Bots
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Pandemiebekämpfung: Mit Telegram zum Impftermin
Impfung in den Oberarm. Pandemiebekämpfung: Mit Telegram zum Impftermin Pandemiebekämpfung kommt in Deutschland oftmals schwerfällig und kompliziert daher. Dabei zeigen Privatpersonen, dass es auch nutzerfreundlich geht: Ein Programmierer hat einen Bot geschrieben, der Impfwillige per Telegram automatisch mit Terminen versorgt.
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Medienstaatsvertrag: Neue Spielregeln für Streamer, Google und Falschmeldungen
Die Mediennutzung hat sich seit der Erfindung von Radio und Fernsehen verändert – das soll auch der Medienstaatsvertrag abbilden. Medienstaatsvertrag: Neue Spielregeln für Streamer, Google und Falschmeldungen Der Medienstaatsvertrag ersetzt den Rundfunkstaatsvertrag und stellt nun ausdrücklich auch Internetmedien unter die Aufsicht der Behörden. Am Donnerstag haben die Ministerpräsidenten der Länder den Entwurf abgesegnet. Das Gesetz soll eine zeitgemäße Regulierung ermöglichen, birgt aber auch neue Herausforderungen. Ein Überblick über die wichtigsten Punkte.
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: EU-Experten erklären den Begriff Fake News für tot
Falschnachrichten wie jene von der angeblichen Unterstützung des Papstes für Donald Trump im US-Wahlkampf 2016 verbreiten sich weiterhin munter auf Youtube. Dabei helfen ihnen auch die Empfehlungsalgorithmen der Plattform. : EU-Experten erklären den Begriff Fake News für tot Die EU-Kommission bestellte bei einer hochrangigen Gruppe von Wissenschaftlern und Branchenvertretern einen Bericht zu Fake News. Die Experten schafften erstmal gleich den Begriff ab und wollen nur noch von Desinformation sprechen. Ihr Bericht bleibt in seinen Empfehlungen vage. Immerhin: Die Experten fordern die Social-Media-Plattformen zu mehr Transparenz bei ihren Algorithmen auf.
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: Facebook verspricht Ausweitung der Untersuchung von russischer Einflussnahme vor Brexit-Referendum
Hat russische Propaganda dabei geholfen, die Briten aus der EU zu führen? : Facebook verspricht Ausweitung der Untersuchung von russischer Einflussnahme vor Brexit-Referendum Der US-Internetkonzern verspricht Aufklärung über mögliche geheime Kampagnen rund um das EU-Austrittreferendum in Großbritannien. Vor wenigen Wochen hatte Facebook die Geldflüsse aus Russland noch kleingeredet.
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: Netzpolitischer Wochenrückblick KW 48: ANISKI, Sockenpuppen und die Telekom
Was haben Sockenpuppen eigentlich mit Bots und Fake-News zu tun? Unter anderem dieser Frage gingen wir vergangener Woche nach. - <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC BY-NC-ND 2.0</a> via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/pinprick/2283590632/">pinprick</a> : Netzpolitischer Wochenrückblick KW 48: ANISKI, Sockenpuppen und die Telekom Die vergangene Woche im Überblick: Unsere Veröffentlichungen zum Projekt „ANISKI“ zeigen, dass die Bundesregierung beim Thema Verschlüsselung mit zwei Zungen spricht. Noch nicht wirklich sprechen kann sie hingegen zu Bots und Fake-News – Zeit für uns, einige Begriffe klarzustellen.
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: Digitaler Hausfriedensbruch: Hessen will neuen Straftatbestand gegen bereits illegale Botnetze einführen
Kann das unbefugte Drücken der Stoptaste Digitaler Hausfriedensbruch sein? Bild via <a href="http://www.rlg-online.de/presse/index.html">rlg-online.de</a> : Digitaler Hausfriedensbruch: Hessen will neuen Straftatbestand gegen bereits illegale Botnetze einführen Wenn es nach Hessen geht, gibt es bald die Straftat „Digitaler Hausfriedensbruch“. Offiziell sollen Rechtslücken, zum Beispiel bei Botnetzen, geschlossen werden. Doch diese Lücken gibt es nicht und stattdessen wird Alltägliches plötzlich zur potentiellen Straftat. Wir erklären, warum das geplante Gesetz unnötig, unklar und sogar schädlich ist.
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: Die Flirtbots von Ashley Madison
: Die Flirtbots von Ashley Madison Nach dem Leak von Nutzerdaten und Bestandteilen des Quellcodes der Seitensprungbörse Ashley Madison fördert eine Analyse des Materials weitere interessante Details zutage. Im Juli waren von einer Gruppe unter dem Namen „The Impact Team“ mehr als 25 Gigabyte Unternehmensdaten online gestellt worden. Dadurch war bekannt geworden, dass unter den angeblichen 37 Millionen Mitgliedern bei Ashley Madison etwa 5,5 Millionen als Frauen registriert waren. Gemessen an ihrer Aktivität auf der Seite war der tatsächliche Anteil aktiver Profile von Frauen noch geringer. Eine Auswertung von Teilen des Quellcodes und der internen E‑Mails der Seitenbetreiber aus dem Hack im Juli veröffentlichte Annalee Newitz jetzt bei Gizmodo. Darin ist die Rede von mehr als 70.000 ‚weiblichen‘ Bots, die von dem Datingportal erstellt wurden, um Männer automatisiert anzusprechen. Dadurch sollte der Anschein entstehen, dass eine große Anzahl von Frauen die Plattform aktiv nutzen würde.
What I have learned from examining the site’s the source code is that Ashley Madison’s army of fembots appears to have been a sophisticated, deliberate, and lucrative fraud. The code tells the story of a company trying to weave the illusion that women on the site were plentiful and eager.
Die Bots und Fake-Accounts waren weltweit aktiv, in etwa fünfzig Staaten, und kommunizierten in 31 Sprachen. Ziel der Kontaktversuche durch die Bots, aber auch durch große Mengen an Fake-Accounts war es, die regulären Nutzer zu weiteren Zahlungen zu bewegen. Offen bleibt in Newitz’ Analyse, wie die kontaktierten Personen auf die als „engager“ bezeichneten Bots reagierten.
It’s unclear what else the engager would say – either the bots really are this simple, or further chat phrases weren’t in the code. Most likely, based on what I saw from other bot code, the bot would urge the man to pay credits to talk further.
In Folge des Hacks war bereits der CEO des Unternehmens, Noel Biderman, zurückgetreten.
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: Random Darknet Shopper: Anzeige wurde fallen gelassen
: Random Darknet Shopper: Anzeige wurde fallen gelassen Der Random Darknet Shopper, ein Bot-Projekt des Künstlerkollektivs !Mediengruppe Bitnik, muss keine juristischen Probleme mehr fürchten. Beim Projekt handelt es sich um einen Bot, der pro Woche mit 100 Dollar in Bitcoin bestückt wurde und wahllos Dinge im Darknet bestellt hat, die anschließend ausgestellt wurden. Die Staatsanwaltschaft hatte im Januar einen Tag nach Ausstellungsende alle Objekte beschlagnahmt, denn unter den vom Random Darknet Shopper bestellten Gegenständen befand sich auch Ecstasy. Nach erfolgter Pillenvernichtung wurden alle übrigen Objekte (z. B. Schuhe und ein Pass) an das Künstlerkollektiv zurückgegeben.
Weitere Details finden sich in einem Bericht des Guardian. Auf der Homepage des Künstlerkollektivs findet sich außerdem die interessante Begründung, weswegen die Anklage (immerhin ging es um Drogenbesitz) schließlich fallen gelassen wurde: Die durch den Random Darknet Shopper aufgeworfenen Fragen seien von überwiegendem öffentlichen Interesse, das die Ausstellung der erworbenen Drogen gerechtfertigt habe. Die Gruppe selbst sagt dazu:
We as well as the Random Darknet Shopper have been cleared of all charges. This is a great day for the bot, for us and for freedom of art!
Auf der kommenden re:publica wird die !Mediengruppe Bitnik über dieses und andere Projekte reden (6. Mai, 20 Uhr, Bühne 1).
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: #31c3: Mein Bot, der Kombattant – Operative Kommunikation im digitalen Informationskrieg
: #31c3: Mein Bot, der Kombattant – Operative Kommunikation im digitalen Informationskrieg Ein weiterer interessanter Talk vom 31. Chaos Communication Congress: Mein Bot, der Kombattant – Operative Kommunikation im digitalen Informationskrieg. Kann man dort auch runterladen.
Der Vortrag bietet eine sprachwissenschaftlich informierte Perspektive auf den Informationskrieg mit Fokus auf operative Kommunikation in sozialen Medien. Am Beispiel eines selbst entwickelten Bots werden wir linguistische Prozeduren zur Manipulation von Kommunikation mit dem Ziel der Beeinflussung von Wissen, Werten, Gefühlen und Handlungsdispositionen vorstellen.
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: Netzpolitischer Wochenrückblick KW 29
: Netzpolitischer Wochenrückblick KW 29 Welcome to the Open Weekly Review – vergebt uns, wir wollten das neue Internetzauberwort auch einmal in eigener Sache ausprobieren. Natürlich völlig zweckentfremdet. Dieser Wochenrückblick ist überhaupt nicht offen. Er ist ein geschlossener Artikel, und ihr lebt damit, oder nicht. Dafür ist ‚open’ ein großes Thema diese Woche – in Berlin fand von Dienstag bis Donnerstag das ‚Open Knowledge Festival 2014’ statt, ein Klassentreffen der Open Data Community. Im Vorfeld veranstalteten Flashhacks bereits einen Datenmarathon, um möglichst viele Firmendaten zugänglich zu machen. Denn offen, das ist nicht nur ‚veröffentlicht’, das ist auch ‚benutzbar’. Eine ganz andere Kategorie. Berichte über das #OKFest14 folgen im Blog. Als Auftakt empfehlen wir Eier in der Hose. (Diese „Eier“ sind im Übrigen ein Zitat des einen Keynote-Speakers. Er meint damit, dass man sich rechtlichen Herausforderungen und Androhungen stellen sollte, wenn sie einem im Kampf um Transparenz und Gerechtigkeit begegnen.)
Flugverkehr ist eine ernste Sache, auch wenn die tragischen Geschehnisse um MH17 kein spezifisch netzpolitisches Thema sind. Ein ziviles Flugzeug kann nicht nur abgeschossen werden, es kann auch durch militärische Übungen gestört und gefährdet werden, wie im Juni geschehen und von deutschen Medien übersehen.
Neuigkeiten vom BPJM-Leak: Auf Druck aus Deutschland und mit Bezug auf vermutlichen Verstoß gegen amerikanisches Recht entschied sich jetzt der Hoster neocities gemeinsam mit dem Hacker, die Liste der URLS aus dem Netz zu nehmen. Der deutsche Einfluss reicht weit.
Unsere Freunde, die Briten, haben einen halben Salto gemacht bei der Anstrengung, möglichst mit Lichtgeschwindigkeit ein Notfallgesetz zur Vorratsdatenspeicherung zu verabschieden. Es ist jetzt fast durch. In einem Interview mit dem Guardien kritisierte Snowden dieses Vorgehen, was intransparent und einem demokratischen Parlament nicht würdig sei. Sowieso ist Vorratsdatenspeicherung eigentlich tot und Alleingänge nicht mehr so recht mit EU-Gesetzgebung vereinbar, was auch rumänische Gerichte erkannt haben.
Was machen unsere Geheimdienste? Man weiß es nicht, wünscht sich aber Transparenz. Vielleicht hätten das deutsche Dienste auch ganz gerne, so ahnungslos wie sie immer selbst sind. Was die konstante Überwachung mit dem täglichen Leben zu tun hat, lässt sich hervorragend in diesen polnischen Animationsfilmen nachfühlen – jetzt auch mit englischen Untertiteln. Und wem das immer noch nicht genügend persönliche Betroffenheit ist, dem sei der Interviewausschnitt des Guardians mit Snowden ans Herz gelegt. Die NSA lacht über deine Nacktfotos. Das hat jetzt hoffentlich auch der letzte kapiert.
Wie immer endet dieser kleine Rückblick mit einer kleinen Auflockerung. Wir haben jetzt Stellenanzeigen auf netzpolitik.org, das ist doch eine gute Nachricht. Und: Dieser Artikel wurde nicht von einem Bot verfasst. Garantiert nicht.
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: Wikipedia-Bot aus Schweden produziert Artikel am laufenden Band
: Wikipedia-Bot aus Schweden produziert Artikel am laufenden Band
Der Bot des schwedischen Wikipedia-Autors Sverker Johansson fügt der Online-Enzyklopädie täglich bis zu 10.000 Artikel hinzu. Damit macht „Lsjbot“ mit seinen 2,7 Millionen Artikel 8,5% des Gesamt-Artikelvolumens aus. Lsjbot bezieht einen Großteil seiner „Inspiration“ aus öffentlich zugänglichen Datenbanken, die er in Tabellen verpackt und damit Artikel wie Auflistungen von Insektengattungen oder Städte, für die mit deren statistischen Daten Grundlagen für weitere Ergänzungen gelegt werden. Sein Ziel ist es, …[…] Artikel für die Millionen von Arten anzulegen, für die es noch keine gibt und bei denen in naher Zukunft vermutlich auch niemand welche anlegen wird. […] Alle Tierarten sind erledigt, Pflanzen sind in Arbeit. […]
Ein anderes Projekt ist es, die schwedischen Wikipedia-Artikel über die Philippinen auszubauen.
Die Nutzung von Bots auf Wikipedia ist nicht neu, auch in der deutschen Wikipedia gibt es einige davon, die als solche gekennzeichnet sind und Routineaufgaben übernehmen. Zum Beispiel den ArchivBot, der auf seiner Profilseite bekanntgibt:
Ich erledige die automatische Archivierung. Dazu laufe ich jeden Tag um 12 Uhr und um 03 Uhr die Liste der Seiten durch, die als automatisch archivierbar markiert sind und verschiebe Beiträge, sofern sie die dort angegebenen Kriterien erfüllen. Ebenso archiviere ich die Vandalenmeldungsseite im Abstand von zwei bis vier Stunden.
Die Nutzung von Bots, vor allem zum automatischen Generieren von Artikeln, wird kontrovers gesehen. Auf der einen Seite entstehen Grundgerüste für Themen, die nachträglich ausgebaut werden können und die sonst vielleicht gar keine Aufmerksamkeit erfahren hätten. Auf der anderen Seite bleibt oft eine große Menge uninspirierter, oberflächlicher Datensammlungen zurück, deren Menge die qualitativ hochwertigeren, manuell recherchierten Artikel erschlägt.
Die Diskussion um Roboter findet sich auch im klassischen Journalismus, beispielsweise bei der Erstellung von Sport- und Finanznachrichten, Lorenz hat dazu einen Talk auf der re:publica gehalten.
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: Bots sind schuld: Studie über Autorenschwund in Wikipedia
Aktive AutorInnen (>=5 Editierungen/Monat) in der englischsprachigen Wikipedia (Halfaker et al. 2013) : Bots sind schuld: Studie über Autorenschwund in Wikipedia Seit 2007 verzeichnet die englischsprachige Wikipedia einen kontinuierlichen Rückgang an aktiven AutorInnen, also solchen die mehr als fünfmal pro Monat etwas zur Online-Enzyklopädie beitragen:
Ein Forschungsteam rund um Aaron Halfaker von der University of Minnesota hat nun in einer Schwerpunktausgabe der Zeitschrift American Behavioral Scientist zum Thema Wikis eine Studie veröffentlicht (PDF), die in automatisierten Qualitätssicherungsmaßnahmen den Hauptgrund für den Rückgang an AutorInnen ausmacht. Halfaker dazu (meine Übersetzung):
Um die Qualität der enzyklopädischen Inhalte trotz des exponentiellen Wachstums der Gemeinschaft an Beitragenden aufrecht zu erhalten, entwickelten die WikipedianerInnen automatisierte (Bots) und halb-automatisierte Werkzeuge (Huggle, Twinkle, etc.) um die Aufgabe, unerwünschte Beiträge zurückzuweisen, so wenig aufwändig wie möglich zu gestalten. Diese Werkzeuge waren offensichtlich sehr effektiv.