Ticker

Jeden Tag sichtet die Redaktion zahlreiche netzpolitisch relevante Inhalte. Nicht über alles berichten wir selbst. Deshalb verlinken wir hier Lesenswertes, Wichtiges und Spannendes von anderswo, das euch interessieren könnte. Ihr könnt den Ticker auch als Feed oder Newsletter abonnieren.

  • Ticker vom 09.10.2026

    BBC

    Erstmals will die US-Regierung eine Hinrichtung live im Internet übertragen, berichten BBC und Associated Press mit Verweis auf das Pentagon. Das sei "in der heutigen Zeit beispiellos", kommentiert ein Anwalt.

  • TechCrunch

    Die für wissenschaftliche Errungenschaften gedachte "National Medal of Science" in den USA geht dieses Jahr an Trump-freundliche Tech-Oligarchen, darunter SpaceX-Chef Elon Musk und Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang.

  • san.com

    Ein US-Unternehmen wirbt mit einem Gerät, das den Lautsprecher eines Apple AirTags zerstört und damit die Warnfunktion. Damit wird der Tracker zu einem Stalking-Werkzeug, kritisieren Fachleute.

  • Ticker vom 08.10.2026

    Correctiv

    Beim rechtspopulistischen Onlinemedium Nius vom ehemaligen Bild-Chefredakteur Julian Reichelt sind die Daten offenbar nicht sicher. Laut Correctiv stehen private Daten von tausenden Leser:innen und Abonnent:innen im Netz, dazu wohl auch das Redaktionssystem. Es ist schon der vierte gemeldete Datenschutzvorfall seit Juni 2025.

  • BR

    Mit dem KI-System eines geheimen Anbieters untersucht der Militärische Abschirmdienst (MAD) Bewerber*innen der Bundeswehr. Schon auffällige Facebook-Freunde könnten einen Anfangsverdacht begründen.

  • Golem

    Ein Hacker hatte Ende August Zugriff auf die Wechselrichter des chinesischen Herstellers Sungrow. Offenbar konnte er bis in die Administrationsebene der Firma vordringen und hätte sämtliche 500.000 Wechselrichter europaweit abschalten können.

  • McKinsey

    Laut der Unternehmensberatung McKinsey ließen sich durch KI und Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen "noch rund 80 Milliarden Euro an Nutzen erschließen" - etwa durch KI-Agenten, die vertrauliche Behandlungsgespräche in Echtzeit dokumentieren.

  • MIT

    Die Informatik-Pionierin Margaret Hamilton ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Sie trug dazu bei, die Softwareentwicklung als eigenständige Disziplin zu etablieren. Außerdem leitete sie das Team, das die ersten Computer programmierte, mit denen Menschen zum Mond flogen.

  • Golem

    Mark Zuckerberg ist ein "opportunistischer Trump-Kuschler", analysiert Golem das Verhalten des Meta-Chefs. Er sei selten der Auffälligste bei politischen Forderungen und kuschele sich ohne viel Aufsehen an die Spitzenpolitik an.

  • Golem

    Das niederländische Finanzamt will weg von Microsoft Office 365 und künftig auf eine selbstgehostete Lösung setzen. Bis 2028 sollen Open-Source-Lösungen für die Speicherung persönlicher Daten und die Teamzusammenarbeit eingeführt werden.

  • US Attorney's Office

    Mit einem Schwarm aus Bots, die KI-generierte Musik streamen, hat ein Mann 54-jähriger US-Amerikaner Millionen verdient. Nachdem er sich schuldig bekannt hatte, fiel das Urteil: 18 Monate Haft.

  • The Verge

    Manche Tech-Konzerne arbeiten an Geräten, die Bild und Ton aus der Umgebung erfassen und mit "KI" auswerten, aber nicht dauerhaft speichern. Unternehmen könnten die Technologie verharmlosen, indem sie das nicht mehr als "Aufnahme" bezeichnen.

  • Ticker vom 07.10.2026

    Heute im Bundestag

    Die Vorratsdatenspeicherung kommt zurück. Im Rechtsausschuss des Bundestages haben heute der Deutsche Anwaltsverein und die Gesellschaft für Freiheitsrechte die anlasslose Speicherpflicht kritisiert. Polizei-Vertreter fordern eine Sicherungsanordnung für Inhaltsdaten.

  • European Business Magazine

    US-Techkonzerne stecken weit mehr in Lobbying in Brüssel als europäische Unternehmen, so eine Analyse der Financial Times (€). Google, Apple und Amazon stechen demnach besonders hervor.

  • Süddeutsche Zeitung

    Im "Frankfurter Appell" fordern 120 Verlage mehr Transparenz über die für KI-Training genutzten Werke, faire Lizenzierungsmodelle und eine wirksame Durchsetzung des Urheberrechts.

  • heise online

    13 Milliarden Euro will Google in Rechenzentren in Finnland investieren, ignoriert dabei aber Umweltauflagen. Nun wurde der Bau zweier Rechenzentren vorerst gestoppt, weil zu viele Bäume gefällt wurden.

  • GFF

    "Endlich kommt Bewegung in den Schutz vor digitaler Gewalt", kommentiert die Gesellschaft für Freiheitsrechte die heutige Einigung der Bundesregierung auf ein Gesetz gegen digitale Gewalt. Zugleich warnt sie vor neuen Speicherpflichten.

  • Verbraucherzentrale Bundesverband

    Onlineshops dürfen die Einwilligung zum Abo eines Newsletters nicht an die Anmeldung zum Kundenkonto koppeln, hat das Oberlandesgericht München entschieden - und damit das erstinstanzliche Urteil aufgehoben.

  • Techdirt

    Wenige Wochen nach dem Start des KI-Agenten Muse häufen sich Berichte über die Anlaufschwierigkeiten des digitalen Assistenten von Mark Zuckerberg. Er ist ein "entzückendes Desaster in Sachen Datenschutz und Sicherheit", schreibt Techdirt.

  • Bundesverband Breitbandkommunikation

    Ein EU-weites Recht auf diskriminierungsfreien Mobilfunk-Vorleistungszugang für Netzbetreiber ohne eigene Netze müsse sich im Digital Networks Act wiederfinden, appellieren 13 Netzbetreiber und Verbände an die EU.

  • Heute im Bundestag

    Die Grünen haben einen Antrag zur Weiterentwicklung des Datenschutzes eingebracht. Es ist ein umfassender Gegenentwurf zu Plänen der Bundesregierung, der von der Verbesserung der föderalen Aufsichtsstruktur über den Digital-Omnibus bis zu Rechtslücken bei Datenhändlern reicht.

  • Open Rights Group

    Auch das Vereinigte Königreich plant strenge Alterskontrollen im Netz. Die gemeinnützige Open Rights Group will das offene Internet schützen und lehnt das ab. Interessierte können sich einer Petition anschließen.

  • Handelsblatt

    Ohne PIN läuft nichts bei der Online-Ausweisfunktion im deutschen Perso. Inzwischen kann man sich die PIN wieder kostenlos per Post schicken lassen. Im Jahr 2024 hatte das Innenministerium den Service gestoppt, weil die Behörde Geld sparen wollte.

  • Die Zeit

    Die Bundesregierung berät heute über einen Gesetzentwurf aus dem Justizministerium gegen digitale Gewalt. Es geht unter anderem um sexualisierte Deepfakes und voyeuristische Aufnahmen. Nach der Einigung im Kabinett kann das Gesetz ins Parlament.