Susanne Eiswirt

  • : Copyright – Free Bieber!
    Copyright – Free Bieber!

    Auf das in den USA derzeit diskutierte Copyright-Gesetz Bill S.978, das unbefugtes Web-Streaming urheberrechtlich geschützter Inhalte potenziell zum Verbrechen machen soll, gibt es nun eine witzige Antwort, die Kampagne Free Bieber!

    Mit S.978 drohen demjenigen, der „public performances by electronic means“ mit geschütztem Material, einschließlich Lipsynchs und Cover-Versionen, zum Besten gibt bis zu 5 Jahre Gefängnis. Die Antwort auf die Frage, was „public performances“ in diesem Sinne sein könnten, lässt sich leicht erahnen: Sollte Mutti zum Beispiel auf die Idee kommen, ihren talentierten Sprössling fördern zu wollen und Videos auf Youtube veröffentlicht, in denen dieser urheberrechtlich geschützte Titel singt, macht sie sich strafbar.

    Um deutlich zu machen, wie absurd das ist, bittet die Aktion Free Bieber! nun um Unterstützung für Justin Bieber, dessen Karriere ähnlich begann, nämlich auf YouTube. Seine „public performances“ sind selbstgedrehte Videos, in denen er Titel populärer Interpreten covert, woraufhin er im Oktober 2008 entdeckt und von L. A. Reid bei Island Records unter Vertrag genommen wurde. Damit hat sich Bieber laut S.978 einer Straftat schuldig gemacht, da schon allein die Absicht genügt, aus Veröffentlichungen einen finanziellen Vorteil oder Gewinn ziehen zu wollen.

    Sollte nun mancher Nicht-Fan der Meinung sein „Super, dann sind wir den los!“, der bedenke wie viele potenzielle Verbrecher inzwischen schon allein auf YouTube zu finden sind und mal ehrlich, 5 Jahre sind vielleicht doch etwas hart.

    21. Oktober 2011 46
  • : Witness-Bericht: Kameras überall
    Witness-Bericht: Kameras überall

    Die US-Menschenrechts-Organisation WITNESS widmet sich seit 1992 dem Einsatz und der Verbreitung von Videos, um Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren und aufzudecken. Videos sollen sicherer und effektiver genutzt werden können, nicht nur um persönliches und öffentliches Engagement zu fördern, sondern auch zum Schutz der Filmenden selbst, wie Sam Gregory, Programmdirektor von WITNESS, deutlich macht:

    We are concerned for the safety of those activists filming and distributing video, and people they film – who may be hunted by repressive governments. We want to support these brave witnesses who are speaking up for their rights. In order to do this, activists need help to ensure their video makes the greatest impact, including tools and skills that can help confirm that their footage is real and authentic, and make it stand out.

    Aus diesem Grund hat WITNESS nun folgenden Bericht veröffentlicht: „Cameras Everywhere: Current Challenges and Opportunities at the Intersection of Human Rights, Video and Technology” (Kameras überall: Aktuelle Herausforderungen und Chancen im Bereich Menschenrecht, Video und Technologie“). In diesem werden konkrete Empfehlungen gegeben, wie Videos und andere Informations- und Kommunikationstechnologien eingesetzt werden können, um Menschenrechte zu wahren und Missstände öffentlich zu entlarven. Dabei werden vor allem 3 wichtige Fragen diskutiert:

    * As more people film and take a stand on camera against human rights violations, how can we protect victims and witnesses to ensure informed consent as much as possible?
    * As more footage circulates from human rights crises around the world, how does powerful footage reach audiences in a way that makes sense and moves them to action?
    * How can we trust the authenticity of the footage, if taken by a non-traditional source?

    Hier könnt Ihr den Bericht online lesen oder herunterladen.

    13. September 2011 1