Aus der Reihe

  • : Wer ist eigentlich Markus?
    Wer ist eigentlich Markus?

    Markus ist vermutlich zu bescheiden, um darauf hinzuweisen, also mach ich das mal: Falk Lüke hat für das Online-Magazin Zuender der „Zeit“ ein Portrait über Mr. Netzpolitik himself, Markus Beckedahl, geschrieben: Ein ungleicher Kampf.

    7. November 2005 2
  • : Politisches Flash: Arnolds Nachbarschaft
    Politisches Flash: Arnolds Nachbarschaft

    Ein sehr schönes Beispiel für virales Marketing in politischen Kampagnen ist die Flash-Animation „Arnold’s Neighborhood“. Die knapp zweiminütige ist witzig gemacht und bringt die Botschaft ganz gut rüber. Eher eine der besseren politischen Animationen. Weist auch darauf hin, dass der kalifornische Wahlkampf schon wieder los geht, Schwarzeneggers Umfragewerte sinken kontinuierlich.

    27. Oktober 2005
  • : RFID im Verkehrsverbund Taipei
    RFID im Verkehrsverbund Taipei

    Taipei Easycard Terminal im Bus Wie die Verkehrsbetriebe in Taipei auf ihrer Webseite berichten (chinesisch/englisch) werden dort seit einigen Jahren berührungsfreie RFID-Tickets u.a. für den Nahverkehr eingesetzt. Die Technologie ist von Philips (Europa) und nennt sich Mifare, dort sind weitere Implementierungen verlinkt. Eine Flash-Animation verrät einige Details zur ‚Easycard’ (per Pop-Up, daher nicht direkt verlinkbar; oben auf den Showcases-Link klicken). Mich interessierten v.a. die Erfahrungen, die damit gesammelt werden konnten. Bei meinem Aufenthalt in Taipei hab ich auch einige Fotos gemacht, die die Verbreitung und Verwendung der Technik verdeutlichen.

    Solche Terminals wie oben auf dem Foto befinden sich in den Bussen und der U‑Bahn, man führt dann beim Aus- und/oder Einsteigen seine Easycard direkt vor dem Gerät vorbei und darf dann durch.

    25. Oktober 2005
  • : Linux bei BeeTV in Taipei
    Linux bei BeeTV in Taipei

    Über Taiwan weiß man hierzulande meist zu wenig; auch die Ein-China-Politik der vergangenen Schröder-Regierung kann dafür als Grund herhalten. Monitore von BeeTV in Bussen in Taipei Meist ist nur die ausgeprägte Technikverliebtheit als Stereotyp hier angekommen. Im Urlaub konnte ich selbst beobachten, wie dort mit Technik verschiedenster Art umgegangen wird. U.a. gibt es das Bus-Werbefernsehen BeeTV, das neben Kommerz auch reichlich Cartoons zeigt und so manche längere Fahrt duch Taipei verkürzen hilft. Interessant ist, dass ich das System einmal unverhofft beim Booten beobachten konnte: es ist ein Linux!

    So sieht das in den Bussen aus (und, für die Pedanten: ja, das weniger verwackelte Foto stammt aus einem anderen Bus). In der Hektik kurz nach dem Einsteigen hab ich diese Screenshots machen können. Photographisch verpasst habe ich da leider den Acer-Logo-Startscreen samt Bios-Nummer. Links vorne fast unter dem Fahrer sitzt eine graue Acer-Box mit der Hardware, etwa von Notebook-Größe. Ist fest verschraubt und hier gerade noch so zu sehen. Praktisch alle Busse, die ich in Taipei benutzt habe, haben diese Ausstattung.

    Welches Linux da bootete war mir nicht ganz klar, das ganze ging viel zu schnell und ich war unvorbereitet. Daher die leicht verwackelten Fotos, was an der Hektik liegt und an der Baustelle, durch die der Bus da gerade fahren musste. Die Bootscreens sind teils farbig, folgen dabei aber nicht dem mir bekannten Farbschema von Gentoo. Wer weiß da mehr oder erkennt das auf den ersten Blick?

    20. Oktober 2005 2
  • : Taipei: öffentliches WLAN in der U‑Bahn
    Taipei: öffentliches WLAN in der U‑Bahn

    Taipei Metro Wireless Internet Service Belustigend, die Technikverliebtheit in Taiwan, und zugleich außerordentlich zuvorkommend: die Zugangsbauwerke der U‑Bahn in Taipei sind mit drahtlosem Internet versorgt, im Gegensatz wohl zu den Tunneln und Zügen (so wurde mir berichtet). Dafür aber gibts diese Schilder im Bahnhof (nicht auf dem Bahnsteig).

    Testen konnte ich das nicht, weil mein Mobiltelefon kein WLAN kann. Gedacht ist der Dienst jedenfalls klar für Leute, die einen Laptop dabei haben, und diesen zum was-auch-immer-tun abstellen möchten:

    Taipei Metro Laptop Abstellplatz

    Pragmatisch gedacht: Man muss beim Benutzen stehen. Bänke gibts da kaum auf der Zwischenebene, und in der U‑Bahn selbst soll man weder Computer noch Mobiltelefon benutzen. Diejenigen, die trotzdem telefonieren, halten ihre Hand so, dass sie eine Sprechmuschel bildet und man in der Umgebung kaum etwas hört. Im Berufsverkehr weiß man dann, weshalb Laptops nicht in der Bahn rausgeholt werden sollten: die Wagen sind knallvoll (wenn auch nicht so eng wie in Japan).

    Die Versorgung der etwa 50 U‑Bahnhöfe ist Teil der stadtweiten, öffentlichen Versorgung der Stadt mit WLAN. Der Plan zur Einrichtung von u.a. 15.000 bis 20.000 HotSpots im öffentlichen Raum wurde 2004 vom Bürgermeister Ma ying-jeou (馬英九) in der Vision „Wireless Taipei, Endless Taipei“ formuliert und ist recht weit vorangekommen. (Das wäre auch nochmal einen eigenen Artikel wert.)

    15. Oktober 2005 2
  • : Aussenstelle der c‑base in Taipei?
    Aussenstelle der c‑base in Taipei?

    Wie aus gut informierten Kreisen bekannt wurde ;) existiert in Taipei eine Aussenstelle der c‑base. Ich konnte jetzt ein Foto machen (Straßenansicht):

    Aussenstelle c-base Taipei

    Aber bei näherem Hinsehen entpuppte sich das als ganz normaler, sich schick und technophil gebender Klamottenladen. Leider!

    13. Oktober 2005
  • : Casino-Spam auch per Briefpost
    Casino-Spam auch per Briefpost

    Nach dem Urlaub fand ich das hier im Briefkasten: „NEU im CASINO-CLUB: Spannende Pokerspiele.…“ und so weiter. Kam mir bekannt vor, bloss eben aus der online-Welt. Jetzt aber hab ich das als Papierpost, mit Porto und allem, ein A4-Blatt auf deutsch, im Mehrfarbdruck, dazu ein mehrseitiges Faltblatt, das mir ein Begrüßungsgeld verspricht, und interessante Matches gegen internationale Größen.
    Wenn ich mal unterstelle, dass die zugehörige Webseite tatsächlich legal und redlich arbeitet, so frage ich mich doch, wie meine Adresse an die geraten konnte. Zumal der Versender aus Österreich kommt… Da sollen wohl arglose offline-Spieler ins ach so sichere Netz gelockt werden. Nicht mit mir.

    13. Oktober 2005
  • : CCC startet Poesie-Wettbewerb „Lyrical I“
    CCC startet Poesie-Wettbewerb „Lyrical I“

    Von ccc.de:

    Ab sofort sammeln wir Limericks, Schüttelreime, Haikus, Sonette, formlose Werke – kurz alle moeglichen und unmöglichen Gedichte rund um CCC-Themen

    Ein Sonett ueber RFID ist ebenso willkommen wie „Ode an meinen WindowManager“, „Liebesgedicht an mein Notebook“ oder ein „Programmiersprachen“-Gedicht. Alle Einsendungen stehen unter der [Externer Link]Creative Commons License. Alle Gedichte werden auf www.ccc.de veröffentlicht.

    Einsendeschluss für eure Meisterwerke ist Sonntag, der 4. Dezember. Die besten Einsendungen werden von einer dreiköpfigen Jury ausgewählt und im Rahmen des [Interner Link]22. Chaos Communication Congress präsentiert.

    Die Gedichte können in Deutsch oder Englisch an lyrical_i(at)ccc.de geschickt werden.

    Ziel des ganzen sind

    * schöne Gedichte
    * Spass
    * eine neue, ungewohnte Heransgehensweise an die Themen
    * originelle Signaturen & Fortune Cookies für alle :)

    5. Oktober 2005
  • : Was macht überhaupt ein Geheimdienst?
    Was macht überhaupt ein Geheimdienst?

    Die National Security Agency (NSA), u.a. Hauptbetreiber des globalen Überwachungsnetzwerkes Echelon, hat Kinder und Jugendliche als Zielgruppe entdeckt. Unter nsa.gov/kids gibt es tatsächlich eine Webseite, welche die Arbeit des Geheimdienstes niedrigschwellig erklärt. Kryptographie für Anfänger sozusagen, mit Bastelanleitungen und kleinen Spionage-Tipps. Weiterführende Links weisen u.a. zu den Kinder-Angeboten vom FBI, CIA oder DIA.

    28. September 2005 1
  • : Open Source Marketing
    Open Source Marketing

    Die „dotcom“-Blase ist geplatzt – Open Source Software schickt sich an, die neue „große Nummer“ der Geschäftswelt zu werden. Allerdings unterscheidet sich das Open-Source-Business weitgehend vom inhaltlich eher schwachbrüstigen Marketingboom der Neunziger Jahre.

    Zack Urlocker, Vize-Präsident der Firma MySQL, hat in einem Interview mit MarktingSherpa seine Sicht der Dinge dargelegt und auf Fehler im Open Source Marketing hingewiesen.

    Grundsätzlich so Urlocker, müssen sich die Firmen darüber klar sein, dass sie mit technisch versierten Kunden interagieren. Denn eine großer Anteil der Kundschaft ist selbst in Open Source Projekten engagiert. Mit leeren Phrasen und großen Versprechungen ist darum im Open Source Business nicht viel zu holen.

    Es geht um Inhalte, um präzise Informationen und konkrete Antworten. Urlocker macht gravierende Fehler aus, die die Erfolgaussichten eines auf Open Source setzenden Unternehmens empfindlich stören können und gibt Tipps für eine erfolgreiche Marketingstrategie.

    Mehr als in anderen Branchen ist Ehrlichkeit über die Lizensierung und eine transparente Unternehmensstruktur und ‑philosophie von Nöten. Denn OSS-Firmen sind in großem Maße auf die Unterstützung aus der Community angewiesen. Nicht nur, dass die Entwickler untereinander on- und offline kommunizieren und somit an der Meinungsbildung über das Unternehmen, letztlich also an dessen Erfolg beteiligt sind. Auch die Pläne und die Strategie der Firma müssen offen kommmuniziert werden, da die Ressource – die Software – ursprünglich aus der Open Source Community kommt und diese daher über die weitere Verwendung ihrer Entwicklung informiert werden will.

    Das Motto lautet also, nicht nur Open Source vorgeben, sondern Open Source sein.

    Wichtig ist es laut Urlocker, Informationen über das Unternehmen und Produkte nicht nur über die klassischen Wege zu publizieren, sondern alternative Strategien zu entwickeln. Zielgruppengerechte Kommunikation lautet das Stichwort. Als Beispiel nennt Urlocker die MySQL-Roadmaps, die die Pläne des Unternehmens für die kommenden zwei Jahre offenlegen und nicht nur in offiziellen Portale sondern auch auf Entwicklerseiten gepostet werden.

    Open Source Software ist den proprietären Gegenstücken in vielerlei Hinsicht überlegen. Nichts desto trotz wollen Kunden nicht bevormundet, sondern sachlich von einem Produkt überzeugt werden. Laut Urlocker sei eine „religiöse“ Idealisierung Freier Software und die Brandmarkung aller proprietärer Konkurrenzprodukte daher oftmals eher verkaufsstörend. Vielmehr käme es darauf an, Kunden durch klare Aussagen von den Vorteilen einer Open Source Lösung zu überzeugen.

    Der Erfolg gibt MySQL-Vize Urlocker recht. Der gibt wiederum einen Einblick in die Marketing-Strategie seines Unternehmens.

    Die MySQL-Website bietet für alle Kundengruppen die passend aufbereiteten Informationen. So gibt es beispielsweise die Developer Zone, wo Buchauszüge, Best practise Berichte, aktuelle Artikel, Blogs und andere Materialien zur Verfügung gestellt werden. Des Weiteren haben sich so genannte Webinars bewährt. In diesen Online-Präsentationen widmen sich Experten technischen Belangen, beantworten Fragen und treten in den „direkten“ Austausch mit interessierten Entwicklern. Newsletter ergänzen dieses Informationsangebot.

    Ähnlich erfolgreich sind Fallstudien bekannter Firmen, die Einzelheiten über die Implementierung von MySQL beschreiben. Wichtig hierbei ist es das die zur Verfügung stehenden Dokumente, tatsächlich eine Entscheidungshilfe geben, d.h. relevante und ehrliche Informationen zu Technik, Motivation, Implementationsstrategie und auftretenden Problemen liefern.

    White Papers sind ebenfalls eine beliebte Informationsquelle, für die Entwickler sogar bereit sind einvorgeschaltetes Online-Formular auszufüllen. Dieses beschränkt sich auf wenige, wesentliche Angaben, nämlich eMail, Titel, Firma und das geplante Einsatzgebiet von MySQL. Beim zweiten Download eines White Papers wird die Person per Cookies identifiziert und muss lediglich die Frage nach der gesuchten Anwendung beantworten.

    Darüber hinaus haben sich auch Firmen-Weblogs als Ergänzung der traditionellen Pressearbeit bewährt. Einzelne Mitarbeiter berichten hier, aber auch auf Community-Website und in Entwickler-Foren von ihrer Arbeit und stehen als Ansprechpartner bei technischen Fragen bereit.

    Auf diese Weise kann der enge Kontakt zu der Entwickler-Community, die so wichtig für Open Source Unternehmen ist, gehalten werden, unabhängig davon wo diese sich im Web bewegen und welchen Informationsstil sie bevorzugen.

    26. September 2005
  • : Godcasting erreicht Deutschland
    Godcasting erreicht Deutschland

    Prima, jetzt gibts Godcasting auch in Deutschland:

    hr3, das Pop- und Rockradio des Hessischen Rundfunk, bietet jetzt auch „Godcasting“ auf der Website hr3.de an. „Godcasting“ sind Podcasts mit religiösem Inhalt. Hierfür ist das Programm des Kirchenfunks online, der in hr3 dienstags, donnerstags und sonntags „Moment Mal“ mit religiösen Gedanken zum Tag sendet. Diese Sendungen stehen dem Nutzer als „Godcast“ auf Abruf zur Verfügung.

    Lustigerweise habe ich mir irgendwann mal die Domain godcasting.de geholt. Kann man vielleicht noch was mit anfangen in Richtung Citizen Preaching.

    25. September 2005
  • : WordPress: Spam-Karma 2 läuft rund
    WordPress: Spam-Karma 2 läuft rund

    Danke für den Hinweis in dem Beitrag zum Thema Spaminator: Spam Karma 2 läuft prima und filtert jetzt wieder alle Poker/SCO/Pillen – Trackbacks raus.

    Leider hat sich als Kollateralschaden der Hinweis darauf in den Kommentaren ins Datennirvana veranschiedet. Ich weiss jetzt leider nicht, wem ich dafür danken kann.

    20. September 2005 1
  • : Tour-bloggen aus Amiland
    Tour-bloggen aus Amiland

    Martin Kretschmann, einer meiner Lieblings-DJs (Acid Pauli) und Teil der genialen Bands Notwist und Console ist mit einem neuen Projekt auf US-Tour und bloggt mit dem Titel „Mongolian Coach Tours“ bei der Zeit .

    20. September 2005 1
  • : WordPress: Probleme mit Spaminator?
    WordPress: Probleme mit Spaminator?

    Bis vor einigen Versionen dieser WordPress-Software funktionierte das Spaminator-Plugin ziemlich gut, und hat Kommentarspam zuverlässig verhindert. Mit regulären Ausdrücken, die per Klick updatebar waren, wurde die Spamlast deutlich verringert. Danke Mookitty! Lange Zeit war Ruhe im Karton.

    Seit gestern sind über 40 lästige Kommentar- und Trackbackspams aufgelaufen, die wir dem Plugin beibringen wollten. Kommentare werden seit Dezember moderiert, die Trackbacks per Plugin freigeschaltet, was ebenfalls gut funktioniert (von MtDewVirus). Zum Anlaß wollten wir die RegEx-Liste erneuern, und folgten dem Link im Plugin – und landeten mit Umwegen hier:

    This is my new site, I’ve done away with the “blog” subdomain to make things a bit cleaner to deal with.

    If you’re looking for my old WordPress plugins and such, they’re not here. User support was getting too much for me, and most importantly, my most popular plugin, Spaminator, didn’t work with the final 1.5 release. My old blog was based on a 1.5 beta and when the bug reports came in I just lost all enthusiasm for the project. It worked for me, and that was enough. (Zitiert von http://mookitty.co.uk/index.html – nicht verlinkt; siehe unten)

    Offenbar haben wir da was nicht zeitnah mitgekriegt beim Versionsupdate. :P Seltsam ist die Sache aber schon, die Seite von Mookitty war früher in einem süßlichen rosa gehalten und ist jetzt visuell sehr nüchtern, und das Drupal scheint voll durch. Auffälliger jedoch sind die Texte im Blog selber (Screenshot):

    mookitty s site spammed

    Nur so beschrieben: die Links auf der Seite leiten alle brav auf die Angebote im Netz, gegen die der Spaminator und andere Plugins vermeiden und kurzhalten will. Sportwetten, Glücksspiel, ein „Bericht“ aus Las Vegas und thematisch passende IRC-Kanäle. Irgendwas ist da total schiefgelaufen.

    Wir spekulieren: Wenn Mookitty tatsächlich die Lust verloren hat, und nach einem Aufspielen des Drupal das Dingen nicht mehr pflegt oder es gehackt wurde… dann lassen wir die alte Seite besser in Ruhe und verlinken nicht. Die Datumsangaben sind konsistent: vor ca. 23 Wochen wurde das Blog zugespammt, und dann (so scheint es) verlassen. Die letzte Version des im Repository von dev.wp-plugins.org ist 8 Monate alt. Haben die Spammer also doch einen Effekt jenseits von Geldflüssen und Traffic: engagierte Entwickler gehen offline. Sehr schade. Weiß jemand mehr? Was verwendet Ihr um Spam aller Art abzuhalten?

    19. September 2005 1
  • : Update: Wahlabend ohne Microsoft
    Update: Wahlabend ohne Microsoft

    Es gibt ein Update in der Einstweiligen Verfügung des Linux-Verbandes gegen den NDR. Der NDR hat am heutigen Freitag beim Landgericht Hamburg Einspruch gegen die vom Linux-Verband erwirkte einstweilige Verfügung eingelegt und durchgesetzt, dass eine Klärung der Streitfrage erst nach der Bundestagswahl stattfinden wird. Also wird das Microsoft-Logo auch am Wahlabend bei der ARD zu sehen sein.

    Aus der Pressemitteilung des Linux-Verbandes dazu:

    […] ”Kaum jemand wird Verständnis dafür haben, dass der NDR nun mit fadenscheinigen Behauptungen für Microsoft-Werbung in politischen Sendungen kämpft”, betonte Elmar Geese. Die Rechtfertigung des NDR, der Linux-Verband habe in früheren Fällen gegen die Nennung des Namens technischer Dienstleister bei Hochrechnungen keinen Widerspruch eingelegt – gemeint ist offensichtlich Siemens – beantwortet der Verband mit dem Hinweis, dass Siemens keine Software anbiete, mit der sich die Mitgliedsfirmen im Wettbewerb befinden.

    Die weitere Rechtfertigung des NDR, dass sein Vertragspartner Infratest für seine Hochrechnungen urheberrechtlich geschützte Datenbanken und Grafiken der Firma Microsoft benutze, die Nennung des Namens deshalb gerechtfertigt und rechtlich zulässig sei und daher keine unlautere Wettbewerbshandlung vorliege, nennt der Vorsitzende des Linux-Verbandes “nicht überzeugend”. “So kann man die Nennung seines Namens in politischen Sendungen nicht einfach erschleichen”, betonte Geese. “Wenn diese Argumentation Bestand hätte, hätte Microsoft ein Recht auf werbewirksame Nennung seines Namens im Zusammenhang mit allen Werken, die mit seiner Software erstellt werden.” […]

    16. September 2005 6
  • : Wahlabend ohne Microsoft
    Wahlabend ohne Microsoft

    Der Linux-Verband hat eine Einstweilige Verfügung gegen den NDR durchgesetzt, welcher nicht mehr bei der Einblendung von Statistiken und Prognosen das Microsoft-Logo einblenden darf. Das zuständige Gericht hat heute der Einstweiligen Verfügung Recht gegeben.

    In der Pressemitteilung des Linux-Verbandes heisst es:

    Der Linux-Verband, der die Interessen der im Umfeld des Betriebssystems Linux tätigen Firmen vertritt, sieht in der Nennung von Microsoft in den Grafiken von Umfrageergebnissen eine rechtswidrige Werbung und eine Umgehung der vom Rundfunkstaatsvertrag festgelegten Regeln für politische Sendungen.

    Beispielsweise wurde in der Politik-Boulevardshow „Sabine Christiansen“ am 4. September 2005 die Grafik mit dem Logo von Microsoft ganze vier Minuten lang eingeblendet. Sowas darf es dann nicht mehr geben:

    Die Begründung des Linux-Verbandes ist echt lesenswert, hier nur einige der vielen aufgelisteten Punkte:

    Die Einblendung des Microsoft-Logos stellt eine Wettbewerbshandlung i.S.d. § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG dar. Mit der Einblendung von Grafiken zur Wahlkampfberichterstattung, die das Microsoft-Logo beinhalten, zielte der Antragsgegner darauf ab, den Wettbewerb eines Dritten, nämlich der Firma Microsoft, zu fördern. Die objektive Eignung zur Förderung des Wettbewerbs ergibt sich ohne weiteres daraus, dass einer Vielzahl von Fernsehzuschauern zur besten Sendezeit ein Firmenlogo auf dem Bildschirm gezeigt wurde. Damit liegt eine klassische Aufmerksamkeitswerbung vor (vgl. BGH GRUR 1997, 761, 763 – Politikerschelte).

    […]

    Sofern der Antragsgegner auf die technische Unterstützung verweist – so ist das Zitat aus dem Urteil des Landgerichts Hamburg zu verstehen – ergibt sich daraus nichts anderes. Denn für die graphische Darstellung einer Meinungsumfrage sind keine „aufwendigen Computerprogramme und Datennetzwerke“ erforderlich. Dies gilt umso mehr als lediglich 1200 Personen befragt wurden. Für diese einfachen Aufgaben dürften primitiv ausgestattete Alltagssysteme eines Heimanwenders ausreichen, letztlich wäre eine Auswertung und Darstellung sogar ohne Computer möglich gewesen. Zudem hängt die korrekte Darstellung von Grafiken weniger von dem verwendeten Computerprogramm ab – diese einfachen Rechenoperationen können von jedem Graphikprogramm erwartet werden – als von der richtigen Eingabe der Daten und die Bedienung des Programms, die durch das Meinungsforschungsinstitut erfolgt ist und nicht von Microsoft selbst.

    16. September 2005 5
  • : Wahlkampf mit SPAM
    Wahlkampf mit SPAM

    Diesen Artikel hatte ich ursprünglich für „Lautgeben – Politik im Hier und Netz“ geschrieben, aber da er hier thematisch passt, spiegel ich ihn mal:

    Die CSU hat heute ein 100h SPAM-Versendeprogramm angekündigt. Mehr als 300.000 Mails sollen in den kommenden Tagen verschickt werden – umstritten ist allerdings, ob die Empfänger dafür eingewilligt haben. CSU-Generalsekretär Markus Söder ist der Meinung, dass dies legal ist, da die Adressen aus öffentlich zugänglichen Verzeichnissen stammen würden: „Wer da drinsteht, hat akzeptiert, dass er auch Werbung bekommt.“.

    13. September 2005 4
  • : Europaparlament-Relaunch
    Europaparlament-Relaunch

    Das Europaparlament hat endlich mal einen Website-Relaunch gemacht und das Ergebnis sieht gar nicht schlecht aus. Dazu muss man allerdings sagen, dass alles besser ausgesehen hätte als die vorherige Version, wovon ich jetzt leider keinen Screenshot zum zeigen habe – die war echt kein Vorbild für Usability. Das ist die neue auch nicht gerade, aber es finden sich einfach viel mehr Informationen.

    In der Mitteilung zum Relaunch heisst es:

    Diese erste Etappe war bereits durch die bisherige Website erfüllt, auf der man sämtliche Dokumente abrufen konnte. Das war zwar möglich, aber nicht immer leicht, vor allem für Personen, die wenig mit den technischen Termini oder der Organisations- und Funktionsweise unserer Verfahren vertraut sind. Die neue Website soll die Breite der Bereitstellung der Dokumente beibehalten und stellt sich das Ziel, sie im doppelten Wortsinn verfügbar zu machen: verfügbar und verständlich, indem die Nutzer der Website bei der Recherche bestmöglich unterstützt werden.

    Und dazu gibt es Ticker-mässig Interviews und Beiträge in vielen verschiedenen Sprachen. Zu den aktuellsten gehören auch einige mit einem Netzpolitik-Focus:

    Zum Thema Bürgerrechte gibt es ein Interview mit Jean-Marie Cavada, dem Vorsitzenden des Ausschusses für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres zu den Themen Überwachung, Biometrie, etc: Terrorismus: Wir brauchen Ausgewogenheit zwischen der Freiheit des Einzelnen und dem Schutz der Zivilgesellschaft.

    Die UNESCO setzt sich für kulturelle Vielfalt ein und das Europaparlament ruft alle europäischen Nationalstaaten auf, dies zu unterstützen und mit einer Stimme zu sprechen: Das Europäische Parlament, Vorkämpfer der kulturellen Vielfalt.

    Spannend ist natürlich die Debatte um Softwarepatente, welche auch auf der Startseite zu finden ist: Software-Patente: Die „historische Abstimmung“ des Europäischen Parlaments beendet die Auseinandersetzung.

    [Danke an Roland für den Hinweis per Mail]

    12. September 2005 1
  • : PM: Linux-Verband kritisiert ARD wegen Schleichwerbung für Microsoft
    PM: Linux-Verband kritisiert ARD wegen Schleichwerbung für Microsoft

    Der Linux-Verband hat eine interessante Pressemitteilung veröffentlicht:

    Der Linux-Verband hat der Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD) Schleichwerbung für Microsoft vorgeworfen und sie aufgefordert, die in ihrer Wahlberichterstattung implementierten Logos der Firma Microsoft zu entfernen. Der Verband prüft, welche juristischen Schritte gegen diese Schleichwerbung in Informations- und Nachrichtensendungen eingeleitet werden sollen.

    Anlass der Beschwerde der Interessenvertretung der im Umfeld des freien Betriebssystems Linux tätigen Firmen ist die Einblendung des Logos in Grafiken mit Umfrage-Ergebnissen, die in verschiedenen Sendungen, so zum Beispiel bei Sabine Christiansen am 4. September gezeigt wurden. Der Verband vermutet, das die gesamte Wahlberichterstattung, soweit sie Grafiken des Dienstleisters dimap/infratest verwendet, zu großen Teilen mit einem dauerhaft sichtbaren Microsoft-Logo ausgestrahlt wird.

    Der Hinweis, Grafik-Sponsoring sei von den Landesmedienanstalten als Information und damit als zulässig bewertet worden, könne als Rechtfertigung nicht akzeptiert werden, da sich dies allenfalls auf Sportsendungen beziehe, betonte Geese. An politische Sendungen könne jedoch nicht der gleiche Maßstab angelegt werden. Insbesondere wenn öffentlich-rechtliche Nachrichtensendungen mit Werbung durchmischt würden, leide deren Glaubwürdigkeit und Authentizität. Daher sei für die Zuschauer Schleichwerbung eine Beeinträchtigung der politischen Information, urteilt der Linux-Verbandsvorsitzende.

    Ob und welche juristischen Schritte gegenüber den Sendanstalten eingeleitet werden können, wird laut Geese noch geprüft.

    9. September 2005 1
  • : Seltsame Kundenbindungsstrategie bei E‑Plus
    Seltsame Kundenbindungsstrategie bei E‑Plus

    Komische Sache: Joerg Olaf schreibt gerade bei Yamb über seine aktuellen Erfahrungen mit E‑Plus, und mir kommt das alles sehr bekannt vor. Seit sechs Jahren bin ich dort Kunde und mein letzter Vertrag lief letzten Monat aus.

    7. September 2005 7