Bots

  • Studie der Medienanstalten: Debattenkultur im Netz erodiert
    Zwei brennende Streichhölzer brüllen sich gegenseitig an.
    In Online-Debatten fliegen oft die Funken.
    Studie der Medienanstalten Debattenkultur im Netz erodiert

    Die Bereitschaft, sich an Debatten in Sozialen Medien und in Online-Kommentarbereichen zu beteiligen, sinkt. Ein zentraler Grund dafür ist die Diskursqualität, die zunehmend als negativ wahrgenommen wird, so das Ergebnis einer Studie der Medienanstalten.

    10. April 2026 8
  • Digitales Astroturfing: Wie unser Diskurs manipuliert wird
    Links auf dem Bild befindet sich ein Screenshot pro-russischer YouTube-Kommentare. In der Mitte ist ein ehemaliges Bürogebäude der russischen Trollfabrik "Internet Research Agency" zu sehen.
    Die russische "Internet Research Agency" betreibt schon seit 2009 digitales Astroturfing.
    Digitales Astroturfing Wie unser Diskurs manipuliert wird

    Wenn so viele das sagen, muss ja was dran sein. Oder? Eine der Methoden von digitaler Desinformation ist Astroturfing. Was dahinter steckt und welche Folgen Astroturfing birgt, erklärt dieser Artikel.

    31. Mai 2022 15
  • Pandemiebekämpfung: Mit Telegram zum Impftermin
    Impfung
    Impfung in den Oberarm.
    Pandemiebekämpfung Mit Telegram zum Impftermin

    Pandemiebekämpfung kommt in Deutschland oftmals schwerfällig und kompliziert daher. Dabei zeigen Privatpersonen, dass es auch nutzerfreundlich geht: Ein Programmierer hat einen Bot geschrieben, der Impfwillige per Telegram automatisch mit Terminen versorgt.

    6. Dezember 2021 1
  • Faktencheck: Ein Chat-Bot soll bei WhatsApp Falschnachrichten aufdecken
    Fünf kleine bunte Spielzeugroboter stehen nebeneinander.
    Ob der neue Chat-Bot auch so süß aussieht?(Symbolbild)
    Faktencheck Ein Chat-Bot soll bei WhatsApp Falschnachrichten aufdecken

    Im Kampf gegen Desinformation in verschlüsselten Gruppenchats soll ein Chat-Bot Nachrichten auf WhatsApp nach ihrem Wahrheitsgehalt überprüfen. Nutzer:innen können dem Bot Links, Texte oder Bilder zur Überprüfung schicken – in unserem Test funktioniert das allerdings nicht so gut.

    25. August 2021
  • KI-Gesetz: EU-Kommission möchte Social Scoring verbieten
    Roboter
    Geht es nach dem Kopf der Maschine? Die EU möchte KI-Systeme regulieren.
    KI-Gesetz EU-Kommission möchte Social Scoring verbieten

    Die Europäische Kommission soll schon nächste Woche ein Gesetz vorlegen, das Künstliche Intelligenz strenger reguliert. Social-Credit-Systeme wie in China sollen verboten werden, biometrische Überwachung im öffentlichen Raum wird als „hochriskant“ eingestuft. Das geht einigen EU-Abgeordneten aber nicht weit genug.

    14. April 2021 6
  • Medienstaatsvertrag: Neue Spielregeln für Streamer, Google und Falschmeldungen
    Die Mediennutzung hat sich seit der Erfindung von Radio und Fernsehen verändert – das soll auch der Medienstaatsvertrag abbilden.
    Medienstaatsvertrag Neue Spielregeln für Streamer, Google und Falschmeldungen

    Der Medienstaatsvertrag ersetzt den Rundfunkstaatsvertrag und stellt nun ausdrücklich auch Internetmedien unter die Aufsicht der Behörden. Am Donnerstag haben die Ministerpräsidenten der Länder den Entwurf abgesegnet. Das Gesetz soll eine zeitgemäße Regulierung ermöglichen, birgt aber auch neue Herausforderungen. Ein Überblick über die wichtigsten Punkte.

    6. Dezember 2019 3
  • : EU-Experten erklären den Begriff Fake News für tot
    Falschnachrichten wie jene von der angeblichen Unterstützung des Papstes für Donald Trump im US-Wahlkampf 2016 verbreiten sich weiterhin munter auf Youtube. Dabei helfen ihnen auch die Empfehlungsalgorithmen der Plattform.
    EU-Experten erklären den Begriff Fake News für tot

    Die EU-Kommission bestellte bei einer hochrangigen Gruppe von Wissenschaftlern und Branchenvertretern einen Bericht zu Fake News. Die Experten schafften erstmal gleich den Begriff ab und wollen nur noch von Desinformation sprechen. Ihr Bericht bleibt in seinen Empfehlungen vage. Immerhin: Die Experten fordern die Social-Media-Plattformen zu mehr Transparenz bei ihren Algorithmen auf.

    12. März 2018 6
  • : Facebook verspricht Ausweitung der Untersuchung von russischer Einflussnahme vor Brexit-Referendum
    Hat russische Propaganda dabei geholfen, die Briten aus der EU zu führen?
    Facebook verspricht Ausweitung der Untersuchung von russischer Einflussnahme vor Brexit-Referendum

    Der US-Internetkonzern verspricht Aufklärung über mögliche geheime Kampagnen rund um das EU-Austrittreferendum in Großbritannien. Vor wenigen Wochen hatte Facebook die Geldflüsse aus Russland noch kleingeredet.

    18. Januar 2018
  • : re:publica 2017 – Digitale Verhaltensmanipulation – verbreitet und erfolgreich?
    Zwei Filterblasen, klassisch angeordnet (Symbolbild). Doch ist die Sache wirklich so eindeutig?
    re:publica 2017 – Digitale Verhaltensmanipulation – verbreitet und erfolgreich?

    Auf der re:publica 2017 sprachen Christian Stöcker (Professor für Digitale Kommunikation an der HAW Hamburg) und Konrad Lischka (Projektmanager in der Bertelsmann-Stiftung) über den aktuellen Stand der Forschung zu Öffentlichkeit und Diskurs in der digitalen Sphäre.

    Die Kernfrage ihres Vortrages:

    Fake News, Filterblasen, Hate Speech, Social Bots: Starke Schlagworte zum Wandel der Öffentlichkeit in der digitalen Sphäre gibt es im Überfluss. Die Empirie kommt dabei bislang meist etwas zu kurz. Das ändern wir und geben einen Überblick zum Stand der Forschung: […] Was wissen wir darüber, wie Algorithmen, Plattformen, Bots etc. die Öffentlichkeit verändern? Was wissen wir nicht? Was tun?

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    Um diese Fragen zu beantworten, untersuchen Stöcker und Lischka von Plattformbetreibern genutzte Möglichkeiten der digitalen Verhaltensmanipulation: Wie bringt man Menschen im Internet dazu, etwas zu tun, das sie sonst nicht tun würden?

    Dazu erläutern sie in ihrem sechzigminütigen Vortrag „Etwas Empirie: Was wir wirklich über Filterblasen, Fake-News und die digitale Öffentlichkeit wissen“ grundlegende psychologische Erkenntnisse und wenden sie auf soziale Medien an: Menschen reagieren impulsiver auf emotionalisierte Inhalte; sie halten Dinge, die sie oft gehört haben, für wahrscheinlicher; und sie trennen sich ungern von einmal gebildeten Meinungen.

    Den Vortrag gibt es auch als Audio-Datei:

    12. Juni 2017 2
  • : Fachgespräch im Bundestag: Experten halten Einfluss von Social Bots für überschätzt
    Linus Neumann vom CCC machte den Politologen Simon Hegelich für den Medien-Hype um Social Bots verantwortlich. Foto: Screenshot bundestag.de
    Fachgespräch im Bundestag: Experten halten Einfluss von Social Bots für überschätzt

    Gleich zwei Ausschüsse befassten sich in der letzten Woche im Bundestag mit Social Bots. Politiker befürchten, dass solche Meinungsroboter zur Manipulation der Bundestagswahl genutzt werden könnten. Doch dafür gibt es bislang keine Belege, erklärten die meisten Experten.

    2. Februar 2017 17
  • : Netzpolitischer Wochenrückblick KW 48: ANISKI, Sockenpuppen und die Telekom
    Was haben Sockenpuppen eigentlich mit Bots und Fake-News zu tun? Unter anderem dieser Frage gingen wir vergangener Woche nach.
    Was haben Sockenpuppen eigentlich mit Bots und Fake-News zu tun? Unter anderem dieser Frage gingen wir vergangener Woche nach. - <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC BY-NC-ND 2.0</a> via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/pinprick/2283590632/">pinprick</a>
    Netzpolitischer Wochenrückblick KW 48: ANISKI, Sockenpuppen und die Telekom

    Die vergangene Woche im Überblick: Unsere Veröffentlichungen zum Projekt „ANISKI“ zeigen, dass die Bundesregierung beim Thema Verschlüsselung mit zwei Zungen spricht. Noch nicht wirklich sprechen kann sie hingegen zu Bots und Fake-News – Zeit für uns, einige Begriffe klarzustellen.

    5. Dezember 2016 6
  • : Bots und Fake-News: Bundesregierung hat das Thema so langsam auf dem Schirm
    Ein freundlicher Social Bot. (Symbolbild) Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/">CC-BY-NC 2.0 </a> <a href="https://www.flickr.com/photos/ittybittiesforyou/4667290402/sizes/o/">Jenn and Tony Bot</a>
    Bots und Fake-News: Bundesregierung hat das Thema so langsam auf dem Schirm

    Die Bundesregierung ist vom Thema Bots und Fake-News überrascht worden. So lässt sich die Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage des Grünen-Abgeordneten Konstantin von Notz interpretieren. Er fragte sie, welche Erkenntnisse sie zu Social Bots und Falschmeldungen habe und wie sie auf dieses Thema regieren wolle. Und bekam darauf diese sehr allgemein gehaltene Antwort:

    „Social bots“ unterliegen der zunehmenden technischen Verbesserung, ebenso wie die Methodiken ihres Einsatzes und die Möglichkeiten zur Verschleierung der Herkunft ihrer Nutzer. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik geht davon aus, dass es künftig für Nutzer sozialer Netzwerke in der Tendenz zunehmend schwerer wird, Aktivitäten von „social bots“ vom Handeln menschlicher Individuen zu unterscheiden. Da sich „social-bots“ prinzipiell vielfältig einsetzen lassen (nicht nur im Rahmen politischer Meinungsbildung, sondern beispielsweise auch für Werbezwecke), ist davon auszugehen, dass es langfristig einen Markt geben wird, an dem Anbieter derartige Programme und zugehörige Leistungen weltweit und in unterschiedlich hohem Professionalisierungsgrad anbieten. Wissenschaftlich-systematische Untersuchungen des Phänomens „social bots“ und deren Wirkungen auf demokratische Diskurse sind sinnvoll. Ob und gegebenenfalls welche gesetzlichen Regelungsvorschläge in Bezug auf „social bots“ erforderlich sind, ist Gegenstand laufender Prüfungen.“ Und weiter: „Entsprechende Maßnahmen werden derzeit im Bundesministerium des Inneren geprüft.“

    Die Antwort zeigt: Die Bundesregierung hat das Thema erst jetzt auf dem Schirm. Und die Antwort auf die schriftliche Anfrage hat ihr offenbar das BSI geschrieben. Notz wirft der Regierung deswegen in einem Blogbeitrag Planlosigkeit vor und warnt vor gesetzgeberischen Schnellschüssen.

    In der gesamten Debatte ist jetzt wichtig, dass die unterschiedlichen Phänomene der manuellen und automatisierten Meinungsbeeinflussung voneinander getrennt werden. Eine überstürzte Regulierung kann schnell schädliche Auswirkungen beispielsweise auf die Presse- und Meinungsfreiheit haben. Dass es auch Gegenmaßnahmen ohne Regulierung gibt, beschreibt der Überblicksartikel „Fake-News, Bots und Sockenpuppen“.

    1. Dezember 2016
  • Desinformation: Fake-News, Bots und Sockenpuppen – eine Begriffsklärung
    Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC-BY-SA 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/ceslava/3758549633/sizes/o/">ceslava.com</a>
    Desinformation Fake-News, Bots und Sockenpuppen – eine Begriffsklärung

    Social Bots bilden unsere Meinung. Troll-Armeen nehmen Einfluss. Fake-News entscheiden die nächste Wahl. In der aufgeregten Debatte um Medienkonsum und Propaganda geht vieles durcheinander. Wir geben einen Überblick zu den wichtigsten Phänomenen.

    29. November 2016 39
  • : Digitaler Hausfriedensbruch: Hessen will neuen Straftatbestand gegen bereits illegale Botnetze einführen
    Kann das unbefugte Drücken der Stoptaste Digitaler Hausfriedensbruch sein? Bild via <a href="http://www.rlg-online.de/presse/index.html">rlg-online.de</a>
    Digitaler Hausfriedensbruch: Hessen will neuen Straftatbestand gegen bereits illegale Botnetze einführen

    Wenn es nach Hessen geht, gibt es bald die Straftat „Digitaler Hausfriedensbruch“. Offiziell sollen Rechtslücken, zum Beispiel bei Botnetzen, geschlossen werden. Doch diese Lücken gibt es nicht und stattdessen wird Alltägliches plötzlich zur potentiellen Straftat. Wir erklären, warum das geplante Gesetz unnötig, unklar und sogar schädlich ist.

    11. August 2016 29
  • : Die Flirtbots von Ashley Madison
    Die Flirtbots von Ashley Madison

    Nach dem Leak von Nutzerdaten und Bestandteilen des Quellcodes der Seitensprungbörse Ashley Madison fördert eine Analyse des Materials weitere interessante Details zutage. Im Juli waren von einer Gruppe unter dem Namen „The Impact Team“ mehr als 25 Gigabyte Unternehmensdaten online gestellt worden. Dadurch war bekannt geworden, dass unter den angeblichen 37 Millionen Mitgliedern bei Ashley Madison etwa 5,5 Millionen als Frauen registriert waren. Gemessen an ihrer Aktivität auf der Seite war der tatsächliche Anteil aktiver Profile von Frauen noch geringer. Eine Auswertung von Teilen des Quellcodes und der internen E‑Mails der Seitenbetreiber aus dem Hack im Juli veröffentlichte Annalee Newitz jetzt bei Gizmodo. Darin ist die Rede von mehr als 70.000 ‚weiblichen‘ Bots, die von dem Datingportal erstellt wurden, um Männer automatisiert anzusprechen. Dadurch sollte der Anschein entstehen, dass eine große Anzahl von Frauen die Plattform aktiv nutzen würde.

    What I have learned from examining the site’s the source code is that Ashley Madison’s army of fembots appears to have been a sophisticated, deliberate, and lucrative fraud. The code tells the story of a company trying to weave the illusion that women on the site were plentiful and eager.

    Die Bots und Fake-Accounts waren weltweit aktiv, in etwa fünfzig Staaten, und kommunizierten in 31 Sprachen. Ziel der Kontaktversuche durch die Bots, aber auch durch große Mengen an Fake-Accounts war es, die regulären Nutzer zu weiteren Zahlungen zu bewegen. Offen bleibt in Newitz’ Analyse, wie die kontaktierten Personen auf die als „engager“ bezeichneten Bots reagierten.

    It’s unclear what else the engager would say – either the bots really are this simple, or further chat phrases weren’t in the code. Most likely, based on what I saw from other bot code, the bot would urge the man to pay credits to talk further.

    In Folge des Hacks war bereits der CEO des Unternehmens, Noel Biderman, zurückgetreten.

    1. September 2015 1
  • : Random Darknet Shopper: Anzeige wurde fallen gelassen
    Random Darknet Shopper: Anzeige wurde fallen gelassen

    Der Random Darknet Shopper, ein Bot-Projekt des Künstlerkollektivs !Mediengruppe Bitnik, muss keine juristischen Probleme mehr fürchten. Beim Projekt handelt es sich um einen Bot, der pro Woche mit 100 Dollar in Bitcoin bestückt wurde und wahllos Dinge im Darknet bestellt hat, die anschließend ausgestellt wurden. Die Staatsanwaltschaft hatte im Januar einen Tag nach Ausstellungsende alle Objekte beschlagnahmt, denn unter den vom Random Darknet Shopper bestellten Gegenständen befand sich auch Ecstasy. Nach erfolgter Pillenvernichtung wurden alle übrigen Objekte (z. B. Schuhe und ein Pass) an das Künstlerkollektiv zurückgegeben.

    Weitere Details finden sich in einem Bericht des Guardian. Auf der Homepage des Künstlerkollektivs findet sich außerdem die interessante Begründung, weswegen die Anklage (immerhin ging es um Drogenbesitz) schließlich fallen gelassen wurde: Die durch den Random Darknet Shopper aufgeworfenen Fragen seien von überwiegendem öffentlichen Interesse, das die Ausstellung der erworbenen Drogen gerechtfertigt habe. Die Gruppe selbst sagt dazu:

    We as well as the Random Darknet Shopper have been cleared of all charges. This is a great day for the bot, for us and for freedom of art!

    Auf der kommenden re:publica wird die !Mediengruppe Bitnik über dieses und andere Projekte reden (6. Mai, 20 Uhr, Bühne 1).

    22. April 2015
  • : #31c3: Mein Bot, der Kombattant – Operative Kommunikation im digitalen Informationskrieg
    #31c3: Mein Bot, der Kombattant – Operative Kommunikation im digitalen Informationskrieg

    Ein weiterer interessanter Talk vom 31. Chaos Communication Congress: Mein Bot, der Kombattant – Operative Kommunikation im digitalen Informationskrieg. Kann man dort auch runterladen.

    Der Vortrag bietet eine sprachwissenschaftlich informierte Perspektive auf den Informationskrieg mit Fokus auf operative Kommunikation in sozialen Medien. Am Beispiel eines selbst entwickelten Bots werden wir linguistische Prozeduren zur Manipulation von Kommunikation mit dem Ziel der Beeinflussung von Wissen, Werten, Gefühlen und Handlungsdispositionen vorstellen.

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

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    30. Dezember 2014 5
  • : Netzpolitischer Wochenrückblick KW 29
    Netzpolitischer Wochenrückblick KW 29

    Welcome to the Open Weekly Review – vergebt uns, wir wollten das neue Internetzauberwort auch einmal in eigener Sache ausprobieren. Natürlich völlig zweckentfremdet. Dieser Wochenrückblick ist überhaupt nicht offen. Er ist ein geschlossener Artikel, und ihr lebt damit, oder nicht. Dafür ist ‚open’ ein großes Thema diese Woche – in Berlin fand von Dienstag bis Donnerstag das ‚Open Knowledge Festival 2014’ statt, ein Klassentreffen der Open Data Community. Im Vorfeld veranstalteten Flashhacks bereits einen Datenmarathon, um möglichst viele Firmendaten zugänglich zu machen. Denn offen, das ist nicht nur ‚veröffentlicht’, das ist auch ‚benutzbar’. Eine ganz andere Kategorie. Berichte über das #OKFest14 folgen im Blog. Als Auftakt empfehlen wir Eier in der Hose. (Diese „Eier“ sind im Übrigen ein Zitat des einen Keynote-Speakers. Er meint damit, dass man sich rechtlichen Herausforderungen und Androhungen stellen sollte, wenn sie einem im Kampf um Transparenz und Gerechtigkeit begegnen.)

    Flugverkehr ist eine ernste Sache, auch wenn die tragischen Geschehnisse um MH17 kein spezifisch netzpolitisches Thema sind. Ein ziviles Flugzeug kann nicht nur abgeschossen werden, es kann auch durch militärische Übungen gestört und gefährdet werden, wie im Juni geschehen und von deutschen Medien übersehen.

    Neuigkeiten vom BPJM-Leak: Auf Druck aus Deutschland und mit Bezug auf vermutlichen Verstoß gegen amerikanisches Recht entschied sich jetzt der Hoster neocities gemeinsam mit dem Hacker, die Liste der URLS aus dem Netz zu nehmen. Der deutsche Einfluss reicht weit.

    Unsere Freunde, die Briten, haben einen halben Salto gemacht bei der Anstrengung, möglichst mit Lichtgeschwindigkeit ein Notfallgesetz zur Vorratsdatenspeicherung zu verabschieden. Es ist jetzt fast durch. In einem Interview mit dem Guardien kritisierte Snowden dieses Vorgehen, was intransparent und einem demokratischen Parlament nicht würdig sei. Sowieso ist Vorratsdatenspeicherung eigentlich tot und Alleingänge nicht mehr so recht mit EU-Gesetzgebung vereinbar, was auch rumänische Gerichte erkannt haben.

    Was machen unsere Geheimdienste? Man weiß es nicht, wünscht sich aber Transparenz. Vielleicht hätten das deutsche Dienste auch ganz gerne, so ahnungslos wie sie immer selbst sind. Was die konstante Überwachung mit dem täglichen Leben zu tun hat, lässt sich hervorragend in diesen polnischen Animationsfilmen nachfühlen – jetzt auch mit englischen Untertiteln. Und wem das immer noch nicht genügend persönliche Betroffenheit ist, dem sei der Interviewausschnitt des Guardians mit Snowden ans Herz gelegt. Die NSA lacht über deine Nacktfotos. Das hat jetzt hoffentlich auch der letzte kapiert.

    Wie immer endet dieser kleine Rückblick mit einer kleinen Auflockerung. Wir haben jetzt Stellenanzeigen auf netzpolitik.org, das ist doch eine gute Nachricht. Und: Dieser Artikel wurde nicht von einem Bot verfasst. Garantiert nicht.

    18. Juli 2014 4
  • : Wikipedia-Bot aus Schweden produziert Artikel am laufenden Band
    Wikipedia-Bot aus Schweden produziert Artikel am laufenden Band

    Wikipedia-logo-deDer Bot des schwedischen Wikipedia-Autors  Sverker Johansson fügt der Online-Enzyklopädie täglich bis zu 10.000 Artikel hinzu. Damit macht „Lsjbot“ mit seinen 2,7 Millionen Artikel 8,5% des Gesamt-Artikelvolumens aus. Lsjbot bezieht einen Großteil seiner „Inspiration“ aus öffentlich zugänglichen Datenbanken, die er in Tabellen verpackt und damit Artikel wie Auflistungen von Insektengattungen oder Städte, für die mit deren statistischen Daten Grundlagen für weitere Ergänzungen gelegt werden. Sein Ziel ist es, …

    […] Artikel für die Millionen von Arten anzulegen, für die es noch keine gibt und bei denen in naher Zukunft vermutlich auch niemand welche anlegen wird. […] Alle Tierarten sind erledigt, Pflanzen sind in Arbeit. […]

    Ein anderes Projekt ist es, die schwedischen Wikipedia-Artikel über die Philippinen auszubauen.

    Die Nutzung von Bots auf Wikipedia ist nicht neu, auch in der deutschen Wikipedia gibt es einige davon, die als solche gekennzeichnet sind und Routineaufgaben übernehmen. Zum Beispiel den ArchivBot, der auf seiner Profilseite bekanntgibt:

    Ich erledige die automatische Archivierung. Dazu laufe ich jeden Tag um 12 Uhr und um 03 Uhr die Liste der Seiten durch, die als automatisch archivierbar markiert sind und verschiebe Beiträge, sofern sie die dort angegebenen Kriterien erfüllen. Ebenso archiviere ich die Vandalenmeldungsseite im Abstand von zwei bis vier Stunden.

    Die Nutzung von Bots, vor allem zum automatischen Generieren von Artikeln, wird kontrovers gesehen. Auf der einen Seite entstehen Grundgerüste für Themen, die nachträglich ausgebaut werden können und die sonst vielleicht gar keine Aufmerksamkeit erfahren hätten. Auf der anderen Seite bleibt oft eine große Menge uninspirierter, oberflächlicher Datensammlungen zurück, deren Menge die qualitativ hochwertigeren, manuell recherchierten Artikel erschlägt.

    Die Diskussion um Roboter findet sich auch im klassischen Journalismus, beispielsweise bei der Erstellung von Sport- und Finanznachrichten, Lorenz hat dazu einen Talk auf der re:publica gehalten.

    17. Juli 2014 1
  • : Bots sind schuld: Studie über Autorenschwund in Wikipedia
    Aktive AutorInnen (>=5 Editierungen/Monat) in der englischsprachigen Wikipedia (Halfaker et al. 2013)
    Bots sind schuld: Studie über Autorenschwund in Wikipedia

    Seit 2007 verzeichnet die englischsprachige Wikipedia einen kontinuierlichen Rückgang an aktiven AutorInnen, also solchen die mehr als fünfmal pro Monat etwas zur Online-Enzyklopädie beitragen:

    Ein Forschungsteam rund um Aaron Halfaker von der University of Minnesota hat nun in einer Schwerpunktausgabe der Zeitschrift American Behavioral Scientist zum Thema Wikis eine Studie veröffentlicht (PDF), die in automatisierten Qualitätssicherungsmaßnahmen den Hauptgrund für den Rückgang an AutorInnen ausmacht. Halfaker dazu (meine Übersetzung):

    Um die Qualität der enzyklopädischen Inhalte trotz des exponentiellen Wachstums der Gemeinschaft an Beitragenden aufrecht zu erhalten, entwickelten die WikipedianerInnen automatisierte (Bots) und halb-automatisierte Werkzeuge (HuggleTwinkle, etc.) um die Aufgabe, unerwünschte Beiträge zurückzuweisen, so wenig aufwändig wie möglich zu gestalten. Diese Werkzeuge waren offensichtlich sehr effektiv.

    23. Oktober 2013 14