Linkschleuder

Die Flirtbots von Ashley Madison

Nach dem Leak von Nutzerdaten und Bestandteilen des Quellcodes der Seitensprungbörse Ashley Madison fördert eine Analyse des Materials weitere interessante Details zutage. Im Juli waren von einer Gruppe unter dem Namen „The Impact Team“ mehr als 25 Gigabyte Unternehmensdaten online gestellt worden. Dadurch war bekannt geworden, dass unter den angeblichen 37 Millionen Mitgliedern bei Ashley Madison etwa 5,5 Millionen als Frauen registriert waren. Gemessen an ihrer Aktivität auf der Seite war der tatsächliche Anteil aktiver Profile von Frauen noch geringer. Eine Auswertung von Teilen des Quellcodes und der internen E-Mails der Seitenbetreiber aus dem Hack im Juli veröffentlichte Annalee Newitz jetzt bei Gizmodo. Darin ist die Rede von mehr als 70.000 ‚weiblichen‘ Bots, die von dem Datingportal erstellt wurden, um Männer automatisiert anzusprechen. Dadurch sollte der Anschein entstehen, dass eine große Anzahl von Frauen die Plattform aktiv nutzen würde.

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What I have learned from examining the site’s the source code is that Ashley Madison’s army of fembots appears to have been a sophisticated, deliberate, and lucrative fraud. The code tells the story of a company trying to weave the illusion that women on the site were plentiful and eager.

Die Bots und Fake-Accounts waren weltweit aktiv, in etwa fünfzig Staaten, und kommunizierten in 31 Sprachen. Ziel der Kontaktversuche durch die Bots, aber auch durch große Mengen an Fake-Accounts war es, die regulären Nutzer zu weiteren Zahlungen zu bewegen. Offen bleibt in Newitz’ Analyse, wie die kontaktierten Personen auf die als „engager“ bezeichneten Bots reagierten.

It’s unclear what else the engager would say – either the bots really are this simple, or further chat phrases weren’t in the code. Most likely, based on what I saw from other bot code, the bot would urge the man to pay credits to talk further.

In Folge des Hacks war bereits der CEO des Unternehmens, Noel Biderman, zurückgetreten.

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