FSF
-
: Britische Regierung stellt auf offene Dateiformate um
: Britische Regierung stellt auf offene Dateiformate um Einer Pressemitteilung zufolge steigt die britische Regierung in ihrem Dokumentenverkehr auf offene Standards um.
Die Standards werden für die Dateiformate festgelegt, die über alle Regierungsbehörden hinweg genutzt werden sollen. Die Regierung wird offene Formate verwenden die sicherstellen, dass Bürger und Regierungsmitarbeiter die Anwendungen verwenden können, die am besten ihren Bedürfnissen entsprechen wenn sie Dokumente ansehen oder gemeinsam bearbeiten.
Damit brauchen die Bürger keine spezifische Software mehr, um Regierungdokumente zu lesen oder damit zu arbeiten, der Austausch untereinander wird vereinfacht. Die Formate sind PDF/A und HTML zum ansehen von Dokumenten und Open Document Format (ODF) zur Bearbeitung.
Die Free Software Foundation (FSF) gratuliert der britischen Regierung zu diesem Schritt:
Die Umstellung der britischen Regierung auf ODF wird es Nachzüglern erschweren, das Standardformat zu ignorieren, und könnte andere Regierungen dazu anregen, ebenfalls zu wechseln. Es ist schließlich unmoralisch, öffentliche Mittel für geschützte Software auszugeben, die Interoperabilität behindert und Bürger dazu zwingt, dieselbe Software zu verwenden oder keinen Zugriff auf wichtige Regierungsdokumente zu haben.
-
: FSF: Spendenkampagne für freies Android Replicant gestartet
: FSF: Spendenkampagne für freies Android Replicant gestartet
Das Mobilfunkbetriebssystem Android, das von Google entwickelt wird, gilt allgemein als freies Betriebssystem. Auch wenn das Betriebssystem Open Source ist, ist es aber nicht frei von proprietärer, also unfreier, Software. Aus diesem Grund versucht das Projekt Replicant seit Mitte 2010 Android von seinen proprietären Teilen zu befreien und eine komplett freie Version von Android bereit zu stellen. Um die Arbeit an Replicant voranzutreiben hat die Free Software Foundation (FSF) nun eine Spendenkampagne gestartet.Der derzeit aktuelle Version 4 des freien Betriebssystems Replicant unterstützt nach eigenen Angaben 10 Geräte, größtenteils Geräte des Herstellers Samsung. Um Replicant auf weitere Geräte portieren zu können und somit die Verbreitung des freien Android Systems verbessern zu können, wurde nun die Spendenkampagne der FSF ins Leben gerufen. Mit dem in der Spendenaktion gesammelten Geld sollen in erster Linie weitere Smartphones und Tablets für die Entwickler beschafft werden.
Wondering how much to donate? Any amount will help with Replicant’s infrastructure and promotion. $400–600 will allow the Replicant team to buy one new device and make the OS compatible with it.
Die Nutzung von Replicant anstelle von Android ermöglicht es dem Nutzer nicht nur, vollständig auf propritäre Software zu verzichten. Die Entwickler von Replicant betonen, dass ihr Betriebssystem frei von Googles sonst vorinstallierten Systemen zum Benutzertracking sei und so im, Gegensatz zu Android, den bestmöglichen Schutz der Privatsphäre biete.
-
: Microsoft blockt Spendenseite der Free Software Foundation
: Microsoft blockt Spendenseite der Free Software Foundation Wer in einem Firmennetzwerk arbeitet und die Entwicklung freier Software unterstützen will, könnte dabei auf Probleme stoßen: Microsofts Firmen-Filterprogramm „Threat Management Gateway“ blockiert die Seite donate.fsf.org wegen angeblicher Glücksspielinhalte.
John Sullivan, Executive Director der Free Software Foundation, beschwert sich in einem Blogartikel über die Sperrung der FSF-Spendenseite „donate.fsf.org“ durch Microsofts vor allem in Firmennetzwerken eingesetzte Filtersoftware. Trotz einer am Freitag abgeschickten Beschwerde über Microsofts offizielles Webformular ist die Seite auch weiterhin (Stand Montag 14 Uhr) unter „Gambling“ gelistet.
-
: 4. Mai 2011: Internationaler Anti-DRM-Tag
: 4. Mai 2011: Internationaler Anti-DRM-Tag
„Defective by Design“ heißt die Kampagne der Free Software Foundation, welche auch dieses Jahr wieder einen internationalen Tag gegen DRM-Techniken ankündigt, die uns als Nutzer entmündigen und nicht mehr die Kontrolle über den eigenen Computer ermöglichen. Ihr könnt Euch tolle Aktionen on- wie offline ausdenken und diese in einem Wiki dokumentieren oder auf einer Mailingliste diskutieren (beide englisch-sprachig). -
: Jugendmedienschutz: Und, wie geht’s weiter?
: Jugendmedienschutz: Und, wie geht’s weiter? Als Ende des Jahres – letztendlich überraschend – der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag scheiterte, durfte man etwas Hoffnung haben.
Hoffnung, dass die Politik verstanden hatte. Hoffnung, dass der nächste Staatsvertrag im konstruktiven Dialog mit Experten und Zivilgesellschaft verhandelt wird. Hoffnung vor allem auf einen zeitgemäßen Jugendschutz, der mehr ist, als der zum Scheitern verurteilte Versuch, dem Internet die Regulierungs- und Machtmechanismen des Rundfunks aufzuzwingen.
Das war vielleicht ein wenig optimistisch. Ich will nicht undankbar sein, immerhin gab es erste Einladungen. Bisher freilich eher auf Schnittchenebene:
-
: JMStV in der Praxis: Scientology-Film in der ARD-Mediathek nur zwischen 20 und 6 Uhr abrufbar
: JMStV in der Praxis: Scientology-Film in der ARD-Mediathek nur zwischen 20 und 6 Uhr abrufbar Hin und wieder gibt es Themen, deren Relevanz ich für Netzpolitik.org komplett falsch einschätze. Die Liste der Sachverständigen, die auf einem Ticket der Union in die Internet-Enquete geschickt werden, fand ich zum Beispiel vergleichsweise uninteressant.
Ein unvermeidlicher Lobbyist der Musikindustrie, ein IT-Branchenvertreter (Ich hätte aus Gewohnheit auf T‑Com getippt, war dann Bitkom), ein mir unbekannter Informatiker und ein bekannt konservativer Medienwächter. Dazu eine Quotenfrau für die Community.
Hatte jemand etwas anderes erwartet?Nun, vermutlich nicht. Und auch, obwohl der zugehörige Beitrag hier bei Netzpolitik.org spät kam und recht blutleer formuliert war, kam es noch zu einer angeregten Diskussion.
Bei den Stichworten „GEZ“ und „öffentlich-rechtlicher Rundfunk“ ist es regelmäßig ähnlich. Ich finde ja, dass da eigentlich alles gesagt ist. Nur vielleicht noch nicht von jedem. Sei’s drum, es gibt einen neuen Aufreger.
-
: Amazon-Kindle: Anti-DRM-Petition gestartet
: Amazon-Kindle: Anti-DRM-Petition gestartet Die Anti-DRM-Kampagnenplattform Defective by Design aus dem Umfeld der Free Software Foundation hat eine Petition gegen die restriktiven DRM-Fesseln im Kindle von Amazon gestartet:
We believe in the freedom to read
We believe in a way of life based on the free exchange of ideas, in which books have and will continue to play a central role. Devices like Amazon’s are trying to determine how people will interact with books, but Amazon’s use of DRM to control and monitor users and their books constitutes a clear threat to the free exchange of ideas. That is why we readers, authors, publishers, and librarians demand that Amazon remove all DRM, including any ability to control or access the user’s library, from the Kindle. Amazon’s assurances that it will refrain from the worst abuses of this power do not address the problem. Amazon should not have this power in the first place. Until they give it up they will be tempted to use it, or they could be forced to by governments or narrow private interests. Whatever Amazon’s reasons for imposing this control may be, they are not as important as the public’s freedom to use books without interference or supervision.
Zu den Erstunterzeichnern gehören u.a. Lawrence Lessig, Richard Stallmann und Clay Shirky. Bei ars technica gibt es einen ausführlichen Artikel zur Aktion: New petition demands an end to Kindle DRM, faces long odds.
Big Brother is watching you, and the Free Software Foundation wants the surveillance to stop. They are demanding an end to DRM on Amazon’s popular e‑book reader, the Kindle.
-
: 35 Tage gegen DRM
: 35 Tage gegen DRM Die Plattform Defective by Design hat gerade die „35 Tage gegen DRM“ – Aktion am Laufen. Das Ziel ist es, jeden Tag bis Neujahr einen Hersteller und/oder ein Produkt an den Pranger zu stellen, die Verbraucherrechte durch den Einsatz von digitalen Rechtekontrollsystemen beschneiden. Bisher wurden u.a. Windows Media, WII, Apple MacBook und Prince präsentiert. Vorschläge können immer noch eingereicht werden.
Freut mich auch, dass heute.de darauf verweist: Anti-DRM-Aktion fordert zum Boykott auf.
Das „digitale Rechtemanagement“ ist eigentlich eine Maßnahme gegen illegale Kopien von Musik und Filmen. Kritiker sehen darin eine Gängelung des Verbrauchers und prangern auf der Webseite „35 Days Against DRM“ bis Jahresende täglich ein Produkt an.
-
: FSF veröffentlicht Free Document Licence 1.3
: FSF veröffentlicht Free Document Licence 1.3 Die Free Software Foundation (FSF) hat heute die Version 1.3 der Free Document Licence (FDL) veröffentlicht. Die freie Text-Lizenz ist die rechtliche Basis der Wikipedia. Bisher gab es Probleme mit einer fehlenden Cross-Kompatiblität zur „Creative Commons Namensnennungs-Weitergabe unter gleichen Bedingungen – Lizenz“ (CC-BY-SA), die dasselbe meint. Nachdem die Creative Commons Lizenz der Version 3.0 schon kompatibel gemacht wurde, war jetzt die FDL dran. Nun kann in der Wikipedia-Community die Diskussion beginnen, ob alle Inhalte zur CC-BY-SA migriert werden.
Aus der Pressemitteilung: FSF Releases New Version of GNU Free Documentation License.
„Wikis often import material from a wide variety of sources, many of which use the CC-BY-SA license,“ said Brett Smith, licensing compliance engineer at the FSF. „Wikipedia, however, uses the GNU FDL. The incompatibility between these two licenses has been an obstacle to moving material back and forth between these sites. The new provision of FDL version 1.3 will give Wikipedia and other wikis another chance to choose the licensing policies they prefer.“
„We are grateful to the leadership of the Free Software Foundation for taking this important step,“ explained Sue Gardner, executive director of the Wikimedia Foundation. „In doing this, the FSF is giving the Wikimedia community an opportunity to make a licensing decision that honors our mutual commitment to free culture, and best supports the mission and goals of Wikipedia and its sister projects.“
Mehr zum Hintergrund bietet der Netzpolitik-Podcast Folge 069 mit Jimbo Wales von Wikipedia.
-
: Kritik an Cloud Computing
: Kritik an Cloud Computing FSF-Gründer Richard Stallman hat sich im britischen Guardian zu Cloud Computing geäussert:
But Richard Stallman, founder of the Free Software Foundation and creator of the computer operating system GNU, said that cloud computing was simply a trap aimed at forcing more people to buy into locked, proprietary systems that would cost them more and more over time. „It’s stupidity. It’s worse than stupidity: it’s a marketing hype campaign,“ he told The Guardian. „Somebody is saying this is inevitable – and whenever you hear somebody saying that, it’s very likely to be a set of businesses campaigning to make it true.“ The 55-year-old New Yorker said that computer users should be keen to keep their information in their own hands, rather than hand it over to a third party.
Wer keine Ahnung hat, was Cloud Computing ist: Das ist das Konzept, um Daten auf zentralen Servern auszulagern. Google-Mail und eigentlich das ganze Google-Applikationen-System ist ein Beispiel dafür.
-
: Netzpolitik-Interview: 25 Jahre Freie software
: Netzpolitik-Interview: 25 Jahre Freie software
Am Samstag feiert das GNU-Projekt, und damit Freie Software, seinen 25. Geburtstag. Zu diesem Anlass hab ich ein Interview mit Georg Greve, dem Präsidenten der Free Software Foundation Europe gemacht. netzpolitik.org: Herzlichen Glückwunsch, das GNU-Projekt wird am Samstag 25 Jahre alt. Kannst Du mal beschreiben, worum es geht?
Georg Greve: Das zentrale Anliegen des GNU Projekts ist, allen Menschen die Kontrolle über ihre digitalen Geräte zu geben. Es geht um die Freiheit zur Teilnahme an der Gesellschaft, die Freiheit von Überwachung und Fremdbestimmung, die Unabhängigkeit der Politik, aber auch die Freiheit der Wirtschaft und Vermeidung von Monopolen.
Um dieses Ziel zu erreichen, begann das GNU Projekt vor 25 Jahren damit, ein neues Betriebssystem zu schreiben, denn die Freiheit beginnt an der Basis. Dieses Betriebssystem sollte sich konzeptionell an dem proprietären „Unix“ System von AT&T orientieren, aber vollständig als Freie Software veröffentlicht werden. Aus dieser Überlegung leitete sich dann auch der Name des Projekts ab: „GNU’s Not Unix“ – GNU ist nicht Unix, denn es ist frei, aber konzeptionell an dieses angelehnt.
Gegen 1991 war diese Arbeit bereits weit fortgeschritten, und wurde dann durch den „Linux“ Kernel von Linus Torvalds komplettiert. Die Kombination ist, was wir als „GNU/Linux“ bezeichnen, und stellt die Basis aller heutigen „Linux“ Distributionen dar. Das Bewußtsein für und die konzeptionelle Stärke von Freier Software geht größtenteils auf das GNU Projekt zurück – in dem auch das Prinzip des Copyleft erdacht wurde. Freie Software zu definieren und mit Copyleft einen Schutz für die Freiheit zu erfinden waren die beiden herausragenden intellektuellen Leistungen von Richard M. Stallman, der 1983 das GNU Projekt ausgerufen und gestartet hat.
netzpolitik.org: Wie wird international und national der Geburtstag gefeiert?
Georg Greve: Es gibt viele kleinere und größere Initiativen, diesen Tag zu begehen. Unsere Schwesterorganisation in den USA hat beispielsweise ein Video mit dem bekannten britischen Comedian Stephen Fry gemacht, der wortwörtlich eine Geburtstagstorte für GNU ausbläst.
Ähnlich wie beim Software Freedom Day gibt es zudem viele Ansätze, um das Jubiläum des GNU Projekts zum Anlass zu nehmen, Bewusstsein für seine Arbeit und die Bedeutung der Freiheit im digitalen Zeitalter zu schaffen.
netzpolitik.org: Wie sieht die nahe Zukunft aus? Was sind Herausforderungen für das GNU-Projekt?
Georg Greve: Das Betriebssystem ist mittlerweile eines der Besten und Erfolgreichsten der Welt – und wird auf Geräten von Großrechnern bis sehr kleinen Geräten eingesetzt. Es gibt mit GNOME und KDE zwei extrem erfolgreiche, ausgezeichnete grafische Oberflächen, Büroprogramme wir Abiword, Koffice, OpenOffice.org, Internet-Browser. Auch sehr interessante Spiele werden mittlerweile als Freie Software für GNU/Linux entwickelt.
Für einen normalen Nutzer kann Freie Software mittlerweile die gesamte Bandbreite der notwendigen Funktionen abdecken. Es gibt natürlich noch Lücken, beispielsweise beim sogenannten „Enterprise Resource Planning“ (ERP) für sehr große Unternehmen, aber diese schliessen sich so langsam. Hat das GNU Projekt 1985 einen Großteil der Software sozusagen „in house“ entwickelt – also innerhalb der Free Software Foundation oder in befreundeten Organisationen und durch Freiwillige – so wird die Software in vielen Unternehmen, Universitäten und Organisationen entwickelt.
Das GNU Projekt konzentriert sich daher eher auf die Koordination und Zusammenführung der Arbeit, sowie die Bündelung der Rechte und deren Durchsetzung, was hauptsächlich der Free Software Foundation in den USA zufällt.
netzpolitik.org: Die Free Software Foundation Europe gibt es seit 7 Jahren. Was ist bisher erreicht worden und was sind die nächsten Ziele?
Georg Greve: Die FSFE wurde im Frühling 2001 gegründet, es gibt uns mittlerweile also etwa siebeneinhalb Jahre. In dieser Zeit haben wir Freie Software bei den Vereinten Nationen vertreten und vorangebracht, haben die Europäische Kommission in ihrem Monopolverfahren gegen Microsoft aktiv und erfolgreich unterstützt, haben in hunderten von Konferenzen und Vorträgen den Menschen Freie Software näher gebracht, haben mit Regierungen auf lokaler Ebene zusammengearbeitet und Gesetzesvorschläge begleitet, Freie Software in der Förderungspolitik der Europäischen Union verankert, mit der Freedom Task Force ein weltweit anerkanntes Kompetenzzentrum für juristische Fragen Freier Software aufgebaut, waren aktiv gegen Softwarepatente engagiert und haben durch das Fellowship der FSFE viele lokale Aktionen vorangebracht. Details zu allen diesen Dingen finden sich in den 2‑jährigen Berichten auf unserer Webseite. Über die aktuellen Tätigkeiten informieren unsere monatlichen Newsletter.
Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass unsere Arbeit sich auf Infrastruktur, Schutz und Wachstum für das Freie Software Ökosystem konzentriert. Die dringlichste Aufgabe ist vermutlich, das Bewusstsein für Freie Software weiter auszubauen und ausreichent Unterstützer und Aktive zu finden, um Freie Software an allen relevanten Stellen zu unterstützen und voranzutreiben. Idealerweise sollten wir bei den Vereinten Nationen sehr viel aktiver sein, speziell, da die WIPO nun den Zusammenhang von Softwarepatenten mit Standards und Software zu untersuchen beginnt und hier die Möglichkeit besteht, global Verständnis für die Sinnlosigkeit von Softwarepatenten zu schaffen.
Gleichzeitig sollten wir die Europäische Kommission enger begleiten, da Freie Software und Offene Standards von Vielen als wichtig erkannt worden sind, dies aber insbesondere Microsoft & seinen Partnern nicht gefällt, die sich stark gegen den Trend zu mehr Freiheit und Offenheit stützen. Ähnliches spielt sich zunehmend in allen Regierungen wieder, teilweise auch auf kommunaler Ebene.
Dazu kommen immer mehr Unternehmen, die das Konzept Freie Software für sich entdecken – was außerordentlich positiv ist – dabei aber teilweise Hilfe brauchen, damit die das Konzept und die Freiheit keinen Schaden nehmen. Und auch juristisch sind immer einige Dinge am köcheln. Die FSFE hat in allen diesen Gebieten beachtliche Erfolge vorzuweisen, sollte nach unserem Verständnis jedoch sehr viel mehr machen. Nur verbieten sich einige Möglichkeiten des Wachstums jedoch von vorneherein, da diese unsere Unabhängigkeit gefährden würden. Intern müssen wir also auch noch einige Arbeit leisten, damit wir nach Möglichkeit in Zukunft noch mehr erreichen können.
netzpolitik.org: Wie kann ich die Arbeit mitmachen oder unterstützen?
Georg Greve: Das Fundament unserer Arbeit sind die Freiwilligen, die sich auf verschiedenste Arten und Weisen einbringen – von lokalen Initiativen über die Teams in den verschiedenen Ländern bis zu internationalen Initiativen, wie beispielsweise dem Document Freedom Day (DFD), der von unserem serbischen Team betreut wird. Wer sich so einbringen möchte, kann einen Blick auf unsere Webseite werfen, oder einfach bei der nächsten Veranstaltung einen unserer Aktiven greifen und sich von ihm erzählen lassen, wie man selber aktiv werden kann.
Wer mehr tun möchte, oder wem einfach nur daran gelegen ist, unsere Arbeit auf eine finanziell unabhängige Basis zu stellen, der kann sich beim Fellowship der FSFE anmelden. Und den Unentschlossenen würde ich nahelegen, einfach mal bei einem der zahlreichen lokalen Fellowship-Treffen vorbeizuschauen, die üblicherweise allen Interessierten offen stehen.
netzpolitik.org: Danke für das Interview.
-
: GPL – Rechtsleitfaden
: GPL – Rechtsleitfaden Das Software Freedom Law Center hat einen „A Practical Guide to GPL Compliance“ veröffentlicht:
This is a guide to effective compliance with the GNU General Public License (GPL) and related licenses. In accordance with the Software Freedom Law Center’s (SFLC’s) philosophy of assisting the community with GPL compliance cooperatively, this guide focuses on avoiding compliance actions and minimizing the negative impact when enforcement actions occur. It introduces and explains basic legal concepts related to the GPL and its enforcement by copyright holders. It also outlines business practices and methods that lead to better GPL compliance. Finally, it recommends proper post-violation responses to the concerns of copyright holders.
Eine verbesserte Lesbarkeit durch ein anderes Layout oder Darstellungsform würde dem Dokument noch ganz gut tun.
-
: FSF gegen ACTA
: FSF gegen ACTA Die Free Software Foundation hat jetzt auch gegen das geplante Anti-Piraterie-Abkommens ACTA (Anti Counterfeiting Trade Agreement) eine Stellungnahme veröffentlicht: ACTA threatens free software.
1. It makes it more difficult to distribute free software: Without file sharing and P2P technologies like BitTorrent, distributing large amounts of free software becomes much harder, and more expensive. BitTorrent is a grassroots protocol that allows everyone to contribute to legally distributing free software.
2. It will make it harder for users of free operating systems to play media: Consumers will no longer be able to buy media without DRM – and DRMed media cannot be played with free software.
3. It increases the chances of getting your devices taken away: Portable media players that support free formats are less common than devices which support DRM, such as the iPod. Will this make them suspicious to border guards?
4. It creates a culture of surveillance and suspicion, in which the freedom that is required to produce free software is seen as dangerous and threatening rather than creative, innovative, and exciting. -
: Fünf gute Gründe gegen das neue iPhone
: Fünf gute Gründe gegen das neue iPhone Es ist ja schon etwas surreal, wieviel man in der letzten Woche über das neue Konsumprodukt aus dem Hause Apple lesen musste, bzw. überall damit konfrontiert wurde. Klar, das Userinterface ist nett gelöst und man wundert sich, dass Mobiltelefone immer so schlechte designt waren. Aber gleichzeitig kommt mir die ganze Diskussion rund um dieses neue Statussymbol sehr unkritisch vor. Hat sich mal jemand überlegt, was man sich da in schönem Design ins Haus holt?
Das Commonsblog hat einen kurzen Text der Free Software Foundation mit fünf guten Gründen übersetzt, warum man das i Phone der 3. Generation da lassen sollte, wo es ist: beim Händler. (frei übersetzt)…
* Das iPhone blockiert komplett freie Software. Entwickler müssen an Apple eine Steuer zahlen, Apple herrscht dann darüber wer was mit seinem Gerät machen darf und was nicht.
* Das iPhone befürwortet und unterstützt das so genannte Digital Restrictions Management (DRM) – also digitale Nutzungseinschränkungen (zugunsten der Inhaber der Monopolrechte, also Apple)
* Das iPhone verrät wo Du bist und gibt Anderen ein Instrument in die Hand, Dir ohne Dein Wissen nachzuspüren.
* Auf dem iPhone laufen keine patent- und DRM freien Formate wie Ogg Vorbis und Theora.
* Das iPhone ist nicht die einzige Option. Es zeichnen sich bessere ab, die Deine Freiheit respektieren, Dich nicht ausspionieren, freie Medienformate abspielen und Dich freie Software nutzen lassen wie FreeRunner.Viel Spass beim Konsum.
-
: FSFE-Weihnachtsgeschichte
: FSFE-Weihnachtsgeschichte Es war einmal… . Morgen Abend ist der Präsident der Free Software Foundation Europe im newthinking store in Berlin zu Gast. Bei Tee und Gebäck wird Georg Greve die Geschichte der Foundation erzählen. Eingeladen sind alle, die eine Tasse und mindestens ein Stück Gebäck mitbringen. Zudem sollte man sich für freie Software interessieren. Beginn ist 19 Uhr und der Eintritt ist wie immer frei.
Apropos Freie Software:
Sie bietet die Freiheit,
- die Software unbegrenzt und für jeden Zweck verwenden zu dürfen.
- untersuchen zu dürfen, wie eine Software funktioniert und sie den eigenen Bedürfnissen anpassen zu dürfen.
- die Software kopieren und an Andere weiter geben zu dürfen.
- die Software zu verbessern und die Verbesserungen allen zum allgemeinen Wohl zugänglich machen zu dürfen.
-
: Freie Lizenzen GFDL und CC werden kompatibel
: Freie Lizenzen GFDL und CC werden kompatibel Die Free Software Foundation, Creative Commons und die Wikimedia Foundation haben sich darauf geeinigt, dass die Gnu Free Document License so modifiziert werden soll, dass sie mit der Creative-Commons BY-SA License kompatibel ist. Inhalte, die unter der neuen GFDL veröffentlicht sind, können dann unter CC weitergeben und remixed werden, wenn man den Autor nennt und das Ergebnis unter der selben Lizenz steht. Angestoßen haben dies Lawrence Lessig von Creative Commons und Jimmy Wales von Wikipedia, der das ganze unter großem Jubel ankündigte:
If Wikipedia had been founded after CC it would certainly have been under a CC license but it didn’t exist at the time, so we started with a license called the Free Documentation License which is a good license but very complicated and very difficult to use.
So a couple of years ago, Larry [Lessig] and I were walking in a park in Barcelona and started talking about license compatibility and how important this is. So he and I started a project to try to find a way for Wikipedia, which has become by far the largest repository of information in the world, and the largest repository of freely licensed information that ever existed by far and we said, “How can we make this compatible with the whole CC movement ?”
Lessig hatte schon auf dem 23C3 dazu aufgerufen, die Grabenkämpfe zwischen CC und FSF einzustellen und sich auf die gemeinsame Vision zu besinnen.
Mit der neuen GFDL könnte man künftig Wikipedia-Inhalte mit CC-Inhalten mixen, denn diese sollen dann unter der CC-BY-SA relizensiert werden. Allerdings ist noch unklar, ob das wirklich passiert. Der Wikimedia-Vorstand will eine endgültige Entscheidung erst treffen, wenn die neue GFDL fertig ist und man mit der Wikipedia-Community darüber diskutiert hat. Larry Lessig macht das auch nochmal deutlich.
In den Kommentaren dort streitet man sich schon eifrig über die Feinheiten: Darf die Wikimedia Foundation das einfach machen? Wem gehören denn die Inhalte der Wikipedia? Müsste man nicht von jedem einzelnen Autor die Zustimmung einholen? Ist CC-BY-SA frei genug? Wäre es eine Relizensierung oder eine Multi-Lizensierung? Ich bin versucht, das „na dann“-Tag für diesen Post zu benutzen.
Der Prozess hin zu dieser Einigung muss auch recht nervtötend gewesen sein:
So we went through a long process of negociation with the Free Software Foundation, many many different conversations, very complicated and with lots of legal aspects.
Am Ende sagt Wales sogar einen Satz, der den FSF-Leuten sauer aufstoßen dürfte:
…this is the party to celebrate the liberation of Wikipedia.
Auf dem Video von der Ankündigung, die auf der Wikipedia/iCommons-Party stattfand, kann man schön sehen, wie Larry Lessig sich freut.
-
: Mehr Ogg wagen
: Mehr Ogg wagen Die Free Software Foundation macht gerade eine kleine Kampagne zur Verbreitung des freundlichen und nachhaltigen Medienformates „Ogg Vorbis“: Play Ogg!
-
: Offener Brief an Steve Jobs wegen DRM
: Offener Brief an Steve Jobs wegen DRM Die FSF-Kampagne „Defective by Design“ hat einen offenen Brief an Steve Jobs als Antwort auf seinen Offenen Brief an die Musikindustrie bezüglich DRM geschrieben.
Sign this letter to Steve Jobs asking him to back his pledge on DRM by April 1. We will send this letter with your comments to Steve on April 1, with a big thank you because he has taken one of these actions, or a jesters hat for him to wear if he doesn’t. We will publish the best/funniest comments through out the month!
Update – Das Beste hatte ich noch vergessen:

-
: FSF-Positionspapier zu restriktionsfreier Hardware
: FSF-Positionspapier zu restriktionsfreier Hardware Die Free Software Foundation hat ein Positionspapier verfasst, wie Hardware-Hersteller der Freien Software Community helfen können: The road to hardware free from restrictions: How hardware vendors can help the free software community. Pro-Linux fasst das Papier zusammen: FSF-Positionspapier zu restriktionsfreier Hardware.
Der Text ist in fünf Themenbereiche eingeteilt: Freie Treiber, Restriktionen in proprietären BIOS-Versionen, Unterstützung eines freien BIOS, Befreiung von der »Microsoft-Steuer« und Verzicht auf DRM-Funktionen. Die Autoren stellen im Hardwaremarkt bereits einen Trend zu restriktionsfreier Hardware fest. Kleinere Anbieter, die sicherstellen, dass ihre Hardware optimal mit freier Software läuft, sähen bereits jetzt erhöhte Verkaufszahlen. Die großen Anbieter arbeiten im Server-Markt bereits gut mit, es fehle jedoch ein vergleichbares Engagement im Endverbraucher-Sektor. Doch wer den Trend verpasst, warnen die Autoren, wird von flinkeren Wettbewerbern überholt.
-
: Bad Vista: FSF-Kampagne gegen neue Windows-Version
: Bad Vista: FSF-Kampagne gegen neue Windows-Version Noch ist Windows Vista noch gar nicht so richtig gestartet – die Kritik an der neuen Version des Microsoft-Betriebssystems ist aber bereits jetzt vielstimmig. Jetzt hat auch die Free Software Foundation (FSF) eine (zweigleisige) Kampagne initiiert: BadVista will zum einen vor den Gefahren, die Vista-Usern drohen, warnen – zum anderen aber auch freie Alternativen aufzeigen.
Für John Sullivan von der FSF sind einige Vista-Features vergleichbar mit Schadsoftware: „Das wichtigste für den Besitzer eines Computers ist doch, kontrolieren zu können, was die Maschine tut. MS Windows war schon immer proprietär und sehr restriktiv. Das ist nichts gegen Vista: Die neuen „Features“ ähneln einem Trojanischen Pferd, mit dem noch mehr Beschränkungen eingeschmuggelt werden.“
Über diese Features will BadVista im Detail aufgeklären: Hinterfragt wird nicht nur, wie sie funktionieren, sondern es werden sich auch Infos finden, wie man die Beschränkungs-Technologien umgeht und warum man sich überhaupt über diese Aspekte Gedanken machen sollte. Bei BadVista kommt auch zur Sprache, was politisch an Vista noch brisant ist: Laut FSF werden unbemerkt „durch die Hintertür“ Risiko-Technologien wie TCPA und DRM eingeführt.
Die FSF setzt bei BadVista auf ein Netzwerk aus Aktivisten. „Teccies können auch aktiv werden,“ sagt Peter Brown, Geschäftsführer der FSF, „Das ist es uns wert, denn wir wissen, was für Gefahren Vista birgt.“ Es gehe nun mal um „die wichtigen Fragen“: Ist es als Vista-Benutzer noch möglich, frei zu sein? Frei von der Kontrolle durch den Konzern Microsoft? Wer BadVista unterstützen möchte, kann sich online registrieren und weitere Informationen zuschicken lassen.
