Während unser Bundesinnenminister mit Facebook noch einige Kaffeekränzchen veranstalten will, damit das Unternehmen eine freiwillge Selbstverpflichtung unterzeichnet, handelt die US-Behörde FCC. Konkret geht es um die beliebte Praxis von Facebook, neue Features einzuführen, die man als Nutzer akzeptieren muss, um bestenfalls im Anschluß sich durch die komplizierten Datenschutzeinstellungen zu klicken und diese bei Bedarf wieder auszuschalten. Der Bedarf entsteht gerne, wenn wieder ein Stück (gefühlte) Privatsphäre verschwunden ist. Das berichtet das Wall Street Journal:
Facebook Inc. is close to a settlement with the U.S. government over charges that it misled users about its use of their personal information, the latest sign of widening public concern over privacy in the digital age.
According to people familiar with the talks, the settlement would require Facebook to obtain users’ consent before making „material retroactive changes“ to its privacy policies. That means that Facebook must get consent to share data in a way that is different from how the user originally agreed the data could be used.
Die FCC will Facebook jetzt zu einer Opt-In-Lösung verdonnern. Immer, wenn die Datenschuschutzeinstellungen verändert werden, muss der Nutzer erstmal einwilligen. Das finde ich nur fair den eigenen Nutzern gegenüber und wenn das wirklich ommen sollte, wäre das ein kleiner Sieg für mehr Nutzerrechte. Immerhin schließt man quasi mit einer Anmeldung einen Vertrag mit Facebook. Wenn Facebook die eigene Praxis abändert, wird auch der Vertrag verändert und da sollte man als Nutzer selbstverständlich das Recht haben zu entscheiden, ob man das jetzt gut oder schlecht findet. Die Post-Privacy-Fraktion kann ja gerne immer auf „Weiter“ klicken. Ich hätte gerne die Wahlfreiheit.