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Wegen Terrorismus-Gefahr: Windows verbieten?

Tagesschau.de hat Kai Hirschmann, Terrorismusexperte am Essener Institut für Terrorismusforschung und Sicherheitspolitik, zu Massnahmen gegen den „dschihadistischem Terrorismus“ befragt: ‚Auch Terroristen arbeiten mit Windows“. tagesschau.de: Würde es denn etwas nutzen, Verschlüsselungs- und Anonymisierungssoftware zu verbieten? Hirschmann: Ich glaube nicht, dass das weiter hilft. Das wäre auch nur ein Kurieren an Symptomen. Verfügt ein Terrorist über…

  • Markus Beckedahl

Tagesschau.de hat Kai Hirschmann, Terrorismusexperte am Essener Institut für Terrorismusforschung und Sicherheitspolitik, zu Massnahmen gegen den „dschihadistischem Terrorismus“ befragt: ‚Auch Terroristen arbeiten mit Windows“.

tagesschau.de: Würde es denn etwas nutzen, Verschlüsselungs- und Anonymisierungssoftware zu verbieten?

Hirschmann: Ich glaube nicht, dass das weiter hilft. Das wäre auch nur ein Kurieren an Symptomen. Verfügt ein Terrorist über die notwendige Entschlüsselungssoftware für verschlüsselte Nachrichten, kann man an diesen Schlüssel herankommen, wenn man Zugang zur Szene hat und Informationen sammeln darf. Zudem nutzen die Terroristen Standardverfahren, die man als Computerprogramme in jedem Elektronikfachmarkt kaufen kann. Das sind keine Top-Secret-Militärlösungen. Die Terroristen verlassen sich auf übliche Lösungen, wie sie Nachrichtendienste oder Militär verwenden. Sie müssen sich auf Lösungen verlassen, die funktionieren: Terroristen arbeiten auch mit Windows.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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4 Kommentare zu „Wegen Terrorismus-Gefahr: Windows verbieten?“


  1. Sie müssen sich auf Lösungen verlassen, die funktionieren: Terroristen arbeiten auch mit Windows.

    Vielleicht ein neuer Werbespruch für MS?


  2. Das sind keine Top-Secret-Militärlösungen. Die Terroristen verlassen sich auf übliche Lösungen, wie sie Nachrichtendienste oder Militär verwenden.

    Hä? Irgendwie disqualifizieren sich viele Leute derzeit selber.


  3. Verfügt ein Terrorist über die notwendige Entschlüsselungssoftware für verschlüsselte Nachrichten, kann man an diesen Schlüssel herankommen, wenn man Zugang zur Szene hat und Informationen sammeln darf.

    Von Terrorismus hat der gute Herr Hirschmann vielleicht Ahnung; von Verschlüsselung auf jeden Fall nicht. Soviel Unwissen in nur einem Satz ist schon bedauernswert.

    Zudem nutzen die Terroristen Standardverfahren, die man als Computerprogramme in jedem Elektronikfachmarkt kaufen kann.
    Wozu kaufen? Es gibt doch jede Menge kostenlose Verschlüsselungsoptionen, oder gehen die bösen Jungs seiner Ansicht nach zu „Geiz ist geil“ oder „Ich bin doch nicht blöd, Mann“ und kaufen dort ein?


  4. @Fred: naja, ich verstehe das so, dass auch das Militär nicht mit TOP-Secret-Militärlösungen arbeitet, sondern eben mit denen aus dem Elektronikfachmarkt. Wobei, es soll ja auch Downloads geben. Vielleicht auch im Fachmarkt? ;-)

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