FSF
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: Novells Danaergeschenk: Intensive Debatte über Offene Standards
: Novells Danaergeschenk: Intensive Debatte über Offene Standards Die Artikel „Novells Danaergeschenk“ (auch auf Groklaw) und „Is OpenXML now a standard?“ anlässlich der Anerkennung von Microsoft Office OpenXML durch ECMA International mit Gegenstimme u.A. von IBM hat mittlerweile eine intensive Debatte ausgelöst. Die Wellen finden sich u.A. im ORF Futurezone Interview „Streit ums Dateiformat der Zukunft“ und im ebenfalls auf Groklaw veröffentlichten „OpenXML wrap-up after D12K“. Worum geht es?
Mit dem Open Document Format (ODF) gibt es zum ersten Mal ein international anerkanntes und durch ISO zertifiziertes universelles Dateiformat für Office-Anwendungen. Dieser erste echte Offene Standard im Office-Bereich wird durch (fast) alle Anbieter begrüßt und unterstützt, was es in Zukunft erlauben wird, beliebige Office-Programme einzusetzen, ohne dabei Schwierigkeiten im Dateiaustausch befürchten zu müssen.
Microsoft ist über diese Aussicht allerdings weniger glücklich und hat daher sein eigenes Format ins Rennen geschickt, das sogenannte „Office OpenXML“, dessen 6000-Seiten schwere Spezifikation anscheinend noch nicht einmal Microsoft CEO Steve Ballmer für vollständig umsetzbar hält – es sei denn, man heisst Microsoft. Damit dient das Format im Wesentlichen der Migration zu und Abhängigmachung von Microsoft.
Mehr Informationen finden sich unter den obigen Links, vermutlich werde ich zu dem Thema in den nächsten Tagen auch noch den einen oder anderen Eintrag auf meinem persönlichen Blog machen.
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: Richard Stallmans Keynote zur GPLv3-Konferenz
: Richard Stallmans Keynote zur GPLv3-Konferenz Pro-Linux berichtet über „Richard Stallmans Keynote zur GPLv3-Konferenz“. Ein englischsprachiges Transkript findet sich bei der FSF Europe. Unklar ist, ob / wo es Audiomitschnitte gibt.
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: Keynote von Eben Moglen auf der Seattle Plone Konferenz
: Keynote von Eben Moglen auf der Seattle Plone Konferenz „Software and Community in the Early 21st Century“ ist der Titel eines Vortrags, den Eben Moglen (Justiziar bei der FSF) auf der letzten Plone-Konferenz in Seattle gehalten hat. Ein Flash-Video mit etwa 65 Minuten Länge ist bei YouTube zu sehen. Es gibt auch ein MPEG4-Video properer Qualität von etwa 274MB Gewicht bei archive.org. Das Material steht unter einer Creative Commons Attribution-Sharealike Lizenz und ist wie üblich sehr klar formuliert.
Andere Beiträge und Papers der Konferenz, die Ende Oktober in Seattle stattgefunden hat, sind meist als PDF auf der Konferenz-Seite bei Plone.org zu finden.
[über Plone-users]
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: FSFE startet „Freedom Task Force“ in Zusammenarbeit mit gpl-violations.org
: FSFE startet „Freedom Task Force“ in Zusammenarbeit mit gpl-violations.org Während Markus sich in der grossen, weiten Welt herumtreibt, ist hier eine Menge los. Heute gab die Free Software Foundation Europe (FSFE) ihre neueste Aktivität bekannt: Mit der im Zürcher Büro angesiedelten „Freedom Task Force“ (FTF) wird die FSFE auf drei zentralen Gebieten aktiv:
- Den Aufbau und die Verbreitung juristischer Kompetenz
- Treuhänderische Aktivitäten zur Unterstützung von Projekten
- Die verbesserte Einhaltung von Freien Software Lizenzen
Für alle Bereiche wird die FSFE mit anderen Gruppen kooperieren, insbesondere mit gpl-violations.org von Harald Welte wird eng zusammengearbeitet werden – die Unterstützung für den Start kommt dabei aus den Niederlanden, von Stichting NLnet.
Wer mitarbeiten oder sich informieren möchte, findet mehr Informationen hier, die Ankündigung ist dort.
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: Hintergrundartikel zu GPL 3
: Hintergrundartikel zu GPL 3 Dr. Oliver Diedrich hat für Heise Open nochmal den „Streit um die neue GPL“ in einem Hintergrundartikel zusammengefasst.
Die Free Software Foundation möchte mit der Version 3 der GPL die Freiheit von Software auch gegen neue Beschränkungen „durch die Hintertür“ – mittels Softwarepatenten und DRM – schützen und die Kompatibilität mit anderen Lizenzen verbessern. Prominenten Entwicklern und Firmen wird die neue GPL zu politisch; sie befürchten eine Spaltung von Open-Source-Community und ‑Markt in Anhänger der alten und neuen Version.
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: Erster Entwurf der GNU Free Documentation License
: Erster Entwurf der GNU Free Documentation License Heise berichtet über den ersten Entwurf der aktualisierten GNU Free Documentation License, welche die FSF jetzt veröffentlicht hat:
Um die Neufassung der am meisten verbreiteten Open-Source-Lizenz, der GNU General Public License (GPL), hat sich – spätestens seit der Veröffentlichung des zweiten Entwurfs diesen Sommer – eine erhitzte Debatte entwickelt. Jetzt hat die Free Software Foundation (FSF), die „Mutter“ der GPL und diverser anderer Open-Source-Lizenzen, den ersten Entwurf der GNU Free Documentation License (GSFDL), Version 2.0, zur öffentlichen Diskussion freigegeben.
Per Jabber hab ich gerade mal Mathias Schindler vom Wikimedia e.V. angefragt, was denn die Meinung der Wikipedia-Community zu diesem Schritt ist. Hier ist die Antwort:
„Wikipedia ist das derzeit größte Projekt, das die GFDL nutzt. Und insofern sind wir auch schon an die Grenzen dessen gestossen, was die alte GFDL leisten kann. Ich finde es sehr gut, dass die FSF hier versucht, auf unsere Probleme einzugehen, die ja auch an anderer Stelle aufkamen, teilweise jedoch andere Probleme betrafen. Jetzt ist erstmal in Ruhe eine Leserunde angesagt. Und dann kann man schauen, ob sich die Situation unter der neuen Lizenz verbessern würde.“
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: Linux-Verband schaltet sich in Diskussion um neue GPL-Lizenz ein
: Linux-Verband schaltet sich in Diskussion um neue GPL-Lizenz ein Der Linux-Verband will sich moderierend in den Diskussionsprozess um die neue Fassung der GPL-Lizenz einschalten und lädt zu Gesprächen ein. Der Linux-Verband, Branchenverband der Linux- und Open-Source-Industrie, will sich moderierend in den Diskussionsprozess um die neue Fassung der GPL-Lizenz einschalten. Die von der Free-Software-Foundation vorangetriebene Neufassung hat eine kritische Diskussion ausgelöst. Zuletzt äußerten auch Linux Kernel Entwickler recht nachdrücklich Vorbehalte. Elmar Geese,1. Vorsitzender des Linux-Verbandes, hält „die Argumentation der Kernel-Entwickler zwar für nachvollziehbar“ doch weist er darauf hin, „dass das letzte Wort in Sachen Neufassung noch nicht gesprochen“ sei. „Wir hoffen, das sich die Free Software Foundation (FSF) davon überzeugen lässt, dass noch maßgebliche Veränderungen am aktuellen Entwurf der Lizenz erforderlich sind“, betont Geese. Der Verband habe Verantwortliche der FSF Deutschland und der FSF Europa kurzfristig zu Gesprächen eingeladen.
Problematisch ist laut Geese die so genannte „Patentklausel“. „Wir sehen zum Beispiel keinen Bedarf dafür, Verfahrensregeln in Bezug auf Softwarepatente in eine Lizenzvereinbarung aufzunehmen.“ Der Linux-Verband habe seit Jahren eindeutig Stellung gegen Patente auf computerimplementierte Erfindungen bezogen. „Solche Patente sind in Europa bisher nicht rechtskräftig, eine Lizenz ist kein geeignetes Werkzeug für die Auseinandersetzung mit diesem Thema.“
Wenn die Ablehnung der neuen Version der GPL in Entwickler- und Unternehmenskreisen weiter fortschreite, sieht Geese Nachteile durch verschiedene gleichzeitig in der Anwendung befindliche GPL-Versionen: „Während die Vorteile von GPLv2 lizenzierter Software bisher auch den Kunden einfach und klar kommunizierbar waren, bringt die neue Fassung mehr Unklarheiten und Probleme als Vorteile. Hier wollen wir Verbesserungen erzielen.“
Auch in anderen Bereichen des neuen GPL-Entwurfes sieht der Linux-Verband Diskussionsbedarf, etwa im Bereich Embedded Linux und der dort notwendigen strengeren Abgrenzung von freier und proprietärer Software oder im Bereich DRM und Trusted Computing. Der Beauftragte des Linux-Verbandes in Sachen Softwarepatente Dr. Johannes Loxen erklärt dazu: „Die neue GPL kann nicht dazu herangezogen werden, Rechtsprobleme zu lösen, die nur randständig mit Lizenzierung als solcher zu tun haben, etwa in den Bereichen digitales Rechtemanagement oder Trusted Computing. Die dringend notwendige Diskussion über Gebrauch oder Missbrauch dieser Techniken darf nicht über Lizenztexte geführt werden.“
Negative Auswirkungen auf den Linux-Markt durch den Lizenzstreit sieht der Linux-Verband jedoch nicht. Das Geschäft mit Linux-Lösungen und Dienstleistungen entwickele sich weiterhin sehr gut. „Die GPLv3 wird eher ein Problem für die FSF als für die Unternehmen werden, wenn sie in wesentlichen Projekten und Lösungen keine Anwendung finden wird,“ so der Verband in einer Stellungnahme.
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: Rede von Eben Moglen auf OSCON 2006 als MP3
: Rede von Eben Moglen auf OSCON 2006 als MP3 Die Keynote von Eben Moglen auf der letzten OSCON 2006 ist jetzt im O´ Reilly Podcast als MP3 veröffentlicht (30 Minuten / 16 MB) worden.
This week the entire program is devoted to the closing plenary from OSCON 2006 delivered by Eben Moglen. Eben Moglen is a professor of law and legal history at Columbia University Law School and is general counsel of the Free Software Foundation.
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: Interview mit DefectiveByDesign-Kampagne
: Interview mit DefectiveByDesign-Kampagne Im digitalmusicweblog gibt es ein lesenswertes Interview mit Gregory Heller von der DefectiveByDesign-Kampagne.
TDMW: DbD’s creative demonstrations have received quite a lot of attention in the blog-o-sphere, and some attention in the major media. They’ve also created quite a precedent for activism, how does DbD plan to keep up the momentum?
DefectiveByDesign: By having fun at the expense of those imposing DRM, whilst organizing actions that you can get involved in. Actions that will allow you to show your frustration with Microsoft, Apple, Sony and the major record labels. And by organizing high profile actions that will gain mainstream media coverage.