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Transparenzbericht: Unsere Einnahmen und Ausgaben im Juni 2018

Als von Leserinnen und Lesern finanziertes Medium setzen wir uns nicht nur für Transparenz ein, sondern wir sind auch transparent. Wir geben Euch deshalb Einblicke in unsere Einnahmen und Ausgaben im Juni 2018. Wir haben rund 9000 Euro Minus gemacht.

CC-BY-NC-SA 2.0 Oengna

Dank des Sommerlochs und damit verbundenen Entspannungsübungen außerhalb des Büros kommt der Transparenzbericht aus dem Juni jetzt etwas verspätet. Der Juni war zwar voller netzpolitisch-relevanter Debatten und vielen Artikeln bei uns. Trotzdem haben wir rund 9.000 Euro Minus gemacht. Das lag auch daran, dass externe Dienstleistungen abgerechnet wurden und wir ab und an auch mal neue Computer kaufen müssen. Aber der Reihe nach.


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Im Juni haben wir 32.868 Euro an Spenden bekommen und damit etwas mehr als im Vergleichsmonat vor einem Jahr. 140 Euro kamen über einen Pressespiegel rein, 89 Euro haben wir über Erstattungen der Krankenkasse erhalten und 500 Euro Bußgelder dank eines freundlichen Gerichtes.

Kommen wir zu den Ausgaben. Die sind angewachsen, auch weil wir uns etwas erweitert haben. Eure Spenden vor Weihnachten haben uns etwas Polster gegeben, so dass wir jetzt auch etwas in der Redaktion wachsen konnten. Am deutlichsten wird diese Veränderung bei den Personalkosten, die im Juni bei 34.227 Euro lagen. Die Miete kostet traditionell 3.000 Euro, inklusive Kaffee-und Wasser-Flatrate, Glasfaser und Reinigungskraft. 2.111 Euro haben wir in Hardware investiert, die wir für den Ausbau multimedialer Formate brauchen werden und 119 Euro wurden für Reisekosten ausgegeben. 879 Euro gingen für Infrastruktur & Arbeitsmittel drauf. Dazu gehören traditionell die Kosten für unseren Server, aber auch bspw. Jahreszahlungen für Zeitschriften-Abos, da auch wir für journalistische Inhalte zahlen. 307 Euro für Bank- und Behördengebühren und 1.956 Euro für externe Dienstleistungen wie Buchhaltung und Steuerberater.

Damit haben wir im Juni 2018 genau 9.007 Euro Minus gemacht.

Die Top-Themen im Juni 2018

Wir haben exklusiv die Wunschliste unseres Heimatministers an die EU-Kommission veröffentlicht, wo Seehofer im Namen des Bundesinnenministerium Uploadfilter für Terrorpropaganda und weitere angedachte Ausbaustufen fordert. Wir haben die Propaganda des BKA zur Vorratsdatenspeicherung auseinandergenommen und erklärt, warum man nicht einfach alles glauben sollte, was per Pressemitteilung und mit Statistiken veröffentlicht wird. Wir haben das vermeintliche „Blogsterben“ im Rahmen der DSGVO-Einführung recherchiert.

Und berichtet, welche Fehler der EU-Rechnungshof beim hiesigen Breitbandausbau entdeckt hat (Also abgesehen davon, dass der nicht so richtig stattfand). Auf EU-Ebene entwickelte sich die Debatte über Uploadfilter im Rahmen der Urheberrechtsreform weiter. Und in Deutschland wurden Wünsche der Sicherheitsbehörden lauter, eine Berechtigung zum sogenannten Hackback zu erhalten. Wir warnten natürlich davor. Und auch vor den Staatstrojanern, die auf allen Ebenen weiter forciert werden. Und worüber wir geheime Dokumente publizierten.

Dazu erhielten wir den Günther Wallraff-Preis für Medienaufklärung der Initiative Nachrichtenaufklärung und sind immer noch stolz darauf.

Uns fehlen dieses Jahr noch 271.498 Euro bis zur Ausfinanzierung

Wir haben Anfang des Jahres mit 462.000 Euro Jahresbudget geplant und uns dabei an den Vorjahres-Spenden orientiert. Bis zum Erreichen diesen Spendenziels fehlen uns nach sechs Monaten noch 271.498 Euro an Einnahmen. Alle Einnahmen, die über diese Planungen hinausgehen, können wir in den Ausbau unseres Angebotes, mehr Recherchen und mehr Qualität investieren. Es gibt eine Vielzahl an netzpolitischen Themen, die zukünftig relevanter werden und in die wir gern mehr Zeit investieren würden. Um der Politik weiterhin kritisch mit unserer Kompetenz auf die Finger schauen und komplexe Fragestellungen von Zukunftsdebatten für Euch und andere aufbereiten zu können. Detailliert haben wir unsere Wünsche hier beschrieben. Die Themen gehen uns ja leider nicht aus, ganz im Gegenteil.

Danke für Eure Unterstützung!

Wir sagen noch einmal allen vielen Dank für die Unterstützung! Denn diese ermöglicht uns, mit viel Energie, Spaß und ausdauernder Motivation Themen zu bearbeiten, die wichtig für die digitale Zukunft sind. Das Jahr 2018 wird uns weiterhin mit einer großen Koalition auf Trab halten. Auf EU-Ebene laufen zahlreiche Gesetzesprozesse, die sonst fast niemand richtig auf dem Schirm hat. Wie diese die Netzpolitik in diesem Jahr und darüber hinaus beeinflussen, erfahrt ihr auf jeden Fall hier.

Wenn Ihr uns dabei unterstützen wollt, findet Ihr hier alle Möglichkeiten. Am besten ist ein Dauerauftrag, der uns ermöglicht, langfristig zu planen:

Inhaber: netzpolitik.org e. V.
IBAN: DE62430609671149278400
BIC: GENODEM1GLS
Zweck: Spende netzpolitik.org

Wir freuen uns auch über Spenden via Bitcoin oder Paypal.

Unseren Transparenzbericht aus dem Januar 2018, Februar, März, April und Mai kannst Du hier lesen.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
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