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Verschenk Deine Inhalte an CNN

Die „Breaking News des Tages“ scheint eine Upload-Funktion bei CNN zu sein, wo man eigene Videos als „Bürgerjournalist“ hochladen kann. Zumindest scheint die News so wichtig zu sein, dass sie bei Heise erscheint: CNN sucht Videos von „Bürgerjournalisten“ (Sommerloch?). Wahrscheinlich liest sich mal wieder niemand die „Terms of Use“ durch, aber wie immer sind die…

  • Markus Beckedahl

Die „Breaking News des Tages“ scheint eine Upload-Funktion bei CNN zu sein, wo man eigene Videos als „Bürgerjournalist“ hochladen kann. Zumindest scheint die News so wichtig zu sein, dass sie bei Heise erscheint: CNN sucht Videos von „Bürgerjournalisten“ (Sommerloch?).

Wahrscheinlich liest sich mal wieder niemand die „Terms of Use“ durch, aber wie immer sind die bei dieser Meldung am interessantesten. Beim Upload gewährt man CNN das nicht-exklusive Recht für praktisch alles, inklusive dem Recht, die Inhalte an weitere Medien zu verkaufen. Bezahlt wird natürlich nichts an den „Bürgerjournalisten“, dafür kann man vielleicht seinen Namen bei CNN sehen. Kein Wunder, dass Journalisten beim Wort „Bürgerjournalismus“ immer an Konkurrenz denken, wenn die „tradionellen Medien“ bei dem Begriff immer an „kostenlose Inhalte“ denken.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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5 Kommentare zu „Verschenk Deine Inhalte an CNN“


  1. kobalt

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    „Kein Wunder, dass Journalisten beim Wort “Bürgerjournalismus” immer an Konkurrenz denken, wenn die “tradionellen Medien” bei dem Begriff immer an “kostenlose Inhalte” denken.“

    dieser satz, bzw. das verhalten CNNs bedeuten, daß CNN größeren wert auf quantität legt. entscheidend sollte doch die qualität einer meldung sein und in diesem punkt halte ich die journalisten den bürgern für überlegen, denn journalisten haben andere und mitunter höherwertige quellen und sind in der recherche geübt. die zeiten, in denen es ausreichte, eine gute schreibe zu haben um als ernsthafter journalist die eigenen brötchen verdienen zu können, sind lange vorbei.


  2. Doch, die Terms of Use durchzulesen, war das erste was ich gemacht habe. Ich deute das genauso wie Du: nicht nur nutzen, sondern auch noch weiterverkaufen (license and sublicense). Dieses Prinzip des ausnutzens ist gerade en vogue..


  3. kobalt

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    ich merke das es mir schwer fällt, die dinge exakt zu definieren. vielleicht so:

    in meinen augen ist derjenige journalistisch tätig, der aus einem geschehen eine meldung macht, der die zusammenhänge recherchiert, den wahrheitsgehalt prüft und sie für den leser oder zuschauer verständlich darstellt.

    derjenige hingegen, der eine vom einem anderen verfasste meldung nur wiedergibt, sie lediglich verbreitet, ohne ihr neue aspekte abzugewinnen, ist kein journalist sondern nachrichtensprecher oder so.
    andernfalls wäre ja auch ich journalist da ich einen blog führe und für ein musikmagazin schreibe.


  4. […] Inzwischen wird gerade ganz gewöhnlich was einmal außergewöhnlich war – der User wird als Quelle für Journalisten und Verleger entdeckt. Die Bild (immerhin Zeitung) bietet 500 Euronen für Videos von Promis in peinlichen Situationen, während andere bei Flickr die Autoren darum bitten, ein Foto kostenlos abdrucken zu dürfen. CNN hat eine Videoklappe, N24 will sie auch und Focus bastelt sich sein eigenes FlickrTube. Natürlich werden alle Rechte abgetreten und am besten wäre es kostenlos. Die Belohnung sei dann ein erfreuter Amateurfilmer der mit seiner Familie abends vor der Glotze sitzt und freudenvoll aufschreit: “Guck mal guck mal – hat Vaddi gemacht!” Es spricht ja auch nichts dagegen, nur manche Arbeiten haben schlichtweg ihren Wert und das sollte man dann auch honorieren. Ein Foto in der Max nur mit Hinweis auf den Autor wäre so ein Beispiel. Beim Schreiben mit Tinte und Feder wird es noch komplizierter, aber auch da gibt es Ansätze. BBC hat dafür eigens eine Verteilerstelle zum Aussortieren… 99% Müll – lohnt sich aber trotzdem. User schreiben für User, (fast) ganz ohne Berufsjournalisten und mit Kommentarfunktion – das ist ein Projekt der Netzzeitung und wie könnte es anders sein…ein Blog. Wir dürfen gespannt sein, wohin der Weg sich schlängelt und ob es darum geht, User und Journalist näher zusammen zu bringen oder möglichst jede noch so kleine Lücke der Medienlandschaft zu besetzen, um dort nach Geld zu bohren. Wer es schafft, den User nicht nur abzumelken, hat in dieser Runde gewonnen. via heise […]


  5. […] “Citizen Journalism”: Leser und Blogger als Reporter, die teilweise von Redakteuren betreut werden, darüber hatten wir ja schon mehrfach berichtet. […]

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