Nutzt denn niemand in Deutschland YouTube?

„Gewalt in den Medien“ ist ein Thema, das ja an sich sowas von durch ist – bis zum nächsten Erfurt. Einen neuen Hort der Verrohung machten aufmerksame Jugendschützer (wer ausser ihnen schaut das sonst eigentlich noch?) nun im öffentlich-rechtlichen Fernsehen aus. Am Sonntag! Vormittag.

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Während der Sendung sagte Roland Tichy, Nationalstaatskonzepte würden in der Wirtschaft keine Rolle mehr spielen, woraufhin Matussek diese ansichten als „Fluchtverhalten“ und neurotisch bezeichnete. Tichy warf Matussek im Gegenzug „engstirnigen Nationalismus“ vor. Das wiederum fand Matthias Matussek dann „unverschämt“, wie er auch lautstark zum Ausdruck brachte und fügte noch „Das nehmen Sie zurück!“ hinzu.

In der ersten Reihe saßen die Zuschauer dann nicht mehr, als das Schlachtfeld der Freundlichkeiten verlassen wurde. Naja. Sagt jedenfalls die eine Hälfte:

Matussek habe ihn „hart am Oberarm gepackt und gegen den Tisch gedrückt“, wie Tichy danach habe verlautbaren lassen.

Original Research ist in der Süddeutschen zu finden.

Wenn wir nun im Gelobten Land(tm) wären, würden sich die geschätzten Kollegen seit Tagen nun mit YouTube-Links zukleistern. Anyone there?

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5 Kommentare
  1. Hab das beim Kochen mit einem Ohr gehört – war wirklich die höchste Erregung, die ich je in einem Presseclub mitbekommen habe.

    Zu Handgreiflichkeiten kam es vor der Kamera nicht – wohl erst nach der Sendung, als die Kameras aus waren-

  2. Den besten Absatz aus der Süddeutschen hast noch noch vergessen:

    "Sicher ist, dass Spiegel-Leute im Presseclub schon eine bessere Figur abgegeben haben. Der für die Sendung verantwortliche WDR-Redakteur Michael Hirz erklärt, es habe ¸¸keine bedrohliche Situation" vorgelegen. ¸¸Das war eher eine Frage der Kinderstube. Herr Matussek hat ein sehr hohes Erregungspotential." Künftig werde man mit temperamentvollen Gästen vor der Sendung ein Gespräch über das ¸¸erforderliche Mindestmaß an bürgerlichen Umgangsformen" führen, so WDR-Mann Hirz."

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