Aus der Reihe
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: Doch nicht soviel Kontrolle in den WM-Stadien
: Doch nicht soviel Kontrolle in den WM-Stadien Die Sicherheit in den WM-Stadien und die vielen Debatten rund um die umstrittenen Massnahmen – Alles für die Katz und nur ein Bluff? Scheint so, wenn man Medienberichten glaubt.
Frankfurter Rundschau: Ungezügelter Zugang.
Die Warnungen der Polizei, die über Lautsprecher wegen der Gefahr von Kartenfälschungen von einem Kauf dringend abrieten, verhallten ebenso ungehört wie die vom Frankfurter Polizeipräsidenten Achim Thiel verbreitete Botschaft, an den Eingängen werde „zu 100 Prozent kontrolliert.“ Das ist nach den ersten Eindrücken nämlich ausgemachter Unsinn. Die Realität in München und Gelsenkirchen, Hamburg oder Frankfurt war am ersten WM-Wochenende eine andere: Die meisten erlebten das, was Guillo aus Brüssel am Samstagabend in Hamburg widerfuhr. Er war mit drei Freunden gekommen, einer hatte ein Ticket mit falschem Namen und wollte umschreiben. Ging aber nicht, weil den freundlichen Volunteers im stickigen Stadium Ticket Center keine Umbuchung vorlag. „Wir sind 800 Kilometer hierher gefahren, und jetzt das.“ Schließlich versuchte es der Kumpel mit dem falschen Namen, was gut ging: Abgleichungen mit dem Personalausweis bei den Kontrollen waren nicht sichtbar. Wer den Pass in der Hand hatte, wurde mit Augenzwinkern durchgewunken, so ähnlich überprüfen Busfahrer die Monatstickets beim Einsteigen.
Heise: Fußball-WM: Lückenlose Kontrolle gescheitert.
Nicht in allen WM-Städten konnte sich das inoffizielle Motto „Friede, Freude, Fußballgucken“ durchsetzen. Bei der Ausgabe der VIP-Tickets zum Eröffnungsspiel in München sollen sich nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung tumultartigen Szenen abgespielt haben, bei denen am Ende die Tickets einfach in die Menge geworfen wurden. Die Mehrzahl der VIPs sollen am Betreten der Schlemmerzone interessiert gewesen sein, weniger an dem Eröffnungsspiel.
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: Links und Logo: Grüne Jugend vs Gesundheitsministerium
: Links und Logo: Grüne Jugend vs Gesundheitsministerium Über die kreative Linking-Police des Bundesgesundheitsministeriums hatte ich schonmal im Januar vergangenen Jahres geschrieben. In dem Ministerium ist man der Meinung, dass alle Links auf die Ministeriumsseite binnen 24 Stunden gemeldet werden müssen und man dann von der Gnade abhängig ist, ob man weiterhin verlinken darf. Rechtlich ist das kompletter Unsinn und einer Regierungsseite mehr als unwürdig.

Auch der Grünen Jugend war diese Linking Policy aufgefallen, und da dort des öfteren die Drogenpolitik des Bundesgesundheitsministeriums kritisiert wird und selbstverständlich Links dazu gehören, schrieb man das Ministerium an und teilte die Links mit. Der darauf entstehende Mail-Dialog wurde immer bizarrer und führte über die Öffentlichkeitsabteilung direkt in die Rechtsabteilung. Mittlerweile geht es nicht mehr um die Setzung von Links sondern um die Frage, ob die Grüne Jugend auf ihren Seiten in einigen Artikeln zur Dokumentation das Logo des Ministeriums benutzen darf. Dies wurde von der Rechtsabteilung mit einem Verweis auf ihre Urheberrechte untersagt und mit rechtlichen Schritten gedroht. Die Grüne Jugend hat das gesetzte Ultimatum verstreichen lassen und den kompletten Mail-Dialog transparent auf ihrer Seite veröffentlicht. Ich bin mal gespannt, wie es weitergeht.
Unterhaltungscharakter hat das Ganze durchaus und ds Rechtsverständnis des Gesundheitsministeriums kann man durchaus als merkwürdig bezeichnen. Vielleicht kann ja mal einer der mitlesenden Journalisten in der Pressestelle anrufen und mal nach dem Stand der Dinge der rechtlichen Schritte fragen?
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: Der Video-Podcast zur WM: Morgen startet das WMStudio06
: Der Video-Podcast zur WM: Morgen startet das WMStudio06 Was die Kanzlerin kann, können wir schon lange: Morgen startet WMStudio06 – Unser Video-Podcast zur WM. Das Projekt ist als Spassidee entstanden, da ein Teil von newthinking communications verrückt nach Fussball ist und der andere Teil sich mehr fürs Internet und neue Kommunikationstechnologien interessiert. Mit dem WMStudio bekommen wir beides kombiniert und überleben die WM in der Mitte Berlins.

Jeden Tag um 15 Uhr geht eine neue Folge der Show online. Mit „Teddy Turbo“ aka Christian Ahlers von den „Good Old Boys and Girls“ haben wir einen professionellen Schauspieler als Moderator (und seine Schreiber dazu), der nicht nur die Spiele kommentieren wird, sondern auch den etwas anderen Blick auf das WM-Geschehen wagt.
In Analogie zum offiziellen WM-Motto „A time to make friends“ steht die Show unter dem Motto „A time to make sense“. Im Online-WM-Studio wird es neben den Spielkommentaren auch Expertengespräche, Taktikanalysen, eine Presseschau sowie den „WM-Artikel des Tages“ geben. Dabei können wir sogar auf eine Bluebox zurückgreifen, die hier nebenan bei den Jungs und Mädels von eitelsonnenschein berlin steht und die bei dem Projekt auch mitwirken. Insgesamt sind mehr als fünfzehn Personen damit mehr oder weniger befasst.
Beim wmstudio06 setzen wir konsequent auf Offene Standards – Zumindest soweit das geht. Die Produktion und Schnitt läuft komplett mit Freier Software. Wir greifen dabei hauptsächlich auf Kino, Cinelerra, Audacity, Inkskape und Gimp zurück und wollen damit auch zeigen, dass professionelle Videoproduktion mit Freier Software Realität ist. Als Videoformat wird es neben MP4 auch das sympathische und nachhaltige Ogg Theora-Format geben. Von mir aus hätten wir dies auch in den Feed eingebunden, aber dann würden sich alle Apple- und Windows-Nutzer beschweren. Schade eigentlich, so kommt der Feed leider nur mit MP4. (Mal schauen, vielleicht gibts noch einen Extra-Feed mit Ogg Theora). Für den Player hätten wir gerne eine andere Lösung als Flash gefunden, aber hier haben zwei Wochen testen nur gezeigt, dass es immer noch keine zufriedenstellende plattformübergreifende Lösung gibt. Und meine Entscheidung war dann, dass wir lieber den Besten der getesteten Player nehmen als gar keinen.
Aber die Verbindung von freien Formaten und offenen Lizenzen dürfte bei der bewegten WM-Berichterstattung einzigartig sein. Ausserdem ist alles „on demand“ – Broadcast-InternetTV war gestern. :)
Bis zum 9. Juli finden sich täglich ab 15 Uhr auf www.wmstudio06.de neue Inhalte zum Download . Alle Videos stehen unter einer Creative Commons Lizenz – das Kopieren und Weiterverbreiten ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht. Auch wenn es eine restriktive CC-Lizenz ist, wird wohl niemand etwas gegen Mash-Ups etwas haben. Alle Videos werden selbstverständlich in verschiedenen Formaten zur Verfügung gestellt, damit niemand ausgeschlossen wird. Vermutlich wird es auch noch eine Mobile-Version geben.
Der Trailer ist schon online (OGG / MP4) und da einige Blogs schon drauf verlinken, gibts die Vorankündigung schon heute. Heute Abend basteln wir noch weiter dran, auf unserem internen Server siehts schon viel weiter aus. Und morgen um 15 Uhr ist dann die erste Show online.
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: Nutzt denn niemand in Deutschland YouTube?
: Nutzt denn niemand in Deutschland YouTube? „Gewalt in den Medien“ ist ein Thema, das ja an sich sowas von durch ist – bis zum nächsten Erfurt. Einen neuen Hort der Verrohung machten aufmerksame Jugendschützer (wer ausser ihnen schaut das sonst eigentlich noch?) nun im öffentlich-rechtlichen Fernsehen aus. Am Sonntag! Vormittag.
Während der Sendung sagte Roland Tichy, Nationalstaatskonzepte würden in der Wirtschaft keine Rolle mehr spielen, woraufhin Matussek diese ansichten als „Fluchtverhalten“ und neurotisch bezeichnete. Tichy warf Matussek im Gegenzug „engstirnigen Nationalismus“ vor. Das wiederum fand Matthias Matussek dann „unverschämt“, wie er auch lautstark zum Ausdruck brachte und fügte noch „Das nehmen Sie zurück!“ hinzu.
In der ersten Reihe saßen die Zuschauer dann nicht mehr, als das Schlachtfeld der Freundlichkeiten verlassen wurde. Naja. Sagt jedenfalls die eine Hälfte:
Matussek habe ihn „hart am Oberarm gepackt und gegen den Tisch gedrückt“, wie Tichy danach habe verlautbaren lassen.
Original Research ist in der Süddeutschen zu finden.
Wenn wir nun im Gelobten Land™ wären, würden sich die geschätzten Kollegen seit Tagen nun mit YouTube-Links zukleistern. Anyone there?
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: iRights.info gewinnt Grimme Online Award
: iRights.info gewinnt Grimme Online Award Das ist doch mal eine schöne News: Unser Verbraucherportal iRights.info hat einen „Grimme Online Award“ für den Bereich „Information“ bekommen.
Begründung der Jury:
Sich im 21. Jahrhundert an Musik, Filmen oder Software zu erfreuen, ist ein schwieriges Unterfangen. Gesetzgeber verwirren den Konsumenten mit ersten und zweiten Novellierungskörben, Lobbyverbände der Unterhaltungsindustrie drohen in ihren Kampagnen mit Handschellen und Haftstrafen, während beim so genannten digitalen Rechtemanagement (DRM) jeder Anbieter sein eigenes Süppchen kocht und so das Nervenkostüm des Verbrauchers bei jedem Kauf erneut auf Strapazierfähigkeit testet.Das Angebot iRights.info leistet in diesem Dickicht, das oft genug selbst Juristen Rätsel aufgibt, vorbildliche Orientierungsarbeit. In angenehm unaufgeregter Tonalität und in verständlicher Sprache klärt die Website all jene Alltagsprobleme, die zwischen CD-Brenner, DVD-Ländercode und MP3-Download auftauchen. iRights geht über lexikalische Ausführungen hinaus und nutzt die Dialogfähigkeit des Netzes zur Beantwortung konkreter Fragen.
iRights.info informiert nicht nur Konsumenten, sondern richtet sich mit praktischer Hilfestellung auch an Produzenten digitaler Werke, seien es Musiker, Filmemacher, Podcaster oder Autoren, und leistet so einen wertvollen Beitrag zur digitalen Kultur.
Mit der Auszeichnung artikuliert die Jury auch ihre Hoffnung, dass dieses wichtige Aufklärungsangebot die künftigen Entwicklungen weiterhin kritisch begleiten wird, und so dazu beiträgt, möglichst vielen Menschen den Umgang mit digitalen Medien zu erleichtern.
Und Spreeblick hat den „Grimme Online Award Spezial“. Herzlichen Glückwunsch! (Jetzt verstehe ich auch das „Yes!“ per SMS… :)
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: Überraschung: Post von der GVU
: Überraschung: Post von der GVU Amüsantes zum Nachmittag. Das kam gerade per Mail rein:
Sehr geehrter Herr Markus Beckedahl,
wir haben festgestellt, dass sich ein User auf netzpolitik.org unter dem Pseudonym ’GVU Mitarbeiter’ an der Diskussion zum Thema „GEMA Podcasting-Tarif angekündigt“ beteiligte. Da wir unsere Organisationspolitik durch dieses Statement nicht korrekt vertreten sehen, möchten wir natürlich zunächst wissen, ob es sich bei besagtem User tatsächlich um einen GVU Mitarbeiter handelt (auch sein Link verweist schließlich auf unsere Homepage). Können Sie uns irgendwelche Informationen zu dem betreffenden User geben? Wir wären Ihnen dafür sehr dankbar, da wir die Meldung nicht so stehen lassen möchten und diese auch gern ganz von der Seite nehmen lassen würden. Falls der Eintrag entfernt werden kann, sollte allerdings noch an entsprechender Stelle der Hinweis zu finden sein, dass sich vor kurzem hier ein Eintrag von ’GVU Mitarbeiter’ befand, der (eventuell) aufgrund nicht zu klärender Autorenschaft von der Seite genommen wurde.
Hier die genaue Adresse:
https://netzpolitik.org/2006/gema-podcasting-tarif-angekundigt/#comments
Danke und Mit freundlichen Grüßen,
Marten Böttcher
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
GVU – Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V.Woher soll ich denn wissen, wer bei der GVU arbeitet und wer hier als GVU kommentiert? Theoretisch könnte man ja auch davon ausgehen, dass diese Mail gefakt sein könnte. (Was ich aber jetzt mal nicht annehme).
Deswegen eine werte Frage an das Publikum: Was mache ich jetzt mit dem Kommentar?
Möglichkeit a: So stehen lassen und abwarten.
Möglichkeit b: Löschen
Möglichkeit c: Name des unbekannten Kommentators abändern in „Kein GVU-Mitarbeiter“
Möglichkeit d: Kommentar ergänzen um das GVU-StatementInstinktiv würde ich mich gerade wahlweise für Möglichkeit c) oder d) entscheiden. Aber mich würde etwas Feedback erstmal freuen. Ist immerhin das erste Mal, dass hier jemand Externes wegen der Löschung eines Kommentars nachfragt und dann gleich von „dieser“ Organisation.
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: Es schneit in Deutschland
: Es schneit in Deutschland Wie war das nochmal mit der Klimakatastrophe? Es schneit in Deutschland: Schnee – zwei Tage vor Sommeranfang.
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: GmbH gründen soll schneller werden
: GmbH gründen soll schneller werden Aktuell bei tagesschau.de: Schneller und billiger zur GmbH.
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der die GmbH-Gründung erheblich vereinfachen soll. Der Referentenentwurf sei den anderen Bundesministerien zur Stellungnahme vorgelegt worden, teilte das Bundesjustizministerium in Berlin mit. Nach den Plänen soll unter anderem das Stammkapital, das zur Gründung einer Gesellschaft mit begrenzter Haftung (GmbH) notwendig ist, von derzeit 25.000 Euro auf 10.000 Euro gesenkt werden. Auch solle das Verfahren zur GmbH-Gründung beschleunigt werden, indem der Eintragungsprozess und das verwaltungsrechtliche Genehmigungsverfahren künftig getrennt werden.
Die Beschleunigung ist auch dringend notwendig. Aktuell haben wir die newthinking communications GbR endlich in die newthinking communications GmbH umgewandelt bekommen. Das Verfahren hat „nur“ knapp 54 Tage bis zum letzten Bescheid gedauert. Aber der kam letzte Woche endlich.
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: Software für Video-Content in Blogs gesucht
: Software für Video-Content in Blogs gesucht Kleine Frage an die LeserInnen: Kennt jemand vielleicht eine Möglichkeit, Videos in einem WordPress-System abzuspielen, ohne Youtube & Co. zu verwenden? Ich suche gerade eine freie Software (Notfalls auch Flash, wenn es nicht anders geht), um Creative Commons Video-Content abspielen zu können. Am liebsten sind mir natürlich freie Formate, notfalls auch Quicktime- oder Avi- oder MPEG-Files.
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: Der Orden des inkompatiblen Updates in OpenOffice Calc
: Der Orden des inkompatiblen Updates in OpenOffice Calc Andere haben das vielleicht schon längst gesehen, aber ich weiß, womit ich im Büro Zeit vertrödeln könnte: OpenOffice Calc (getestet in Version 2.0 auf Gentoo).
1. create a new sheet in openoffice.org Calc (spreadsheet)
2. enter this formula in a cell :
=game()
and validate (validation button or enter)
3.the cell will display „say what?“
4. Enter this formula:
=GAME(„StarWars“)
5. a new window will open with a little game star war game.
6. But if you type again this formula, the cell will return the display „oh no, not again!“
7. to be able to play again, you need to close the file, close openoffice.org and the QuickStarter, and then make the same.Ein nettes Easteregg zum Montagmorgen!
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: Bloglines verletzt meine Urheberrechte
: Bloglines verletzt meine Urheberrechte Der Dienst Bloglines scheint ja sehr populär zu sein. Nach einer Zeit habe ich mich wieder damit beschäftigt und mir fällt auf: Der Dienst verletzt meine Urheberrechte. Ich habe kein Problem damit, wenn zu nicht-kommerziellen Zwecken mein Content von netzpolitik.org aggregiert wird. Allerdings verwende ich aus gutem Grund eine Creative Commons Nichtkommerzielle Lizenz. Abgesehen davon wird bei Bloglines mein Content im Volltext angezeigt und es gibt noch nicht einmal eine Referenz auf die von mir verwendete Lizenz. Der Dienst Bloglines ist eindeutig kommerziell und eines der Geschäftsmodelle dahinter ist der Verkauf von Nutzungs-Analysen an PR-Firmen. Ich werde mal die Tage schauen, ob ich eine Rechnung für die Nutzung meines Contents an Bloglines schicke.
Wirklich dreist finde ich dann noch folgende Absätze in den „Terms of Service“:
7. OWNERSHIP AND RESTRICTIONS
The license granted in these TOS does not constitute a transfer or sale of Bloglines’s ownership rights in the Bloglines Database. Bloglines retains all right, title, and interest in and to the Bloglines Database including all related intellectual property rights. You will use your best efforts to prevent and protect the contents of the Bloglines Database from unauthorized use or distribution. You must not rent, lease, sublicense, sell, assign, loan, distribute, transmit, or otherwise transfer any content of the service, including the Bloglines Database, or your rights and obligations pursuant to the TOS. You must not copy, reproduce, alter, modify, create derivative works, or publicly display any content of the Service, including the Bloglines Database, unless expressly authorized in the TOS.
Bloglines „klaut“ meinen Content, steckt ihn seine Datenbank und dann gehört der Content Bloglines? Das ist doch wohl ein schlechter Scherz.
Was ist denn Eure Meinung dazu?
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: Pearl Jam „Life Wasted“ zum Download unter Creative Commons
: Pearl Jam „Life Wasted“ zum Download unter Creative Commons Grunge ist noch lange nicht tot; ich hab sogar noch den Goatie von damals. „Ten“ war so horizonterweiternd wie Alice in Chains (die ich immer schon mehr mochte) mit „Dirt“ bleischwer, und hach. Pearl Jam gibt es auch noch, und sie haben ein neues Video, das unter einer Creative Commons-Lizenz (by-nc-nd 2.5) steht und frei herunterzuladen ist, wie das Google-Blog berichtet:
And in line with the band’s experimental personality, Pearl Jam released the „Life Wasted“ video under a Creative Commons „some rights reserved“ copyright license. What does all that legal gibberish mean to you? It means that you can download the video for free, share it with your friends, and even post it on your own site–provided you give the band credit and don’t use it for commercial purposes. It’s yet another example of Pearl Jam putting its fans first.
Sorry you didn’t see him, but I’m glad we talked… ohh… :D
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: Bundesliga live und gratis (wie bisher)
: Bundesliga live und gratis (wie bisher) Passend zur kommenden Massenveranstaltung berichtet die Berliner Morgenpost heute (tendenziös und oder unkritisch, wie ich finde) über das neue Pay-TV-Angebot eines deutschen Bezahlsenders: „Bundesliga-Spiele künftig live im Internet“. Wie süß. Neu ist das so natürlich nicht, auch wenn statt kostenpflichtigem Kabelanschluss jetzt kostenpflichtige s Premiere-DSL benötigt wird. Jedenfalls, wie schon berichtet, kann man (wenn auch unter Inkaufnahme einer gewissen Verärgerung) schon lange über das Internet live Fußball gucken, unsere Fussballfreunde beim chinesischen Staatsfernsehen und pplive.com machen es möglich. Was will mir der Artikel also sagen? Die Deutschen brauchen noch Nachhilfe in Sachen Internet.
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: Blog-Spam
: Blog-Spam Kommt es nur mir so vor, oder gibt es gerade wieder eine massive Blog-Spam-Welle? Hier kommen minütlich mehrere Trackback-Versuche an und landen zum Glück im Spam-Filter. Hab aber lange keine so massive „Kampagne“ erlebt.
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: Freier Porno unter CC-Lizenz
: Freier Porno unter CC-Lizenz Die Porno-Branche ist ja berühmt für Innovation im Internet. So fragten wir uns scherzhaft die letzten Jahre immer, wann denn der erste Erotik-Film unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht wird. Und Andreas schreibt jetzt bei „Sex, Drugs & Compiler Construction“, dass er den ersten CC-Porno gefunden hat. Den Kurzfilm mit 21 Minuten Länge mit dem Titel „The Good Girl“ gibts zum freien Download auf der Seite von Lustfilms zu finden. Keine Ahnung, ob es tatsächlich der erste CC-Film dieses Genre ist, mir ist zumindest bisher kein anderer bekannt.
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: WM: Hostessen schützen ausländische Staatsgäste
: WM: Hostessen schützen ausländische Staatsgäste Der Sicherheitswahn zur WM geht weiter, wie viele Medien, darunter Heise berichten: Fußball-WM: Zwickmühle Sicherheit.
Aber der Schutz ausländischer Staatsgäste ist dank unserer Hostessen gewährleistet:
Außerdem sollen 925 Bodyguards und Hostessen im Einsatz sein, die ausländische Staatsgäste beschützen sollen.
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: Öffentliche WLANs und E‑Government in Taiwan
: Öffentliche WLANs und E‑Government in Taiwan Wie schon berichtet, nimmt die Stadtverwaltung von Taipei eine Grundversorgung mit WLAN als öffentliche Aufgabe. Bereits 1999 formuliert, ist die „Cyber City“ schrittweise umgesetzt worden:
The second stage of implementation, the „Taipei City Wireless Broadband Network Implementation Plan“, was put out to tender as a BOT (Build, Operate and Transfer) project in 2004. Public resources all over the city were made available for hot spot installation, including 130,000 street lights, over 8,000 bus shelters, MRTS (Mass Rapid Transit System) stations, elevated expressways, the roofs of public buildings, existing underground conduits and more. The tender was awarded to Q‑Ware in August 2004; the company received an exclusive license to provide WLAN service for nine years. Q‑Ware is planning to invest over NT$3 billion to build up a wireless broadband environment in Taipei City and will be providing WLAN Internet access and value-added services. Subscribers will be able to choose between either a flat-rate fee or usage-based pricing. Q‑Ware will pay between 1% and 3% of its operating revenue to Taipei City. The potential business opportunities are estimated around NT$5 billion.
Auch hier also das bekannte Prinzip des public-private Partnership. Auch wenn jetzt etwa 3300 Hotspots in Taipei eingerichtet sind und schon 2004 die gesamte Innenstadt ziemlich vollständig abgedeckt war, fehlen für das gesamte Stadtgebiet wohl noch Teile. Meine Erfahrungen ähneln denen aus einem Artikel bei heise.de, wo User berichteten, dass von Bürohäusern aus der Zugang teils schwierig, teils nicht möglich war (Taipeh: Kaum Interesse an weltgrößtem Hot-Spot-Netz). Allerdings konnte ich im Februar 2007 auch Leute beobachten, die entweder öffentliche Hotspots oder Laptop-Abstelltische in der Metro nutzten.
PWLAN heißt das Zauberwort ist Taiwan, „Public Wireless LAN“. Provider ist die ehemals staatliche Chunghwa Telecom, der größte Zugangsanbieter dort. Auf einer Taiwan-Karte kann man die offenen HotSpots suchen, aber eben nicht so praktisch auf englisch, da weder aktuell noch vollständig. Die chinesischen Listen sind viel umfangreicher. Laut Karte sind zumindest die Innenstadtbereiche versorgt, wo auch wie hierzulande viele Cafes und Restaurants freies WLAN bieten. Die Konkurrenz ist groß.
Das offizielle Statement der Stadtverwaltung von Taipei gab auch das Ziel einer „drahtlosen Stadt“ vor. Auch ein Papier vom Januar 2006 gab diese Position wieder. Inzwischen sind auch allerlei Dienste des e‑Government hinzugekommen und die Stadt wurde mit einem Best Practices-Award ausgezeichnet. (Auch wenn der der Bürgermeister inzwischen ein anderer ist und seine Profilsuche wohl noch im Gange ist: modern und wireless sind auch dort klingende Platzhalter.) Die neueste Idee der Stadtverwaltung ist, Emailkonten für alle Haushalte einzurichten:
The city government is working to computerize all its administrative functions and will provide e‑mail accounts to a total of 950,000 households in the city. The accounts are intended to give residents better access to municipal services and the latest information at home.
[…]
For those who don’t have Internet access, he encouraged them to take advantage of the call center, which was launched in 2004 to provide residents with services in several languages 24 hours a day, seven days a week, year round.Taipei residents can simply dial the „1999“ hotline with inquiries about city government affairs. Staff at the hotline can also provide information on upcoming events or help transfer calls to relevant agencies.
Foreign residents and visitors in Taipei can also use the hotline to inquire about residency, employment, medical care, education, marriage and household registration, he said.
Das soll natürlich auch die herkömmlichen Dienstleistungen des E‑Government für Inländer befördern:
By accessing “MyTaipei,” residents will be able to obtain information on utility bills, and parking fees. In addition, they can also apply for government services through the online application process.
The online government service option provides information on required services, sample forms, and form/application downloads. The website also provides secure online services, including identity authentication, online payment, and logistics support. This allows applicants to complete the transaction online without having to visit the offices directly, thereby saving time.
In addition to making the 261 services (which do not require household registration forms) available online since July 31, 2006, RDEC and IMC continue to develop possible methods of making online services faster and more efficient.
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: Notebook ist wieder da
: Notebook ist wieder da Nach „nur“ fünf Wochen ist mein Samsung-Notebook endlich wieder da. In der Zwischenzeit bekam es eine neue Festplatte, ein neues Mainboard und einen neuen DVD-Brenner. Da hätten sie mir eigentlich der Einfachheit halber gleich ein neues Notebook geben können.
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: BBC: Citizen Internet Experts
: BBC: Citizen Internet Experts Neben Citizen Journalism gibts jetzt sogar die neue BBC-Innovation: Citizen Internet Expert. Und das funktioniert so: Da steht man als Taxifahrer im Empfangsraum der BBC, um einen Kunden abzuholen und ein Mitarbeiter schleppt einen als vermeintlichen Experten ins Live-Studio, wo man zum Markenprozess Apple vs. Beatles Fragen beantworten soll. Dies geschah letzte Woche bei der BBC und bei Youtube kann man sich das Interview mittlerweile anschauen:
Bei der Netzeitung gibt es auch noch eine Zusammenfassung des Interviews: BBC hielt Taxifahrer für MP3-Experten.
Trotz seiner Unkenntnis hielt sich der Fahrer anfangs recht gut in dem Gespräch. Auf die einleitende Frage, wie er den juristischen Sieg von Apple Computers über das gleichnamige Plattenlabel der Beatles bewerte, holte er zu einer weitschweifigen Antwort über Internet-Cafés und Musik-Downloads im allgemeinen aus. Als die Moderatorin nachfragte, was denn nun aber mit Apple sei, erwiderte er, er habe keine Ahnung und sei sich auch nicht sicher, warum er überhaupt hier sei.
Kommentar des Taxifahrers zum Interview: «Nun, es war okay, aber ein wenig hektisch.»
Update: Mittlerweile ist klar, dass der Herr kein Taxifahrer war, sondern sich bei der BBC als IT-Experte bewerben wollte, deswegen an der Lobby stand und zufälligerweise denselben Vornamen wie der geladene Experte hatte.
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: LAPD-Blog
: LAPD-Blog In Los Angeles bloggt jetzt die Polizei: LAPD-Blog.