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Smile29.eu: Mit der KiPo-Keule gegen Google?

Aufmacher: Smile29 Auf den ersten Blick wirkt Smile29.eu wie viele andere Kampagnen-Webseiten. Links ein Bild mit großen Kinderaugen, weiter unter die Forderungen:


netzpolitik.org - ermöglicht durch Dich.

STOP SEXUAL HARASSMENT
STOP PAEDOPHILIA
STOP CHILD PORNOGRAPHY

Ruft man die in zahlreichen europäischen Sprachen verlinkten Hintergrundtexte ab, erfährt man, worum es geht. Man möge doch bitte eine Erklärung gegen sexuelle Belästigung, Pädophilie und Kinderpornographie unterschreiben. Gerichtet ist der Aufruf an die Mitglieder des Europäischen Parlaments (PDF), die letzte Woche in einem Massenmailing angeschrieben wurden. Angestoßen wurde die Aktion von den beiden Parlamentariern Tiziano Motti und Anna Záborská.

Unterzeichnet haben die Erklärung bis dato immerhin schon 324 MEPs. Warum auch nicht, eine Erklärung gegen derartige Scheusslichkeiten ist ja immer gut. Oder? Nun, vielleicht hätte der ein oder andere Abgeordnete besser etwas genauer hingesehen, was er da eigentlich unterschreibt (PDF).

Gefordert wird u.a. die Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG und ihre Ausweitung auf Suchmaschinen, „um schnell und wirksam gegen Kinderpornographie und sexuelle Belästigung im Internet vorgehen zu können;“

Ach, ihr wisst nicht, worum es in Richtlinie 2006/24/EG ging? Nun, dass scheint vielen MEPs ähnlich zu gehen. Tatsächlich war das Thema seinerzeit ziemlich umstritten, weswegen Tiziano Motti und Anna Záborská wohl darauf verzichtet haben, es beim Namen zu nennen.

Schauen wir doch mal. Zum Beispiel in der Wikipedia. Dort erfahren wir, dass sich hinter Richtlinie 2006/24/EG nichts anderes als die gute, alte Vorratsdatenspeicherung versteckt. Und die möge doch bitte auch für Suchmaschinen(anbieter) gelten.

Ja, genau, Vorratsdatenspeicherung für Suchmaschinen! Bzw. Zugriff auf gesammelten und zu sammelnde Suchmaschinendaten durch staatliche Stellen. Wegen der Kinder! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Aus den üblicherweise gut unterrichteten Kreisen ist derweil zu hören, dass der Vorstoß weniger auf das Wohl missbrauchter Frauen und Kinder abzielt, sondern Teil einer breit angelegten Kampagne gegen Google ist, hinter der u.a. auch größere deutsche IT-Unternehmen stehen sollen. Das muss man nicht glauben, abzulehnen ist der Vorstoß schließlich auch schon ohne begleitende Verschwörungstheorien.

51 Kommentare
  1. Gegen Pädophilie?
    Genauso als ob man sagen würde „Gegen Homosexualität“.
    Pädophilie ist eine sexuelle Neigung, die man sich nicht aussuchen kann. Zumindest da sollte man differenzieren.

    Dass dann aber mit diesem Vorstoß nichts anderes als die alte VDS propagiert wird (versteckt natürlich), ist schon eine dreiste Unverschämtheit.

  2. @1:
    Genau das würde mich auch interessieren. Auf den ersten Blick habe ich dazu leider nichts gefunden.
    Den ein oder anderen Europaabgeordneten würde ich da gern ein paar Fragen zu stellen.

  3. @#3:
    Pädophälie ist eine sexuelle Neigung, stimmt. Der Unterschied zur Homosexualität ist aber gewaltig. Denn hier besteht ein Einverständnis unter Volljährigen, was bei Kindern nicht gegeben ist.
    Naja, ich kann leider auch keinen Tipp geben, wie man Menschen mit pädophilen Neigungen helfen kann, aber politische Kampagnen darauf aufzubauen hilft sicher nicht, schon gar nicht den Kindern. :-/
    Das Thema wird langsam Allzweckalibi, wie es scheint.

  4. @Gotan: Was J.S. damit wohl sagen wollte: die Neigung an sich ist nicht verwerflich, weil man dafür erstmal nix kann und ihr Vorhandensein an sich niemandem schadet.
    Das Ausleben dieser Neigung jedoch ist im Gegensatz zur Homo-, Hetero- ,Bi-….-sexualität allerdings in der Regel Kindesmissbrauch (von Ausnahmen die mit sich auf Kind trimmenden Lolitas, erwachsenen Alters zu befriedigen sind).

    1. Tja, und auch das ist dank einer undurchdachten Symbolpolitik inzwischen verboten. Pädophile dürfen in Deutschland in KEINSTER Weise ihre Triebe ausleben. Weder mit echten Kindern (was natürlich gut zu heißen ist), noch mit volljährigen „Darstellerinnen“, noch mit Comics, noch mit Geschichten.

      Was allerdings passiert, wenn man menschliche Triebe per Gesetz zu unterdrücken versucht, sieht man ja an der katholischen Kirche zuletzt sehr eindrucksvoll. Ein gigantischer und für die Genesung von Missbrauchsopfern alles andere als förderlicher Griff ins Klo.

      Es ist halt immer noch der tief verwurzelte Glaube daran, dass man mit Verboten irgendwas positives bewirken könnte.

  5. Die Herren versuchen sich also beim Thema Kinderschutz zu etablieren. Aber sehen wir uns doch mal um, was sie in der Realität wirklich für Kinder und Familien tun und getan haben, was wirklich etwas gebracht hätte.

    Haben wir genug KiTas? Genug gut ausgebildete Lehrer? Genug Spielplätze, Jugendclubs, Ganztagsangebote, kostenlose Büchereien, kostenlose Sportstätten? Haben wir genug Ausbildungsplätze? Was ist mit preiswerten Ferienlagern, Schulclubs und kostenlosen Arbeitgsgemeinschaften? Was ist mit kostenloser Schulmilch und Büchern?

    Wer kümmert sich um die echten Probleme statt zu versuchen sich mit Plazebothemen wie „Komasaufen“, „Killerspiele“ oder „Bilchen im Internet“ ins rechte Licht zu rücken, ohne wirklich etwas zu verändern?

    Was ist mit den ECHTEN Kindern? Haben die Herren jemals etwas für sie getan außer das Maul aufzureißen?

    Kinder brauchen jemanden, der sich WIRKLICH für IHRE THEMEN interessiert und nicht weltfremden Pseudothemen das Etikett „für die Kinder“ aufklebt, um Dinge zu beschließen, an denen künftige Generationen hart zu knabbern haben werden.

  6. Nur ein weiteres Puzzle-Teil der laufenden Anti-Google-Kampagne. Demnächst dann die Petition für die armen Lokalzeitungen und investigativen Reporter: „Unterschreiben Sie hier für ein Leistungsschutzrecht, damit uns Google die Gewinne abführt!“

  7. @Jörg-Olaf Schäfers:
    Vielen Dank für den Hinweis.
    Also wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als einzelne EU-Abgeordnete anzuschreiben und nach ihrer Meinung dazu zu befragen.

  8. @SeveQ: Kann ich nur zu 100% unterschreiben.
    Kindesmissbrauch bekämpft man sicher nicht, indem man schon die Neigung unter Strafe stellt und das ganze totschweigt.
    Zumal ja belegt ist, dass die meisten Kinderschäder keine pädophilen Neigungen hatten, sondern es nur aus der Gelegenheit heraus oder auf Grund des Machtgefühls getan haben.
    Schon traurig, dass die größten „Denkt doch an die Kinder!“-Schreier meistens am allerwenigsten am Wohl der Kinder interessiert sind.
    Ohne diese ständige Hetzjagd auf Pädophile gäbe es sicher bessere wissenschaftliche Erkenntnisse. Aber so sind ernsthafte Studien eigentlich unmöglich, weil kein Pädophile sich freiwillig outen würde.

  9. Oh, Jammer! Es geht gegen Google?? Wie verräterisch ist es schon, daß der Blogersteller sich NUR auf diese Suchmaschine bezieht.

    Und da fängt das Elend an. Leider scheinen Netzler nur noch eine Suchmaschine zu nutzen. Es gibt genug Alternativen! Google. Ja, ich finde den Laden zum Kotzen. Google muß weg, aber das ist eine andere Diskussion.

    Vorratsdatenspeicherung der Suchmaschinen, schreibt der Autor, und deren Nutzung, den Zugriff des Staates darauf.

    Tja, dann sollte er sich doch überhaupt mal überlegen, warum Google die längste Speichermöglichkeit ausschöpft??

    Datenkrake Google muß geköpft werden. Basta.

    Und was den Rest angeht, die Kinderpornos oder dergleichen Müll, darüber braucht man nicht zu diskutieren. Wer es anschaut, ist Dreck, aber richtig fähige Kinderfreunde brauchen keine Suchmaschinen oder wissen sie zu bedienen/nutzen und zwar ohne jegliche rückführende Datenspuren.

    Was mich betrifft, so geht mir der Datenschutz für SurferInnen über alles. Das hat aber weniger mit dem Schutz für Kriminelle zu tun, welche sich immer noch unter einem Prozentsatz von ca. 10 befinden, sondern um den Schutz der Otto Normalverbraucher.

    Daher Datenschutz über alles. Auch wenn Kriminelle durch die Löcher fallen. Ein wenig Schwund ist immer. Damit hat sich eine Gesellschaft abzufinden. Das macht sie in der Realität des Lebens auch. Man kann nicht die gesamte Bevölkerung überwachen, nur weil 5% davon irgendwann mal kriminell werden oder gar schwere Straftaten begehen.

    Nein, auch als Frau schreibe ich ganz klar:

    DATENSCHUTZ IST NICHT TÄTERSCHUTZ, SONDERN BÜRGERRECHT. Und wenn ein paar Kinderfreunde durch das Gitter fallen, dann ist es eben hinzunehmen. Die Freiheit der Gesellschaft hat zu überwiegen.

    Punkt.

    Digitalis

    1. @Digitalis

      Dann behaupte ich mal, jede Frau ist ein Täter in spe. Und nun?

      Zurück auf Anfang. Warum versuchst du nicht, statt deiner Wut hier zu frönen, dich zu engagieren? Das Netz ist geradezu voll von Möglichkeiten und Hintergrundinfos! Lasst uns nicht AUFeinander herumhacken, es trifft immer die Falschen. Finden wir lieber den richtigen Gegner und die richtigen Verbündeten!

      Bernd

  10. Nachtrag:

    Und ich habe langsam auch die Schnauze voll, daß ständig Kinderpornos und dergleichen hinhalten sollen für die Begründung von irgendwelchen Überwachungsmaßnahmen etc.. Auch DAS ist Missbrauch!

    Das mag ein kriminelles Feld sein, aber die Masse der Straftaten im Netz hat damit gar nichts zu tun. Die meisten Leute möchten eben lieber die Bankdaten und nicht die Kinderchen!

    Das haben sich die Doofbullen, Doofpolitiker und Doofüberwacher gefälligst hinter die Löffel zu schreiben!!

    Ich dulde nicht, daß Bürgerrechte missbraucht werden aus fadenscheinigen Gründen!

    Digitalis

  11. Zitat:
    „Aus den üblicherweise gut unterrichteten Kreisen ist derweil zu hören, dass der Vorstoß weniger auf das Wohl missbrauchter Frauen und Kinder abzielt, sondern Teil einer breit angelegten Kampagne gegen Google ist, hinter der u.a. auch größere deutsche IT-Unternehmen stehen sollen.“

    Was hat denn bitte dieser Satz mit Journalismus zu tun? Unter Berufung auf ominöse Quellen werden vage Gerüchte in die Welt gesetzt.
    Gibt es Belege für solche Aussagen?

    Das wir es hier mit einer breit angelegten Kampagne gegen Google zu tun haben, sehe ich auch. Es würde mich auch nicht wundern, wenn da Konkurrenzunternehmen dahinterstehen, aber ich wünsche mir auf Fakten und nicht auf Gerüchten basierende Artikel.

  12. …nicht aufregen…Leute…erst wenn wir nichts mehr suchen können, dann wird uns klar sein, wie sehr wir über unsere Verhältnisse gelebt haben. Es ist halt alternativlos das Gesetz ist doch so wichtig für unsere kinderfreundliche Internetwelt . Wir müssen, sollten, könnten….ach was alles so in meinem Politikerbüchlein steht.

    Eiligst durchgewunken wurde doch gerade unser aller Beitrag zur Unterstützung ( durch Verschulden der Bürger in der EU ) der sich in Notlage befindlichen EU Länder wie GIPS…oder habe ich mich da wieder geirrt ?

    Also wird auf diesem undemokratischen Niveau und hinterhältig gleich mit ein Gesetz durchgewunken, damit sich alle Bürger dran halten und das Maul schliessen . Kritiker kommen dann wohl in Zukunft in den Knast – auch dafür wird es ein Gesetz geben, welches brav von EU-Bürgern abgenickt wird. An der Auslegung des Textes arbeitet man schon – oder ?

    So – und nun gleich weiter mit Schreckensmeldungen. Sämtliche Verhandlungen um eine demokratische Nutzung des Internetz werden zu reinen Alibiveranstaltungen. Es geht nicht darum, wer was wann darf – nein, wer überhaupt noch rein darf. Das entscheidet dann eine Art EU – Kommission auf BKA Basis. Na – ist das nicht toll ?

    Ich liege mit meiner Vorhersage bestimmt nicht daneben, ganz im Gegenteil. Genauso wird es kommen. Solange Niemand sich auflehnt.

    Aber was rede ich – die Ideen sind doch noch soooo weit entfernt. Na dann, wartet mal ab, wenn IPv6 kommt…das wird ein Spass.

  13. @Digitalis: Evtl. solltest du in deiner Empörung etwas differenzieren. Dem Blogersteller bzw. Autor, hier: ich, spricht Google an, weil es hier – möglicherweise – um Google geht.

    Da ist nicht „verräterisch“, sondern das, was derzeit in den üblicherweise gut unterrichteten Kreisen gemunkelt wird.

    Nun muss man auf derlei Gerüchte nicht viel geben, faszinierend fand ich allerdings, dass ich es gestern/heute gleich aus drei weitgehend unabhängigen Quellen hörte.

    Wobei, dass die Lobbyarbeiter großer Konzerne in Brüssel und Berlin seit einiger Zeit Stimmung gegen Google machen, ist ja nun wirklich nicht neu. Um Daten- oder Kinderschutz geht es dabei allerdings weniger. So gar nicht, um genau zu sein.

    Tatsächlich reden wir da über zwei/drei Mitspieler, mit einschlägigem track record, denen zumindest ich meine Daten noch weit weniger gern anvertrauen möchte, als Google.

  14. @Till:

    Jörg-Olaf Schäfers mag für die Sonntags-FAZ journalistisch tätig sein, in diesem Blog hier geht es aber um Lobbyismus.

    Auch ich würde mich zum Thema Google über Quellen freuen, damit ich mir mein eigenes Bild darüber machen kann.

  15. Was hat denn bitte dieser Satz mit Journalismus zu tun? Unter Berufung auf ominöse Quellen werden vage Gerüchte in die Welt gesetzt.
    Gibt es Belege für solche Aussagen?

    Schau Till, da steht explizit, dass es sich um ein Gerücht handelt. Das wäre sozusagen der Teil, der mit Journalismus zu tun hat. Und ja, natürlich gibt es Belege, sonst würde ich sowas nicht schreiben.

  16. Es ist wohl eher so, daß der Autor ein Google-Freund ist.

    Im Übrigen werden nicht weniger Kinder missbraucht, nur weil die Bilder nicht im Internet veröffentlicht werden.

    Täter ficken Kinder nicht, weil sie es veröffentlichen wollen, sondern aus Spaß an der Freude.

    Auch diese Tatsache sollte mal ganz klar geschrieben werden, was ich hiermit getan habe.

    Man sollte eher darüber nachdenken, warum Männer sowas machen. Entweder, das ist natürlich, oder bei denen tickt was im Kopf nicht richtig. Wenn es natürlich ist, ist jeder Mann eine Gefahr in sich (das merkt man vor allem in Kriegen, wenn Männer ihr wahres Gesicht zeigen, da sie keine strafrechtliche Verfolgung befürchten müssen), oder es sind nur ein paar Durchgeknallte.

    Ich glaube, jeder Mann ist ein Täter in spe.

    Digitalis

  17. > Ich glaube, jeder Mann ist ein Täter in spe.

    Danke für diese differenzierte Betrachtungsweise.
    Aus genau dem gleichen Grund glaube ich, dass ein jeder Killerspiele-Spieler ein Amokläufer in Spe ist und eine jede Frau eine verkappte Selbstmöderin, die sich am liebsten bullemisch zu Tode hungern würde.

    Ja es ist natürlich – natürlich, dass wir alle, alle Menschen, die Möglichkeit haben zu töten zu quälen und unseren eigenen Willen höher als den anderer einzuschätzen, nennt sich Freiheit. Was mand amit anstellt ist eine andere Frage.

  18. @Jörg

    Wir haben zeitgleich geschrieben. Daher konnte ich Dein Statement nicht mehr lesen. Dieses habe ich nachgeholt.

    Im Gegensatz zu Dir bin ich eine Google-Hasserin.

    Ich möchte mich über dieses Unternehmen daher überhaupt nicht mehr austauschen.

    Wer gegen Google schreibt, ist automatisch mein Freund. So einfach ist das. Egal, um was es geht. Google muß kastriert werden. Und das Monster wird kastriert. Bezüglich des Weiteren siehe oben.

    :-)

    Digitalis

  19. Lieber Bernd,

    ich engagiere mich schon genügend. Ich bin keine dumme Tusse, die hier online mal den Hänger aus der Bluse läßt, sondern mische mich ein. Ich kann nicht mehr, als bei einigen Seitenbetreibern die Insolvenz mit juristischen Mitteln herbeizuführen. Alleine bezüglich der Verstöße gegen den Datenschutz.

    Google hat Kohle ohne Ende.

    Es ist daher die Aufgabe eines jeden Surfers und einer jeden Surferin, dieses Tool nicht mehr zu nutzen, es absterben zu lassen.

    Doch mach das mal! Die Deppen sind in der Überzahl. Da hilft eben nur dagegenhalten und massiv auf allen Plattformen die Leute aufzuklären.

    Ich habe schon ganze Romane darüber geschrieben, aber es fehlt mir oftmals der Nerv, ganz von vorne anzufangen.

    Digitalis

  20. Nimms leicht – nimm Humor. Mache ich seit dem Bürgerbashing der EU Lobbyisten und Politiker nicht anders. Alles muss doch raus – sonst bekommt man Krebs.

    “ Ja, genau, Vorratsdatenspeicherung für Suchmaschinen! Bzw. Zugriff auf gesammelten und zu sammelnde Suchmaschinendaten durch staatliche Stellen. Wegen der Kinder! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. “ Jaja, das Totschlagsargument….kommt bei den kaum-im-Internet-und-schon-garnicht-bei-Facebook-Usern gut an..für die nächste Wahl…

    Wir könnten hier noch hundert Jahre schreiben, aber dann nur noch für den Cache. Alles andere wird gebannt werden. Wetten dass …?

  21. @Jörg

    Du als sicherlicher Google-Freund, als Kumpel in allen Netzwerken, als Datenschleuder…

    Ich bin online gewesen, als Win online ging. Damals warst Du sicherlich noch ein Blag.

    Mir ist im Laufe der Jahrzehnte vieles bewußt geworden. Und ich bin mit Bill alt geworden, Du Kind.

    Ich sage ganz klar:

    Der Datenschutz im Netz ist nicht nur eine Ehrensache, sondern kann auch durchgesetzt werden! Ihr Jungen seid mir ganz klar zu schlaff und kraftlos. Da müssen eben die Alten ran.

    Eigentlich dachte ich, die Jungen werden immer klüger als die Alten. Falsch, die Jungen sind dumm wie ein Stück Brot.

    Digitalis

  22. Eigene Verschwörungstheorien ? Das ich nicht lache….der Witz der Woche.

    Ich lebe in der Realität – nicht in einer Traumwelt.

    Du musst nicht meiner Meinung sein lieber Jörg-Olaf, aber ich habe mir keine Wahnvorstellungen vom Arzt verschreiben lassen und laufe nicht mit der geladenen Pistole herum. Du kannst gerne lachen und mich als Wahnsinnigen hinstellen. Ich werde recht haben, schon deshalb, weil ich dies vor Jahren ( etwa 2004, Forum aus den USA ), als Beitrag eines Users nachlesen konnte und mich damals kopfkratzend und lächelnd nach anderen Themen umsah. “ Sowas kommt nie, wird es in der Demokratie nie geben“. Pah,. Makulatur.

    Schönen Samstag

  23. Ich verabschiede mich ins Wochenende.

    Nicht ohne folgenden Dialog zu posten:

    18, „männlich“
    …ja klar, weiß ich, wo der Speicherriegel sitzt.

    Ich:
    Und der Browser, wie schaut es aus?

    18, „männlich“
    He? Welcher Browser? Ach der, ich habe FF.

    Ich:
    Und den FF hast du im Griff bezüglich dessen Einstellungen und Vorgaben?

    18, „männlich“
    He, wieso? Der läuft doch. Ich habe null Probleme. Finde ich auch fetter, als den scheiß IE, der ist ja voll ätzend, da weiß man ja gar nichts mehr, voll die krassen Lecks, ey.

    Ich:
    Welche Lecks?

    18, „männlich“
    Weiß ich auch nicht, aber das ist ätzend.

    Ich:
    Danke für das Gespräch.

    Frohe Pfingsten!
    Digitalis

  24. “ Würde ich nie. Wie käme ich auch dazu? “

    Ach JÖ, Du kannst wenn Dir mein Beitrag nicht ins Konzept passt einfach löschen. Aber richtig bitte.

    Ich grinse dabei und freue mich über bevorstehenden Entwicklungen. Wie gesagt, Cache ist ( wenn überhaupt )dann die Alternative. Den Rest vernichtet der Zensor.

    Gruss G.P.

  25. Tschuldigung, dumme Frage vielleicht…

    Hab ich das jetzt richtig verstanden, daß Google in Zukunft meine Suchanfragen zusammen mit meiner IP sammeln und speichern soll, damit die Behörden das was ich bei Google eintippe darauf kontrollieren können ob es „verdächtig“ ist?

  26. Liebe Digitalis,

    meinst du wirklich, dass du mit deiner agresssiv-arroganten Art den Datenschutz auch nur ein bisschen verbessern kannst? Schreibst du auch so engagiert in Foren, wo Kommentare keine Selbstrefernez sondern Teil wirklicher Überzeugungsarbeit sind? Rennst du lieber geöffnete Türen ein als die DAUs dort abzuholen wo sie verharren? Bündle deine Kräfte, dann hast du sie wenn du sie wirklich brauchst.
    Schönes WE.

  27. Hab ich das jetzt richtig verstanden, daß Google in Zukunft meine Suchanfragen zusammen mit meiner IP sammeln und speichern soll

    Das macht Google sowieso. Was die Überwachuchungsfanatics wollen, ist, dass Google Ihnen das schön aufbereitet in einer Extra-Datenbank speichert, bei der die Behörden dann ganz schnell und jederzeit Zugriff haben. Und natürlich nicht nur bei Google, sondern bei jeder Suchmaschine. Es wird dann unmöglich, inenrhalb der EU eine datenschutzfreundliche Suchmaschine, wie etwa ixquick, zu betreiben. Und für solche aus Nicht-EU-Ländern kann man ja dann Sperren fordern.

  28. @35 & @39: Genau, s.a. http://www.heise.de/newsticker/meldung/Microsoft-will-IP-Adressen-aus-Suchanfragen-kuerzer-speichern-908010.html

    Der US-Softwarekonzern Microsoft will künftig nach sechs Monaten IP-Adressen der Nutzer, die zusammen mit ihren Anfragen an die Suchmaschine Bing gespeichert werden, löschen.

    oder auch http://www.heise.de/newsticker/meldung/Dienst-anonymisiert-Google-Nutzung-991935.html

    Was man auf Google.com in die Maske eintippt, wird so beispielsweise mindestens neun Monate lang mit voller anfragender Internet-Adresse und einem Cookie vorgehalten, das für jeden PC einzigartig ist.

    Cookies, mit denen sich die Daten zu Profilen verknüpfen lassen, werden bei Bing weiterhin 18 Monaten und bei Google 24 Monate gespeichert.

  29. @cervo
    Leute, quatscht mich nicht voll.

    Es bleibt nur noch, die Bürger/innen aufzufordern, die Googlemaschine abzuschalten, sie in keinster Weise mehr zu nutzen.

    View gibt es zur Zeit gar nicht, da sich das Datenschwein wieder was geleistet hat.

    Wenn in einigen Städten das Fahrzeug gesehen wird, ist der Fahrer fällig, die Kiste wird verschrottet. So einfach ist es, wenn man sich anders nicht wehren kann. Oftmals schon vorgekommen in Deutschland.

    Google ist übermächtig? Ich glaube kaum.
    Google ist fällig, ich denke ja.

    Ich scheiße auf diese Datenkrake.

    Der Kampf gegen Google ist so wichtig, wie es damals der Kampf gegen Hilter war.

    Basta!

  30. Nachfrage @all:

    Wenn der erste Fahrer von Google verbrannt am Laternenpfahl hängt, sieht man den dann bei Google-View als schwarzen Fleck?

    Mh… oder ist der Punkt zu klein?
    Nein, Gesichter werden ja gepixelt.

    Ups, dann ja gar nicht mehr nötig.
    Wie neckisch.

    Huch!

  31. @Digitalis: Sag mal, ist dir dein Getrolle nicht selber peinlich? Nein, du brauchst nicht antworten. Es reicht, wenn du lautlos gehst. Danke.

    [So, ist gut jetzt. Rest gelöscht, Kommentare geschlossen.]

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