Aus der Reihe

  • : Heise.de down
    Heise.de down

    Reibe mir mal wieder ganz verwundert die Augen: heise.de ist gerade down.

    Update: Nach einer halben Stunde offline ist wieder alles in Ordnung, aber dafür ist Telepolis immer noch down.

    6. Februar 2006 2
  • : Klingeltöne und kein Ende
    Klingeltöne und kein Ende

    Warner Music meint eine neue Marktlücke gefunden zu haben: Den Verkauf von Klingeltönen für die Internettelefonie-Software Skype. 1,50 Dollar pro Stück. Janko Röttgers stellt sich auf netzwelt.de vor, wie diese Konzept zustande gekommen sein muss:

    Spät in der Nacht muss es gewesen sein, als die New Media-Experten von Warner Music neulich nach einer Idee suchten, die ihnen den Job retten könnte. Irgendwann schrie dann einer wie vom Blitz getroffen: „Ich hab’s! Internet-Telefonie!“

    Angesichts der fragenden und übernächtigten Gesichtsausdrücke seiner Kollegen sah er sich gezwungen, ein bisschen auszuholen. „Das ist das nächste große Ding, glaubt es mir. Die Kids heute telefonieren alle übers Internet. Ist viel billiger als das Handy. Und damit hammse natürlich viel mehr Geld übrig für … na? Wer kann’s erraten?“

    „Videospiele?“ „Unsinn, Klingeltöne! Die produzieren wir doch eh mittlerweile am Fließband. Warum also nicht einfach eine Internet-Telefonie-Version des gleichen Krams?“ „Großartig!“ Noch in der gleichen Nacht bastelten sie sich ein Konzept zusammen. „Hmm, wenn ich ‚Internet Telephony’ bei Google eingebe, steht da Skype an erster Stelle. Vielleicht sollten wir die Jungs mal anrufen.“ „Großartig!“ Oder so ähnlich.

    3. Februar 2006 1
  • : Webwatching
    Webwatching

    Webwatching scheint ein nettes neues Online-Magazin zu sein, was mit einigen interessanten Interviews gestartet ist. Ich kanns mir leider nicht anschauen, weil man das Magazin mit Flash8 realisiert hat und mein Browser das gerade nicht lesen will. Schade eigentlich. Aber wieso braucht man für sowas Flash, das schliesst doch nur aus?

    1. Februar 2006 7
  • : WordPress 2.01 erschienen
    WordPress 2.01 erschienen

    WordPress ist jetzt in der Version 2.01 erschienen. Jetzt kann ich mal über ein Update nachdenken. Wie sind Eure Erfahrungen mit WordPress 2.x?

    1. Februar 2006 6
  • : Dänemark digitalisiert die Nationalbibliothek
    Dänemark digitalisiert die Nationalbibliothek

    Lobenswerte Sache, die da in Dänemark läuft: das Nationallexikon ist digital verfügbar. Die Dänen sind üblicherweise recht forsch, was Digitalisierungen und generell das Dokumentationswesen angeht. In diesem Fall hat aber nicht die Regierung die digitale Ausgabe veranlasst, sondern eine privat gesponserte Initiative, und der Gyldendal-Verlag hat es umgesetzt. Eine Demoversion ist online (nur als .dmg und .exe). Die Kopenhagener Zeitung schimpft:

    Es kann wundern und enttäuschen, dass die Digitalisierung nicht mit der politischen und ökonomischen Unterstützung der Regierung geschieht, die mit ihrem Kulturkanon und ihrem freien Eintritt für die Museen großen Wert auf eine leichtere Zugänglichkeit zu unserer Kulturgeschichte und zu unserem Kulturerbe gelegt hat.

    Der Kontext kann wohl sein, dass der rechtsliberal-konservativ geprägten Regierung der „größte der möglichen Demokratisierungsschübe innerhalb der Wissensgesellschaft“ suspekt ist, und die Verfügbarmachung der Store Danske Encyklopædi staatlicherseits nicht oben auf der Prioritätenliste stand/steht. Wer besser dänisch kann als ich (das sind vermutlich alle, die zumindest etwas dänisch gelernt haben) und sich auskennt mag das gerne korrigiereren und ergänzen.

    [mit Hilfe des eurotopics-newsletters der Bundeszentrale für Politische Bildung]

    30. Januar 2006 2
  • : Veranstaltung: Rechtspolitischer Journalismus
    Veranstaltung: Rechtspolitischer Journalismus

    Hinweis am Rande: ich bin im Berliner Arbeitskreis Rechtswirklichkeit; wir haben uns u.a. die Vernetzung von NachwuchswissenschaftlerInnen in fächerübergreifender Diskussion zum Programm gesetzt. Kommenden Montag haben wir eine der interessanteren Veranstaltungen auf dem Programm: Christian Rath, Journalist u.a. für die taz, spricht am 6.2. (kommende Woche Montag) zu „rechtspolitischem Journalismus“. Ankündigungstext:

    Das Bild der „Wirklichkeit“ in einer modernen Welt wird im wesentlichen durch die Medien geprägt. Dies gilt natürlich auch für das Recht und die Rechtspolitik. Im Vortrag sollen deshalb die Rolle und die Besonderheiten des rechtspolitischen Journalismus vorgestellt werden. Christian Rath spricht dabei aus eigener Erfahrung. Er ist seit über zehn Jahren rechtspolitischer Korrespondent der taz und anderer Tageszeitungen. Er kennt also zumindest die „Wirklichkeit“ der rechtspolitischen Berichterstattung.

    Veranstaltungsort ist die Humboldt-Universität, Kommode, Bebelpatz 1, Raum 319 Zeit: 19:30 Uhr. Ich werde auch dort sein.

    30. Januar 2006
  • : Relaunches
    Relaunches

    Nach der TAZ hat jetzt auch Die Zeit ihr Online-Design verändert. Beide gefallen mir.

    27. Januar 2006 5
  • : Stoiber remixed
    Stoiber remixed

    Ein grossartiges Stück Digitalkultur ist der Databoy78-Remix einer grossartigen Rede von Edmund Stoiber.

    [via Tim]

    26. Januar 2006 6
  • : Medienkompetenz von Lifestyle-Wunderkindern
    Medienkompetenz von Lifestyle-Wunderkindern

    Detlef Borchers über den Digital Lifestyle Day in München: Mit Google am Pool der coolen People.

    Bis auf zwei Ausnahmen hatte jeder Referent Schwierigkeiten mit seinem Laptop. Reihenweise standen Lifestyle-Wunderkinder ratlos auf der Bühne, weil sie nicht wussten, wie man die Bildschirmauflösung ändert, wo das Beamer-Kabel angeschlossen werden muss oder wie man ohne Maus Powerpoint zähmt. Ein überraschendes Ergebniss, das man den Pionieren des digitalen Lebens nicht zugetraut hätte.

    Scheint ja spassig gewesen zu sein.

    25. Januar 2006 1
  • : Verdachtskriterien islamistischer Terrorismus
    Verdachtskriterien islamistischer Terrorismus

    In Fefe’s Blog findet sich eine Grafik, die „Verdachtskriterien islamistischer Terrorismus“ beschreibt. Wenn es kein Scherz ist, könnte das als „Nur für den Dienstgebrauch“ deklarierte Grafik durchaus echt sein und vom Bundeskriminalamt stammen. Das Muster ist bekannt: Verdächtig macht sich eigentlich fast jeder, da die Verdachtsmomente sehr allgemein gefasst sind. Stefan Krempl hat für Telepolis darüber geschrieben: „Verdachtskriterien islamistischer Terrorismus

    24. Januar 2006
  • : 1 * 10^3 mal IMHO
    1 * 10^3 mal IMHO

    cra hat heute den 1000. Kommentar auf netzpolitik.org geschrieben, jedenfalls von den noch existierenden.

    1000 Kommentaren stehen 1628 Blogpostings gegenüber.

    24. Januar 2006 2
  • : Neues Image für Microsoft
    Neues Image für Microsoft

    Microsoft will dieses Jahr 120 Millionen Dollar in eine globale Imagekampagne investieren. Dabei sind 32 Länder ausgewählt worden, in den Genuss der Werbebotschaften zu kommen. Ziel der Kampagne ist ein anderes Bild von Microsoft, damit sie nicht mehr als „die riesige amerikansiche Firma“ dastehen. Der Werbe-Manager von Microsoft erklärt die Ziele nochmal genauer:

    „We wanted to be very specific about what we are doing in each country in education, innovation, economic opportunity and security,“

    Explizit werden in dem Zeitungsartikel Frankreich und Taiwan genannt. Dies zeigt, dass sich die Kampagne vermutlich gezielt auf die Länder richtet, die mit Linux und Freier Software sympathisieren. Und wenn ich mir die Ziele anschaue, ist Deutschland sicherlich mit dabei. Die Argumentation ist ja hier nicht neu.

    23. Januar 2006 1
  • : Pro-Irakkrieg bloggen?
    Pro-Irakkrieg bloggen?

    Die US-Regierung scheint wohl eine PR-Firma engagiert zu haben, welche die Dienstleistung erbringen soll, in der „Blogosphäre“ mehr Beiträge für den Irak-Krieg zu organisieren und somit das Stimmungsbild zu verbessern. Mehr Informationen gibts bei Source-Watch.

    16. Januar 2006 3
  • : Studie: Wie ich blogge?!
    Studie: Wie ich blogge?!

    Vor einiger Zeit wurde von der Forschungsstelle „Neue Kommunikationsmedien“ an der Universität Bamberg eine Umfrage durchgeführt. Erste Ergebnisse sind online. Auszüge:

    # An der Umfrage „Wie ich blogge?!“ nahmen 5.246 Personen teil, von denen ein Großteil nach dem Schneeballsystem durch Verweise in Weblogs auf die Befragung aufmerksam wurden. Die Ergebnisse können daher keinen Anspruch auf statistische Repräsentativität beanspruchen, erscheinen aber als aussagekräftig für die aktive deutschsprachige Blogosphäre.
    # 84 Prozent der Teilnehmer sind aktive Blogger, also Autoren von einem oder mehreren Weblogs. Das soziodemographische Profil dieser Gruppe entspricht in etwa dem von Pioniernutzern neuer Internet-Technologien (hohe formale Bildung; um die 30 Jahre alt; oft noch in einer schulischen oder studentischen Ausbildung), weist aber ein vergleichsweise ausgeglichenes Geschlechterverhältnis auf. Unter den Weblog-Autoren im Teenager-Alter sind Frauen gegenüber Männern sogar deutlich in der Überzahl.
    # Etwa 60 Prozent der Autoren führen ihr Weblog bei einem Provider, wobei twoday.net, myBlog.de und blog.de in der Stichprobe am Häufigsten vertreten sind. Unter den Stand-Alone-Systemen dominiert WordPress mit deutlichem Abstand vor Serendipity. Die Zufriedenheit mit der jeweiligen Weblog-Software und einzelnen Aspekten variiert zwar in einzelnen Punkten, ist aber im Großen und Ganzen recht hoch.

    Die Umfrage ist als PDF verfügbar (27 Seiten).

    15. Januar 2006 1
  • : Trips in die neue Wirklichkeit: PC und LSD
    Trips in die neue Wirklichkeit: PC und LSD

    Eben im HR2-Radio und jetzt als Podcast: Trips in die neue Wirklichkeit: PC und LSD

    Das menschliche Bewußtsein ist auch nicht mehr was es mal war: alles vernetzt sich, wird virtuell und grenzenlos erweitert.

    Es geht um die Schnittstellen zwischen LSD und Cyberculture. Sehr interessant.

    13. Januar 2006 2
  • : Nicht ortbare Mobiltelefone (fast)
    Nicht ortbare Mobiltelefone (fast)

    Wie der Inquirer heute feixend berichtet, werden in den USA Mobiltelfone verkauft, die sich nicht orten lassen. So zumindest lautet die Überschrift einer Meldung, die ABC News zu nächtlicher Zeit verbreitet (und was über BBC auch hier zu empfangen ist).

    Natürlich ist das ein Fake, wenn auch unabsichtlich. Kein Mobiltelefon im ordentlichen Handel kann sich unsichtbar machen (außer man schaltet es „hart“ ab). GSM ist ortbar, mindestens bis zur Funkzelle, mit Tricks auch wesentlich genauer. Die Berliner Zeitung Tagesspiegel hatte vor Jahren mal arglos darüber berichtet, als ein Schüler mittels (uralten) Prinzipien der Dreieckspeilung aktive GSM-endgeräte zentimetergenau ortsbestimmen konnte. Webseiten einiger Netzbetreiber bieten eine m.E. harmlose Version davon an: in welcher Funkzelle steckt mein (gestohlenes) Handy? Auch die IMEI dient der eineindeutigen Identifikation. So weit, so einfach. Paul Hayes kommentiert so:

    Mostly the phenomenon is informative – in a back-handed sort of way. And we can giggle and squirm at the false sincerity of it all, as Bob hands over to ‚Libby’ who introduces ‚Brad’ and they all seem to indulge in some aural mutual masturbation.

    Bob ist der Moderator der Sendung, Libby seine Gesprächspartnerin. Es geht um Handys, die mit Bargeld und wie es scheint ohne weitere Registrierung gekauft werden können. Von bösen Terroristen, die nur übles im Sinn führen.

    Of course, this is scary because those buying up these phones in bulk were almost certainly terrorists. You can buy these phones with cash and just disappear with them, warned our on-the-spot reporter from outside a Wal-Mart, or something like it – it was late, so forgive my recall. Then on-the-spot Brad (let’s call him) hands back to gleaming (w)anchorman Bob, who utters something to the effect of: „Wow Brad, that sure is scary.“

    Das, was an so einer Meldung Angst macht, ist nicht, dass es tatsächlich nicht ortbare GSM-Endgeräte gäbe (man zeige mir eines). Sondern dass es nachts ausgestrahlt wird, wo doch hierzulande die bizarre Logik eines Kampfes gegen den Terror nicht oft genug entlarvt werden kann.

    Herr, wirf Hirn vom Himmel.

    13. Januar 2006 1
  • : Saatgut: Wo bleibt die Vielfalt?
    Saatgut: Wo bleibt die Vielfalt?

    Zum morgigen Start der Grünen Woche (Motto: Sind sie bereit für die Vielfalt?) greift die Berliner Zeitung im Feuilleton-Leitartikel (Was gibts zu essen?) heute das Thema Schutzrechte auf Pflanzen und Saatgut auf. Sehr lesenswert.

    Zu Beginn wird der Streit um die Kartoffelsorte Linda angesprochen: Als die Schutzfrist für die populäre Sorte auslief, zog die Schutzinhaberin, die Firma Europlant, die Anmeldung zurück, um die Sorte nicht Gemeineigentum werden zu lassen, für das keine Lizenzgebühren fällig wären. Nach Antrag beim Bundessortenamt durch den Freundeskreis „Rettet die Linda“, dem auch die Interessengemeinschaft gegen Nachbaugebühren und ‑gesetze und Greenpeace angehören, wurde vorläufig der lizenzfreie Anbau bis Mitte 2007 genehmigt. Allerdings unter starken Auflagen, die die Firma Europlant auf richterlichem Wege erzwang und sie wieder als Defacto-Monopolistin auftreten lässt. Weiteres ist auf der Seite des Freundeskreises nachzulesen.

    Auch wird in dem Artikel der Rückgang der Artenvielfalt von Nutzpflanzen mit seinen ökologischen, wie ökonomischen Folgen thematisiert. Der zweite große Aspekt des Artikel behandelt die Repressionen der USA hinsichtlich der Bauern im Irak: Die Neuaussaat der letzten Ernten steht dort nunmehr unter Strafe. Stattdessen muss gebührenpflichtiges Saatgut aus den Vereinigten Staaten gekauft und angebaut werden.

    Und wenn wir noch gegen DRM kämpfen werden, wird ungeachtet unser Essen monopolisiert sein.

    12. Januar 2006 3
  • : Sony-Promotion der anderen Art
    Sony-Promotion der anderen Art

    Taipei 101 Feuerwerk AktionNein, diesmal geht es nicht ums Rootkit, sondern um eine ungewöhnliche, weil visuell beeindruckende Aktion: eine Promotion für eine Fernseher-Baureihe. Und nein, es war nicht das zweckentfremdete chinesische Neujahr, sondern eine (fast) ganz normale Werbeaktion am höchsten Gebäude der Welt für schlappe 10 Millionen NTD. (Das Standbild kommt von hier [epochtimes.com].) Auch bei Brian Mathes findet man ein Foto (und auch sonst einiges lesenswertes).

    Die proprietäre Datei ist an die 5 MB groß und kann man von hier herunterladen. Dateiname bei anderen Quellen lautet 台北101跨年煙火2006_2分鐘花了一千多萬__00.WMV.

    11. Januar 2006 3
  • : KEK: Springer darf nicht ProSiebenSat.1 übernehmen
    KEK: Springer darf nicht ProSiebenSat.1 übernehmen

    Die „Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich“ (KEK) hat soeben die Übernahme der ProSiebenSAT.1 Media AG durch die Axel Springer AG für nicht genehmigungsfähig erklärt.

    Die geplante Übernahme der ProSiebenSAT.1 Media AG durch die Axel Springer AG begründet vorherrschende Meinungsmacht. Sie wird nach den Vorschriften des Rundfunkstaatsvertrags über die Sicherung der Meinungsvielfalt nicht als unbedenklich bestätigt.

    Finde ich prima, vielleicht bleibt ja doch noch ein wenig Medienpluralismus bei der „Old Media“ erhalten.

    10. Januar 2006