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Körperscanner: Erste Nacktbilder von US-Gericht geleakt

Das für Berichterstattung über die neusten Gadgets bekannte Blog Gizmodo hat eigenen Recherchen zufolge festgestellt, dass mehr als 35.000 Nacktbilder von Besuchern des FlughafensGerichts von Orlando (Florida) in den dortigen Computern der U.S.-Marshalls gespeichert sind – natürlich entgegen der Versprechen der Transportation Security Administration (TSA) und anderer Behörden vermutlich illegal:


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Images from the scanners are „automatically deleted from the system after it is cleared by the remotely located security officer.“

100 Stück der geleakten Nackscanner-Aufnahmen wurden in diesen Video zusammengestellt und musikalisch untermalt – die VermummungSchwärzung der Gesichter wurde von gizmodo vorgenommen:


(Entschuldigte bitte die Qualität, habs noch nicht einfach embedbar gefunden.)

Es handelt sich offenbar zumeist oder ausschließlich um Bilder, in denen das System (fälschlicherweise) Alarm schlug, was bekanntlich schon bei mehr als einschichter Kleidung sehr schnell passiert. Natürlich wurde vorher gesprochen, dass keines des Photos überhaupt gespeichert werde.

In Sachen Bildqualität sah das Promomaterial auch deutlich besser aus … es handelte sich um ein Gen 2mm-Scanner der Firma Brijot Imaging Systems.

20 Kommentare
  1. Lt. verlinktem Artikel steht der Scanner in einem Gerichtsgebäude, nicht am Flughafen. Ist die TSA da überhaupt zuständig?

    An den wesentlichen Kritikpunkten (wie etwa der lange offiziell verbreitete Behauptung, die Geräte könnten schon rein technisch garnichts dauerhaft speichern) ändert das natürlich nichts, zeigt aber schön, dass Flughäfen ganz sicher nicht der einzige Einsatzort bleiben werden, wenn es so weitergeht und die Geräte billiger (oder aus Antiterror-Töpfen subventioniert) werden. Gerichte, Ämter, Polizeiwachen, Bahnhöfe, Arbeitgeber bei denen mit Geld oder sonstigen Werten hantiert wird, Problemschulen – wer ist der Nächste?

  2. „so you can see, that they can save the images, ‚cause these are leaked“ BAM!

    Wie gut, dass wir natürlich ALLE Bilder komplett wieder löschen. So etwas kann gar nicht sein. Das muss ein Fake sein. S-:

  3. Ähm….

    kann mir mal jemand sagen, warum z.B. bei 0:46 min wo man auf dem realen Bild eine Person (A) im Scanner sieht (die Krawatte ist blau umrandet) und zugleich eine Person (B) im Hintergrund (mit abgeknicktem Arm), im Bild von dem Scanner die Person A sieht, aber zugleich auch den Umriss von Person B?

    Ähnliches Szenario bei 0:34 min und noch heftiger bei 0:35 wird eine Person erfasst die hinter dem Scanner an einer Theke lehnt…., 0:46 min, 1:31 min….

    Wie kann das sein?

  4. Es macht Sinn, die Bilder mit Fehlalarmen zu speichern. Der Hersteller kann sie nutzen, um die Software anzupassen und solche Fehlalarme in Zukunft zu vermeiden.

    Aber dann darf man natürlich nicht behaupten, es würden keine Bilder gespeichert werden.

  5. Zum Glück haben wir den Porno-Scanner jetzt auch in Hamburg am Airport. Das finde ich nett weil bisher lange Schlangen, lange Wege und das leicht „ungute“ Gefühl beim Fliegen die Argumente gegen Fliegen waren, neben der Ressourcenverschwendung, Luftverschmutzung und der Gleichförmigkeit und Gesichtslosigkeit der angeflogenen Urlaubsorte. Nun aber ist mit dem Pornoscanner ein weiteres Argument am Horizont aufgetaucht, das die Entscheidung leichter werden lässt.

  6. Ich weis ja nicht, irgendwie sieht das imo fast nach nem fake aus.

    Sieht so aus als hätte jemand mit ner Videobearbeitungssoftware einfach das von der Kamera aufgenommene Bild etwas verzerrt / umgerechnet und verkauft das dann als angeblichen Nacktscanner.

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass die Bildqualität zwischen der zu scannenden Person und den Personen im Hintergrund so identisch wäre…

    Ich bin da jetzt mal eher etwas skeptisch…

  7. Ich frage mich, was man bei dieser grottigen Bildqualität erkennen will. Klare Subvention der Hersteller, wenn so ein Schrott staatlicherseits gekauft wird.

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