bpb
-
: Wahl-O-Mat: Verbot nimmt kurz vor der EU-Wahl wichtige Orientierungshilfe
Aktuell offline: Der Wahl-O-Mat in seiner jetzigen Form benachteiligt kleine Parteien, urteilte ein Gericht. : Wahl-O-Mat: Verbot nimmt kurz vor der EU-Wahl wichtige Orientierungshilfe Wenige Tage vor der EU-Wahl muss die Bundeszentrale für politische Bildung ihr wichtigstes Info-Angebot vom Netz nehmen. Die Kleinpartei Volt hatte wegen Benachteiligung gegen den Wahl-O-Mat geklagt – und vor dem Verwaltungsgericht Köln Recht bekommen. Ein unverhältnismäßiges Urteil, das gerade Erstwähler*innen eine wichtige Orientierungshilfe nimmt, kommentiert Daniel Seitz.
-
: Review: Macht und Widerstand in der digitalen Gesellschaft
Macht und Widerstand in der digitalen Gesellschaft. : Review: Macht und Widerstand in der digitalen Gesellschaft Manuel Castells beleuchtet die Machtverhältnisse in der digitalen Gesellschaft und betont die Bedeutung von Datenschutz, Verschlüsselung und Whistleblowing. Damit machte der Soziologe den Auftakt zu einer Vortragsreihe, die den digitalen Wandel reflektieren soll.
-
: Medien in Deutschland: Presse – Rundfunk – Online
: Medien in Deutschland: Presse – Rundfunk – Online
Im Rahmen ihrer Schriftenreihe (Bd. 1599) erklärt die Bundeszentrale für politsiche Bild jetzt unser Mediensystem auf rund 200 Seiten: Medien in Deutschland: Presse – Rundfunk – Online.Das deutsche Mediensystem befindet sich im Umbruch. Digitalisierung, Onlinekommunikation und die stetig wachsende Nutzung mobiler Endgeräte haben die Medienlandschaft massiv verändert und zu einer unübersehbaren Umstrukturierung geführt, speziell bei Printmedien. In diesem kompakten Gesamtüberblick zeichnet der Kommunikationswissenschaftler Heinz Pürer zunächst die Geschichte des deutschen Rundfunks (Radio und Fernsehen) seit den 1920er-Jahren und der deutschen Presse seit 1945 nach. Er widmet sich ausführlich und unter Einbezug neuer Forschungsergebnisse den Entwicklungen bei Print und Online und bezieht die aktuell gültigen medienrechtlichen Rahmenbedingungen ein. Ein besonderes Augenmerk legt der Autor nicht zuletzt auf Fragen der Finanzierung journalistischer Angebote, da sich Medienhäuser und Medienschaffende gerade auf diesem Feld immer neuen Herausforderungen gegenübersehen.
Das Buch kann zum Preis von 4,50 Euro bestellt werden.
-
: Drohnen – Chancen und Gefahren einer neuen Technik
Die Drohnen sollen die Arbeit der Polizei erleichtern : Drohnen – Chancen und Gefahren einer neuen Technik Die Bundeszentrale für politische Bildung hat das Buch „Drohnen – Chancen und Gefahren einer neuen Technik“ von Kai Biermann und Thomas Wiegold im Rahmen ihrer Schriftenreihe (Bd. 1597)
neu aufgelegtals Sonder-Edition aufgelegt.Fluch oder Segen – bei Drohnen ist das schwer zu unterscheiden. Sie können als Waffe ebenso eingesetzt werden wie für friedliche und nützliche Zwecke. Das Buch beschreibt die technische Entwicklung und den Einsatz von Drohnen und deren Folgen. Es schafft so ein Bewusstsein für Nutzen und Risiken der Drohnentechnik.
Das Buch kann zum Preis von 4,50 Euro bei der BpB bestellt werden.
-
: Zur netzpolitischen Dimension (9) des Bands „Ökonomie und Gesellschaft“ und der Internationalen Studierendeninitiative für Pluralismus in der Ökonomie [Update]
: Zur netzpolitischen Dimension (9) des Bands „Ökonomie und Gesellschaft“ und der Internationalen Studierendeninitiative für Pluralismus in der Ökonomie [Update] In der Serie „netzpolitische Dimension“ geht es um Themen, deren netzpolitische Relevanz sich bisweilen erst auf den zweiten Blick erschließt. Diesmal: Pluralismus in der Ökonomie.
Anfang der Woche wurde ein vorläufiges Vertriebsverbot des Sammelbands „Ökonomie und Gesellschaft“ der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) bekannt. Dies führte zu teils heftigen Protesten – etwa seitens bei der deutschen Gesellschaft für Soziologie. Vor allem der Umstand, dass die Entscheidung des Innenministeriums auf Druck der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) zu Stande kam, sorgt für Unmut.
Eine erste netzpolitische Dimension des Vorfalls ist der Umstand, dass das Buch auf der Webseite der BpB als „vergriffen“ angeführt wird und es deshalb nicht einfach ist, sich selbst ein Bild von dem Werk zu machen. Wäre der Band – wie andere öffentlich finanzierte BpB-Bücher auch – unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht worden, es wäre viel schwieriger den Zugang zu dem Werk zu unterdrücken. Selbst wenn sich die BpB letztlich gegen einen offiziellen (Weiter-)Vertrieb entscheiden sollte, der Zugang zu dem Werk wäre weiterhin einfach möglich.
Dominante und marginalisierte Denkschulen in der Ökonomie
Abgesehen davon ist die Begründung der Entscheidung des Innenministeriums bemerkenswert, die auf fehlenden Pluralismus abstellt, wie Spiegel Online unter Berufung auf ein Ministeriums-E-Mail berichtet:
Der Titel des Bandes verspricht eine umfassende Darstellung von Ökonomie und Gesellschaft, in dem Band selbst aber dominiert eine bestimmte Denkschule zu Wirtschaftsfragen deutlich.
Tatsächlich ist es aber so, dass der Band „Ökonomie und Gesellschaft“ mit seinem stärker soziologisch fundierten Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge einen Beitrag zu größerer Vielfalt in den Wirtschaftswissenschaften leistet. Wenn schon „eine bestimmte Denkschule zu Wirtschaftsfragen“ als dominant bezeichnet wird, so wäre hier wohl zuvorderst der neoklassische Mainstream in ökonomischer Lehre und Forschung zu nennen, der auf einer utilitaristischen Basis und Axiomen wie Knappheit, Optimierung und Gleichgewicht beruht. Dieser Mainstream ist aber wohl eher nicht Gegenstand des vorliegenden Sammelbandes zu „Ökonomie und Gesellschaft“.
Das Ausmaß neoklassischer Theorie- und Methodendominanz ist dabei außergewöhnlich groß. In der Lehre spielen alternative („heterodoxe“) theoretische Paradigmen wie evolutionäre, ökologische, post-keynesianische, feministische oder institutionalistische Ökonomie keine Rolle. Während es in anderen Disziplinen wie Soziologie, Politikwissenschaft oder auch der BWL völlig selbstverständlich ist, die Studierenden bereits im Bachelor-Studium mit Grundlagen verschiedener Theorieströmungen vertraut zu machen, fehlen vergleichbare dogmengeschichtliche Angebote im Kerncurriculum der allermeisten deutschsprachigen VWL-Studiengänge.
Studierende kämpfen im Netzwerk Plurale Ökonomik für mehr Vielfalt in der VWL
Wie einseitig und unzureichend das VWL-Lehrangebot nicht nur in Deutschland ist, belegt wohl am besten die International Student Initiative for Pluralism in Economics (ISIPE), die in Deutschland unter „Netzwerk Plurale Ökonomik e. V.“ firmiert. Letztere beschreiben das Problem wie folgt:Junge NachwuchsökonomInnen bekommen in Ihrer Ausbildung meist nur dieses eine Denkmuster – die neoklassische Modellökonomik – vermittelt, und auch danach sind DoktorandenInnen, Postdocs und ProfessorenInnen der VWL einem hohen Konformitätsdruck ausgesetzt. Die Lösung realer gesellschaftlicher Probleme rückt dabei im Schein mathematischer Objektivität und eines überhöhten Dogmatismus in den Hintergrund.
Alleine im deutschsprachigen Raum gibt es mittlerweile an über 20 Hochschulen studentische Gruppen, die mit dem Netzwerk Plurale Ökonomik assoziiert sind. Die Studierenden des Netzwerks beschränken sich aber längst nicht mehr auf bloße Kritik am Status quo der Lehre in der VWL. An immer mehr Universitäten organisieren sie Ringvorlesungen, um auch anderen ökonomischen Denkschulen einen Platz einzuräumen. An meiner Universität, der FU Berlin, firmiert der Kurs dieses Semester unter „Denkschulen und aktuelle Kontroversen der Ökonomik“ (Kursübersicht-PDF). Bereits im letzten Wintersemester wurde ein ähnlicher Kurs organisiert und die meisten Vorträge sind in einem eigenen YouTube-Channel zugänglich (u.a. auch mein Vortrag zum Thema „Warum Pluralismus in der Ökonomie (fehlt)?“).
Auf Basis vorhandener Vorlesungsvideos und offen verfügbarer Lehr- und Lernmaterialien ist inzwischen ein virtuell-plurales VWL-Studium in Vorbereitung. Die netzpolitische Dimension der Initiative wird daran deutlich: Ohne digitale Technologien und Plattformen, die Bereitstellung von und Zugang zu alternativen ökonomischen Lerninhalten sehr kostengünstig ermöglichen, wäre die gegenwärtige Dynamik der internationalen Studierendeninitiative nur schwer denkbar. Und mit mehr – sei es auch nur virtuellen – heterodoxen Lehrangeboten steigt die Wahrscheinlichkeit, dass langfristig auch die ökonomische Forschung wieder pluralistischer wird.
Am Ende bleiben vor allem zwei Fragen: Wie groß muss der Frust über die Eintönigkeit der Lehre in einer Disziplin sein, dass Studierende derart große Anstrengungen unternehmen, um auch von anderen Perspektiven, Theorien und Methoden zu hören? Wie profitabel muss wiederum jene Eintönigkeit im Umkehrschluss für den BDA sein, damit dieser sich zum Bekämpfer ökonomischen Abweichlertums aufschwingt?
[Update, 30.10.,18:00]
Wie Spiegel Online berichtet wurde das Vertriebsverbot des Band „Ökonomie und Gesellschaft“ mittlerweile wieder aufgehoben, auf der BpB-Homepage steht inzwischen „in Kürze wieder verfügbar“. Das Buch darf wieder verkauft werden, wird aber mit einem Hinweisblatt versehen:
Darauf soll vermerkt werden, dass die in dem Band enthaltenen Kapitel nicht das ganze Spektrum der Ansichten zu ökonomischen Fragen widerspiegeln.
Vielleicht ist das gar keine so schlechte Idee und sollte ganz allgemein auf Lehrbücher im Bereich der Ökonomie ausgedehnt werden. Bücher wie Mankiws „Principles of Economics“ dürften dann auch nicht mehr ohne vergleichbare Warnhinweise verkauft werden, am besten mit Hinweisen auf alternative Lektüre.
[/Update]
-
: Bei BpB erschienen: „Digitale Diktatur – Totalüberwachung, Datenmissbrauch, Cyberkrieg“
: Bei BpB erschienen: „Digitale Diktatur – Totalüberwachung, Datenmissbrauch, Cyberkrieg“
Die Bundeszentrale für politische Bildung hat das Buch „Digitale Diktatur ‑Totalüberwachung, Datenmissbrauch, Cyberkrieg“ von Stefan Aust und Thomas Ammann im Rahmen ihrer Schriftenreihe als Band 1527 neu aufgelegt.Das Buch ist irgendwann letztes Jahr erschienen, ich hatte es mal überflogen, aber letztendlich nie rezensiert. Zum Originalausgabe-Preis war es zu teuer, weil es zuviel Redundanz gegenüber früheren Büchern wie „No place to hide“ von Glenn Greenwald oder „Der NSA-Komplex – Edward Snowden und der Weg in die totale Überwachung“ von Marcel Rosenbach und Holger Stark hatte. Einzig die Erzählungen über die frühe Geschichte des Chaos Computer Club in den 80ern stachen positiv hervor.
Aber jetzt gibt es das Buch bei der BpB für 4,50 Euro (und irgendwie Portokosten, wenn man mehr als 1 Kg Bücher bestellt) und dafür kann man das schon mal empfehlen.
Die digitale Revolution hat unser Leben massiv verändert, und die neuen Kommunikationswege erleichtern unseren Alltag zum Teil erheblich. Aber wir zahlen dafür einen hohen Preis. Privateste Details, Bewegungsprofile und Kaufverhalten, nahezu alles kann anhand unseres digitalen Fingerabdrucks rekonstruiert werden. Wie die Welt spätestens seit der NSA-Affäre weiß, sind die technischen Möglichkeiten zur massenhaften Datensammlung und Ausspähung nicht nur vorhanden, sie werden auch genutzt. „Gegen ‚Big Data’ ist ‚Big Brother’ ein Zwerg“, auf diese Formel bringen Stefan Aust und Thomas Ammann im Rückgriff auf George Orwell die neue digitale Welt. Sie beschreiben eine Entwicklung, die zeigt, wie sehr das Internet, von dem man sich dezentrale und herrschaftsfreie Kommunikation erhofft hat, von Wenigen für ihre Zwecke instrumentalisiert und von Sicherheitsbehörden überwacht wird. Die Autoren entwerfen das pessimistische Bild einer Welt, die Gefahr läuft, sich mit der digitalen Überwachung zu einem modernen und allumfassenden „1984“ zu wandeln – nicht zuletzt auch durch unser eigenes Zutun.
-
: Debatte: Ist geteilte Bildung halbe oder doppelte Bildung?
: Debatte: Ist geteilte Bildung halbe oder doppelte Bildung?
Im Portal „Digitale Bildung“ der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) finden sich zwei gegensätzliche Einschätzungen zur Frage, welche Chancen mit digitaler Technologien und offenen Lizenzen im Bildungsbereich verbunden sind.David Klett, Geschäftsführer von Klett MINT, vertritt den Standpunkt „Geteilte Bildung ist halbe Bildung“ und warnt davor, im Bildungsbereich auf eine „Kultur des Teilens“ zu setzen:
Es ließen sich weitere Fälle nennen, in denen sich die „Kultur des Teilens“ nicht so recht einzustellen scheint, und das nicht nur im Bereich des Austauschs von Medien, sondern auch beim Versuch, freie Inhalte zu bewerten, zu qualifizieren und besser auffindbar zu machen. Seit einiger Zeit versucht etwa der Deutsche Bildungsserver zusammen mit der Universität Duisburg, das Angebot an freien Bildungsressourcen im Netz zu erschließen. Lehrkräfte sollen auf der Plattform »EduTags« Links zu OER so verschlagworten, dass sie für alle anderen leichter und gezielter zugänglich sind. Da derlei Initiativen nicht den Beweis ihrer Wirtschaftlichkeit antreten müssen, lassen sich Erfolg und Misserfolg schwer auseinanderhalten. Mit Blick auf die Tiefe und Breite des Angebots – der Suchbegriff „Verbformen“ etwa bringt genau ein (1) Suchergebnis – liegt allerdings der Verdacht nahe, dass sich die breite Lehrerschaft noch nicht recht zum „edutaggen“ hinreißen lässt.
Ich durfte die Gegenposition „Geteilte Bildung ist doppelte Bildung“ vertreten:
Der Sinn von Bildungseinrichtungen liegt genau darin, einen Ort für den Austausch – das Teilen – von Wissen, Erfahrungen und Meinungen, nicht zuletzt aber auch von Lehr- und Lernmaterialien bereitzustellen. Die Nutzung von offenen Lizenzen wie jene der Wikipedia auch für professionell erstellte Lernmaterialien würde das Teilen von Wissen und Erfahrungen über die Grenzen der Bildungseinrichtung hinaus erlauben. Wo heute wieder und wieder das Rad neu erfunden, dasselbe Arbeitsblatt neu zusammengestellt wird, könnten Lehrkräfte aus einer globalen Wissensallmende schöpfen und gleichzeitig ihre Erkenntnisse und Ideen beisteuern. […] Voraussetzung dafür wäre jedoch, dass jene öffentlichen Gelder, die heute schon in die Erstellung von Lehr- und Lernmitteln fließen, vermehrt offen lizenzierte Inhalte und deren kontinuierliche Weiterentwicklung und Aktualisierung finanzieren.
In einem Punkt bin ich mir demnach mit David Klett durchaus einig: einfach nur darauf zu vertrauen, dass neue Technologien einer Kultur des digitalen Teilens zum Durchbruch verhelfen werden, ist wenig erfolgversprechend. Vielmehr geht es eben darum, öffentliche Mittel besser einzusetzen, sodass öffentlich finanziert auch offen lizenziert bedeutet.
-
: Jugendmedienworkshop im Bundestag: Digital Na(t)ives – Eine digitale Generation erobert die Gesellschaft
: Jugendmedienworkshop im Bundestag: Digital Na(t)ives – Eine digitale Generation erobert die Gesellschaft Im Juni richten die Bundeszentrale für politische Bildung, der Deutsche Bundestag, und der Jugendpresse e.V. den 12. Jugendmedienworkshop im Deutschen Bundestag aus. Thema ist diesmal „Digital Na(t)ives – Eine digitale Generation erobert die Gesellschaft“.
Bis zum 19.4. können sich Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren bewerben. Mehr Infos gibt es hier.
Während der siebentägigen Veranstaltung treffen die Jugendlichen auf Abgeordnete des Deutschen Bundestages, erfahrene Hauptstadtjournalisten und Hauptstadtjournalistinnen sowie Fachleute zum jeweiligen Workshopthema. Diese Treffen bilden die Recherche-Grundlage für die Ausgestaltung einer Ausgabe der politikorange. Hier veröffentlichen die Teilnehmenden ihre während des Workshops gewonnenen Eindrücke in Form von Artikeln, Interviews und Kommentaren. Die politikorange wird im Anschluss an den Workshop gedruckt und versandt. Die jungen Redakteurinnen und Redakteure werden von erfahrenen Mentorinnen und Mentoren der Jugendpresse betreut.
Ein Besuch in unserer Redaktion gibt es auch dazu.
-
: Aus Politik und Zeitgeschichte: Big Data
: Aus Politik und Zeitgeschichte: Big Data Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) veröffentlicht wöchentlich die politikwissenschaftliche Fachzeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ) online. Das Thema der aktuellen Ausgabe ist Big Data. Insgesamt sechs Autoren beschäftigen sich mit verschiedenen Aspekten und Sichtweisen auf die Verarbeitung von riesigen Datenmengen.
Evgeny Morozov: Ich habe doch nichts zu verbergen
Die Phrase „Ich habe doch nichts zu verbergen“ könnte genauso gut lauten „Ich habe doch nichts zu wollen“. Die Aufgabe des eigenen Raums zum Experimentieren bedeutet die Aufgabe jeder Ambition, das eigene Leben selbst zu bestimmen.
Christian Stöcker: Politikfeld Big Data
Die Politik verspricht sich vom Thema Big Data viel – nicht zuletzt Wachstumschancen für Unternehmen. Gleichzeitig ist der Umgang mit personenbezogenen Daten umstritten, wie die Diskussion um die EU-Datenschutzverordnung zeigt.
Viktor Mayer-Schönberger: Zur Beschleunigung menschlicher Erkenntnis
Big Data ist weniger eine neue Technologie denn eine Perspektive auf die Wirklichkeit. Richtig angewandt kann sie den menschlichen Erkenntnisprozess nachhaltig beschleunigen. Doch sind damit auch Schattenseiten verbunden.
Rolf Kreibich: Von Big zu Smart – zu Sustainable?
Die in die Zukunft weisenden Konzepte von Big und Smart Data sollten sich hinsichtlich ihrer technischen und wirtschaftlichen Anwendungen den Zielen der Nachhaltigen Entwicklung unterordnen. Das ist bisher jedoch nicht erkennbar.
Peter Langkafel: Dr. Algorithmus? Big Data in der Medizin
In der Medizin fallen immer mehr digitale Daten an, zugleich sammeln auch Bürger immer mehr Gesundheitsdaten. In ihrer systematischen Vernetzung und Auswertung liegen große Chancen. Doch auch Big Data ist kein Allheilmittel.
Yvonne Hofstetter: Big Data und die Macht des Marktes
Big Data erobert die westliche Welt; der Auftrag: mehr Effizienz durch Optimierung. Dass Big Data mehr ist als nur Technologie, zeigt der Versuch einer ideologischen Auseinandersetzung mit dem digitalen Phänomen.
Die gesamte Ausgabe gibt es auch als PDF-Version.
-
: BpB erklärt den Hammelsprung und andere parlamentarische Besonderheiten
: BpB erklärt den Hammelsprung und andere parlamentarische Besonderheiten Dei Bundeszentrale für politische Bildung erklärt in einem kleinen „Spicker-Format“ den Hammelsprung und andere parlamentarische Besonderheiten wie die fette Henne.
Zeremonien gibt es nicht nur in Adelshäusern, Hammelsprünge nicht nur auf der Weide und gestritten wird sowieso überall. Der neue Spicker Politik gibt Aufschluss über parlamentarische Besonderheiten in Deutschland und anderen Ländern, deckt unbekannte Hintergründe des politischen Alltags auf und zeigt, wie spannend es in der Politik zugehen kann. Spicker Politik – das Lexikon zum Selberbasteln. Mit der Faltanleitung wird aus dem DIN A4-Blatt schnell ein achtseitiges Büchlein im DIN A7-Format. Zum Ausdrucken, Sammeln, Nachschlagen.
-
: BpB-Dossier über Grundlagen und Entwicklungen der Medienpolitik
: BpB-Dossier über Grundlagen und Entwicklungen der Medienpolitik
Die Bundeszentrale für politsiche Bildung hat ein neues Dossier über Grundlagen und Entwicklungen der Medienpolitik veröffentlicht. Aus dem Editorial:Die neuen technischen und inhaltlichen Entwicklungen der digitalen Medien sind eine Herausforderung für Medienmacher, Publikum und Politik. Journalisten müssen beispielsweise immer mehr Informationskanäle beobachten und große Mengen an Daten auswerten. Für die Bürgerinnen und Bürger können die Veränderungen in der Medienlandschaft zu einer stärkeren (politischen) Beteiligung führen, was insbesondere für bisher in den Medien benachteiligte Gruppen wie z. B. Migranten wichtig ist. Aus diesen und vielen weiteren Aspekten ergeben sich veränderte Aufgaben für die Medienpolitik im nationalen und im internationalen Rahmen. So werden etwa die Möglichkeiten für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Zuge der Verbreitung des Internets neu verhandelt. Das Dossier möchte Grundlagen zum Rundfunk- und Medienrecht vermitteln, die neuen Herausforderungen aufzeigen und eine kritische Auseinandersetzung mit der sich ständig wandelnden Welt der Medien und der sie regulierenden Medienpolitik fördern.
Das Dossier umfasst diverse Artikel mit Einführungen in Teilbereiche wie:
Medienpolitik ist ein komplexes und differenziertes Aufgabenfeld mit vielen Inhalten: Film, Fernsehen, Online-Anwendungen, Telekommunikation und Presse. Hier werden einige der wesentlichen Abläufe und beteiligten Akteure vorgestellt.
oder
Die Internationalisierung des Mediengeschäfts hat im Laufe der Jahre erheblich zugenommen. Damit hat neben der deutschen Gesetzgebung insbesondere die Europäische Union an Einfluss auf den deutschen Mediensektor gewonnen.
-
: Open Data Aktivismus: ein Besuch bei der Open Knowledge Foundation
: Open Data Aktivismus: ein Besuch bei der Open Knowledge Foundation Das Projekt Netzdebatte von der Bundeszentrale für politische Bildung hat ein kurzes Video-Portrait mit Stefan Wehrmeyer über die Arbeit der Open Knowledge Foundation Deutschland gemacht.
httpv://www.youtube.com/watch?v=stm4bhjppM4
Offenerhaushalt.de, Frag den Staat und Bundesgit sind nur einige der Projekte, die Stefan Wehrmeyer in den letzten Jahren auf die Beine gestellt hat. Wir haben den überzeugten Open Data Verfechter in seiner Wirkungsstätte bei der Open Knowledge Foundation besucht und mit ihm über Transparenz, undurchsichtige Rohdaten und Missverständnisse rund um Open Data geredet.
-
: Broschüre: Faszination Computerspiele
: Broschüre: Faszination Computerspiele
Die Bundeszentrale für politische Bildung hat eine 24-seitige Broschüre zum Thema „Faszination Computerspiele – Basisinformationen und praktische Tipps zum pädagogischen Umgang mit Computerspielen“ rausgebracht. Die Broschüre kostet nichts und kann im Shop der BpB bestellt werden. Hier gibt es ein PDF.Die Broschüre bietet eine Einführung und Orientierungswissen zu Computerspielen. Sie enthält Informationen zu Geschichte und Genres, zur Faszination von Computerspielen für Kinder und Jugendliche, zum Jugendschutz, zur pädagogischen Praxis in der Auseinandersetzung mit Computerspielen und ein Glossar.
Und falls Ihr im BpB-Shop eine Bestellung aufgebt, könnt Ihr ja passend zu nahen EU-Wahl gleich die kostenlose Faltkarte Europa mitbestellen.
-
: APuZ: Transparenz und Privatsphäre
: APuZ: Transparenz und Privatsphäre
„Aus Politik und Zeitgeschichte“, die Beilage zur Wochenzeitschrift „Das Parlament“ beschäftigt sich in der aktuellen Ausgabe (APuZ 15–16/2013) mit den Themen „Transparenz und Privatsphäre“.Transparenz gehört zu den derzeit meistdiskutierten Schlagworten. Zum einen fordern Bürgerinnen und Bürger sie vehement von der Politik ein, zum anderen ist sie aber auch (wieder) zu einem Thema geworden, das jeden individuell betrifft: Noch nie war es so einfach, selbst größte Mengen an Daten zu sammeln und zu verarbeiten. Bezahlen wir die Bequemlichkeit, die Onlinedienste uns bieten, mit einem Verlust an informationeller Selbstbestimmung? Was ist im digitalen Zeitalter „öffentlich“, was „privat“? Deutet sich hier ein tiefgreifender sozialer Wandel an? Stehen wir vor einem Zeitalter der Transparenz? Was würde das bedeuten – für die Politik, für die Gesellschaft, für das Individuum?
Ausgedruckt kann man die APuZ bei der Bundeszentrale für politische Bildung bestellen, alternativ gibt es ein PDF und ein ePub.
-
: Umfangreiches BpB-Dossier zu Wikipedia
: Umfangreiches BpB-Dossier zu Wikipedia Auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung findet sich ab sofort ein umfangreiches Dossier zum Thema Wikipedia. Die Bandbreite an darin behandelten Themen rund um die freie Enzyklopädie ist beeindruckend.
Im Bereich Geschichte beschäftigen sich die Beiträge nicht nur mit der Geschichte der Wikipedia selbst sondern auch deren historischen Vorläufern, der Temporalisierung von Wissen und der Frage, ob die Mediengattung „Enzyklopädie“ unter den Voraussetzungen der digitalen Wissensgesellschaft weiterleben kann:
Schon der Name Wikipedia verweist auf die Verschmelzung des Alten und Bewährten (Enzyklopädie) mit dem Neuen und Innovativen (Wiki-Technologie). Dabei darf freilich nicht übersehen werden, dass Innovation in gewisser Weise immer auch die Veränderung des bislang Gültigen bedeutet. Im Falle der Wikipedia scheint der Grat zwischen Kontinuität und Umbruch besonders schmal, denn hier treffen die strengen Qualitätsansprüche der Buchkultur auf die Offenheit, Dynamik und Flexibilität der digitalen Wissensgesellschaft.
Gleich fünf Beiträge beschäftigen sich mit Machtstrukturen, zum Beispiel mit der Frage „Wer (oder was) beherrscht Wikipedia?“ und ob es sich bei der Wikipedia um eine geschlossene Gesellschaft handelt.
-
: Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlicht erstmals eBook kostenlos: Handbuch Bürgerbeteiligung
: Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlicht erstmals eBook kostenlos: Handbuch Bürgerbeteiligung
Nachdem die Zeitschrift ‚Aus Politik und Zeitgeschichte’ bereits online lesbar oder als epub/PDF downloadbar ist, veröffentlicht die Bundeszentrale für politische Bildung bpb nun auch Eigenpublikationen ihrer Schriftreihen kostenlos als eBook. Die erste derartige Veröffentlichung ist das 144-seitige ‚Handbuch Bürgerbeteiligung’ der Autorinnen Patrizia Nanz und Miriam Fritsche. Ob „Stuttgart 21“, Energiewende oder die Umgestaltung eines Stadtplatzes – Bürgerinnen und Bürger engagieren sich mehr denn je und suchen nach neuen Wegen der Mitwirkung sowie der politischen Partizipation. Keine Mandatsträgerin, kein Verwaltungsmitarbeiter kann es sich noch leisten, diese kraftvolle Bewegung zu ignorieren. Das Handbuch Bürgerbeteiligung bietet eine umfassende Informationsquelle sowie einen praxisnahen Einstieg in das Thema. Es stellt pointiert die Relevanz von dialogorientierter Bürgerbeteiligung in der modernen Demokratie dar und liefert einen strukturierten Überblick über die derzeit prominentesten Verfahren sowohl der klassischen Präsenz- als auch der internetgestützen Beteiligung: Wie funktionieren sie? Wie lange dauern sie und wer kann daran teilnehmen? Für welche Themen eigenen sie sich und wo geraten sie an welche Grenzen? Wer sind relevante Akteure und Organisationen? Eine abschließende vergleichende Bewertung hilft zu entscheiden, welches Verfahren für welche Situation am besten geeignet ist.
-
: Open Educational Resources: Livestream und Podcasts
: Open Educational Resources: Livestream und Podcasts Seit 10:00 läuft in München das “SpeedLab” von werkstatt.bpb.de zum Thema Open Educational Resources (OER). Der Stream findet sich hier, Informationen auf Twitter findet man unter #slOER. Das Programm gibt es hier; erste Input-Redner sind Jan Neumann vom Hochschulbibliothekszentrum Köln (10:30) und Matthias Spielkamp von iRights.info (11:00).
Wie offen kann Bildung sein? Seit der Debatte um den so genannten Schultrojaner wird im deutschen Schulalltag immer heftiger über freie und offene Lehrmaterialien diskutiert. Im Rahmen des SpeedLabs soll diskutiert werden, wie sich “Open Education” auf die schulische und außerschulische Bildung auswirkt und welche Probleme und Potenziale bestehen.
Zur Einführung werden zwei Podcasts empfohlen, der eine mit Elly Köpf von Wikimedia Deutschland, der andere mit dem Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Wilfried Hendricks. Im Gespräch mit Hendricks geht es vor allem um Vorteile, Gefahren und Akteure des Themas. Elly Köpf erklärt unter anderem die Rolle von Wikimedia und warum OER wichtig ist. Außerdem geht sie auf urheberrechtliche Aspekte ein.
-
: Bundeszentrale für politische Bildung zur „Piraterie“
: Bundeszentrale für politische Bildung zur „Piraterie“ Ein neues Dossier mit Aufsätzen zur „Piraterie“ gibt es von der Bundeszentrale für politische Bildung in ihrer Reihe „Aus Politik und Zeitgeschichte“ (APuZ 48/2012):
„Piraten“ finden sich nicht nur auf hoher See, sondern unter anderem auch in verschlossenen Forschungslabors, in internationalen Wirtschaftsbeziehungen oder auf Tauschbörsen im Internet. Gemeinsam haben diese „Piraten“, dass ihnen – wie ihren frühneuzeitlichen Namensgebern – Diebstahl, ja Raub vorgeworfen wird: an geistigem Eigentum, an traditionellem Wissen oder an noch geheimen Produktinformationen.
In ihre Gesamtbetrachtung packt die Bundeszentrale u.a. Analysen über somalische Piraten, Verletzer von immateriellen Rechten und Flüssige Demokratie-Werkzeuge:
Der Begriff [Piraterie] birgt hohe Suggestionskraft und Emotionalität. Die Frage nach der Rechtfertigung dieser Bezeichnung steht häufig im Vordergrund.
Das Heft kann der/die Interessierte online anschauen oder findet das Heft als Beilage zur Zeitung „Das Parlament“.
-
: Dossier und Veranstaltung zum Thema Open Educational Resources
: Dossier und Veranstaltung zum Thema Open Educational Resources Jöran Muuß-Merholz, Co-Autor eines umfangreichen White Papers zu Open Educational Resources (OER) für Schulen in Deutschland und Jaana Müller, Koordinatorin des Projekts werkstatt.bpb.de, haben für das Portal #PB21 von Bundeszentrale für politische Bildung und DGB-Bildungswerk ein Dossier zum Thema OER zusammengestellt:
Als Alternative entdecken immer mehr Menschen Materialien, deren Lizenzen das Kopieren und Weitergeben, häufig auch das Bearbeiten und bisweilen sogar das Verkaufen ausdrücklich gestatten. Solchen sogenannten OER – Open Educational Resources, also freien oder offenen freien Bildungsmaterialien widmet sich dieses Dossier mit Artikel, Video-Interviews und Podcasts von pb21.de und werkstatt.bpb.de. Neben Einführungen ins Thema, Gesprächen mit Praktikern und Berichten aus anderen Ländern finden Sie darin auch eine Einladung zu einer Veranstaltung.
Bei der Veranstaltung handelt es sich um ein „SpeedLab“ von werkstatt.bpb.de zum Thema “Open Education – Wem gehört die Bildung?” am 30. November 2012 im Münchner Feierwerk:
Es wird um Fragen rund um die freien Lehr- und Lernmaterialien gehen: Welche Bedeutung haben OER für die Lehre, das Lernen und die Institution Schule? Wie lässt sich die Qualität von OER sicherstellen? Wie steht Deutschland im Vergleich zu Entwicklungen im Bereich OER in anderen Ländern da?
Das Programm der Veranstaltung richtet sich an Lehrende und alle anderen am Thema Interessierten.