent sein."
-
Nicht nur Profis, sondern alle sollten leichten Zugang zu Ersatzteilen und Infos bekommen, fordert unter anderem der Verein "Runder Tisch Reparatur" mit Blick auf das kommende Recht auf Reparatur. Laut Umfrage repariert mehr als die Hälfte der Deutschen selbst.
-
WhatsApp muss sich in der EU für andere Messenger öffnen - der Schweizer Konkurrent Threema will nicht mitmachen. In einem Blogbeitrag warnt Threema vor Aufweichung von Privatsphäre und Zementierung der Monopolstellung.
-
Das deutsche Versicherungsunternehmen Universa hatte offenbar Namen, Adressen und Bankverbindungen von Kund:innen ungesichert ins Netz gestellt. Dort hat sie wohl auch ein Crawler von OpenAI eingesammelt und es ist unklar, wie das KI-Unternehmen mit den Daten umgeht.
-
Videos von Menschen, die andere mit smarten Brillen heimlich filmen und belästigen, sind auf Instagram unerwünscht. Das hat Instagram-Chef Adam Mosseri angekündigt. Mutterkonzern Meta will mit diesen Brillen Geld machen.
-
In den USA ist der Ausbau von Rechenzentren für den KI-Hype zum Wahlkampfthema geworden, viele Gemeinden und Oppositionspolitiker:innen wehren sich dagegen. US-Präsident Trump hat jetzt dazu aufgerufen, den angeblich von China orchestrierten Widerstand einzustellen.
-
Grüne, CDU und SPD im Landtag von Baden-Württemberg sind sich einig: Sie wollen der Polizei Datenanalysen nach Palantir-Art ermöglichen. Zunächst bleibt es auch beim verrufenen Anbieter, obwohl dessen Software in Ba-Wü noch gar nicht läuft.
-
US-Medien personalisieren ihre Abopreise. Aufgrund von persönlichen Daten schließen sie auf die vermeintliche Finanzkraft der potenziellen Kund*innen.
-
Derzeit tragen knapp 150 Menschen in Deutschland eine elektronische Fußfessel, berichtet LTO mit Verweis auf die bundesweite Überwachungsstelle GÜL. Seit kurzem können Gerichte die Fesseln auch zum Schutz vor häuslicher Gewalt anordnen.
-
Ticker vom 23.07.2026
Google erweitert die Palette möglicher Login-Wege um einen biometrischen Gesichtsscan. Wer sein Passwort vergisst, soll sich demnach per Video ausweisen. Dafür will der Konzern ein Selfie-Video als Referenz speichern.
-
Schwarz-Rot will die föderale Datenschutzaufsicht zentralisieren und in diesem Zuge mutmaßlich zusammenkürzen. Die Landesdatenschutzbeauftragten haben andere Reformvorschläge gemacht und bitten nun mit einer Konsultation um Rückmeldungen.
-
Nicht nur Börsen-Expert:innen warnen immer wieder vor dem Platzen der KI-Blase. Ihnen bereiten unter anderem gegenseitige Abhängigkeiten der großen Tech-Konzerne Sorge. Eine Situation wie zu Zeiten der Dotcom-Blase gebe es allerdings nicht.
-
"Seid ihr eigentlich komplett bescheuert?" So fasst die taz pointiert die fundamentale (und natürlich sehr viel sachlicher formulierte) Kritik der Bundesdatenschutzbeauftragten am aktuellen Gesetzentwurf für eine Aufrüstung der Geheimdienste zusammen.
-
404 Media zeichnet nach, wie der eigene Name und die Privatadresse bei der US-Abschiebemiliz ICE landen, nachdem man eine Kreditkarte bestellt hat.
-
Laut einer Studie verbrauchen Rechenzentren in den USA derzeit 5,9 Prozent des Landesstroms. 2030 sollen es bereits 12 Prozent und im Jahr 2035 ganze 20 Prozent sein. Bisherige Schätzungen mussten massiv nach oben revidiert werden.
-
Datenjournalist Michael Kreil möchte digitale Landkarten zum Gemeingut machen und dafür ein Konsortium gründen. Das Open-Source-Projekt VersaTiles bietet freie Karten an und soll Redaktionen, Behörden und Unternehmen Unabhängigkeit von US-Anbietern ermöglichen.
-
Das US-Militär vermeldet Testflüge, bei denen ein sogenanntes KI-System einen Kampfjet des Typs F-16 autonom gesteuert haben soll. Das weit verbreitete Modell ist in rund 30 Ländern im Einsatz.
-
Während sich viele deutsche Medien in Anthropomorphismen über ein "ausgebrochenes" KI-Modell versteigen, berichten US-Medien mit kühlerem Kopf: Das Modell hat getan, was es sollte - OpenAI hat bei der Absicherung einer vermeintlich sicheren Testumgebung versagt.