Olaf war von Januar bis März 2022 Praktikant bei netzpolitik.org. Er interessiert sich für digitale Öffentlichkeiten, Desinformation und politische Meinungsbildung. In Göttingen trinkt er gerne Kaffee und studiert Sozialwissenschaften. Per Mail erreichbar, gerne auch verschlüsselt.
Die neue Bundesregierung ist schon 100 Tage im Amt, doch was ist bisher passiert? Wie versucht Russland, Informationen über den Krieg zu kontrollieren und was lässt sich dagegen tun? Das und mehr hat uns in dieser Woche beschäftigt.
Laut einer Studie nutzt Russland den koordinierten Einsatz seiner Botschaftsaccounts auf Twitter, um Falschinformationen zu verbreiten. Die Regierungsaccounts genießen im Regelwerk des sozialen Netzwerks eine Sonderrolle.
In dieser Woche beschäftigten wir uns weiter mit den Sanktionen und der Zensur rund um Russland. Außerdem ging es um digitale Gewalt, Fridays for Future sowie (natürlich) den Pegasus-Staatstrojaner.
Das Team von chronik.LE dokumentiert rassistische und diskriminierende Ereignisse in der Leipziger Region. Über 4.700 Einträge haben sie seit der Gründung 2008 in ihrer Datenbank erfasst. Wir haben mit Steven Hummel gesprochen, der seit einigen Jahren für die Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit mitverantwortlich ist.
Auch diese Woche dominieren die Geschehnisse des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Die EU reagierte mit einem Verbot der Verbreitung von Inhalten russischer Staatssender. Außerdem beschäftigt haben uns elektronische Beweismittel und mangelnde Transparenz in Brüssel.
Auch die Tech-Branche kann sich dem russischen Angriff auf Ukraine nicht entziehen. Die Anbieter reagieren mit Sperren und Einschränkungen russischer Staatsmedien, manche ziehen sich aus dem russischen Markt zurück. Eine Übersicht der wichtigsten Maßnahmen.
Diese Woche steht im Schatten des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Wir haben mit einem Menschen gesprochen, der als Teil einer großen Community Online-Quellen aus dem Kriegsgebiet überprüft. Außerdem gibt es Neuigkeiten über Staatstrojaner und Stalkerware.
Seit Jahren rätseln Sicherheitsforscher:innen, wer hinter einer Reihe von nahezu identischen Spionageapps steht. Das Nachrichtenportal Techcrunch fand nun eine gravierende Sicherheitslücke im Code der Apps. Darüber landeten nicht nur die Daten der Ausgespähten für alle zugänglich im Netz – sondern auch verräterische Dokumente der Macher.
Diese Woche war geprägt von fragwürdigen Twitter-Deals und gefährlichen Datensätzen. Außerdem haben wir ein paar unserer internen Chatnachrichten geleakt.
Die Metadaten von 18 Millionen Nutzer:innen drohen in die Hände der myanmarischen Militärregierung zu fallen. Dies könnte drastische Folgen für die Betroffenen haben.
Nach einer monatelangen Sperre kann Twitter in Nigeria wieder genutzt werden. Doch Menschenrechtsorganisationen sind besorgt über die Auflagen, die die Regierung dem wichtigsten Protest-Medium des Landes gemacht hat. Bislang sind die Dokumente geheim, eine Klage soll das ändern.
Telegram möchte mit Werbung Geld verdienen, Brandenburg diskutiert, Daten der Luca App für Strafverfolgung zu nutzen – und TikTok führt eine Untertitel-Funktion ein, die sich äußerst seltsam verhält. Rückblick auf eine ereignisreiche Woche.
In Israel hat die Polizei jahrelang die eigenen Bürger:innen überwacht – ohne dafür eine Rechtsgrundlage zu haben. Zu den Opfern sollen zivilgesellschaftliche Gruppen, ranghohe Beamt:innen und das Umfeld von Ex-Premierminister Benjamin Netanyahu zählen. Nun sollen Untersuchungen Licht in den zwielichtigen Skandal bringen.
Diese Woche hat uns mal wieder gezeigt, wie sehr wir die Digitalisierung verschlafen haben. Außerdem gab es eine Überraschung: Die erste Woche 2022 ohne eine Luca-Meldung! Nur der Pegasus Staatstrojaner blieb uns nicht erspart.
Spotify hat angekündigt, zu allen Covid-19-Podcasts einen Verweis auf wissenschaftliche Quellen einzublenden. Damit reagiert das Unternehmen auf zunehmende Proteste gegen medizinische Falschinformationen auf seinem Dienst. Doch seiner Verantwortung entkommt Spotify so nicht.
Diese Woche war geprägt von neuen und alten Datenfressern. Des Weiteren ging es um einen zwielichtigen Anwalt, eine abgebrannte Villa eines Pornomoguls und den verschwundenen Dislikes auf Youtube.
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Facebook zwei Kläger:innen die Verwendung eines Pseudonyms erlauben und ihre Accounts wiederherstellen muss. Die Entscheidung ist aber nur für ältere Facebook-Accounts anwendbar.
Ein australisches Gericht hat im Jahr 2020 entschieden, dass Google für die eigenen Suchergebnisse haftbar sei. Dagegen geht das Unternehmen nun in Berufung. Scheitert Google, könnte dies neuen Formen privater Eingriffe in die Freiheit der Information die Türe öffnen.
Das war die Woche: Neue Enthüllungen zum Einsatz des Pegasus-Trojaners gegen Oppositionelle, Lichtblicke hinsichtlich des Trackings im Internet. Zudem ging es um gefährliche Krankenkassenkarten, Ursula von der Leyens SMS und natürlich um die Luca-App.
Deutsche und internationale Polizeibehörden haben den VPN-Anbieter VPNLab vom Netz genommen und dessen Domain beschlagnahmt. Hacker:innen hatten den Service laut den Ermittlungsbehörden für Ransomware-Angriffe und zur Verbreitung von Schadsoftware genutzt.