Öffentlichkeit

Microsoft blockt Spendenseite der Free Software Foundation

Wer in einem Firmennetzwerk arbeitet und die Entwicklung freier Software unterstützen will, könnte dabei auf Probleme stoßen: Microsofts Firmen-Filterprogramm „Threat Management Gateway“ blockiert die Seite donate.fsf.org wegen angeblicher Glücksspielinhalte.


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John Sullivan, Executive Director der Free Software Foundation, beschwert sich in einem Blogartikel über die Sperrung der FSF-Spendenseite „donate.fsf.org“ durch Microsofts vor allem in Firmennetzwerken  eingesetzte Filtersoftware. Trotz einer am Freitag abgeschickten Beschwerde über Microsofts offizielles Webformular ist die Seite auch weiterhin (Stand Montag 14 Uhr) unter „Gambling“ gelistet. Wer sich selbst davon überzeugen will kann das hier tun.

In seinem Blogpost geht Sullivan selbst von einem fehlerhaften Eintrag aus, der wohl bald korrigiert werde. Seine Kritik richtet sich allgemein gegen den Einsatz proprietärer Software zur automatisierten Inhaltsfilterung:

Proprietary security software is an oxymoron — if the user is not fundamentally in control of the software, the user has no security. If Microsoft’s „reputation“ database can’t tell the difference between a gambling site and an independently audited registered nonprofit public-interest charity founded almost 30 years ago, it is certainly doing you and your business more harm than good.

Ähnliche Probleme mit Blacklist-basierter Filterung hatte bereits die Piratenpartei, deren Wahlprogramm (das eine Legalisierung weicher Drogen fordert) in nordrhein-westfälischen Schulen wegen „Drogenbezogenen Inhalten“ gesperrt war. Dass Microsoft selbst nicht besonders kritisch mit Blacklists umgeht zeigte sich Anfang des Monats, als ein Heise-Artikel wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen via DMCA-notice aus dem google-Suchindex entfernt wurde.

6 Kommentare
  1. BTW: Netzpolitik.org ist in der Kategorie „technische Informationen“. Die Kategorien, die man als Ersatz vorschlagen kann, sind einen Lacher wert — von „Bösartig“ über „Gotteslästerung/Vulgaritäten“ bis zu „juristische Dienstleistungen und Referenzen“.

  2. Was nimmt sich Microdoof eigentlich das Recht solche Netzdiktaur zubetreiben?
    Den hocharroganten Minusmenschen B.Gates möchte ich mal persönlich eins auf’s Auge pletten, aber er ist ja ein Weichei und Feigling wie alle Geldbonzen die sich hinter ihren Biobotz verkriechen.

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