Kurzmeldungen

  • "Sexuell suggestiv": Instagram blockierte LGBTQ-Inhalte für minderjährige Nutzer
    Regenbogenflagge vor blauem Himmel
    Inhalte mit den Hashtags #gay oder #trans blockierte Instagram als "sexuell suggestiv".
    "Sexuell suggestiv" Instagram blockierte LGBTQ-Inhalte für minderjährige Nutzer

    Instagram hat monatelang Beiträge mit LGBTQ-Hashtags ausgeblendet. Meta spricht von einem „technischen Fehler“. Doch der Schritt passt zum vorauseilenden Gehorsam im Schatten der nächsten Trump-Präsidentschaft.

    8. Januar 2025 1
  • Unfaire Bezahlung: ver.di ruft zum Streik bei Amazon auf
    Zwei Amazon-Pakete liegen auf einem glänzenden Boden vor einem schwarzen Hintergrund.
    ver.di-Streik bei Amazon: Mitarbeitende fordern endlich Tarifverträge
    Unfaire Bezahlung ver.di ruft zum Streik bei Amazon auf

    Angestellte bei Amazon in Deutschland streiken für Tarifverträge und gerechtere Arbeitsbedingungen. Dafür wollen sie am Equal Pay Day und am Internationalen Frauentag ihre Arbeit an sechs Standorten niederlegen.

    7. März 2022 4
  • Schwangerschaftsabbrüche: Welche Kliniken in Deutschland noch Abbrüche durchführen
    Ein langer Flur im Krankenhaus. Hell erläuchtet, es sind keine Menschen zu sehen. Geschlossene Türen befinden sich entlang des Flures.
    Die Datenbank von Correctiv zeigt, welche öffentlichen Krankenhäuser Schwangerschaftabbrüche durchführen.
    Schwangerschaftsabbrüche Welche Kliniken in Deutschland noch Abbrüche durchführen

    Die öffentliche Versorgung mit Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland ist lückenhaft. Das zeigt eine aktuelle Recherche, die erstmals Überblick über die Lage in den öffentlichen Krankenhäusern bietet. Die Datenbank gibt ungewollt Schwangeren endlich Zugang zu Informationen, die sie bisher kaum im Netz fanden.

    3. März 2022 2
  • Google-Gewerkschaft: Mitarbeiter:innen solidarisieren sich
    Google setzte sich zuvor aktiv gegen die Gründung einer Gewerkschaft ein.
    Google-Gewerkschaft Mitarbeiter:innen solidarisieren sich

    Die Alphabet Workers Union ist die neue Gewerkschaft von Google-Mitarbeiter:innen. Sie schließen sich zusammen, um sich für ihre Arbeitnehmer:innenrechte und bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen.

    5. Januar 2021
  • Sexualisierte Gewalt: Öffentlicher Druck zwingt Pornhub zum Handeln [Update]
    Mädchen
    Ob Pornodarsteller:innen minderjährig oder bereits volljährig sind, sei für Moderator:innen per Augenmaß schwer einzuschätzen. (Symbolbild)
    Sexualisierte Gewalt Öffentlicher Druck zwingt Pornhub zum Handeln [Update]

    Pornhub tue zu wenig gegen Darstellungen von Kindesmissbrauch und sexualisierter Gewalt, werfen Kritiker:innen der Plattform seit langem vor. Nachdem die New York Times einen kritischen Artikel hierzu herausbrachte, reagiert das Unternehmen auf den öffentlichen Druck und ändert seine Richtlinien.

    9. Dezember 2020 1
  • Rappen für die Transparenz: Wer fragt den Staat?
    Wer fragt den Staat?
    "Bundestag als der Geber von Gesetz - Wir ham's von Merkel und die aus'm Netz"
    Rappen für die Transparenz Wer fragt den Staat?

    Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und damit die Spendenzeit. Das Team von FragDenStaat stellt sich und seine Arbeit jetzt in einem Musikvideo vor. Merkel ist dabei, Ullrich Kelber ist dabei, wir sind dabei – richtig gutes Zeug.

    23. November 2020 1
  • DSGVO: 1&1 muss doch keine Zehn-Millionen-Strafe zahlen
    Stalking
    Eine Strafanzeige wegen Stalking war Anlass für die Einleitung des Bußgeldverfahrens gegen 1&1.
    DSGVO 1&1 muss doch keine Zehn-Millionen-Strafe zahlen

    Schlappe für Ulrich Kelber: Das Landgericht Bonn stutzt die Strafe zusammen, die der Bundesdatenschutzbeauftragte 1&1 auferlegt hatte. Der Internetanbieter schützte die Daten seiner Kunden zwar nicht gut genug, doch es sei nur ein Fall bekannt, in dem dies zu Problemen geführt habe.

    12. November 2020 1
  • Netzsperre aufgehoben: Wikipedia ist zurück in der Türkei
    Es sind volle Bücherregale zu sehen.
    Türkische Nutzer:innen haben wieder Zugriff auf freies Wissen bei Wikipedia (Symbolbild).
    Netzsperre aufgehoben Wikipedia ist zurück in der Türkei

    Zum ersten Mal seit zweieinhalb Jahren können türkische Nutzer:innen wieder auf Wikipedia zugreifen, ohne sich verrenken zu müssen. Ausnahmsweise eine gute Nachricht aus einem Land, das die Meinungsfreiheit seiner Bürger:innen stark einschränkt.

    16. Januar 2020
  • Offener Brief an Google: Privatsphäre soll kein Luxusgut bleiben
    Ein Laternenpfosten mit einem Sticker mit dem Spruch "Big Data is watching you" ist auf dem Bild.
    Vorinstallierte Apps haben häufig Zugriff auf sensible Daten ihrer Nutzer*innen (Symbolbild).
    Offener Brief an Google Privatsphäre soll kein Luxusgut bleiben

    Vorinstallierte Apps auf Android-Smartphones bedrohen die Privatsphäre ihrer Nutzer*innen. Mehr als 50 Nichtregierungsorganisationen fordern Google auf, das endlich zu ändern.

    8. Januar 2020 3
  • : Logbuch:Netzpolitik Folge 256: „10.000 Leute auf 1,3 Stellen“
    Logbuch:Netzpolitik Folge 256: „10.000 Leute auf 1,3 Stellen“

    Ende Mai wurde in Berlin die 256. Folge des Podcasts Logbuch:Netzpolitik gebührend mit einer Live-Gala im ausverkauften „Babylon“ gefeiert. Der fast immer wöchentlich erscheinende Podcast beschäftigt sich mit Hintergründen, Ein- und Ausblicken und manchmal Weissagungen zum netzpolitischen Geschehen in Deutschland und darüber hinaus. Inzwischen ist die Aufzeichnung der 256. Sendung online, und das gleich in mehreren Versionen. Neben dem traditionellen Audio-Podcast gibt es auch Video-Aufzeichnungen.

    Zu Gast bei der Gala waren

    • Geraldine de Bastion, Afrika-Expertin und Kuratorin der re:publica,
    • Jan Philipp Albrecht, MdEP und „Vater“ der DSGVO,
    • Martina Renner, MdB und Mitglied der Untersuchungsausschüsse zur NSA und zum Breitscheidplatz,
    • Arne Semsrott von Frag den Staat und OpenSCHUFA.

    Zum Audio-Podcast werden die Video-Aufzeichnungen in gleich zwei Varianten angeboten:

    1. Die Bühnen-Aufzeichnung,
    2. eine Variante mit Live-Zeichnung, die den Abend auf der Kinoleinwand begleitete.

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    Als Vorprogramm gab es ein Netzpolitik-Jeopardy. Eine sehr erfolgreiche Teilnehmerin dürfte unseren Leserinnen nicht unbekannt sein. :-)

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    11. Juni 2018 1
  • : Podcast „Herr Mies will’s wissen“: Maschinelles Lernen
    Google Deep Dream: Blue Flower.
    Podcast „Herr Mies will’s wissen“: Maschinelles Lernen

    Das Thema Machine Learning und Künstliche Intelligenz wird in der neuen Folge von „Herr Mies will’s wissen“ beleuchtet. Es geht um die Grundbegriffe und vor allem um die Testdaten und Trainingsdaten für KI-Systeme sowie den richtigen Umgang damit. Wer schon immer mal praxisnahe Einblicke in das maschinelle Lernen suchte, der kann sich den hörenswerten Podcast (mp3) runterladen.

    Aus dem Inhalt:

    31. Januar 2018
  • : Berlin: Rechtswidrige Nutzung polizeilicher Datenbanken kein Einzelfall
    Blick über Berlin.
    Berlin: Rechtswidrige Nutzung polizeilicher Datenbanken kein Einzelfall

    Die Morgenpost aus Berlin berichtet über drastischen polizeilichen Datenmissbrauch. Eine Beamtin der Berliner Polizei nutzte etwa ihren Zugang zum internen System „POLIKS“ (Polizeiliches Landessystem zur Information, Kommunikation und Sachbearbeitung) dazu, Menschen und deren Lebensumstände auszuspionieren. Nach Informationen der Morgenpost sollen dies Personen aus dem nachbarschaftlichen Umfeld gewesen sein. Die Polizistin hatte die Betroffenen jahrelang heimlich ausgeforscht. Allerdings ist der Vorfall nicht der einzige seiner Art.

    Häufiger Datenmissbrauch?

    In der Morgenpost wird vom stellvertretenden Leiter der Berliner Polizei-Pressestelle eingeräumt, dass solche rechtswidrige Nutzung polizeilicher Datenbanken häufiger vorkommt:

    Die Berliner Polizistin, die ihre Nachbarschaft ausspioniert hat, ist kein Einzelfall. Das bestätigte Polizeisprecher Thomas Neuendorf auf Nachfrage der Berliner Morgenpost: „Solche oder ähnlich gelagerte Fälle sind bekannt.“ Eine Statistik werde beim Landeskriminalamt aber nicht geführt.

    Ob das also einmal im Jahr oder einmal in der Woche passiert, geht aus den Aussagen nicht hervor. Denn der Polizeisprecher konnte der Zeitung keine „validen Zahlen“ nennen. Die Berliner Polizei hat offenbar kein systematisches Protokollieren von Datenbank-Abfragen, um Missbrauch vorzubeugen oder wenigstens feststellen zu können.

    3. November 2017 3
  • : Überwachungsdoku „Nothing to Hide“ frei verfügbar
    Filmposter „Nothing to Hide“
    Überwachungsdoku „Nothing to Hide“ frei verfügbar

    Der Dokumentarfilm „Nothing to Hide“ (2016) knöpft sich die zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz von staatlicher und kommerzieller Überwachung vor. Über Kickstarter finanziert, ist der Film von Marc Meillassoux und Mihaela Gladovic nun in mehreren Sprachen über Vimeo oder Bittorrent frei abrufbar (CC-BY-NC-ND). Mit dabei sind unter anderem Anne Roth, Jérémie Zimmermann, William Binney und Giovanni Buttarelli.

    https://vimeo.com/195446463

    11. Oktober 2017 8
  • : Game of Thrones: Mehr als 1.000.000.000 illegale Streams und Downloads
    Game of Thrones: Mehr als 1.000.000.000 illegale Streams und Downloads

    Die jüngsten Folgen von „Game of Thrones“ sind nach wie vor ein enormer Publikumserfolg. Gleichzeitig bricht die aktuell siebte Staffel des US-amerikanischen Senders HBO alle Rekorde, was illegales Streaming betrifft: MUSO meldet eine bisher nie dagewesene Zahl von mehr als einer Milliarde Streaming- und Download-Zugriffen abseits legaler Angebote und DVD-Verkäufe. Bis einschließlich 3. September 2017 seien 1.029.787.668 Downloads und Streams gemessen worden. Trotz dieser genauen Angabe sollte man die Zahl mit Vorsicht genießen und eher als Schätzung auf Basis von Messungen betrachten. Dennoch überwiegen die Abrufe illegaler Angebote deutlich die auf legalem Wege. HBO sah vor einigen Jahren die enorme Piraterie sogar als Kompliment.

    Das eigentlich Interessante an der Meldung ist die Angabe zur Verteilung illegaler Downloads und Streams. Bittorrent und private Tracker kamen zusammen auf nur zehn Prozent Anteil, Streams hingegen machten vom Milliarden-Traffic der siebten Staffel von „Game of Thrones“ knapp 85 Prozent aus. Während noch vor wenigen Jahren der überwiegende Anteil der sogenannten „Raubkopien“ über Tracker und BitTorrent-Netzwerke verteilt wurde, haben die illegalen Streaming-Angebote nun mit weitem Abstand Überhand genommen. Das dürfte auch mit den Torrent-Gegenmaßnahmen und bequem benutzbaren Alternativen zusammenhängen. MUSO führt als einen Grund für die überaus hohen Download-Zahlen bestimmter Episoden IT-Sicherheitsprobleme an, da während der letzten Staffel schon einige Folgen vor deren Ausstrahlung illegal geleakt waren.

    6. September 2017 4
  • : Datenjournalismus: Wie hoch sind die Mieten wirklich?
    Gerade in Berlin werden die Mieten für Normalverdiener immer unerschwinglicher.
    Datenjournalismus: Wie hoch sind die Mieten wirklich?

    Das Datenteam der Berliner Morgenpost hat die Mietpreise in 79 deutschen Großstädten mit dem dortigen Durchschnittseinkommen in Relation gesetzt. In der interaktiven Visualisierung wird deutlich, wie stark der Mietpreisanstieg wirklich ist.

    8. August 2017 3
  • : Smartes Gerät sendet Notruf an Polizei
    Wenn der smarte Assistent die Polizei herbeiruft.
    Smartes Gerät sendet Notruf an Polizei

    Von einem Fall eines Notrufes durch eines der neuen smarten Assistenzsysteme berichtet Gizmodo unter dem Titel: Google Home Breaks Up Domestic Dispute By Calling the Police. Demnach hätte ein Google-Home-System wegen eines häuslichen Streits, in den auch eine Waffe involviert war, die Polizei herbeigerufen. Nun müssen diese Google-Geräte allerdings mit „watchwords“, also bestimmten ausgesprochenen Wörtern, aktiviert werden. Wenn also beispielsweise jemand im Streit gesagt hätte: „Ruf die Polizei!“, dann wäre ein „Okay, Google! Ruf die Polizei!“ nötig, um einen Notruf abzusetzen. Natürlich wären auch andere Wortkombinationen denkbar, aber insgesamt erscheint dieser Ablauf ein wenig weit hergeholt.

    Die Geschichte geht auf einen Bericht von abc News zurück. Und hier erschien tatsächlich nach der Veröffentlichung eine Korrektur. Zunächst hatte abc News von einem Google-Home-Gerät geschrieben, später aber eingeräumt, dass die Art des Geräts unbekannt sei, und deswegen ein Update in den Artikel eingefügt.

    Wahrscheinlicher ist ein telefonbasierter Assistent wie Siri, sofern die Geschichte in dem beschriebenen Ablauf stimmt. Denn dann könnte versehentlich ein Knopfdruck die Spracherkennung aktiviert haben. Und es wäre auch – anders als bei Google Home – tatsächlich eine Telefonverbindung möglich.

    Welches Gerät den Notruf am Ende tatsächlich abgegeben hat, sei mal dahingestellt. Auch wenn es kein Google Home war, so bleibt der Gizmodo-Kommentar nicht falsch:

    While Google Home was a hero in this particular case, these kinds of stories certainly leave some people uneasy. It’s a clear reminder that smart home devices are always listening.

    (Während sich Google Home in diesem speziellen Fall als Held herausgestellt hat, so hinterlassen solche Geschichten doch einige Menschen unruhig. Es ist eine deutliche Erinnerung daran, dass die smarten Geräte zuhause stets mithören.)

    Unwillkürlich kommt einem dieses Video in den Sinn:

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    10. Juli 2017 1
  • : Buch zum Runterladen: Videoüberwachung und automatisierte Bilderauswertung
    Buch zum Runterladen: Videoüberwachung und automatisierte Bilderauswertung

    Benjamin Kees bietet sein Buch zur Videoüberwachung in öffentlich zugänglichen Räumen zum Download an. Er untersucht den Technikeinsatz und dessen Folgen bei der optischen Überwachung und der algorithmischen Analyse der aufgezeichneten Bilder.

    22. Mai 2017 4
  • : Zur Situation von Whistleblowern: Schutz durch Anonymität
    pfeife
    Zur Situation von Whistleblowern: Schutz durch Anonymität

    David Wilson hat sich vor vielen Jahren ein Herz gefasst und einen Korruptionsfall aufgedeckt. Sechzehn Jahre nach dieser Entscheidung, zum Whistleblower zu werden und den Fall offenzulegen, schreibt er heute im Guardian ein trauriges, aber nicht entmutigendes Resümee: „I exposed corruption at War Child. Here’s why whistleblowers need anonymity“.

    Denn Whistleblower geraten nach ihrer Gewissensentscheidung nicht selten mit Rechtsanwälten aneinander oder in die berufliche Isolation. So ging es auch Wilson, der sich zunehmend von seinen Kollegen ausgegrenzt sah.

    Wilson war einer der Gründer der Wohltätigkeitsorganisation War Child, in der ein korrupter Mitarbeiter geldwerte Vorteile einsackte. Diese und mehr Geschichten und Berichte aus seiner aktivistischen Arbeit erzählt Wilson auch in seinem Buch Left Field: The Memoir of a Lifelong Activist.

    Gegen das Ausgrenzen hilft nach Meinung von Wilson im Rahmen der derzeitigen Rechtslage nur Anonymität für Whistleblower, die er in seinem Guardian-Artikel dann auch fordert. Ansonsten gibt er Nachahmern noch den Hinweis mit:

    My advice: proceed with caution and with all your documents intact.
    (Mein Rat: Handele vorsichtig und mit allen Papieren vollständig.

    Situation von Whistleblowern in Deutschland

    Auch in Deutschland ist die Gesetzgebung nicht gerade als Whistleblower-freundlich zu bezeichnen. Wer sich informieren möchte, dem sei der Vortrag Haft für Whistleblower? von Ulrich Kerner empfohlen.

    10. April 2017 1
  • : Untersuchungshaft: Autokorsos für Deniz Yücels Freilassung am Dienstag in elf Städten
    Deniz Yücel bei einer Veranstaltung 2014. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC-BY-SA 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/95213174@N08/15346279608/sizes/h/">Metropolico.org</a>
    Untersuchungshaft: Autokorsos für Deniz Yücels Freilassung am Dienstag in elf Städten

    Ein türkischer Haftrichter hat gegen den sich seit knapp zwei Wochen in Polizeigewahrsam befindenden Journalisten Deniz Yücel Untersuchungshaft angeordnet, berichtet die Welt. Yücel ist Korrespondent der Zeitung „Die Welt“. Nach Angaben der Polizei wird gegen Yücel wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation, Terrorpropaganda und Datenmissbrauchs ermittelt. Hintergrund der Vorwürfe ist dabei offenbar Yücels Berichterstattung über E‑Mails des türkischen Energieministers Berat Albayrak, einem Schwiegersohn von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan. Yücel war durch seine kritische Berichterstattung schon zuvor in den Fokus von erdogantreuen Medien geraten.

    Für die Freilassung des Journalisten gibt es am Dienstag Proteste und Autokorsos in elf Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, vermeldet die Unterstützungseite auf Facebook. In Berlin soll der Autokorso zur türkischen Botschaft ziehen.

    Korso4Deniz Frankfurt
    28.2., 16:00 Uhr, Gutleutstraße 38, 60329 Frankfurt am Main

    Korso4Deniz Wien
    28.2., 16:30Uhr, Ernst-Happel-Stadion, Wien, Österreich

    Korso4Deniz Hannover
    28.2., 16:30Uhr, Freizeitheim Linden, Hannover, Niedersachsen

    Korso4Deniz Hamburg
    28.2., 16:30Uhr · Glacischaussee, 20359 Hamburg, Deutschland

    Korso4Deniz Zürich
    28.2., 16:30 Uhr, Parkplatz Bienen am Letzigrund-Stadion, Herdernstrasse, 8004 Zürich.

    Korso4Deniz Berlin
    28.2., 16:30 Uhr, Berlin, Karl-Marx-Allee 32, vor dem Kino Intenational

    Korso4Deniz München
    28.2., 16:30 Uhr, Startpunkt: Am Bavariapark (Deutsches Museum Verkehrszentrum), 80339

    Korso4Deniz Köln
    28.2., 16:30Uhr, Gummersbacher Straße, 50679 Köln, Deutschland

    Korso4Deniz Bremen
    28.2., 16:30Uhr, Bürgerweide, Bremen

    Korso4Deniz Leipzig
    28.2., 17:00Uhr, Connewitz Kreuz Leipzig, Sachsen

    Korso4Deniz Bielefeld
    28.2., 17:30Uhr·

    27. Februar 2017 7
  • : Heise und wir laden ein: Workshop zu sicherem Quellenschutz
    Richtiger Quellenschutz will gelernt sein. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC BY-NC-ND 2.0</a>, via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/jamison_litten/446042874/">Jamison</a>
    Heise und wir laden ein: Workshop zu sicherem Quellenschutz

    In Kooperation mit netzpolitik.org veranstaltet Heise am 6. April 2017 einen Praxis-Workshop zu „Quellenschutz 2.0 – Sichere Kommunikation für Journalisten“. Referenten sind netzpolitik.org-Autor Ulf Buermeyer und c’t‑Redakteur Holger Bleich. Der eintägige Workshop in Hannover ist auf 15 Teilnehmer begrenzt, ein Ticket kostet 820 Euro.

    Spätestens durch die Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden ist deutlich geworden, dass unverschlüsselte Kommunikation per Handy und im Internet stets bedeutet: NSA und Co. lesen mit. Die Vorratsdatenspeicherung 2.0 droht ebenfalls das Berufsgeheimnis von Journalistinnen und Journalisten zu unterlaufen. Daraus ergeben sich neue Herausforderungen, um Quellen zu schützen: Verschlüsselte Kommunikation sollte eine Selbstverständlichkeit sein – nicht nur für investigativ arbeitende Kolleginnen und Kollegen. Gleichwohl setzen bis heute nur wenige Medienschaffende konsequent auf Technologien wie PGP/GPG, Tor, Jabber und Tails, um ihre Kommunikation und damit Informantinnen und Informanten zu schützen.

    27. Februar 2017 31