USA

  • : Don’t Mess with that CSS (feat. B‑Rad)
    Don’t Mess with that CSS (feat. B‑Rad)

    Lustiges Nerdcore-Video mit Digital Rights Lyrics: Don’t Mess with that CSS (feat. B‑Rad).

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Das Video hat Anleihen an „Don´t copy that floppy“, ein Aufklärungsvideo der US-Softwareindustrie von 1992, wo man die „Raubkopierer sind Verbrecher“-Schiene mit einem Rapper fuhr.

    16. Dezember 2010 2
  • : SpOn: Was WikiLeaks mit Internetsperren zu tun hat
    SpOn: Was WikiLeaks mit Internetsperren zu tun hat

    Christian Stöcker hat für Spiegel-Online einen Kommentar zur aktuellen Medienzensur in den USA geschrieben: Was WikiLeaks mit Internetsperren zu tun hat.

    Was die Vorgänge rund um WikiLeaks auch zeigen, ist: Die Debatten, die hierzulande beispielsweise über das Zugangserschwerungsgesetz gegen Kinderpornografie geführt worden sind, waren kein belangloses Herumtheoretisieren, keine grundlose Panikmache. Die grundsätzliche Frage, wie viel Kontrolle Staaten darüber ausüben dürfen sollten, was ihre Bürger im Netz sehen und lesen dürfen und was nicht, stellt sich in diesen Tagen dringlicher denn je. [.…] Genau diese Art von Befürchtung war es, die die Gegner des Zugangserschwerungsgesetzes im vergangenen Jahr so auf die Barrikaden brachte. Dass selbst das Land, dessen erster Verfassungszusatz „Redefreiheit und Pressefreiheit“ garantiert, unter bestimmten Umständen bereit ist, solche Rechte mancherorts vorübergehend für zweitrangig zu erklären, gibt all jenen recht, die vor der Einrichtung einer zensurtauglichen Infrastruktur gewarnt haben.

    16. Dezember 2010 15
  • : PdFleaks: Wikileaks and Internet Freedom
    PdFleaks: Wikileaks and Internet Freedom

    Gestern fand in New York ein kurzfristig organisiertes und rund vierstunden langes Symposium über „Wikileaks and Internet Freedom“ statt, was spannend war, weil viele unterschiedliche Perspektiven auf die aktuellen Entwicklungen diskutiert wurden. Hier ist der Mitschnitt der Diskussion, aufgeteilt in zwei Panels.

    Panel 1:

    Remarks by Mark Pesce, Esther Dyson, Jeff Jarvis, Rebecca MacKinnon, Jay Rosen, Carne Ross, Douglas Rushkoff, Katrin Verclas and Gideon Lichfield (moderated by Micah Sifry)

    12. Dezember 2010 6
  • : Das Arsenal des digitalen zivilen Ungehorsams
    Das Arsenal des digitalen zivilen Ungehorsams

    Linus hat heute hier im Blog die DDos-Angriffe gegen US-Unternehmen kommentiert, die aktuell die Geschäftsbeziehungen zu Wikileaks reihenweise beenden. Ziel des Kommentares war, auch mal eine Diskussion anzustossen, ob solche Maßnahmen für digitalen Protest genutzt werden sollten. Eine (im Gegensatz zu den meisten Kommentaren im Originalpost) fundierte Gegen-Meinung dazu gibt es von John F. Nebel von metronaut.de, die wir hier mal in Gänze posten: Die Arsenal des digitalen zivilen Ungehorsams.

    Am 3. Dezember setzte JP Barlow diesen vielbeachteten Tweet ab:

    The first serious infowar is now engaged. The field of battle is WikiLeaks. You are the troops. #WikiLeaks

    Das ist natürlich übelste Kriegsrhetorik. Und dennoch liegt tatsächlich so etwas wie “Infowar” in der Luft. Anfangs stand die Wikileaks-Seite unter massivem Druck von DDos-Attacken unbekannter Herkunft. Mittlerweile scheint diese Methode angesichts von mehr als 1000 Mirrors eher wenig zu bringen. Viel eher wirkten die anderen Versuche, Wikileaks zu schaden. Das Abklemmen der Finanzströme durch Paypal, Visa, Postfinance und Mastercard. Gleichzeitig weigerte sich Amazon, die Wikileaks-Daten weiter auf ihren Servern zu hosten und EveryDNS klemmte die Domain wikileaks.org ab. Bei Twitter wurde #wikileaks – aus welchen Gründen auch immer – nicht als Trending Topic angezeigt.

    Mittlerweile haben auch die Befürworter von Informationsfreiheit und Wikileaks zu Mitteln des Protests gegriffen. Zu den harmloseren Varianten gehört der Aufruf zum Boykott der oben genannten Firmen samt massenhafter Kündigung der Accounts. Gleichzeitig raste ein Shitstorm über diese Firmen hinweg. Er reichte von Unmutsäußerungen bis zu Fotomontagen und satirischen Darstellungen, die auf den Markenkern der beanstandeten Unternehmen zielen.

    8. Dezember 2010 130
  • : Paypal erklärt sich (irgendwie)
    Paypal erklärt sich (irgendwie)

    Techcrunch berichtet, dass Paypal erklärt hat, warum man Wikileaks den Geldhahn zugedreht habe. Es gab wohl einen Brief des State Department an Wikileaks, dass die Veröffentlichung der US-Depeschen illegal seien. Das erklärt aber immer noch nicht, warum man das Paypal-Konto der deutschen gemeinnützigen Wau Holland Stiftung gesperrt hat.

    Bedier made it seem like PayPal complied with governmental request,”We have an acceptable use policy and their job is making sure that our customers are protected, that we comply with regulations around the world, and that we protect our brand.”

    8. Dezember 2010 8
  • : Auch Mastercard schmeißt Wikileaks raus
    Auch Mastercard schmeißt Wikileaks raus

    Auch der Kreditkartenanbieter Mastercard hat sich entschieden, die Geschäftsbeziehung zu Wikileaks zu beenden und keine weiteren Spenden über ihr System zuzulassen. Begründung: Wikileaks mache illegale Sachen und das verstösst gegen die eigenen Regeln, wie CNet erfahren hat: MasterCard pulls plug on WikiLeaks payments.

    MasterCard said it was cutting off payments because WikiLeaks is engaging in illegal activity. „MasterCard rules prohibit customers from directly or indirectly engaging in or facilitating any action that is illegal,“ spokesman Chris Monteiro said.

    Mal schauen, wann VISA nachzieht.

    7. Dezember 2010 37
  • : Amazon vs Wikileaks: Wir sind irgendwie unschuldig
    Amazon vs Wikileaks: Wir sind irgendwie unschuldig

    Amazon hat auf den Vorwurf reagiert, man habe Wikileaks auf Druck der US-Regierung hin als Kunde rausgeschmissen. Das sei nicht korrekt, man habe Wikileaks lediglich rausgeschmissen, weil die in der Cloud gehosteten Daten die eigenen AGB verletzten.

    AWS does not pre-screen its customers, but it does have terms of service that must be followed. WikiLeaks was not following them. There were several parts they were violating. For example, our terms of service state that “you represent and warrant that you own or otherwise control all of the rights to the content… that use of the content you supply does not violate this policy and will not cause injury to any person or entity.” It’s clear that WikiLeaks doesn’t own or otherwise control all the rights to this classified content. Further, it is not credible that the extraordinary volume of 250,000 classified documents that WikiLeaks is publishing could have been carefully redacted in such a way as to ensure that they weren’t putting innocent people in jeopardy. Human rights organizations have in fact written to WikiLeaks asking them to exercise caution and not release the names or identities of human rights defenders who might be persecuted by their governments.

    Ob es letztendlich einen Anruf von Joe Lieberman´s Büro gab mit einem passenden Hinweis und etwas Druck, ist unbelegt. Aber auch so bleiben Fragen offen: Welcher Rechtsstand wird eigentlich für die Amazon-Cloud genutzt? Ist das die USA oder auch ein anderes Land. Was ist mit Inhalten, die chinesische Dissidenten in der Cloud hosten wollen und die in China illegal sind? Wird Amazon diese dann auch rausschmeißen mit Verweis auf die eigenen AGB oder gilt das nur für Inhalte, die in den USA illegal sein könnten? Und sind die cablegate-Depeschen wirklich illegal?

    Einen lesenswerten Kommentar zum ganzen Vorfall hat Rebecca MacKinnon geschrieben: WikiLeaks, Amazon and the new threat to internet speech.

    What is troubling and dangerous is that in the internet age, public discourse increasingly depends on digital spaces created, owned and operated by private companies. The result is that one politician has more power than ever to shut down controversial speech unilaterally with one phone call.

    3. Dezember 2010 32
  • : Amazon schmeißt Wikileaks raus
    Amazon schmeißt Wikileaks raus

    Nach einer 10 GB/s DDos-Attacke auf die Wikileaks-Server in Schweden ist das Projekt mit den aktuellen cablegate-Daten wieder auf die Cloud-Infrastruktur von Amazon ausgewichen. Das zeigt auch ein wenig, dass das Projekt im Moment anscheinend nicht über ausreichend technische Ressourcen nach dem Abgang einiger wichtiger Mitarbeiter im Sommer verfügt, um auf eine ausfallssichere und unabhängige Infrastruktur zurück zu greifen. Nachdem bekannt wurde, dass Wikileaks bei Amazon gehostet wird, hat wohl das Büro von des US-Senators und Vorsitzenden des Homeland-Security-Ausschuss, Joe Liebermann, angerufen und das Unternehmen aufgefordert, die Zusammenarbeit mit Wikileaks schnell zu beenden. Die Begründung ist, dass Wikileaks illegal gesammelte Daten öffentlich zugänglich macht. Dieser Bitte, bzw. Aufforderung ist Amazon nachgekommen, wie der Guardian berichtet: WikiLeaks website pulled by Amazon after US political pressure.

    Wikileaks beschwert sich jetzt, dass Amazon gegen das Recht auf Meinungsfreiheit, das First Ammendment, verstösst. Laut Guardian erklärte ein Anwalt der Electronic Frontier Foundation, dass diese Ansicht etwas naiv ist. Amazon hat als Privatunternehmen das Recht, Kunden zu kündigen und abzulehnen. Aber Amazon vermittelt mit der Aktion die Botschaft: Vertraut uns und unseren Cloud-Produkten nicht. Enttäuschend ist, dass man sich ohne Gerichtsverfahren dem politischen Protest beugt. Aber man hätte das sich auch vorher denken können, dass es keine gute Idee ist, die kritische Infrastruktur auf den Coud-Servern eines US-Unternehmens hosten zu lassen. Das zeigt das Verhalten von Amazon deutlich. Man sollte die cablegate-Daten jetzt auch mal bei Google & Co hochladen und in einer Art Test mal das Verhalten der anderen US-Cloud-Anbieter austesten.

    2. Dezember 2010 56
  • : USA: Comcast bricht Netzneutralität und erhebt Mautgebühren
    USA: Comcast bricht Netzneutralität und erhebt Mautgebühren

    Comcast did it again. Der US-Provider sorgte vor Jahren für Aufsehen, weil er für die eigenen Kunden p2p-Verkehr drosselte und damit zu einem der anschaulichen Fälle der US-Debatte rund um Netzneutralität wurde. Kritisiert wurde u.a., dass Comcast damit den eigenen Video on Demand Service eine bevorzugte Behandlung gewährte und Konkurrenz diskriminierte, die mit p2p-Technologien arbeitet. Jetzt fällt Comcast wieder negativ in der Netzneutralitätsdebatte auf, weil man Mautgebühren erhebt. Der Backbone-Provider Level3 macht darauf in einer Pressemitteilung aufmerksam: Level 3 Communications Issues Statement Concerning Comcast’s Actions.

    On November 19, 2010, Comcast informed Level 3 that, for the first time, it will demand a recurring fee from Level 3 to transmit Internet online movies and other content to Comcast’s customers who request such content. By taking this action, Comcast is effectively putting up a toll booth at the borders of its broadband Internet access network, enabling it to unilaterally decide how much to charge for content which competes with its own cable TV and Xfinity delivered content. This action by Comcast threatens the open Internet and is a clear abuse of the dominant control that Comcast exerts in broadband access markets as the nation’s largest cable provider.

    Über den ersten Comcast-Fall haben wir im Netzpolitik-Podcast Folge 88 mit dem US-Netzneutralitätsexperten Marvin Ammori geredet, der als rechtlicher Berater die Klage gegen Comcast vor der US-Regulierungsbehörde FCC mitgeführt hat.

    30. November 2010 13
  • : Die US-Embassy-Cables sind online (Update)
    Die US-Embassy-Cables sind online (Update)

    Die US-Diplomaten-Depechen sind jetzt bei Wikileaks online. Hier finden sich die Berichte der deutschen Botschaft und hier alle Berichte, die Deutschland betreffen. Eine Analyse unseres Innenministers Thomas de Maiziere aus dem vergangenen November ist hier und hier eine Analyse über die Datenschutz-Positionen der FDP kurz vor der Wahl. Spannend wird sicherlich nicht nur die Frage sein, wer das junge aufstrebende FDP-Mitglied ist, dass fleißig Partei-internas gepetzt hat und sich jetzt vermutlich Sorgen um die eigene Karriere macht. Was gibts noch lustiges und interessantes zu finden? Im Gegensatz zu den Afghan-war-diaries haben diese Depeschen zumindest mal lokalen Informationswert.

    Erwartungsgemäß schlägt der Guardian mit seinem Online-Angebot zu den Embassy-Cables Spiegel-Online um Längen, wobei sich der Spiegel auch eher auf seine Printausgabe konzentriert. Nett anzusehen ist aber eine Visualisierung der Depeschen im Zeitraffer.

    In Australien zeigt sich mal wieder, welche Auswirkungen die Errichtung einer Netz-Zensurinfrastruktur haben kann: Ein Link auf Wikileaks kostet 11.000 Aus$ Strafe, weil Wikileaks dort auf die Blacklist gesetzt wurde. Update: Wikileaks wurde wieder von der Liste genommen: Wikileaks removed from ACMA blacklist.

    Update: Danke an Leser5619 für den Hinweis auf den Bericht über das US-Lobbying beim SWIFT-Abkommen von Anfang Dezember. Dazu passen unsere Meldungen, die das Kabel und seinen Inhalt in den Kontext setzen:

    SWIFT: Bundesregierung ist umgekippt.
    Kippen die Konservativen bei SWIFT?

    Was könnt ihr noch finden? Hat schon jemand Informationen rund um ACTA gefunden?

    29. November 2010 27
  • : Spiegel-Online leakt Wikileaks Depechen-Release (Update)
    Spiegel-Online leakt Wikileaks Depechen-Release (Update)

    Für kurze Zeit war heute Nachmittag ein Artikel bei Spiegel-Online zu sehe, der „Fragen und Antworten“ lieferte, was der für Morgen Abend um 23:00 Uhr angekündigte Wikileaks-Release der „US-Diplomatendepeschen wirklich aussagen“ soll. Vermutlich handelte es sich um einen CMS-Bedienungsfehler, denn der Artikel verschwand schnell wieder von der SpOn-Webseite. Aber mittlerweile gibt es einige Leaks des Artikels wie diese Kopie von @fasel.

    Für den Spiegel ist das Vorab-Release nicht ganz so unglücklich, wie es aussehen mag. Man verliert jetzt zwar Klicks und damit Werbeeinblendungen auf diesen Artikel. Aber: Im Moment ist man die einzige Originalquelle und gegenüber den anderen Wikileaks-Kooperationspartnern New York Times, Guardian, Le Monde und El País ist man dadurch insofern im Vorteil, dass alle internationalen Berichte nun den Spiegel als Quelle zitieren. Der Artikel beschreibt aber lediglich Metainformationen, eine inhaltliche Auseinandersetzung gibt es dann ab Morgen Abend zu lesen.

    27. November 2010 52
  • : Körperscanner: Erste Nacktbilder von US-Gericht geleakt
    Körperscanner: Erste Nacktbilder von US-Gericht geleakt

    Das für Berichterstattung über die neusten Gadgets bekannte Blog Gizmodo hat eigenen Recherchen zufolge festgestellt, dass mehr als 35.000 Nacktbilder von Besuchern des FlughafensGerichts von Orlando (Florida) in den dortigen Computern der U.S.-Marshalls gespeichert sind – natürlich entgegen der Versprechen der Transportation Security Administration (TSA) und anderer Behörden vermutlich illegal:

    Images from the scanners are „automatically deleted from the system after it is cleared by the remotely located security officer.“

    100 Stück der geleakten Nackscanner-Aufnahmen wurden in diesen Video zusammengestellt und musikalisch untermalt – die VermummungSchwärzung der Gesichter wurde von gizmodo vorgenommen:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org



    (Entschuldigte bitte die Qualität, habs noch nicht einfach embedbar gefunden.)

    Es handelt sich offenbar zumeist oder ausschließlich um Bilder, in denen das System (fälschlicherweise) Alarm schlug, was bekanntlich schon bei mehr als einschichter Kleidung sehr schnell passiert. Natürlich wurde vorher gesprochen, dass keines des Photos überhaupt gespeichert werde.

    In Sachen Bildqualität sah das Promomaterial auch deutlich besser aus … es handelte sich um ein Gen 2mm-Scanner der Firma Brijot Imaging Systems.

    17. November 2010 20
  • : Accessnow: Demand HTTPS
    Accessnow: Demand HTTPS

    Die US-Kampagnenplattform Accessnow hat eine neue Aktion gestartet, um die Top100 Webseiten weltweit zu überzeugen, endlich mal konsequent https für einen besseren Schutz der eigenen Nutzer einzuführen. Das Problem von fehlenden https-Verbindungen ist spätestens mit Erscheinen des Firefox-Plugins Firesheep wieder offensichtlich geworden, mit dessen Hilfe jeder im WLAN-cafe um die Ecke z.B. die Facebook-Identitäten der übrigen Anwesenden übernehmen kann (sofern diese nicht die eingeschränkte https-Variante von Facebook nutzen, die wiederum dämlicherweise keine Chatmöglichkeiten bietet).

    Von den viel genutzten Seiten ist bisher nur GMail von Google vorbildlich, in Deutschland sei als Positivbeispiel Xing genannt, die https bereits vor Jahren als default-Einstellung eingeführt haben. Aber zurück zu Accessnow. Dort kann man diese Petition unterzeichnen:

    99 of the world’s top 100 sites don’t secure their platforms properly – including Facebook, Yahoo, and Twitter. This puts all of us at risk. What we need is HTTPS – a trusted and inexpensive security solution. To protect our security and privacy, sign the urgent petition below: „To the executives of the world’s 100 most visited websites, We demand privacy and security for everyone everywhere and call upon you to immediately install HTTPS security on all pages of your websites.

    10. November 2010 11
  • : eco-Blog: Warum das Bundeskriminalamt nicht besser ist beim Löschen ist
    eco-Blog: Warum das Bundeskriminalamt nicht besser ist beim Löschen ist

    Ihr erinnert euch an die kleine Zickerei zwischen BKA-Chef Ziercke und eco-Vorstand Oliver Süme letztens vor dem Unterausschuss Neue Medien,* wer denn nun besser Kinderpornographie aus dem Netz löschen kann, bzw. wo der jeweils andere scheitert? Prima. Süme legt nun im eco-Blog nach. Wer bei Netzpolitik.org in den letzten Wochen mitgelesen hat, kennt die beiden Vorwürfe bereits:

    Innerhalb des Referats, das beim Bundeskriminalamt Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen ermittelt, ist nur ein Personalbestand von 6,3 Vollzeitäquivalenten für das Löschen von Webseiten mit Missbrauchsdarstellungen abgestellt. […]

    Eine zweite Erklärung könnte sein, dass das Bundeskriminalamt ausweislich der Antwort der Bundesregierung ausländische Strafverfolgungsbehörden, aber nicht die Provider informiert, die das Material ohne ihr Wissen auf ihren Servern liegen lassen. Aufgrund unserer eigenen Erfahrung mit dem direkten Kontakt zu Providern (in 98,6 Prozent der Fälle, in denen die eco-Internetbeschwerdestelle die Provider direkt kontaktiert, sind die Inhalte binnen einer Woche offline) kann ich mir nicht vorstellen, dass die Provider der Grund sind, warum diese Internet-Angebote nicht verschwinden.

    Nun, als einen der Gründe gibt das BKA ja an, dass man den Kollegen vom FBI nicht in laufende Ermittlungen pfuschen will. Wie auch immer: Ich hatte mir fest vorgenommen, Ziercke gestern genau zu diesem Thema zu befragen. Leider musste dieser sich um Terrorpaketsendungen kümmern und konnte nicht am „Dialog Internet“ teilnehmen (die innerdeutsche Sicherheit geht natürlich vor). Seine Vertretung konnte mir leider nicht helfen, die war aus einer anderen Abteilung.

    *Die gesamte Ausschusssitzung gibt es inzwischen übrigens als schlanke mp4-Datei (2.4GB!) zum Download.

    5. November 2010 11
  • : Offline Filesharing: Digitale Astlöcher mit USB und WLAN
    Offline Filesharing: Digitale Astlöcher mit USB und WLAN

    In New York hat Aram Bartholl aus dem Technik-Kunst-Labor Eyebeam fünf USB-Sticks im öffentlichen Raum vermauert. Die Sticks fungieren als Tote Briefkästen („dead drops“), bzw. Digitale Astlöcher und sollen Filesharing offline und anonym ermöglichen – oder letzteres soweit, wie es der öffentliche Raum zulässt.

    Aus einer ähnlichen Motivation heraus ist ein kleines Skript entstanden, welches WLAN-Router mit dem Linux-basierten Betriebssystem OpenWRT in ein Schwarzes Brett verwandelt: brettpost. Es ermöglicht den simplen Upload von Dateien über den Webbrowser auf einen an den Router oder Accesspoint angeschlossenen USB-Stick. Die neuesten Bilder werden in einer kleinen Galerie dargestellt.

    Anlässlich des Stunts von Aram Bartholl wird das Shell-Skript hiermit mal releast – ein paar englisch-sprachige Kommentare sollten den geneigten OpenWRT-Fan in die Lage versetzen es zum Laufen zu bringen. (OpenWRT ist eine speziell auf Router und Accesspoints zugeschnittene Distribution, die maßgeblich von der Freifunk-Community liebevoll betreut wird.) Wer mit dran rumschrauben will, sei herzlichst ermutigt!

    Fragt sich, wie das weiter gehen kann: In den Kommentaren bei Aram wird vorgeschlagen ein Protokoll zu etablieren nach dem Dateien aus einem Astloch in ein anderes transferiert werden sollen. Ferner sind Broadcasting-Channels machbar, etwa mittels bestimmter Folder für Werke lokaler Künstler oder Party-Ankündigen. Für brettpost ist auch ein Synchronisations-Modus angedacht, in dem hochgeladene Dateien automagisch auf einen Server ins Netz geschoben oder auf angesteckte USB-Sticks kopiert werden.

    (Photos: CC BY NC ND agoasi)

    31. Oktober 2010 37
  • : Das „who sues who“ des Mobiltelefonmarkts
    Das „who sues who“ des Mobiltelefonmarkts

    Der Status Quo der Patentklagen im Mobiltelefonbereich war mir bisher nie so ganz klar. Glücklicherweise haben schon vor einigen Tagen Leute begonnen, übersichtliche Diagramme anzufertigen. Diese wiesen allerdings immer wieder kleine Fehler auf. Mike Masnik behauptet, eine finale fehlerfreie Version präsentieren zu können.

    Irrtümer sind zukünftig also ausgeschlossen.

    29. Oktober 2010 6
  • : Debatte: Jonathan Zittrain und Larry Lessig über Netzneutralität
    Debatte: Jonathan Zittrain und Larry Lessig über Netzneutralität

    Bei Radio Berkman gibt es ein Gespräch zwischen Jonathan Zittrain und Lawrence Lessig über Netzneutralität: Jonathan & Larry TAKE ON… Net Neutrality!

    What started out as a high level policy debate among internet service providers and telecommunications geeks has since blossomed into an all out war, with battle lines ostensibly drawn between those who value free expression and innovation on one side, and free market advocates on another. The idea is that ISPs should not be allowed discriminate between any kind of content that comes over the wires to your home. The implication is that some regulator needs to step in to make sure this idea is enforced. But as with any contentious debate there are subtleties, complications, and hints that the discussion should be steered in a completely different direction. And few have a better acuity for the nuances of such a geeky topic than Jonathan Zittrain and Larry Lessig.

    Everything you wanted to know about net neutrality but were afraid to ask, in this month’s segment of Jonathan & Larry TAKE ON…!

    Davon gibt es eine MP3 und OGG.

    15. Oktober 2010 2
  • : Wie die amerikanische Regierung soziale Netzwerke überwacht
    Wie die amerikanische Regierung soziale Netzwerke überwacht

    Als im letzten Jahr die Anzahl der Zuschauer im Internet bei Obamas Amtseinführung in Rekordhöhe stiegen, wurde der US-Regierung klar, dass sich hier eine Tür öffnete, um das Netz nach Gefahren für die nationale Sicherheit zu durchforsten. Es wurde daraufhin zum Amtsantritt Obamas im Department of Homeland Security’s (Heimatschutzministerium der Vereinigten Staaten, kurz DHS) die Abteilung „Social Networking Monitoring Center“ ins Leben gerufen, um Daten aus der öffentlichen Online-Kommunikation zu erheben und auszuwerten.

    Die Electronic Frontier Foundation erhielt während eines Gerichtsverfahrens über die Kontrolle sozialer Netzwerke dank des Freedom of Information Acts (Informationsfreiheitsgesetz, kurz FOIA) bisher geheim gehaltene Dokumente, die zwei Arten der Online-Überwachung durch die amerikanische Regierung aufdecken:
    Einerseits geschieht dies im Bereich der Staatsbürgerschaft und Einwanderung durch die Durchsuchung sozialer Netzwerke aller Anträge zum Erwerb von Staatsbürgerschaften. Andererseits werden soziale Netzwerke von dem speziell hierfür geschaffenen „Social Networking Monitoring Center“ überwacht. Das Center durchkämmte angeblich bereits eine Woche vor Obama’s Amtsantritt soziale Netzwerke nach Inhalten, die besondere Aufmerksamkeit erhalten. Populäre Inhalte wurden identifiziert und archiviert. Es wurde nach Trends gesucht, die eventuell eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellen könnten.

    Zu den Dokumenten, die gestern von der EFF hierzu veröffentlicht wurden, gehört ein Papier zur Überwachung der sozialen Netzwerke zum Amtsantritt Obamas:

    14. Oktober 2010 3
  • : USA: Mit Netzzensur gegen Urheberrechtsverletzungen vorgehen
    USA: Mit Netzzensur gegen Urheberrechtsverletzungen vorgehen

    Auch die USA haben aktuell eine Netzzensur-Debatte. Allerdings geht es dort erstmal nicht um die Bekämpfung von Kinderpornographie, sondern um Urheberrecht. Die Urheberindustrie hat bekanntlich in die Karriere der meisten US-Politiker investiert und wünscht sich nun die Errichtung einer Netzzensur-Infrastruktur, damit man all die Seiten sperren kann, über die Nutzer Inhalte tauschen oder wo etwas gestreamt wird. Die „COICA Internet Censorship and Copyright Bill“ soll jetzt im Schnelldurchlauf durch den Senat gehen.

    Die Electronic Frontier Foundation hat 87 Internet-Pioniere zusammen getrommelt, die gemeinsam einen offenen Brief an die Politik unterschrieben haben: An Open Letter From Internet Engineers to the Senate Judiciary Committee.

    We are writing to oppose the Committee’s proposed new Internet censorship and copyright bill. If enacted, this legislation will risk fragmenting the Internet’s global domain name system (DNS), create an environment of tremendous fear and uncertainty for technological innovation, and seriously harm the credibility of the United States in its role as a steward of key Internet infrastructure. In exchange for this, the bill will introduce censorship that will simultaneously be circumvented by deliberate infringers while hampering innocent parties’ ability to communicate.

    Die Futurezone berichtet darüber: Internetpioniere gegen US-Netzsperren.

    Der Combating Online Infringement and Counterfeits Act (COICA) sieht laut Angaben der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) unter anderem eine vom Justizministerium kontrollierte Schwarze Liste von Websites vor, die „hauptsächlich“ dem Zweck der Urheberrechtsverletzung dienen sollen. Die Netzsperren greifen tief in die Infrastruktur des Internets ein, da es sich dabei um Manipulationen am Domain Name System (DNS) handelt.

    29. September 2010 7
  • : Wikileaks War Logs: Wired veröffentlicht neue Dokumente
    Wikileaks War Logs: Wired veröffentlicht neue Dokumente

    Spätestens mit dem „Fall Schmitt“ dürfte auch dem  leichtgläubigsten Verschwörungstheoretiker klar geworden sein, dass der Haussegen bei Julian Assanges Propaganda-Plattform Wikileaks derzeit mächtig schief hängt. Wie verfahren die Situation tatsächlich ist, lässt sich heute bei Wired.com nachlesen.

    At least half a dozen WikiLeaks staffers have tendered their resignations in recent weeks, the most prominent of them being Daniel Domscheit-Berg, who, under the name Daniel Schmitt, served as WikiLeaks’ German spokesman.

    Worum geht’s? Nachdem es bei Wikileaks bereits im Zuge der Veröffentlichung von Dokumenten aus dem Afghanistan-Krieg zu internen Unstimmigkeiten gekommen war, verärgerte Assange offenbar auch bei der anstehenden Veröffentlichung von Dokumenten aus dem Irak-Krieg seine Mitstreiter mit einem Alleingang.

    28. September 2010 46