Aus der Reihe
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: Merkel bald peppiger im Vodcast
: Merkel bald peppiger im Vodcast Die nächsten Folgen Merkel-Vodcast wurden jetzt an die Münchener Firma Evisco vergeben: Merkels Internetvideos sollen peppiger werden. Nach der Kritik an der Vergabe der ersten vier Podcasts gab es ein offenes Ausschreibungsverfahren. Dabei konnte sich eine unabhängige Münchener Firma durchsetzen, in deren Vorstand der Schwiegersohn von Edmund Stoiber sitzt.
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: Nagenborg: Können Roboter und Menschen gut zusammen leben?
: Nagenborg: Können Roboter und Menschen gut zusammen leben? Im interdisziplinären Berliner Arbeitskreis Rechtswirklichkeit spricht am 4. September Michael Nagenborg über Roboter und Menschen: Regeln für eine gemeinsame Zukunft. Aus der Ankündigung:
Während Roboter heute meistens in Bereichen eingesetzt werden, in denen es nur selten zu einer Interaktion mit Menschen kommt, schickt sich die neue Generation von Robotern an, die Fabrikhallen zu verlassen. In einer nicht allzu fernen Zukunft sollen Roboter und andere autonome Agenten ihren Platz im Alltag der Menschen finden. Sei es als Serviceroboter, um z. B. alten und kranken Menschen zu helfen, um gemeinsam mit Menschen berufliche Aufgaben zu bewältigen, als Robotergefährte in der Freizeit zu dienen. Im Mittelpunkt des Vortrages werden die ethischen Fragen stehen, welche durch diese Vision aufgeworfen werden.
Ich denke bei sowas ja gleich an Japans erstes Computermuseum, Asimovs Robotergesetze derlei ethische Fragen, das Schadpotential von ubiquitious computing und die verpasste Chance, in Terminator 3 die Rahmenhandlung ordentlich zu entwickeln. Ich bin gespannt was von meiner Erwartung im Vortrag zu finden sein wird. Disclaimer: ich bin Mitglied im Arbeitskreis und beabsichtige mit diesem Artikel keinerlei, also überhaupt gar keine Einflussnahme.
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: Wie symbolisiert man Freie Kultur?
: Wie symbolisiert man Freie Kultur? Für ein Projekt haben wir gestern Abend lange darüber nachgedacht, wie man Freie Kultur / Free Culture visuell symbolisieren kann. Und sind zu keinem abschliessenden Ergebnis bekommen. Ideen waren beispielsweise Legobausteine (Lego ist zwar nicht frei, aber die Bausteine kann man variabel wie Kultur zusammenfügen) oder Ameisen (Fleissige, kollektiv arbeitende Tiere, werden aber auch nicht von allen als sympathisch empfunden).
Deswegen wollte ich hier mal die Frage stellen, was Ihr für Ideen habt?
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: Studie zu Wirtschafts-nahen Think-Tanks und Patriotismuskampagnen
: Studie zu Wirtschafts-nahen Think-Tanks und Patriotismuskampagnen Sehr interessant ist die 49-seitige Studie „Die zweite Welle der Wirtschaftskampagnen“, die Rudolf Speth für die Hans Böckler Stiftung erstellt hat. In der Studie geht es um Kampagnen und Thinktanks wie „Du bist Deutschland“, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ und die „Stiftung Marktwirtschaft“. Detailliert wird beschrieben, wie diese entstanden sind, wer dahinter steht und wie sie arbeiten.
In der Pressemeldung zur Veröffentlichung („Aktuelle Welle von Kampagnen will mit Emotionen und Patriotismus Botschaften der Wirtschaft platzieren“) heisst es:
Es ist eine neue Form von Kampagnen entstanden. Sie verbindet Elemente der Werbung mit dem Lobbying. Die Akteure sammeln sich unter einem Kampagnendach, um ihre Interessen durchzusetzen. Auffällig ist, dass nicht selten der Absender undeutlich bleibt. Beispiel dafür ist die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), deren grundsätzliche Arbeitsweise Dr. Speth bereits in einer anderen Studie untersucht hat. Die Verbindung zum Auftraggeber ist lockerer und für Außenstehende nicht immer deutlich. Das schafft neue Freiheiten in der Kampagnenführung.
Auch Blogs werden in der Pressemeldung genannt:
Mit dem Blogging ist ein Journalismus entstanden, der Kampagnen gefährlich werden kann. Die Reaktionen der Blogger werden für die politische Diskussion immer wichtiger. In ihnen zeigt sich eine neue demokratische Kultur, die Marketing-Strategien durchkreuzen kann.
Allerdings bewegt sich der Autor in diesem Feld noch etwas unsicher, wenn man auf Seite 34 der Studie beim Kapitel über Gegenreaktionen zur „Du bist Deutschland“-Kampagne folgende Stilblüte liest:
Heftige Gegenreaktionen gab es auch aus der Bildbloggingszene, beispielsweise von www.flickr.com, eine Seite, in der Blogger ihre Fotos und Montagen einstellen können.
Die Studie ist lesenswert, kostet gedruckt 10 Euro und wer nett fragt, bekommt vielleicht auch wie ich ein Rezensionsexemplar als PDF zugemailt.
[via]
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: Lev Manovich über Remixe
: Lev Manovich über Remixe Der US-Medientheoretiker Lev Manovich spricht im Interview mit dem KulturSpiegel über Remixe als neue ästhetische Ideologie, das Verschmelzen der Kunstformen und den Wert von Originalität: „Der Designer ist der Prototyp unserer Zeit“.
KulturSPIEGEL: Und das ist der Remix. Zumindest in der Literatur gilt es noch als Plagiat, wenn man einfach das geistige Eigentum eines anderen, und wenn auch nur in Teilen, übernimmt. Solche Aneignung wird gesellschaftlich – und auch rechtlich – verdammt. Wird sich das ändern?
Manovich: Sie haben Recht, diese Verdammung gibt es. Dabei remixen alle, aber niemand steht dazu. Bis jetzt hat nur die Musikbranche das Remixen in ihre Geschäftsstrukturen integriert: Man muss die Rechte der Stücke kaufen, die man sampelt. Es gibt erste Ansätze, neue Formen des Urheberrechts zu entwickeln, etwa die „creative commons“-Lizenzen, bei denen die Urheber festlegen, welche Nutzung sie zulassen. Weil es sich bei der Urheberfrage letztlich um eine wirtschaftliche Frage handelt, in der es um ein wichtiges Kapital der Gesellschaft geht, werden die Betroffenen sie nicht einfach fallenlassen. Aber trotzdem werden die Leute weiter remixen, einfach weil die heute verfügbare Software es nicht nur zulässt, sondern geradezu herausfordert.
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: TVU Player 2.2 erschienen: internationales P2P-Breitband-TV
: TVU Player 2.2 erschienen: internationales P2P-Breitband-TV Liebe TVU Networks aus Shanghai, Euer neuer Player ist ja schön und netter anzusehen als in der alten Version. Es macht auch nichts, dass er noch ab und an abstürzt, denn endlich kann ich einige der Fernsehkanäle von daheim in Taipei gucken, ohne doch noch eine Satellitenschüssel kaufen zu müssen. (Das geht ja mit der Software von pplive.com auch ganz gut, nur braucht der auch noch so viel extra Medienabspielsoftware.) Und endlich kann ich auch javafrei das Deutsche Welle-TV gucken. Während der WM machte es auch nichts, hab ich mir sagen lassen, wenn Bild und Ton etwa 90 Sekunden später kamen als gegenüber beim Nachbarn. Ist das bei der Bundesliga dann auch so? Macht alles nichts. Mir gefällts, übersichtlich-simples Interface. Danke auch für das Forum, wo ich mir Kanäle dazuwünschen darf.
Aber: Ich hätte den Player gerne auch als Open Source-Produkt für Linux, bitte, wenn es keine Umstände macht. Dann kann ich es am Arbeitsplatz nutzen, so es die Bandbreite hergibt. Dazu würde ich vorübergehend auch übersehen, dass die Technologie auf (womöglich) geschützten und systemisch heiklen Patenten beruhen. Dankeschön.
Ach, falls wer in Shanghai arbeiten will: die Firma sucht Leute, die auch unter Linux entwickeln können. Offsite geht aber leider nicht, und wer die Jobbeschreibung nicht lesen kann braucht sich auch nicht zweisprachig bewerben. Ob da doch noch was Freies bei rauskommt?
[Danke Mathias!]
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: Bundesdruckerei schaut in die Zukunft
: Bundesdruckerei schaut in die Zukunft Die privatisierte Bundesdruckerei hat auf ihrer Homepage eine Chronik zu „125 Jahre Bundesdruckerei“ veröffentlicht. Auf der letzten Seite geht es vom Jahr 2000 bis in die Zukunft des Jahres 2010. Und da steht dann prognostizierend:
Die Grenzen der Industriestaaten werden von der Bundesdruckerei mit automatischen Erkennungssystemen ausgestattet, die Personen quasi im Vorbeigehen identifizieren. Dazu gehören auch Identitätskarten mit Chips, die dreidimensionale biometrische Merkmale speichern. Zehn Jahre später sind solche Ausweise nicht mehr nötig. Maschinen sind in der Lage, Menschen zweifelsfrei zu erkennen. Vollelektronische Systeme ermöglichen vielfältige Zugangskontrollen im privaten und staatlichen Bereich.
Das ist doch Realsatire, oder?
Update: Dank für den Hinweis in den Kommentaren. Steht da wohl schon seit zwei Jahren so auf der Seite.
[Danke an Torsten]
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: Deutsche Stiftung Eigentum
: Deutsche Stiftung Eigentum Heute bekam ich eine Einladung zu einem Kongress mit dem Titel „Geistiges Eigentum: Schutzrecht oder Ausbeutungstitel – Zustand und Entwicklungen im Zeitalter von Digitalisierung und Globalisierung“. Das ist normalerweise nichts ungewöhnliches, solche Einladungen bekomme ich häufig. Interessant an dieser war nur der Veranstalter: „Deutsche Stiftung Eigentum“. Kannte ich noch nicht und scheint ein weiterer Think-Tank zu sein, der „Geistiges Eigentum“ weiter in der Politik verankern möchte. Das Kuratorium und der Stiftungsrat sind voller Professoren wie Hans-Olaf Henkel, bekannt aus Christiansen, dem „Konvent für Deutschland“ und vom BDI.
Die Stiftung wurde 2003 offiziell anerkannt. Vorher gab es ein Kuratorium, welches schonmal einen „Bericht zur Lage des Eigentum“ herausbrachte, wie eine Pressemitteilung verkündete:
Als Höhepunkt der Arbeit des Kuratoriums hebt er die Herausgabe des „Berichtes zur Lage des Eigentum“ hervor, der im April 2002 dem Parlament übergeben wurde. Der Bericht fand eine ausführliche Würdigung als wichtiger Beitrag zur Bewusstseinsbildung über das „Konzept Eigentum“.
Übrigens ist die Stiftung natürlich vollkommen unabhängig und nicht von Partikularinteressen geleitet:
Die Stiftung wird sich daher aktiv in den öffentlichen Meinungsbildungsprozeß einschalten, und dabei Gefährdungen des in der Verfassung festgelegten Grundgedankens des privaten Eigentums aufzuzeigen. Dies wird wissenschaftlich fundiert und überparteilich erfolgen. Die Stiftung bediene nicht Interessen, sondern trete für eine Idee und damit für das Ganze ein.
Mit dem oben genannten Kongress soll nun ein weiterer „Bericht zur Lage des Geistigen Eigentums“ vorbereitet werden. Die Ergebnisse dieses Kongresses sollen dann in einen nicht-öffentlichen Nachfolgekongress mit Wissenschaftlern hineinfliessen, die dann wiederum diesen Bericht schreiben und dann dem Bundestag übergeben sollen. Was bei diesem Beicht herauskommen wird, lässt sich schon an den Unterstützern des Kongresses erkennen: BASF, „Deutschland – Land der Ideen“, Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V.. Als Redner sind u.a. der deutsche Börsenverband und Kurt Biedenkopf als Keynotespeaker dabei. Wie immer bei solchen Veranstaltungen wird Dr Günter Krings von der CDU sicher wieder alle Forderungen aufsaugen und sie in den Bundestag einbringen.
Klingt das unabhängig und wissenschaftlich?
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: Die NSA hat ein Stromproblem
: Die NSA hat ein Stromproblem Die NSA scheint in ihrem Rechenzentrum in Baltimore ein Stromproblem zu haben. Dies berichtet The Inquirer und bezieht sich dabei auf die Baltimore SUN: NSA computer operation headed for meltdown.
The NSA has a huge eavesdropping outfit at its 350-acre Fort Meade headquarters and it is sucking up more juice than it should. Apparently the problem is so bad that NSA is unable to install some new gear for fear of blowing out the electrical infrastructure.
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: Netzeitung überrascht mit Netzkompetenz
: Netzeitung überrascht mit Netzkompetenz Herrjemine, die Netzeitung zeigte auch schonmal mehr Netzkompetenz in früheren Tagen. In dem Artikel über die Gründung der Piratenpartei in Österreich mit dem „wenig“ reisserischen Titel „Raubkopierer gründen «Piratenpartei»“ findet man folgende Stilblüte:
Die deutsche Piratenpartei soll Anfang September gegründet werden. Das kündigen die Organisatoren im Online-Lexikon Wikipedia und eigenen Diskussions-Foren an. Dort planen sie auch das gemeinsame Vorgehen. Die neue Partei solle «die Meinungsfreiheit und Privatsphäre aller Menschen in Deutschland wieder herstellen», heißt es bei Wikipedia.
Liebe Netzeitung: Da gibt es zwar ein Wiki, aber nicht jedes Wiki ist gleich die Wikipedia. Das dort verwendete Wiki mag zwar der Wikipedia ähnlich sehen, aber das liegt einfach daran, dass beide technisch auf die Freie Software Mediawiki zurückgreifen.
Update: Wurde schnell korrigiert.
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: Vom Voipen und Phishen: Der neue Duden
: Vom Voipen und Phishen: Der neue Duden Seit letzter Woche enthält die 24. Auflage des Duden ganze 3.000 neue Wörter. Darunter finden sich auch einige Begriffe aus dem IT-Bereich und der Welt des Internets: Wie Golem.de berichtet, haben unter anderem Blogs und das Voipen eigene Einträge. Auch das so genannte Phishing taucht in dem Standardwerk für die deutsche Rechtschreibung auf: Endlich hat das digitale Ausspionieren von persönlichen Daten wie von Passwörtern oder der Bankverbindung sein anerkanntes Plätzchen im Duden gefunden.
Andere Neuzugänge klingen dagegen befremdlich: Unter dem Voipen versteht der Duden „über das Internet telefonieren“. Das umschreibt den Vorgang des VoIP zwar schwammig, dafür kann nun jeder in einer Konversation Aussagen wie „Ich voipe dich später“ fallen lassen. Diese Wendung wird im Moment erwiesenermaßen von fast niemandem im Arbeitsalltag benutzt – wo man gerade glaubte, wenigstens in der Umgangssprache dem „Skypen“ verfallen zu sein. Doch diese überaus beliebte VoIP-Software ist dem Duden bislang unbekannt geblieben.
Wie ein Blog nun zu deklinieren ist, hat sich mit der Neuauflage des Rechtschreibstandards geklärt: Es heißt das oder der Blog, beziehungsweise Weblog. Beide Schreibweisen sind bei dieser „tagebuchartig geführten, öffentlich zugänglichen Webseite zu einem bestimmten Thema“ möglich, wie der Duden erklärt.
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: Interview: EC-Karten sind unsicher
: Interview: EC-Karten sind unsicher Am Samstag war Andreas Pfitzmann beim Deutschlandradio zum Thema EC-Kartensicherheit zu hören (MP3). Hier ist das Transcript: Sehr schlechte Karten. Sieht alles ganz böse aus.…
Andreas Pfitzmann: Die genauen Details einer solchen Masche kann man natürlich nicht vorhersehen. Was absehbar war, ist, dass es eine sehr schlechte Idee ist, ein System so zu bauen, dass Kunden gezwungen sind, ein Geheimnis wie ihre PIN einzugeben in ein fremdes Gerät. Und ein Bankautomat, egal wo er steht, ist erst einmal ein fremdes Gerät.
…
Solche Angriffe sind seit langem bekannt. Wir sagen den Banken, dass sie substantiell etwas tun müssen. Sie müssen letztlich ihr Konzept mit dem Elektronic Banking, mit den Geldautomaten, komplett überarbeiten. Aber die Banken sagen seit 15 Jahren: „Das ist uns zu teuer, das lohnt sich nicht, sollen doch die Kunden damit klarkommen!“
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: Verschenk Deine Inhalte an CNN
: Verschenk Deine Inhalte an CNN Die „Breaking News des Tages“ scheint eine Upload-Funktion bei CNN zu sein, wo man eigene Videos als „Bürgerjournalist“ hochladen kann. Zumindest scheint die News so wichtig zu sein, dass sie bei Heise erscheint: CNN sucht Videos von „Bürgerjournalisten“ (Sommerloch?).
Wahrscheinlich liest sich mal wieder niemand die „Terms of Use“ durch, aber wie immer sind die bei dieser Meldung am interessantesten. Beim Upload gewährt man CNN das nicht-exklusive Recht für praktisch alles, inklusive dem Recht, die Inhalte an weitere Medien zu verkaufen. Bezahlt wird natürlich nichts an den „Bürgerjournalisten“, dafür kann man vielleicht seinen Namen bei CNN sehen. Kein Wunder, dass Journalisten beim Wort „Bürgerjournalismus“ immer an Konkurrenz denken, wenn die „tradionellen Medien“ bei dem Begriff immer an „kostenlose Inhalte“ denken.
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: Mäuse auf Drogen
: Mäuse auf Drogen Wer schon immer wissen wollte, wie Mäuse auf verschiedene Drogen reagieren, kann dies jetzt in dieser Flash-Animation anschauen. Nett gemacht und schön wissenschaftlich.
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: Vier Millionen bloggende Deutsche?
: Vier Millionen bloggende Deutsche? Irgendwas hab ich wohl verpasst, wenn ich mir diese Meldung hier bei de.internet.com anschaue: Fünf Prozent der Deutschen führen Weblogs.
Acht Prozent der Deutschen führen Tagebuch. Wie eine Umfrage des Nachrichtenmagazins ‚Focus’ (kommende Ausgabe) ergab, schreiben fünf Prozent gelegentlich ihre Erinnerungen auf, drei Prozent halten sie regelmäßig fest. Fünf Prozent verfassen Weblogs.
Rechnen wir nochmal nach. Bei 80 Millionen Einwohnern müsste ja vier Millionen Deutsche bloggen. Aber wo bloggen die nur? Laut dem regelmässigen Technorati-Bericht „State of the Blogosphere“ gibts es bei ca. 40 Millionen von Technorati erfassten Blogs knapp 1% deutschsprachige. Nun bloggen zwar nicht alle Deutschen auch deutsch, aber wir dürfen die Österreicher und Schweizer auch nicht vergessen, die das überwiegend tun.
Wie dem auch sei – wie der Focus, bzw. de.internet.com nun auf vier Millionen bloggende Deutsche kommen, bleibt mir echt ein Rätsel.
Wer weiss, wer da wo im Auftrag des Focus befragt wurde. Oder aber, de.internet.com hat was falsch verstanden und der Focus meinte eigentlich, dass 5% aus der Teilmenge von 8% der Tagebuch-führenden Deutschen ein Weblog führen würden. Das wären dann ca. 320.000 und es würde wieder hinkommen. Aber ich finde die Vorabmeldung des Focus nicht bei news.google.de.
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: All-inklusive Journalistenbetreuung in Israel
: All-inklusive Journalistenbetreuung in Israel SpOn hat einen netten Artikel, wie Israel im Moment die Journalistenbetreuung (aka Propaganda) organisiert: All-inclusive-Paket für Kriegsberichterstatter.
Der Anruf kommt pünktlich, morgens neun Uhr. „Hallo, hier ist das Government Press Office“, flötet eine weibliche Stimme, „was haben Sie heute vor, brauchen sie noch eine Idee“? Danach sprudelt es: Gesprächspartner, eine Tour zu den von Raketen getroffenen Häusern Haifas – inklusive, mit Opfern zu sprechen. Ebenso kommt ein Experte mit, der die Raketen erklärt – „gern auch im O‑Ton“.
Das Angebot ist noch nicht ausgeschöpft. „Das Highlight kommt noch“, so die Dame vom Pressebüro der israelischen Regierung, kurz GPO. „Wir haben in Naharya ein Gespräch mit den Eltern eines entführten Soldaten“, sagt sie. Die Eltern von Ehud Goldwasser, seit dem 12. Juli in der Hand der Hisbollah, stünden in einem Hotel bereit. Ein Dolmetscher? Nicht nötig. „Sie sprechen gutes Englisch, keine Sorge“.
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: Heute ist System Administrator Appreciation Day
: Heute ist System Administrator Appreciation Day Wollte ich nur mal sagen. ;) Nicht immer ist alles BOFH-like. Bei Google Video gibts jedenfalls den passenden Soundtrack dazu.
Update: Zur Feier des Tages dürfte der Tagesschau.de-Administrator auch mal was schreiben: Lob für Psychologen im schrecklich kalten Serverraum.
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: Die Logfiles von Raubkopierer sind Verbrecher?
: Die Logfiles von Raubkopierer sind Verbrecher? Es gab mal einen Moment, wo ich alle Videos der Raubkopierer sind Verbrecher – Kampagne herunterladen wollte. Was etwas mühsam war. Hätte ich damals gewusst, dass man sie einfach über das Filesystem auf dem Server findet, wäre alles bequemer gewesen. Aber so konnte ich sie mir jetzt nochmal einfach herunterladen. Und die 46 MB grosse Logfile-Datei auch noch. Und was es sonst noch alles auf dem Server zu finden gibt. Aber schaut selbst.
Update: Seit heute Nachmittag sind die Verzeichnisse und die Logfiles nicht mehr einsehbar. Das ging ja schnell… Aber der Spass ist noch nicht vorbei. Hier hat jemand die Zugriffsstatistiken in Webalizer sichtbar gemacht, hier gibts eine kurze Analyse der Statistiken, hier ist noch ein Backup der Logfiles zu finden (2,2MB komprimierte Version), welches es wohl auch nochmal im eDonkey-Netzwerk gibt und Golem berichtet auch darüber. Mit ein wenig Unix-Kenntnissen konnte man sich wohl auch die verschickten eCards der letzten Monate anschauen, als der Server noch offen war.
Update: Carsten hat mal die Story kurz auf englisch für Boingboing zusammengefasst:
The German movie industry’s campaign to scare people from illegally copying movies and other copyrighted material („Hart aber gerecht“, translates to something like „tough but just“) has experienced a real blow to its public image, again.
The image put forward by the campaign strongly contrasts with the supposed level of technical knowledge within the organization as well as their webhosters: for a period of about 21 hours the server’s DocumentRoot was open to the public. Everyone interested could peek at (drastic, if not hilarious) anti-piracy campaign videos, server logfiles and such. German blogs already have been eager to analyse and comment.
Most delicate is the matter of eCards, though: the website offers a service to send „scary postcards“ with campaign motives to people you chose – without any kind of sender oder receiver verification (no opt-in, which is de facto illegal in Germany). And of course, all the addresses used and texts sent via the card service since April 2006 were logged in cleartext, and have already attracted some considerable attention. ;-)
Needless to say there is no privacy disclaimer at all on the website…
There are several backups of the logfiles availabe: HTTP (uncompressed / 47MB), HTTP (2,2MB compressed) and eDonkey.
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: Die zehn besten Waffen in Computerspielen
: Die zehn besten Waffen in Computerspielen Das ist doch mal kulturell hochwertig: Top Ten Video Game Weapons.
[via]
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: Router für alle
: Router für alle Manche warten Wochen und Monate auf ihren neuen DSL-Router und andere bekommen gleich 552 Stück: Wie viele DSL-Router braucht ein Mensch?
Manchmal muss es einfach etwas mehr sein, hat sich die Deutsche Telekom womöglich gedacht. Eine Privatperson hatte einen DSL-Anschluss bei dem rosa Riesen bestellt und erhielt statt eines DSL-Routers gleich 552 Exemplare. Kamen die ersten 56 DSL-Router noch per Post, wurden die restlichen 496 Geräte mit einem Schlag per Lkw geliefert.