Deutschland
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: Von der Volkszählung zur Anti-Terror-Datei – was ist mit unserer Freiheit passiert?
: Von der Volkszählung zur Anti-Terror-Datei – was ist mit unserer Freiheit passiert? Im Deutschlandradio Kultur gab es am Donnerstag dieses interessante Gespräch (MP3):
Von der Volkszählung zur Anti-Terror-Datei – was ist mit unserer Freiheit passiert? Zwei Generationen der Überwachungskritik im Gespräch: Uwe Wesel, Professor für Bürgerliches Recht an der FU Berlin und Frank Rieger vom Chaos Computer Club.
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: Die Versiegelung von Wahlmaschinen
: Die Versiegelung von Wahlmaschinen Die Hersteller von Wahlmaschinen verweisen ja immer auf die Versiegelung dieser, welche der Sicherheit vor Manipulationen dienen soll. Bei dem Begriff „Siegel“ denkt man natürlich immer sofort an Hologramme und Merkmale, die beim Ablösen des Siegels kaputtgehen.
Nur – wie vertrauenswürdig erscheint Euch denn dieser Siegel, der unsere Wahlmschinen der Marke Nedap/HSG Wahlsysteme GmbH vor Manipulationen schützt?

Wer dem Bild nicht vertrauen will, weil die Realität ein schlechter Witz sein könnte: Der passende ZDF-Beitrag zu diesem Bild kann direkt beim Wahlmaschinen-Hersteller heruntergeladen werden.
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: Videoüberwachung: Das Problem ist: Wer ist verdächtig, wer nicht?
: Videoüberwachung: Das Problem ist: Wer ist verdächtig, wer nicht? Tagesschau.de hat ein Interview zur Videoüberwachung in Deutschland mit Leon Hempel vom „Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität“ gemacht:
„Das Problem ist: Wer ist verdächtig, wer nicht?“Überwachungskameras auf Bahnhöfen haben geholfen, die mutmaßlichen Kofferbomben-Attentäter zu fassen. Videoüberwachung verhindert aber nur Straftaten, wenn sie sinnvoll und zusammen mit Überwachungspersonal eingesetzt wird, wie der Berliner Experte Leon Hempel vom Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität im tagesschau.de-Interview erklärt. Und: Für jeden Einsatz braucht es ein genaues Konzept.
Auch lesenswert bei tagesschau.de: Internet als „Fernuniversität des Terrors“.
Ansonsten passen noch diesen beiden Artikel beim raben.horst in den Kontext:
Die Umfrageflut zur Videoüberwachung
Wenn sie Tacheles redenZitat von Wolfang Schäuble:
„An jedem Brennpunkt öffentlicher Kommunikation, auf Bahnhöfen, Flughäfen, großen Straßen und Plätzen, ist Video-Überwachung machbar und sinnvoll“
„Die Bevölkerung will nicht, dass die Innenminister sich streiten, sondern dass sie Sicherheit schaffen. Es nützt mir doch die ganze parteipolitische Profilierung nichts, wenn hinterher die Bomben hochfliegen.“
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: c/o pop in Köln
: c/o pop in Köln Diese Woche gibts hier etwas weniger Beiträge von mir, denn ich bin in Köln auf der c/o pop. Gerade sitze ich in einem Konferenzpanel zum Thema „Wünsche an die Musikindustrie“. Und das ist mal wieder ziemlich ernüchternd. Da sitzen Vertreter von Mobilfunkunternehmen, Downloadplattformen, Filmproduzenten und Hörspielhersteller und alle haben eine schreckliche Angst vorm Internet. Immer noch, man kann es eigentlich nicht fassen. Die Konsumenten sind schuld, die Preise bei iTunes & Co viel zu niedrig, um weiterhin Kultur zu produzieren und kostenlos werden niemals irgendwelche Inhalte erstellt. Manchmal gibt es aber erleuchtende einzelne Beiträge. Ein Sprecher merkte an, dass er es komisch findet, dass immer noch die grössten Marketing-Budgets in Medien investiert werden, die von der Zielgruppe eigentlich nicht mehr genutzt werden. Das verstehe ich auch schon länger nich. Vermutlich springen sie jetzt alle bald zu MySpace hoch und verpulvern dort ihre Marketingressourcen, wo die deutschen Teenies aber auch nicht unbedingt versammelt sind. Das merken die dann in fünf Jahren vielleicht.
Jetzt spricht gerade jemand, der eine Online-PLattform in Kooperation mit SuperRTL gegründet hat. Seine Erfahrungen sind, dass fast alle ihrer Kunden an Orten sitzen, wo es keine üblichen Handelsstrukturen mehr gibt. Also auf demplatten Land in irgendwelchen Dörfern. Das würde man an den PLZ erkennen. Ausserdem würde die meiste Musik am Wochenende gekauft, Samstag Abend und Sonntag nachmittag, wo das Ladenschlussgesetz greifen würde. Die Majors wären noch nicht auf der Plattform, da es wahnsinnig kompliziert und aufwändig wäre, mit denen zu verhandeln, da die immer erstmal nach den USA zur Zentrale telefonieren müssten. Er erwähnte Lizenzverträge mit Universal, die ganze 60 Seiten juristischen Text umfassen würden…
Der Moderator ist gerade besonders lustig und fragt „Kostenlos weggeben und Du verdienst an anderen Sachen – das kann es doch auch nicht sein?“ in die Runde. Und alle stimmen zu, das kann man sich nicht vorstellen, so mit anderen Geschäftsmodellen. Ausserdem wieder zurück zur alten Leier: Die Preise sind zu niedrig. Einem wurde die Frage gestellt, wie teuer denn eine CD sei und ich wundere mich, dass er nicht den Preis genannt hat, den ich ständig in Läden sehe. 18 Euro ist einfach zuviel für eine CD, aber der Sprecher verkündet tatsächlich, dass es ja schon CDs für 5,99 Euro bei Amazon gibt. Meiner Meinung nach fehlen sowohl Künstler als auch Verbraucher auf dem Panel. Und da sitzen schon sechs Leute inkl. dem Moderator. Natürlich auch alles Männer.
Ansonsten ist die c/o pop eine sehr angenehme Konferenz und Messe. Die Konferenz selbst ist zwar nicht so interessant, da stand zwar viel von Web 2.0, MySpace und andere Sachen auf demProgramm, aber eigentlich geht es meist nur um iTunes und Klingeltöne. Ich schau immermal wieder in die Panels rein, aber interessant fand ich bisher keins. Dafür ist die Messe „affair c/o pop“ äusserst angenehm. Sehr viele Labels aus dem Bereich der elektronischen Musik stellen hier aus, es gibt viel Digitalkultur und die Atmosphäre ist sehr angenehm. Ausserdem funktionierendes WLAN überall. Das Konzept nennt sich „MySpace zum Anfassen“ und jeder hat einen eigenen Raum. Die Öffnungszeiten sind gut gelegt, die Messe beginnt um 14 Uhr und endet um 21 Uhr. Ab 22 Uhr finden dann die Anschlussparties im Konferenzgebäude statt. Gestern gabs ein coole Konzert von Laurent Garnier und heute Abend ist Kompakt-Nacht. Auf der anderen Rheinseite im Jugendpark läuft parallel die „Monsters of Spex“ mit Jan Delay, Fettes Brot, Bela B. und vielen anderen. Da kann man dann zwischendurch immer rüber.
Ab 17 Uhr ist die affair c/o pop übrigens kostenlos zu besuchen. Einen Besuch kann ich Kölner mit Interesse an elektronischer Musik und digitaler Popkultur nur empfehlen.
Der VUT (Verband unabhängiger Tonträger) ist auch hier und hat eine neue Broschüre, die ich noch nicht kannte. Der VUT vertritt die meisten Indie-Labels in Deutschland und die Mitgliedsfirmen beschäftigen schon mehr als ein Drittel der deutschen ARbeitnehmer im Musikbusiness. Während sie früher Mitglied bei IFPI/Phonoverband waren, sind sie dort ausgetreten und fahren seitdem eine sehr sympathische Linie. Lustig sind die meisten Texte ihrer Broschüre wie:
„Wir sind die Zukunft! Die Musikindustrie spielt den Blues – WIR ROCKEN! Wir haben die Schwarzmalerei und die einseitige Dämonisierung der Privatkopie satt!
Oder:
Wir meinen: In einem Land, für das die Bundesregirrung eine Innovationsinitiative ausgerufen hat, kann es nicht sein, dass die Rahmenbedingungen für ein wichtiges Zukunftsfeld – Creative Industries – von denen diktiert werden, die technisce Neuentwicklungen wie MP3 am liebsten verhindern würden.
Und hier ist ein 20 Minuten langes Interview mit Stephan Benn, dem Justiziar des VUT. -
: 30 Computerspiele wurden 2005 als jugendgefährdend eingestuft
: 30 Computerspiele wurden 2005 als jugendgefährdend eingestuft Heute im Bundestag vermeldet, dass im vergangenen Jahr 30 Computerspiele als jugendgefährdend eingestuft wurden.
Bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) seien 2005 52 Anträge und Anregungen auf Indizierung von Computerspielen eingereicht worden. Bei 18 dieser Spiele habe die USK eine Alterskennzeichnung abgelehnt, heißt es weiter. Der Jahresbilanz der USK 2005 sei aber auch zu entnehmen, dass fast 60 Prozent der insgesamt geprüften 2.686 Spiele eine Freigabe ohne Altersbeschränkung erhielten bzw. ab sechs Jahren freigegeben wurden. Derzeit, so die Regierung, sehe sie keinen gesetzgeberischen Handlungsbedarf im Strafgesetzbuch im Hinblick auf Unterhaltungssoftware. Sie kündigt aber an, dass Bund und Länder gemeinsam die rechtlichen Grundlagen im Hinblick auf einen effektiven Kinder- und Jugendmedienschutz in der Praxis untersuchen würden. Ein entsprechendes Evaluationsverfahren werde noch in diesem Jahr beginnen und bereits Ende 2007 abgeschlossen sein.
Das passende Dokument erzeugt als PDF leider nur einen 404-Error.
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: WDR-Features zu Videoüberwachung
: WDR-Features zu Videoüberwachung Der WDR liefert mal wieder den Beweis, weshalb es sinnvoll ist, dass wir uns als Gesellschaft einen Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk leisten. Auf der Online-Seite findet man nette Features zum Thema Videoüberwachung.
Zum einen die „Fünf Fragen – fünf Antworten – Mehr Kameras für mehr Sicherheit?“
Als „ungewöhnlich ernst“ beschreibt Innenminister Wolfgang Schäuble die Sicherheitslage in Deutschland. Als Konsequenz müsste nun die Videoüberwachung ausgeweitet werden, fordert nicht nur Schäuble. Nur bringt es wirklich etwas, mehr Kameras aufzustellen? WDR.de gibt Antworten auf diese und andere Fragen zur Videoüberwachung.
Und dann verschiedene Radio-Beiträge: „Debatte um Videoüberwachung“
Durch die versuchten Bombenattentate ist die innenpolitische Diskussion um die Bedrohung durch Terroranschläge angestachelt worden. Was bisher eher als unangenehme Zukunftsvision empfunden wurde, ist plötzlich salonfähig: Immer mehr deutsche Politiker und Bürger fordern massivere Überwachungsmaßnahmen.
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: Freiheit schützt man nicht, indem man sie abschafft
: Freiheit schützt man nicht, indem man sie abschafft Padeluun vom Foubud wurde von tagesschau.de zur Videoüberwachung befragt: „Freiheit schützt man nicht, indem man sie abschafft“.
tagesschau.de: Die Gefahr von Anschlägen ist aber nun ganz eindeutig da, das zeigen die Attentate von London und die gescheiterten Anschläge bei uns. Was müsste Ihrer Meinung nach getan werden, um die Sicherheit zu verbessern?
padeluun: „Wir können nicht unsere freiheitliche Gesellschaft schützen, indem wir sie abschaffen. Gegen Fanatiker, die Anschläge ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben machen, wird man mit Videoüberwachung nicht viel tun können. Wichtig wäre zum Beispiel eine gut ausgestattete Polizei. Sie hat derzeit zum Beispiel nicht mal vernünftige Funkgeräte. Es gab in letzter Zeit die Tendenz, bei Beamten zu sparen und in Kameras zu investieren. Was wir außerdem brauchen, ist Prävention. Das geht aber nicht durch Videoüberwachung, sondern durch vernünftige Gesetzgebung.“
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: Terror als Strategie
: Terror als Strategie Florian Rötzer in Telepolis: Terror und Panik.
Terrorismus ist eine Strategie, Panik und Angst zu verbreiten, vor allem wenn Anschläge auf beliebige Personen an beliebigen Orten geplant oder ausgeführt werden, um den Eindruck zu erwecken, dass man nirgendwo wirklich sicher sein kann. Panik führt leicht, da sie eine sich selbst verstärkende Fluchtreaktion ist, zu irrationalen Verhaltensweisen. Die Aufmerksamkeit ist überscharf auf mögliche Bedrohungen eingestellt, um sie frühzeitig erkenne und vermeiden zu können. Panik ist nicht nur eine Verhaltensweise von Individuen oder Gruppen, sondern auch von Gesellschaften, wobei hier die Medien als die kollektiven Aufmerksamkeitsorgane eine große Rolle spielen, wie Gefahren verarbeitet werden oder Panik geschaffen wird, aktuelles Beispiel mit Titeln wie diesen: Deutschland im Fadenkreuz. Die Medien sind letztendlich für den Großteil der Bevölkerung die Bühne, auf der die Informationen, Erwartungen, Ängste, Interessen und Reflektionen aller Menschen von den Terroristen über die Politiker und Sicherheitskräfte bis hin zum gerne interviewten „Mann auf der Straße“ zusammenlaufen.
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: Datenschutzbeauftragter gegen ungebremste Video-Überwachung
: Datenschutzbeauftragter gegen ungebremste Video-Überwachung Das Deutschlandradio hat Peter Schaar zur aktuellen Lage im Datenschutz befragt: Datenschutzbeauftragter gegen ungebremste Video-Überwachung. (Audio)
Spengler: Nun sagen sich viele Bürger, lieber überwacht als tot. Sind nicht manche hehren Grundsätze des Datenschutzes überholt?
Schaar: Ich finde diese pauschale Gegenüberstellung völlig verfehlt. Es ist ja überhaupt nicht so, dass der Datenschutz die Aufklärung von Verbrechen irgendwo behindert hätte. Jedenfalls gibt es keine gravierenden oder Kapitalverbrechen, die mir bekannt sind, die hätten verhindert werden können, wenn es weniger Datenschutz gegeben hätte. Insofern denke ich wir müssen eine versachlichte Diskussion führen, wie Sicherheit gewährleistet werden kann und inwieweit dabei dann auch Freiheitsrechte zurücktreten. Hier wird sehr häufig sehr pauschal argumentiert und diese pauschale Argumentation ist es letztlich, die es so schwierig macht, zu sachlichen Ergebnissen zu kommen. Wenn man von Anfang an sachlich über diese Anti-Terror-Datei diskutiert hätte und nicht immer aufgesattelt hätte, dann hätten wir diese Datei schon längst.
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: WDR stellt Linux vor
: WDR stellt Linux vor Der WDR hat in der Sendung „angeklickt“ vom 18.8. Linux vorgestellt. Am Ende des Artikels gibts eine nette Linkliste.
Lange Zeit galt Linux als Betriebssystem für Fachleute, als kompliziert und schwer zu bedienen. Das ist Geschichte. Denn heute ist Linux optisch eigentlich kaum noch von Windows zu unterscheiden.
Linux hat sich in den letzten zwei, drei Jahren wirklich enorm weiter entwickelt. Es ist einfacher und komfortabler geworden, und damit durchaus eine Alternative zu Windows. Erst recht, weil Linux ja kostenlos zu haben ist. Viele Computerbenutzer sind zwar neugierig, aber nur wenige probieren Linux tatsächlich aus. Viele scheuen die Mühe, Linux auf dem PC einzurichten.
Es gibt den Film für Browser mit Flash 8 zum Anschauen („WebMedia“). Mit den anderen Folgen gibts das auch als Videopodcast.
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: Mehrheit sehnt sich nach mehr Überwachung
: Mehrheit sehnt sich nach mehr Überwachung Spiegel Online hat gute und schlechte Nachrichten zur Videoüberwachung: Mehrheit wünscht sich Überwachungskameras. Die Gute Nachricht ist, dass wir längst nicht soviele Überwachungskameras wie in Grossbritanien haben. Die schlechte ist, dass sich ein nicht unbedeutender Teil unserer Gesellschaft nach viel mehr Überwachung sehnt.
Sein Kollege Töpfer erklärt das Phänomen des schwindenden Widerstands mit der technischen Entwicklung: Fotohandys, im Netz publizierte Privatbilder und ‑videos haben die Hemmschwelle sinken lassen, erklärt der Wissenschaftler. Auch die Terroranschläge in den letzten Jahren und die erfolgreiche Videoüberwachung bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer haben zu einer breiten Akzeptanz geführt. „Bemerkenswert ist vor allem, dass sich der Diskurs in den letzten Jahren verschoben hat“, sagt Töpfer. „Bei der Einführung der Überwachungskameras war die Präventionscharakter das entscheidende Argument.“ Studien hätten aber gezeigt, dass Kameras keine Präventivfunktion hätten. „Heute geht es darum, nach der Tat Aufklärungs- und Beweismaterial zu haben“, so Töpfer. „Eine Akzeptanz bei dieser reibungslosen Verschiebung wäre ohne die Terroranschläge nicht denkbar.“
[…]
So werden hierzulande 25 bis 30 Städte mit rund 100 Kameras überwacht, während in Frankreich knapp 300 Städte und in den Niederlanden rund ein Fünftel der Kommunen überwacht werden. In Großbritannien, dem „Videoüberwachungsland“, werden 530 Städte von 40.000 Kameras überwacht. Insgesamt sollen auf der Insel rund 4,3 Millionen „digitale Augen“ installiert sein, die jeden Bürger rund dreihundertmal am Tag erfassen.
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: EU-Innenminister drohen mit stärkerer Kontrolle des Netzes
: EU-Innenminister drohen mit stärkerer Kontrolle des Netzes Gestern drohten die Innenminister des Vereinigten Königreichs, Finnlands, Deutschlands, Frankreichs, Portugals, Sloweniens und des Vizepräsidenten der Europäischen Kommission in einer gemeinsamen Presseerklärung, zukünftig stärker das Internet kontrollieren zu wollen. Eigentlich will man mehr gegen den Terrorismus unternehmen, und da Terroristen das Internet nutzen, muss man das eben stärker kontrollieren. Also viel mehr China anstatt Freiheit und Menschenrechte zu bewahren. Florian Rötzer hat die Pressemitteilung schon bei Telepolis beschrieben: Das Internet zum Feindesland für Terroristen“ machen.
Bei den Medien wird das Internet besonders herausgehoben. Man müsse es zu einer „für Terroristen und für diejenigen, die junge Menschen radikalisieren, Hassbotschaften verbreiten und Massenmord planen wollen, feindlichen Umgebung“ machen. Wie das genauer geschehen soll, wurde nicht gesagt. Vermutlich wird es auch darum gehen, das in Großbritannien bereits eingeführte Verbot der Verherrlichung von Terrorismus europaweit zu machen. Allgemein dürfte es darum gehen, das Internet strenger kontrollieren, Inhalte entfernen und die für diese Verantwortlichen schneller bestrafen zu können, was aber bei allzu offenen Definitionen schnell zur Zensur auch von politischer Opposition werden und die Meinungsfreiheit beeinträchtigen kann. Möglicherweise denkt man auch daran, Websites mit Inhalten, die dem Terrorismus zugeordnet werden, für die EU-Bürger unzugänglich zu machen, wenn sich die Seiten auf Servern im Ausland befinden. Das wäre dann schon ein erster Ansatz zu einer Europäischen Mauer in Analogie zur Chinesischen Internetmauer.
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: Schily verteidigt seine Biometrie-Geschäfte
: Schily verteidigt seine Biometrie-Geschäfte Na denn: „Schily verteidigt Einstieg bei Sicherheitstechnik-Unternehmen“, es sei ja nicht nur ein Sitz im Aufsichtsrat, sondern er habe auch Anteile erworben.
Gegenüber dem stern erklärte Schily, er habe eine Beteiligung an der SAFE ID Solutions AG erworben. Die genaue Höhe wollte er nicht nennen, sein Anteil sei aber minimal. Das Unternehmen mit Sitz in Unterhaching bietet Hard- und Software-Lösungen für die Personalisierung elektronischer Ausweisdokumente an. Schily war während seiner Amtszeit als deutscher Innenminister maßgeblich an der Einführung des biometrisch gesicherten Reisepasses (ePass) beteiligt, der seit Ende 2005 ausgestellt wird. Interessenkonflikte zwischen seiner früheren Tätigkeit und künftigen Aufgaben sieht der SPD-Politiker jedoch nicht.
Bei den Iriserkennungs-Spezialisten der Firma Byometric Systems hat er keine Anteile gekauft, sondern sitzt nur so im Aufsichtsrat und erhält dafür eine Aufwandsentschädigung in ungenannter Höhe. Glücklicherweise hat er als eine seiner letzten offiziellen Amtshandlungen die Laufzeit des Pilotprojektes am Frankfurter Flughafen verlängert.
Schade, dass der Bundestag sich immer noch gegen eine grössere Transparenz bei den Nebeneinkünften der Abgeordneten wehrt. Sonst könnte man spätestens im nächsten Jahr mal transparent nachvollziehen, wie hoch die Aufwandsentschädigung bei Bymetric Systems ist und evtl. wie hoch die Anteile bei SAFE ID Solutions sind.
Meiner Meinung nach sollte es Ex-Ministern, die immer noch Mitglied des Bundestages sind, verboten werden, nebenbei in einer Branche privatwirtlich zu arbieten, für die sie vorher regulativ verantwortlich waren. Dann würde man auch die Probleme der scharfen Kritik vermeiden. Man könnte auch darüber diskutieren, dass Ex-Minister eine Karenzzeit von mindestens 24 Monaten einhalten müssen, um in ein Feld der Privatwirtschaft zu wechseln, wo man vorher regulativ verantwortlich war. Das ist natürlich etwas kompliziert beim Wirtschaftsminister. Aber da sollte man klar sagen: Wenn weiterhin Mitglied des Bundestag, dann Verzicht auf diese Art von privatwirtschaftlichem Engagement. Ausnahmen sollte es höchstens geben, wenn Ex.Minister vor ihrer Minister-(Politiker)-tätigkeit in der Privatwirtschaft in der jeweiligen Branche aktiv wird.
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: Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestages erklärt Urheberrechtsreform
: Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestages erklärt Urheberrechtsreform Heute erklärt der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages in der Ausgabe 34/06 den „zweiten Korb“ der Urheberrechtsreform (des deutschen Bundestages).
Interessantester Punkt ist der folgende Absatz:
Mit dem sog. „Ersten Korb“ wurden erstmals Vorschriften zum Schutz technischer Maßnahmen für urhebrrechtlich geschützte Werke eingeführt. Damit wurde klargestellt, dass die Umgehung von Kopierschutzmassnahmen nunmehr verboten ist. Die Privatkopie wurde so ausgestaltet, dass sie gegenüber einem derartigen Kopierschutz nicht durchsetzbar ist; die endgültige Entscheidung darüber blieb jedoch dem sog. „Zweiten Korb“ vorbehalten.
Da steht auf den ersten Blick erstmal nichts neues drin. Für mich der interessanteste Punkt war die Formulierung „die endgültige Entscheidung darüber blieb jedoch dem sog. „Zweiten Korb“ vorbehalten“. In der aktuellen Debatte wird von Seiten der Bundesregierung und der „grossen“ Bundestagsfraktionen bei der Frage einer durchsetzungsfähigen Privatkopie gegenüber einem Kopierschutz immer mit Verweis auf die EU-Urheberrechtsrichtlinie abgeblockt. Man hätte da keinen politischen Verhandlungsspielraum, was natürlich Quatsch ist. Hier schreibt der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestag explizit, dass dieser Verhandlungsspielraum durchaus besteht – man muss es nur durchsetzen wollen!
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: DVB‑T in Berlin
: DVB‑T in Berlin Kann mir vielleicht jemand die Logik erklären, weshalb seit kurzem bei meinem Fernseher via DVB‑T ARD, 3Sat, ARTE und ZDF temporär nicht funktionieren, der ganze restliche Müll an privaten Programmen ansonsten aber ständig? Vor weniger als einem Monat ist es mir zum ersten Mal aufgefallen. Bei ARD und ZDF wechselt das teilweise von Sendung zu Sendung, und zwar pünktlich auf den Sendungswechsel. Beispielsweise funktioniert meistens die Tagesschau, nach dem Wetter schaltet sich aber der Empfang sofort weg, um dann manchmal bei der Sendung danach wieder da zu sein. Taucht auch nur beim öffentlich-rechtlichen auf, der ganze uninteressante Rest funktioniert einwandfrei. Logische Muster hab ich bisher nicht erkennen können.
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: Neues von SWIFT
: Neues von SWIFT Während die Article 29 Group unter dem Vorsitz von Peter Schaar nächste Woche die massive Weitergabe von europäischen Banküberweisungsdaten an US-Geheimdienste diskutieren wird, hat in Österreich die Staatsanwaltschaft Wien Vorermittlungen eingeleitet. Dies berichtet die Futurezone: Staatsanwaltschaft prüft SWIFT-Affäre.
Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigte auf Anfrage von ORF.at, dass in dieser Angelegenheit Vorerhebungen eingeleitet worden sind. Auch hier wird noch geprüft, ob durch die Weitergabe dieser Daten gegen österreichisches Recht verstoßen wurde, im Zentrum der Vorerhebungen: der österreichische SWIFT-Aufsichtsrat Gall.
Aus Deutschland scheint es in diese Richtung keine Aktionen zu geben. Schade eigentlich.
Im Rahmen unserer Aktion „Die CIA spioniert – auch auf Deinem Konto? Frag Deine Bank!“ wurden die Musterbriefe bisher über 1000x heruntergeladen. Ein Artikel dazu ist bei der Readers Edition im Moment sowohl unter den Top5 der „Meistgelesenen Artikel“ als auch „Artikel der Woche“. Man kann ihn dort übrigens immer noch bewerten.
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: Egotronic MP3s
: Egotronic MP3s Am Samstag hab ich Egotronic live gesehen, eine empfehlenswerte Electro-Punk Band, die viel mit Vocodern und C64er Sounds spielt. Da sie einen Teil ihrer Songs als MP3s online zum Download anbieten, verlinke ich sie einfach mal. Eine CD kann man auch kaufen.
Hier mal ein Song als MP3: „Luxus“.
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: Schily wird Biometrie-Berater
: Schily wird Biometrie-Berater Heise berichtet gerade, dass Otto Schily jetzt Biometrie-Berater wird: Ex-Innenminister Schily berät künftig Biometrie-Firmen.
Der frühere Bundesinnenminister Otto Schily hat Aufsichtsratsmandate bei zwei Firmen angenommen, die auf dem Gebiet der biometrischen Sicherheitstechnik aktiv sind. Während die Byometric Systems AG mit Sitz im bayerischen Mitterfelden auf die Iris-Erkennung spezialisiert ist, bietet SAFE ID Solutions AG (Unterhaching) Hard- und Software-Lösungen für die Personalisierung elektronischer Ausweisdokumente an.
„Als Sicherheitsexperte und treibende Kraft hinter der weltweiten Einführung elektronischer Reisepässe, speziell des deutschen ePasses, wird Otto Schily durch seine fundierten Marktkenntnisse die Positionierung der SAFE ID weiter stärken“, teilte die SAFE ID Solutions AG am heutigen Donnerstag mit.
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: Merkel bald peppiger im Vodcast
: Merkel bald peppiger im Vodcast Die nächsten Folgen Merkel-Vodcast wurden jetzt an die Münchener Firma Evisco vergeben: Merkels Internetvideos sollen peppiger werden. Nach der Kritik an der Vergabe der ersten vier Podcasts gab es ein offenes Ausschreibungsverfahren. Dabei konnte sich eine unabhängige Münchener Firma durchsetzen, in deren Vorstand der Schwiegersohn von Edmund Stoiber sitzt.
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: Nagenborg: Können Roboter und Menschen gut zusammen leben?
: Nagenborg: Können Roboter und Menschen gut zusammen leben? Im interdisziplinären Berliner Arbeitskreis Rechtswirklichkeit spricht am 4. September Michael Nagenborg über Roboter und Menschen: Regeln für eine gemeinsame Zukunft. Aus der Ankündigung:
Während Roboter heute meistens in Bereichen eingesetzt werden, in denen es nur selten zu einer Interaktion mit Menschen kommt, schickt sich die neue Generation von Robotern an, die Fabrikhallen zu verlassen. In einer nicht allzu fernen Zukunft sollen Roboter und andere autonome Agenten ihren Platz im Alltag der Menschen finden. Sei es als Serviceroboter, um z. B. alten und kranken Menschen zu helfen, um gemeinsam mit Menschen berufliche Aufgaben zu bewältigen, als Robotergefährte in der Freizeit zu dienen. Im Mittelpunkt des Vortrages werden die ethischen Fragen stehen, welche durch diese Vision aufgeworfen werden.
Ich denke bei sowas ja gleich an Japans erstes Computermuseum, Asimovs Robotergesetze derlei ethische Fragen, das Schadpotential von ubiquitious computing und die verpasste Chance, in Terminator 3 die Rahmenhandlung ordentlich zu entwickeln. Ich bin gespannt was von meiner Erwartung im Vortrag zu finden sein wird. Disclaimer: ich bin Mitglied im Arbeitskreis und beabsichtige mit diesem Artikel keinerlei, also überhaupt gar keine Einflussnahme.