USA
-
: Wie das US-Justizministerium legal meinen Twitter-Account hackte
: Wie das US-Justizministerium legal meinen Twitter-Account hackte Birgitta Jónsdóttir kommentiert im Guardian, wie es ist, wenn die US-Regierung den eigenen Twitter-Account hackt.
Profiling has become a default with companies such as Google and Facebook. These companies have huge databases recording our every move within their environment, in order to groom advertising to our interests. For them, we are only consumers to push goods at, in order to sell ads through an increasingly sophisticated business model. For them, we are not regarded as citizens with civic rights. […] What I have learned about my lack of rights in the last few months is of concern for everyone who uses the internet and calls for actions to raise people’s awareness about their legal rights and ways to improve legal guidelines about digital media, be it locally or globally. The problem – and the dilemma we are facing – is that there are no proper standards, no basic laws in place that deal with the fundamental question: are we to be treated as consumers or citizens online? There is no international charter that says we should have the same civic rights as we have in the offline world.
-
: USA: Muss Facebook Datenschutz-Opt-In bei Änderungen einführen?
: USA: Muss Facebook Datenschutz-Opt-In bei Änderungen einführen? Während unser Bundesinnenminister mit Facebook noch einige Kaffeekränzchen veranstalten will, damit das Unternehmen eine freiwillge Selbstverpflichtung unterzeichnet, handelt die US-Behörde FCC. Konkret geht es um die beliebte Praxis von Facebook, neue Features einzuführen, die man als Nutzer akzeptieren muss, um bestenfalls im Anschluß sich durch die komplizierten Datenschutzeinstellungen zu klicken und diese bei Bedarf wieder auszuschalten. Der Bedarf entsteht gerne, wenn wieder ein Stück (gefühlte) Privatsphäre verschwunden ist. Das berichtet das Wall Street Journal:
Facebook Inc. is close to a settlement with the U.S. government over charges that it misled users about its use of their personal information, the latest sign of widening public concern over privacy in the digital age.
According to people familiar with the talks, the settlement would require Facebook to obtain users’ consent before making „material retroactive changes“ to its privacy policies. That means that Facebook must get consent to share data in a way that is different from how the user originally agreed the data could be used.Die FCC will Facebook jetzt zu einer Opt-In-Lösung verdonnern. Immer, wenn die Datenschuschutzeinstellungen verändert werden, muss der Nutzer erstmal einwilligen. Das finde ich nur fair den eigenen Nutzern gegenüber und wenn das wirklich ommen sollte, wäre das ein kleiner Sieg für mehr Nutzerrechte. Immerhin schließt man quasi mit einer Anmeldung einen Vertrag mit Facebook. Wenn Facebook die eigene Praxis abändert, wird auch der Vertrag verändert und da sollte man als Nutzer selbstverständlich das Recht haben zu entscheiden, ob man das jetzt gut oder schlecht findet. Die Post-Privacy-Fraktion kann ja gerne immer auf „Weiter“ klicken. Ich hätte gerne die Wahlfreiheit.
-
: US-Gericht: Twitter muss Wikileaks-Daten an US-Behörden geben
: US-Gericht: Twitter muss Wikileaks-Daten an US-Behörden geben Wir hatten bereits darüber berichtet, dass die USA ganz gerne “einmal alles” von Twitter über @rop_g, @birgittaj, @ioerror, @wikileaks, Bradley Manning und allen Followern derer Accounts haben wollen. Twitter hat die Account-Inhaber informiert, und die hatten sich – unterstützt von allen möglichen Organisationen mit allen rechtlichen Kräften dagegen gewehrt. Vergebens. Gegen die Entscheidung des US-Bundesgerichts wurde von der EFF und der ACLU Berufung eingelegt. Diese ist jetzt abgewiesen worden.
Bei der ACLU finden sich zahlreiche Dokumente zum Verfahren. Ungeklärt ist immer noch, welche sonstigen sozialen Plattformen diese Anfragen erhielten und nicht wie Twitter erstmal vor Gericht geklärt haben, ob das überhaupt rechtens ist.
Hier ist das Statement der EFF: Privacy Loses in Twitter/Wikileaks Records Battle.
„With this decision, the court is telling all users of online tools hosted in the U.S. that the U.S. government will have secret access to their data,“ said Jonsdottir. „People around the world will take note, and since they can easily move their data to companies who host it in locations that better protect their privacy than the U.S. does, I expect that many will do so. I am very disappointed in today’s ruling because it is a huge backward step for the United States’ legacy of freedom of expression and the right to privacy.“ [.…] „When you use the Internet, you entrust your online conversations, thoughts, experiences, locations, photos, and more to dozens of companies who host or transfer your data,“ said EFF Legal Director Cindy Cohn. „In light of that technological reality, we are gravely worried by the court’s conclusion that records about you that are collected by Internet services like Twitter, Facebook, Skype and Google are fair game for warrantless searches by the government.“
Die Vorgeschichte:
9.2.11: Neues vom Fall USA vs. Twitter/Wikileaks/Follower/EFF/ACLU.
9.1.11: US-Regierung will Zugriff auf Twitter-Daten von Wikileaks-Unterstützern. -
: US-Senat soll Netzneutralität wieder kippen
: US-Senat soll Netzneutralität wieder kippen Als sich die FCC im Dezember letzten Jahres anschickte, Netzneutralität vorzuschreiben, war die Aufregung groß.
Im August war dem schon der Vorstoß von Google und Verizon vorangegangen, mit dem die beiden Unternehmen sich bemühten, Netzneutralität so zu formulieren, dass sie für ihr Kerninteressse, den mobilen Markt nicht gelte.
Dafür hatten sie einerseits ein Argument – limitierte Bandbreiten durch Interferenzen – andererseits zeigt sich gerade an diesem Beispiel, dass fehlende Netzneutralität vor allem eine Diskriminierung der Nutzer unteinander darstellt, und nicht, wie es in unzutreffenden Beispielen oft nahegelgt wird, den Nutzern die Möglichkeit gäbe, ihre persönliche Bandbreite nach ihren Vorstellungen zu verteilen. -
: SOPA: Die USA auf weltweitem Feldzug
: SOPA: Die USA auf weltweitem Feldzug Die USA strecken in den letzten zwei Jahren immer mehr ihre Fühler nach der Macht im und über das Internet aus und versuchen, ihre Rechtsprechung auf die ganze Welt zu erweitern. Das US-Heimatschutzbehörde (ICE) hat bereits mehrmals ohne jegliche rechtliche Grundlage Domainnamen europäischer Unternehmen beschlagnahmt. Im Juli 2011 erklärte die Behörde, dass alle .com und .net Domains unter US-amerikanischer Jurisdiktion stünden, selbst wenn sich die Server nicht in den USA befinden. Auch Toplevel-Domain-Betreiber VeriSign ist dieser Meinung: Da die Firma ihren Sitz in den USA hat, sollen alle .com, .net, .cc, .name und .tv Domainnamen ihrer Rechtshoheit unterworfen sein. Daher stellte VeriSign bei ICANN Anfang Oktober den Antrag, Domains ohne Richtervorbehalt sperren zu können.
Auch der Fall WikiLeaks zeigt, wie die US-Regierung Druck auf den US-Registrar everyDNS.com ausübt. WikiLeaks.org wurde im Dezember gesperrt mit der Begründung, dass .org-Seiten unter US-Rechtsprechung fallen weil sie “das DNS-System in den USA benutzen”. Ein weiteres Beispiel ist das zurzeit laufende Gerichtsverfahren gegen den 23-järhigen Richard O’Dwyer, dessen Auslieferung von den USA verlangt wurde. Der britischen Student betrieb die Plattform TVShack.net, die Links zu Videostreaming-Angeboten listete. -
: Protect IP Act Breaks the Internet
: Protect IP Act Breaks the Internet In den USA tobt momentan mal wieder eine Debatte über Urheberrechtsverschärfungen. In der Diskussion um den Protect IP-Act geht es u.a. um den Aufbau einer Zensurinfrastruktur, um Webseiten zu blockieren (Wir hatten das in der Zensursula-Debatte). Kirby Ferguson, Autor der „Everything is a Remix“-Reihe hat einen guten kurzen Film zum Thema gemacht: Protect IP Act Breaks the Internet.
When I found out Fight for the Future needed help with their campaign against a new bill called PROTECT-IP, I had to take a little time away from Everything is a Remix Part 4 and produce the video above. PROTECT-IP is the latest piece of legislation aiming to chip away at your online rights in the name of protecting the entertainment industry’s business model. It’s legislation that won’t work, will give us yet more lawsuits, and will make the net worse.
Whether you lean right and hate business regulation, lean left and hate censorship, or lean neither way but hate useless legislation, PROTECT-IP is a bill everyone should oppose. I encourage you to head over to Fight For the Future and contact congress.
-
: Copyright – Free Bieber!
: Copyright – Free Bieber! Auf das in den USA derzeit diskutierte Copyright-Gesetz Bill S.978, das unbefugtes Web-Streaming urheberrechtlich geschützter Inhalte potenziell zum Verbrechen machen soll, gibt es nun eine witzige Antwort, die Kampagne Free Bieber!
Mit S.978 drohen demjenigen, der „public performances by electronic means“ mit geschütztem Material, einschließlich Lipsynchs und Cover-Versionen, zum Besten gibt bis zu 5 Jahre Gefängnis. Die Antwort auf die Frage, was „public performances“ in diesem Sinne sein könnten, lässt sich leicht erahnen: Sollte Mutti zum Beispiel auf die Idee kommen, ihren talentierten Sprössling fördern zu wollen und Videos auf Youtube veröffentlicht, in denen dieser urheberrechtlich geschützte Titel singt, macht sie sich strafbar.
Um deutlich zu machen, wie absurd das ist, bittet die Aktion Free Bieber! nun um Unterstützung für Justin Bieber, dessen Karriere ähnlich begann, nämlich auf YouTube. Seine „public performances“ sind selbstgedrehte Videos, in denen er Titel populärer Interpreten covert, woraufhin er im Oktober 2008 entdeckt und von L. A. Reid bei Island Records unter Vertrag genommen wurde. Damit hat sich Bieber laut S.978 einer Straftat schuldig gemacht, da schon allein die Absicht genügt, aus Veröffentlichungen einen finanziellen Vorteil oder Gewinn ziehen zu wollen.
Sollte nun mancher Nicht-Fan der Meinung sein „Super, dann sind wir den los!“, der bedenke wie viele potenzielle Verbrecher inzwischen schon allein auf YouTube zu finden sind und mal ehrlich, 5 Jahre sind vielleicht doch etwas hart.
-
: Nur langsam mehr Freiheit des Wissens
: Nur langsam mehr Freiheit des Wissens Der Tagesspiegel berichtet über den Aaron Swartz – Fall: Nur langsam mehr Freiheit des Wissens.
Ein Hacker lädt eine große digitale Bibliothek herunter. Ist das Diebstahl oder die Befreiung des Wissens? Auf jeden Fall eine Reaktion darauf, dass die Open-Access-Bewegung zehn Jahre nach ihren Anfängen nur langsam vorankommt.
-
: US-Provider planen Warnsystem bei Urheberechtsverletzungen (Update)
: US-Provider planen Warnsystem bei Urheberechtsverletzungen (Update) In den USA haben die großen Provider AT&T, Verizon, Comcast, Cablevision und Time Warner Cable eine freiwillige Kooperationsvereinbarung mit der Urheberrechtsindustrie geschaffen, um mittels Selbstregulierung ein Warnsystem für Urheberrechtsverletzungen zu schaffen. Kunden der Provider sollen verschiedene (bis zu 5 oder 6) Warnungen erhalten, wenn sie von der Privatpolizei der Urheberrechtsindustrie verdächtigt werden, eine Urheberechtsverletzung begannen zu haben. Nach einigen Warnungen mit einem abgestufen „Bildungsauftrag“ soll es dann konkrete Sanktionen geben, wie z.B. Drosselung der Internetgeschwindigkeit. Ganz toll erscheint auch die Idee, dass man bei wohl bei einer Hotline des Providers anrufen kann, um die eigene mutmaßliche Urheberrechtsverletzung zu diskutieren und sich ein Bildungspaket abzuholen, wie Ars Technica berichtet:
-
: Was ist der Sputnik-Moment der Informatik?
: Was ist der Sputnik-Moment der Informatik? Die New York Times hat wieder eine interessante Auseinandersetzung in ihrem „Room for Debate“. Thema ist diesmal die Frage, was denn ein Sputnik-Moment für die Informatik sein könnte: Computer Science’s ‚Sputnik Moment’?.
Computer science is a hot major again. It had been in the doldrums after the dot-com bust a decade ago, but with the social media gold rush and the success of „The Social Network,“ computer science departments are transforming themselves to meet the demand. At Harvard, the size of the introductory computer science class has nearly quadrupled in five years. The spike has raised hopes of a ripple effect throughout the American education system – so much so that Mehran Sahami, the associate chairman for computer science at Stanford, can envision „a national call, a Sputnik moment.“ What would a „Sputnik moment“ entail today? Will the surge of students into computer science last, and could it help raise American educational achievement?
Hier sind einige interessante Debatten-Beiträge:
Jonathan Zittrain: Encourage More Hackathons.
Jeannette M. Wing: Software as Self-Expression.
Zeynep Tufekci: Change the Cowboy Culture.
Chris Wiggins: Grass Roots, Not Government. -
: Innenminister Friedrich: „$DATEN waren zentral, um Terroristen zu fangen“
: Innenminister Friedrich: „$DATEN waren zentral, um Terroristen zu fangen“ Unser Innenminister Hans-Peter Friedrich scheint mal wieder im Amok-Modus zu sein. Jetzt haut er in der Bild am Sonntag in einem Gastkommentar auf die „linksliberalen Fundamentalisten“ ein. Er meint offenbar die FDP, die nicht pauschal mal eben alle nach dem 11. September 2001 eingeführten Überwachungskompetenzen verlängern will.
Als Beleg dient ihm diesmal schon wieder die „Düsseldorfer Zelle“. Angeblich waren diesmal die Geheimdienste und ihre erweiterten Befugnisse im Inland der Grund für die Festnahme:
Die Arbeit der Nachrichtendienste war entscheidend für diese Festnahmen. Durch Maßnahmen der Anti-Terror-Gesetze konnten sie in das islamistische Netzwerk eindringen.
Lustigerweise hatte Friedrich gerade vor drei Wochen noch behauptet, dass die Düsseldorfer Zelle wegen der Passagierdatenauswertung durch die USA gefasst worden war:
„Von amerikanischer Seite sind wir unter anderem auf das auffällige und ungewöhnliche Reiseverhalten der Verdächtigen hingewiesen worden“
Das hatte bereits den Koalitionspartner FDP irritiert. Der Europaabgeordnete Alexander Alvaro fragte sich:
„Erst waren abgehörte Gespräche für den Ermittlungserfolg entscheidend, jetzt plötzlich die Fluggastdaten, morgen dann vielleicht der überwachte Briefverkehr. Ja, was denn nun?“
Ich war kurz danach bei einer Veranstaltung in Brüssel, die das amerikanische Department of Homeland Security organisiert hatte, um für das neue PNR-Abkommen zur Überwachung und Vorratsdatenspeicherung von Flugpassagieren zu werben, das in Brüssel und anderswo derzeit heftig umstritten ist. Von einem Journalisten auf die Aussagen von Friedrich angesprochen, antwortete die Datenschutzbeauftragte des DHS, dass die USA keine Informationen über die Düsseldorfer Zelle besäßen und auch nichts an Deutschland weitergegeben hätten.
Jetzt kommt Friedrich mit Geheimdienst-Kompetenzen. Mal sehen, wann er behauptet, dass die Vorratsdatenspeicherung für die Festnahmen entscheidend war. Kann eigentlich irgendwer mal endlich T‑Shirts mit seinem Gesicht und „Schäuble 2.0“ machen? Ich brauche dringend neue Sommermode!
-
: Dropbox hat wohl die Nutzer belogen, was die Sicherheit betrifft
: Dropbox hat wohl die Nutzer belogen, was die Sicherheit betrifft Dropbox ist ein beliebter Service mit rund 25 Millionen Nutzern, mit dessen Hilfe man Daten bequem in der Cloud speichern kann. Das ist praktisch, wenn man nicht alles auf der eigenen Festplatte ablegen möchte, und z.B. dezentral von verschiedenen Rechnern darauf zugreifen möchte. Ein weiteres Anwendungsszenario ist Filesharing, da man Ordner mit anderen Nutzern teilen kann. Bisher erklärte Dropbox immer, dass die Daten gut verschlüsselt sind und Dropbox-Mitarbeiter nicht sehen können, was die Nutzer speichern. Das war natürlich eine vertrauensbildende Maßnahme, wer möchte schon einen Dienst nutzen, wo man vielleicht sensible Daten auf eine Festplatte in der Clound hochlädt, und fremde Menschen darin rumstöbern können. Nun, das mit der Verschlüsselung war wohl eine Lüge, wie das Wired-Blog Threat-Level berichtet: Dropbox Lied to Users about Data Security, Complaint to FTC Alleges. Vor kurzem wurde die Webseite geändert.
-
: Lightshow mit Transformatoren
: Lightshow mit Transformatoren Nach einem Gewitter sind in Fort Worth in den USA einige Transformatoren durchgedreht und ein Zuschauer hat aus dem 34. Stock seine Kamera draufgehalten. Beeindruckende Lightshow:
-
: Rethink Music – Creativity, Commerce, and Policy in the 21st Century
: Rethink Music – Creativity, Commerce, and Policy in the 21st Century Ende April fand in Boston die „Rethink Music – Konferenz“ mit dem Untertitel „Creativity, Commerce, and Policy in the 21st Century“ statt, die ich im Nachhinein gerne besucht hätte.
Dabei gab es u.a. ein spannend-besetztes Panel über alternative Kompensationsmodelle mit Jim Griffin, Lawrence Lessig, Volker Grassmuck, Terry Fisher und Ronaldo Lemos:
Many alternative compensation schemes for recorded music, such as legislated blanket licensing, have been proposed in a few international jurisdictions. We’ll interview speak with representatives from Brazil, a country that has been nontraditional in its copyright schemes, as well as look at the impediments to adopting such a scheme in the U.S.
Von dem Panel gibt es einen Videomitschnitt:
-
: danah boyd on Embracing a Culture of Connectivity
: danah boyd on Embracing a Culture of Connectivity Spannender Vortrags-Podcast bei MediaBerkman: danah boyd on Embracing a Culture of Connectivity.
Many young adults have incorporated social media into their daily practices, both academically and personally. They use these tools to connect, collaborate, communicate and create. In this talk, danah boyd — Social Media Researcher at Microsoft Research New England and affiliate of the Harvard University’s Berkman Center for Internet and Society — examines the different social media practices common among young adults, clarifying both the cultural logic behind these everyday practices, and the role of social media in academia.
-
: Radio Berkman 182: Fear of a Networked Fourth Estate
: Radio Berkman 182: Fear of a Networked Fourth Estate Yochai Benkler war zu Besuch bei Radio Berkman und hat dort über Wikileaks diskutiert: Radio Berkman 182: Fear of a Networked Fourth Estate. Hier ist die MP3.
“Wikileaks” has become something of a neverending story. Coverage has branched out beyond the revelations of the documents allegedly leaked by Pfc. Bradley Manning in 2010, and on to ancillary territory: the flamboyant presence of founder Julian Assange; the legal propriety of Wikileaks’ actions; and the harsh treatment of Manning as a military detainee. These last two areas have garnered the attention of today’s guest. Harvard Law Professor Yochai Benkler recently co-authored a joint letter condemning the abuse of Bradley Manning that has since been signed by 295 scholars in the legal realm.
He has also spoken out against efforts by government and private entities to stifle Wikileaks. While some have argued that facilitating the release of classified documents is unprecedented and perhaps illegal, Benkler has insisted that Wikileaks’ behavior is not only entirely constitutional, but also not exceptional. Moreover, he says, the private and governmental response to Wikileaks demonstrates an interesting insight into how networks do battle in the digital age. We sat down with Benkler this week to hear why.
-
: Tag der Arbeit: Googles Vier-Klassen-Gesellschaft
: Tag der Arbeit: Googles Vier-Klassen-Gesellschaft
Ein nach eigenen Angaben ehemaliger Mitarbeiter von GoogleVertragsnehmer für Google hat sich über die Arbeitsverhältnisse seiner „Kollegen“ durch Gespräche mit ihnen informieren wollen und hat darauf hin seinen Job verloren.Doch der Reihe nach … Andrew Norman Wilson arbeitete zuerst für das Unternehmen Transvideo, welches alle Google-eigenen Videoproduktionen abwickelt. Im Zuge der Zusammenarbeit wurde sein Arbeitsplatz direkt bei Google untergebracht – in einem Gebäude ganz am Rande des „Googleplex“. Dort konnte er nebst den üblichen Schildchen-Klassen Rot (seine, erhält kostenloses Essen, kann sich Fahrräder leihen, erhält auch mal ein neues Telefon oder nen Rucksack), Weiß („Premium“; erhält auch Ski-Fahrten, Disneyland-Besuchen, Aktienanteile) und Grün (Praktikanten) die sogenanten „ScanOperator“ (Gelb) des Bücher-Scandiensten GoogleBooks zu Gesicht bekommen, die ebenfalls in einem Gebäude (3.14167~) ganz am Rande des Google Campus tätig sind.
-
: OpenNet-Report über Export von Netzzensur-Technologien
: OpenNet-Report über Export von Netzzensur-Technologien Die OpenNet Initiative hat einen neuen Report veröffentlicht, welche US- und kanadischen Unternehmen Netzzensur-Technologien herstellen und in repressive Regime exportieren: West Censoring East: The Use of Western Technologies by Middle East Censors, 2010–2011. Hier ist das PDF.
The OpenNet Initiative has documented network filtering of the Internet by national governments in over forty countries worldwide. Countries use this network filtering as one of many methods to control the flow of online content that is objectionable to the filtering governments for social, political, and security reasons. Filtering is particularly appealing to governments as it allows them to control content not published within their national borders. National governments use a variety of technical means to filter the Internet; in this paper, we analyze the use of American- and Canadian-made software for the purpose of government-level filtering in the Middle East and North Africa. In this report, the authors find that nine countries in the region utilize Western-made tools for the purpose of blocking social and political content, effectively blocking a total of over 20 million Internet users from accessing such websites.1 The authors analyze as well the increasing opacity of the usage of Western-made tools for filtering at the national level.
Jillian C. York, eine der beiden Co-Autorinnen, wird auch auf der kommenden re:publica’11 zu Gast sein. Die Washington Post berichtet über den Report: U.S. Products Help Block Mideast Web.
Passend dazu berichtet Erich Moechl auf FM4: Export von Überwachungstechnik an Diktaturen legal.
Deutsche Firmen können weiterhin Überwachungssysteme für Telefonie und Internet für „Strafverfolger“ in Syrien, Bahrain und dem Jemen liefern. Das bestätigte das deutsche Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle auf Anfrage von ORF.at.
-
: Verwaiste Werke und weise Entscheidungen
: Verwaiste Werke und weise Entscheidungen Google hat erst einmal verloren: die Vereinbarung zu Googles Buchangebot GoogleBooks (Früher: GoogleBookSearch) ist von einem New Yorker Gericht verworfen worden. Der Konzern, der viel mehr ist als seine Suchmaschine, hat eine empfindliche juristische Schlappe hinnehmen müssen: auch wer die Möglichkeit hat, die Welt aus den Angeln zu heben, kann sie nicht vor vollendete Tatsachen stellen und „Friss oder stirb“ rufen.
Dabei ist Googles Büchersuche ein gleichermaßen großartiges wie größenwahnsinniges Projekt. „Das Wissen der Welt verfügbar zu machen“, wie Googles Lautsprecher es gerne verkünden, das muss man erst einmal können. Jede Menge Scanner, ziemlich gute Software und ganz schöne Stange Geld muss man für ein Projekt dieser Größenordnung aufwenden. Das kann nicht jeder, das können schon gar nicht die Gemeinde‑, Stadt- und Universitätsbibliotheken in Deutschland. Google kann das.
Aber ist das auch gut? Ja und Nein. Zum einen ist es wünschenswert, dass jemand die Werke digitalisiert, von denen ein Großteil käuflich nicht mehr zu erwerben ist, bei dem die Rechtslage unklar ist (sogenannte verwaiste Werke), noch dass sie überhaupt digital verfüg- und damit durchsuchbar wären. Zum anderen ist es nicht wünschenswert, dass es die Werke in einem digitalen Datensilo verschwinden, wie es GoogleBooks bedeutet. Es ist das Gegenteil von frei, das Gegenteil von weiterverwendbar, das Gegenteil von langfristig nutzbar. Und genau das muss eigentlich das Ziel sein: das Wissen der Welt dauerhaft zugänglich zu machen – ohne einen Schrankenwärter aus Mountain View.
-
: State of the News Media 2011
: State of the News Media 2011 Das PEW Project for Excellence in Journalism hat den „State of the News Media 2011-Report“ über den US-Medienwandel veröffentlicht. Rund um das Thema gibt es viele Essays und Daten.