Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 28.04.2026

    heise online

    Mehr als 600 Google-Angestellte sprechen sich in einem offenen Brief an Konzernchef Pichai gegen die militärische Nutzung von KI-Produkten aus. Insbesondere geheime Nutzung der Technik steht in der Kritik, Hintergrund sind Verhandlungen zwischen Google und der US-Regierung,

  • Golem

    Der deutsche Onlinehandel zögert bei der Wero-Integration. Große Anbieter sind zurückhaltend, haben keinen Zeitplan oder eine Integration der europäischen PayPal-Alternative bereits ausgeschlossen.

  • rbb24

    Vor sechzig Jahren entwickelte der Informatiker Joseph Weizenbaum "Eliza", einen Chatbot, der sich für Nutzer:innen empathisch und verständnisvoll anfühlte. Weizenbaum entwickelte sich später zu einem expliziten Kritiker der Disziplin.

  • The Guardian

    Der australische Ansatz, große Online-Dienste wie Facebook oder Google dazu zu bringen, heimische Medien mitzufinanzieren, ist bislang weitgehend gescheitert. Nun sorgt ein erneuter Anlauf für hitzige Debatten.

  • Die Zeit

    Ab sofort müssen neu verkaufte Laptops über einen USB-C-Ladeanschluss verfügen. Die Vorgabe ist Teil von EU-Maßnahmen, die Elektroschrott reduzieren und Verbraucher vor dem Kauf immer neuer Hersteller-spezifischer Kabel bewahren sollen.

  • 404 Media

    Rund ein Drittel aller seit 2022 neu in die Welt gesetzten Websites sollen mit KI-Hilfe enstanden sein, hat eine Studie herausgefunden. Ein gleichzeitiger Anstieg von Desinformation ließ sich dabei nicht nachweisen.

  • Sage Journals

    Was wir gemeinhin als soziale Medien bezeichnen, hat sich inzwischen zu „parasozialen Medien“ gewandelt, so die Datenforscherin danah boyd. Durch diese Linse betrachtet, müssten wir Fragen zu digital vermittelten Öffentlichkeiten und deren Governance neu beantworten.

  • Fast Company

    Gescheiterte US-Startups verkaufen zunehmend interne Daten, darunter E-Mails und Chat-Verläufe ehemaliger Mitarbeiter:innen, als Trainingsmaterial an KI-Firmen.

  • Ticker vom 27.04.2026

    The Guardian

    Kurz vor dem legendären Film-Festival fand in Cannes ein mit Tech-Kapital finanziertes KI-Film-Festival statt, natürlich nicht ohne Auseinandersetzungen ums Urheberrecht. Der Gründer droht der Film-Industrie, sie müsse die KI-Welle reiten oder von ihr hinfortgespült werden.

  • The Intercept

    Seit 2018 wühlt Palantir im Auftrag der US-Steuerbehörde IRS in teils sensiblen Datenbergen, um Finanzbetrug aufzudecken. Wie gut das System funktioniert, lässt sich schwer sagen, gekostet hat es bislang über 130 Millionen US-Dollar.

  • Tech Policy

    Viktor Orbáns Abwahl hat gezeigt, dass selbst staatlich gelenkte Desinformation kein garantiertes Erfolgsrezept ist, argumentieren zwei Ungarn-Kenner:innen. Zugleich wäre es jedoch verfehlt, allein auf Faktenchecks zu vertrauen.

  • Golem

    Steigende Preise für sogenannte KI treiben die IT-Kosten von Tech-Konzernen in die Höhe. Teilweise übersteigen sie bereits die Kosten für Personal, der CTO von Uber soll das für 2026 veranschlagte KI-Budget bereits jetzt überschritten haben.

  • OSF

    Die Ära des nutzergenerierten Internets gehe zu Ende, so ein Forscher-Team aus Amsterdam. Soziale Medien und unser Medienverhalten hätten sich derart grundlegend gewandelt, dass es einen neuen Forschungsansatz brauche.

  • The Washington Post

    Rund 300 Top-Investoren und Star-Gäste wie Mike Tyson feierten am Samstag Donald Trumps Krypto-Währung in Mar-a-Lago. $TRUMP hat zwar 97 Prozent ihres ursprünglichen Werts verloren, Türen öffnet das Vehikel jedoch weiterhin.

  • The Guardian

    Die Londoner Polizei setzt Datenanalysen von Palantir auch ein, um Verstöße in den eigenen Reihen zu finden. Offenbar gibt es interne Ermittlungen zu hunderten Fällen - von Verstößen gegen Home-Office-Regeln über Korruption bis zu sexuellen Übergriffen.

  • Cyprus Mail

    Zypern will als einer der ersten EU-Staaten die Altersverifikations-App der EU in seine digitale Brieftasche einbauen. Damit würde die bisher freiwillige App de facto zwingend für alle, die weiter Social Media nutzen wollen.

  • Free Malaysia Today

    Malaysia plant, die Social-Media-Konten von unter 16-Jährigen ab Sommer einzuschränken. Sie sollen nur noch in einem begleiteten Eltern-Modus auf die Plattformen dürfen.

  • The Guardian

    Tech-Firmen wie Meta und Microsoft entlassen bis zu zehn Prozent ihrer Belegschaft, während sie groß in Künstliche Intelligenz investieren.

  • Tagesspiegel

    Berlin hat ein Projekt gegen digitale geschlechtsspezifische Gewalt gestartet. Die Initiative "Ein Team gegen Digitale Gewalt" soll in Zukunft Fachkräfte in Frauenhäusern und Beratungsstellen technisch unterstützen.

  • Mimikama

    Um die Mediennutzung von Minderjährigen zu reglementieren, können Erziehungsberechtigte mit diesen einen Mediennutzungsvertrag aushandeln. Mimikama liefert eine Vorlage und erklärt, was beim Ausfüllen wichtig ist.

  • The Guardian

    Wie viel Strom werden Rechenzentren in Großbritannien nach einer gigantischen Ausbauwelle verbrauchen, wie viel Kohlenstoffdioxid werden sie emittieren? Darüber ist sich die britische Regierung offenbar nicht klar, Angaben zweier Behörden gehen weit auseinander.

  • t3n

    Menschen, die ihre Mails von Chatbots schreiben lassen, werden als faul wahrgenommen. Um die KI-Nutzung zu verschleiern, gibt es jetzt eine Browser-Erweiterung, die absichtlich Fehler in Mails einbaut.

  • Ticker vom 25.04.2026

    Die Zeit

    Offenbar war die Phishing-Kampagne über den Messengerdienst Signal auch bei mehreren Bundesministerinnen erfolgreich. Nun ermittelt der Generalbundesanwalt wegen Spionageverdachts. Es bestehe ein Anfangsverdacht wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit.

  • heise online

    Das kanadische KI-Startup Cohere übernimmt Aleph Alpha aus Heidelberg. Digitalminister Wildberger sieht ein starkes Signal für digitale Souveränität und den Standort Deutschland, sein kanadischer Amtskollege hofft auf EU-Marktzugang.