Aus der Reihe

  • : 2000
    2000

    Das ist der 2000. Artikel auf netzpolitik.org. Danke fürs Lesen. Der Dank gilt auch meinen Gastautoren, die für bisher 20% der Artikel verantwortlich sind. Die schreiben meist , was und wann sie wollen, so dass ich immer öfters positiv überrascht werde, was in meinem Blog schon steht. Dies sind in ungeordneter Reihenfolge: Matthias „wetter“ Mehldau, Carsten Raddatz, Ralf Bendrath, Mathias Schindler, Oliver Zendel, Martin Schmidt, Peter Schink, Jörg-Olaf Schäfers, Starbug, Eike Hein, Philip Steffan und unser Schweizer Korrespondent Daniel Boos.

    6. April 2006 5
  • : Culture Jamming mit Open Source Marketing
    Culture Jamming mit Open Source Marketing

    Open Source Marketing bringt ja etliche Vorteile mit sich, wenn man es richtig einsetzt. Allerdings eignet es sich offensichtlich nicht für alle Produkte, wie derzeit die Firma Chevy in den USA feststellen muss. Diese verkauft SUVs, das sind diese riesigen Gelände-Sportwagen, welche massiv die Umwelt verpesten und in den USA gross in Mode sind. Chevy hat eine Webseite aufgesetzt, wo Internetnutzer eigene SUV-Werbespots zusammenklicken können. Die Idee ist ja eigentlich prima, aber ich vermute mal, dass nicht damit gerechnet wurde, dass nun massiv von SUV-Kritikern die Plattform zum Culture Jamming genutzt wird, um in Werbespots auf die ökologischen Schäden hinzuweisen. Oder war das so geplant, frei nach dem Motto „Auch schlechtes Marketing ist gutes Marketing“?

    CNet hat auch noch einen Artikel dazu: GM slow to react to nasty ads. Und auf der Webseite „Heavy on the Chevy“ kann man die besten Kritiker-Videos bewerten.

    6. April 2006 3
  • : Verbraucher gegen Spam
    Verbraucher gegen Spam

    Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatte im September des vergangenen Jahres die „Spam Beschwerdestelle“ präsentiert. Heute wurde verkündet, dass mittlerweile mehr als eine Million Beschwerdemails eingegangen seien. Gleichzeitig wurde die Kampagnenseite „Verbraucher gegen Spam“ präsentiert.

    6. April 2006 1
  • : ZDF und Ethik
    ZDF und Ethik

    Das ZDF sollte sich mal schnellstens um ethische Richtlinien für externe Produktionen kümmern:
    Fernsehteam zahlte prügelnden Jugendlichen 200 Euro.

    6. April 2006
  • : Präsentation: Freie Werke für eine freie Gesellschaft
    Präsentation: Freie Werke für eine freie Gesellschaft



    Die neue, zweite Version der Präsentation findet Ihr unter den Links zu den PDFs bzw. zur flickr-Seite. Es gibt auch eine englische Übersetzung.

    Diese zwölfseitige Präsentation erklärt und propagiert den Geist der Open-Source-Bewegung. Sie drückt den Gedanken der Übertragung des Lizenzmodells Freier Software auf andere geistige Schöpfungsarten aus. Mit der Veröffentlichung unter der Creative Commons Namensnennungs-Lizenz schenke ich sie hiermit der Community und biete damit die zahlreiche Verwendung und gemeinsame Verbesserung an.

    Auf die Präsentation lässt sich auch über meine flickr Nutzerseite zugreifen und verlinken. Zum Offline-Zeigen und Ausdrucken gibt es auch je ein PDF im Format eines 4:3 Monitors bzw. eines Blattes A4 Papier. Gesetzt wurde die Präsentation in InDesign, die Quelldaten gibt es für die beiden Versionen (deutsch und englisch) als ZIP (15 MB). Für eine englische Übersetzung hat sich bereits Julian vom zeitspuk.de-Blog gemeldet, Danke! Diese gibts hier dann in den nächsten Tagen.

    I wish you a happy linking and re-using.

    Die Präsentation fertigte ich als Arbeitsprobe für meine Bewerbung auf das Fach Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste (Berlin) an. Circa 13 Stunden Nettolebenszeit vor Abgabe der Bewerbung kam ich auf die Idee, das ganze Konzept meiner Mappe zu ändern und kam auf …

    3. April 2006 21
  • : Googlebot entleert Webseite
    Googlebot entleert Webseite

    Wie thedailywtf berichtet, hat eine leider nicht näher benannte Regierungswebseite in den USA eine böse Überraschung erlebt: Nach der Neueinführung eines wikiähnlichen Content-Management-Systems und der zeitraubenden Migration von bereits vorhandenen Daten fand sich die Seite nach ein paar Tagen Betrieb komplett geleert vor. Die verursachende IP stammte erstaunlicherweise vom Googlebot. Wie sich herausstellte, kamen zwei Dinge zusammen, die diesen Web-Gau bewirkten: Ein User hatte aus einem anderen Artikel Text inclusive einem „Edit“-Hyperlink in das Wiki kopiert. Dies wäre normalerweise kein Problem, da ein User zum Editieren angemeldet sein muss. Der Googlebot kümmert sich jedoch weder um Cookies noch um Javascript, das einen unangemeldeten User umleiten und benachrichtigen würde. Der Bot folgt einfach allen Links, die er findet. Auch den „Delete Page“-Links…

    Die Behörde zog allerdings aus der Aktion nicht die Konsequenz, das CMS in irgendeiner Weise abzusichern oder auf Javascript zu verzichten, sondern vorbot jegliches Copy-and-paste von anderen Seiten. Mehr zu den technischen Fragen in der Diskussion zu der Meldung.

    Via Fefe.

    30. März 2006 3
  • : Frage an Apple-Nutzer
    Frage an Apple-Nutzer

    Hat einer der LeserInnen vielleicht einen der neuen Apple-Notebooks und schonmal nachgeschaut, ob das Trusted Platform Module (TPM) werksmässig eingeschaltet ist?

    29. März 2006 3
  • : So gehts auch: Jazzanova legt Remix-Album CD‑R bei
    So gehts auch: Jazzanova legt Remix-Album CD‑R bei

    Zugegeben, besonders frisch ist diese Nachricht nicht, aber bloggenswert ist sie allemal: Jazzanova haben Ihrem letzten Remixalbum „The Remixes 2002–2005“ eine leere CD‑R beigelegt. Sie ist bedruckt und zum persönlichen Backup, fürs Auto oder Freunde bestimmt. Zudem gibt es einen exklusiven Remix auf der Webseite zum runterladen und brennen.

    The release „Jazzanova Remixes 2002–2005“ comes alongside a blank, but designed cd‑r. Either for back-up or for a copy to friends, everybody can use this blank disc as he chooses to. Jazzanova created a special DJ mix, exclusively downloadable on www.jazzanova.net.

    Ein wenig schöne Welt: Der Remixkünstler ist sich der Kultur, in der er steht und selber arbeitet, bewusst.

    28. März 2006 2
  • : Stanislaw Lem ist tot
    Stanislaw Lem ist tot

    Der Science Fiction Autor Stanislaw Lem ist gestorben. Etwas mehr Infos gibts bei der Tagesschau.

    27. März 2006 4
  • : Punk und Ungehorsam revisited
    Punk und Ungehorsam revisited

    Die belgische Zeitung Le Soir erinnert daran, dass Punk vor etwa 30 Jahren große kreative Potenziale freigesetzt hat:

    „Man hat dem Punk eine ebenso kurze Lebensdauer vorausgesagt wie seinen Liedern. 30 Jahre später ist Punk immer noch da“, schreibt Philippe Manche. „Der Esprit des Punk ist heute noch präsenter, und zwar nicht nur in der Musik. Er diente als Auslöser der zwei wichtigsten musikalischen Bewegungen der letzten 20 Jahre: des Hip Hop und der elektronischen Musik. Man muss kein Diplom in Musikwissenschaften der Berkeley-Universität haben, um auf die Beispiele Soul und Funk zu verweisen. Das gleiche gilt für Elektro. Mit einem einfachen Rechner basteln einige Genies ihre Musik zu Hause zusammen, die dann die Tanzflächen überflutet.“

    Jawoll! Ich meine, dass der größte Einfluß von der riesigen Zahl an unbekannten Bands ausging, die heute meist vergessen sind. Daher bin ich froh, wenn Seiten wie www.7inchpunk.com altes Kulturgut und fette Inspirationsquellen wiederveröffentlichen, die sonst nur betuchten Sammlern und Leuten bekannt wären, die dafür mehrere hundert Dollar bei online-Auktionen bezahlen müssen. Aber es geht eben auch direkt und online, ohne verhindernde Lobby. Die Technik zum Ungehorsam hat man immer schon zu Hause.

    23. März 2006 2
  • : Bildschirmhintergründe
    Bildschirmhintergründe

    Schon mal bemerkt? Bei Wikipedia finden sich viele sehr schön anzusehende Bildschirmhintergrund-Bilder – alle garantiert unter einer freien Lizenz veröffentlicht.

    21. März 2006 1
  • : History of Geistiges Eigentum
    History of Geistiges Eigentum

    Clara Jeffery schrieb für die März/April-Ausgabe des nordamerikanischen Magazins „Mother Jones“ über die Geschichte von „Intellectual Property“ und all die schönen Fakten und Tatsachen, die das Beharren auf „Geistigem Eigentum“ so absurd machen: Intellectual Property Run Amok.

    Ein paar schöne Stellen seien an dieser Stelle zusammengemixt:

    MICROSOFT UK held a contest for the best film on “intellectual property theft”; finalists had to sign away “all intellectual property rights” on “terms acceptable to Microsoft.”

    […]

    NEARLY 20% of the 23,688 known human genes are patented in the United States. Private companies hold 63% of those patents.

    […]

    A FRENCH DIRECTOR had to pay $1,300 after a character in his film whistled the communist anthem, “The Internationale,” without permission.

    […]

    MARTIN LUTHER KING JR.’s estate charges academic authors $50 for each sentence of the “I Have a Dream” speech that they reprint.

    Wobei mich das vorletzte zitierte Faktum an die Rechteinhaber des berühmten Ché Guevara-Fotos erinnert, die sich für die Nutzung seines Abbildes weiterhin gerne vergüten lassen wollen.

    21. März 2006
  • : Leserbriefe lesen
    Leserbriefe lesen

    Absolut grossartig ist der heutige Spreeblick-Podcast mit MC Holgi als Stargast.

    21. März 2006 1
  • : Serverupdate
    Serverupdate

    Heute Nacht haben wir mal den Server geupdated, wo netzpolitik.org drauf läuft. Hat etwas länger gedauert, als geplant, aber jetzt funktioniert wieder alles prima.

    17. März 2006
  • : Kulturelle Errungenschaften remixed
    Kulturelle Errungenschaften remixed

    Wettrennen mit umgebauten Walkmen

    16. März 2006 2
  • : Politischer exe-Bildschirmschoner der CDU
    Politischer exe-Bildschirmschoner der CDU

    Auf der Suche nach parteipolitischen Informationen im Internet stieß ich auf den interaktiven CDU-Bildschirmschoner. Damit könnte ich mir über das Web mit „den aktuelle CDU-Schlagzeilen“ ziehen.

    Leider gibt es ein Problem: ich verwende Linux und kann keine .exe-Dateien ausführen. Ich kann dazu auch keine Prüfung der Datei vornehmen, bevor ich sie installiere, weil sie nicht im Quellcode vorliegt. Dazu passt natürlich, dass mir bisher noch kaum positive, bejahende oder förderliche Äußerungen der CDU, die freie und plattformübergreifend verwendbare Software betrifft, untergekommen sind (tendenziell eher im Gegenteil, man möge meine Angaben ergänzen). Insgesamt ist der Zuschnitt auch eher niedrigschwellig:

    Da der Schoner geladene News-Schlagzeilen lokal zwischenspeichert, benötigt er keine permanente Verbindung zum Internet und funktioniert auch offline. Das stellt sicher, dass der Bildschirmschoner keine ungewollten Online-Kosten verursacht!

    Das stellte natürlich auch sicher, dass wenn ich offline bin, ich keine aktuellen Informationen oder neue Inhalte erhalte. Aber immerhin gibts auch das Angebot, die Nachrichten per RSS zu erhalten. Aber die Zielgruppe der Parteiwebseite interessiert das vermutlich nicht, denn das wird dort nirgendwo erwähnt. Es ginge auch anders, wie die Sozen zeigen: RSS wird erwähnt. Aber auch dort nur eine unschöne .exe.

    16. März 2006 3
  • : Erster RFID-Virus
    Erster RFID-Virus

    Andrew Tanenbaum, Informatikprofessor hat Kollegen der Universität Amsterdam ein Papier veröffentlicht, in dem erklärt wird, wie Viren und Würmer für die RFID-Funkchips hergestellt werden können. In dem Dokument (PDF) wird anhand einer Oracle Middleware erläutert, wie Viren auf den Chips unter bestimmten Bedingungen die Software in den Lesegeräten, aber auch Einträge in den Datenbanken verändern können, mit denen die Lesegeräte verbunden sind.

    Dass sich verschlüsselte Kommunikation nachträglich wieder unauthorisiert entschlüsseln lässt, zeigte sich schon am 1. Februar 2006: Niederländischer Biometrie-Reisepass gehackt

    Mehr im heise newsticker und auf Telepolis.

    15. März 2006
  • : Zitat des Tages
    Zitat des Tages

    Ich würde sagen, das Zitat des Tages stammt von Dr. Thomas Ganswindt, Vorstandsvorsitzender der Initiative D21 und Mitglied im Zentralvorstand bei Siemens: Regierung: Breitband-Versorgung für 98 % der Bevölkerung.

    „Die Unterhaltungsindustrie hat mit Musik-Downloads die Chancen erkannt und erste Trends für mehr Breitbandnutzung gesetzt.“

    Prima, jetzt weiss ich endlich, was ich mit meiner Breitbandleitung anstellen kann. Und das mit dem Trendsetting kann dem Herrn vielleicht auch nochmal jemand erklären (Napster…).

    15. März 2006 2
  • : Herzlichen Glückwunsch: Fünf Jahre FSFE
    Herzlichen Glückwunsch: Fünf Jahre FSFE

    Herzlichen Glückwunsch: Vergangenes Wochenende feierte die Free Software Foundation Europe ihren fünften Geburtstag! Genau am 10. März 2001 wurde der europäische Ableger der amerikanischen Organisation ins Leben gerufen, um für Freie Software auch hierzulande zu kämpfen. Gegründet wurde die Free Software Foundation bereits 1985 von Richard Stallman, der bis heute das Amt des Präsidenten innehat. Stallman trieb damals das GNU-Projekt mit dem Ziel voran, ein freies Betriebssystem zu entwickeln. Die FSF Europe begeht ihr Jubiläum unter der Zielvorgabe „Heute noch mehr den Bedarf an starken, koordinierten Aktionen für die Freiheit eines jeden zu erkennen!“

    Als bisherige Errungenschaften in den letzten fünf Jahren zählt die FSFE unter anderem die Audio-Linux-Distribution AGNULA auf, eines der ersten freien Software – Projekte, das von der Europäischen Kommission Unterstützung erhielt. Außerdem kämpft die FSFE nach wie vor an vorderster Front bei der Monopol-Klage gegen Microsoft. Letztes Jahr konnten im Verbund mit weiteren Organisationen dank der FSFE die Einführung der Software-Patente in Europa vorerst verhindert werden. Ebenfalls 2005 rief die FSFE das „Fellowship-Programm“ (5) ins Leben, eine „Gemeinschaft für digitale Freiheit“.

    14. März 2006 1