Wikipedia

  • : Netzpolitischer Wochenrückblick: KW 13
    <a href="http://magicalnaturetour.tumblr.com/post/46433297245" >magicalnaturetour</a>
    Netzpolitischer Wochenrückblick: KW 13

    Was ist diese Woche passiert? Unser Netzpolitischer Wochenrückblick gibt einen kompakten Überblick:

    • I accidentally the Peer Steinbrück – Twitter-Account

    Es ist Onlinewahlkampf und dort erwarten uns die kommenden sechs Monate wieder zahlreiche lustige Erlebnisse. Am Freitag twitterte der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück überraschend: “Wann hat sich ein Kanzlerkandidat irgeneiner Partei schon mal für Netzpolitik interessiert! Wann? cc @pottblog”. Die Tonalität verwunderte, die Arroganz jetzt nicht unbedingt.[Zum Artikel]

    29. März 2013 3
  • : Edit-Wars in der Wikipedia: Flüchten oder Standhalten?
    Edit-Wars in der Wikipedia: Flüchten oder Standhalten?

    Benjamin Mako Hill ist Doktorand am MIT Media Lab, Fellow am Berkman Center for Internet and Society in Harvard, Mitglied des Board of Directors der Free Software Foundation sowie des Advisory Boards der Wikimedia Foundation. Erst letztes Jahr war er zu Besuch in Berlin und hat die Keynote der Wikipedia Academy 2012 darüber gehalten, unter welchen Bedingungen kollaborative Online-Projekte wie Wikipedia (nicht) funktionieren (siehe Video).

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    Wikipedia Academy – „When Peer Production Succeeds“, Keynote by Benjamin Mako Hill from Wikimedia Deutschland on Vimeo.

    Mit Berlin verbindet Benjamin Mako Hill aber nicht nur dieser und andere Besuche zuvor, sondern auch eine äußerst kraftraubende Auseinandersetzung um einen Wikipedia-Eintrag des in Berlin ansässigen „Institute for Cultural Diplomacy“ (ICD). Auf seinem Blog hat Benjamin Mako Hill diese Auseinandersetzung („Edit-War“) jetzt minutiös dokumentiert: wie er auf den Eintrag durch eine Vortragsanfrage aufmerksam wurde, wie er versuchte, ihn von Eigenwerbung zu säubern, wie er am Widerstand von anonymen Editoren mit Berliner IP-Adressen scheiterte, wie es zur Löschung des Eintrags kam und wie ihm schließlich mit rechtlichen Schritten gedroht wurde.

    27. März 2013 20
  • : Umfangreiches BpB-Dossier zu Wikipedia
    Umfangreiches BpB-Dossier zu Wikipedia

    Auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung findet sich ab sofort ein umfangreiches Dossier zum Thema Wikipedia. Die Bandbreite an darin behandelten Themen rund um die freie Enzyklopädie ist beeindruckend.

    Im Bereich Geschichte beschäftigen sich die Beiträge nicht nur mit der Geschichte der Wikipedia selbst sondern auch deren historischen Vorläufern, der Temporalisierung von Wissen und der Frage,  ob die Mediengattung „Enzyklopädie“ unter den Voraussetzungen der digitalen Wissensgesellschaft weiterleben kann:

    Schon der Name Wikipedia verweist auf die Verschmelzung des Alten und Bewährten (Enzyklopädie) mit dem Neuen und Innovativen (Wiki-Technologie). Dabei darf freilich nicht übersehen werden, dass Innovation in gewisser Weise immer auch die Veränderung des bislang Gültigen bedeutet. Im Falle der Wikipedia scheint der Grat zwischen Kontinuität und Umbruch besonders schmal, denn hier treffen die strengen Qualitätsansprüche der Buchkultur auf die Offenheit, Dynamik und Flexibilität der digitalen Wissensgesellschaft.

    Gleich fünf Beiträge beschäftigen sich mit Machtstrukturen, zum Beispiel mit der Frage „Wer (oder was) beherrscht Wikipedia?“ und ob es sich bei der Wikipedia um eine geschlossene Gesellschaft handelt.

    26. März 2013 3
  • : CC PLAY – Das 20. Jahrhundert zum Puzzeln
    CC PLAY – Das 20. Jahrhundert zum Puzzeln

    ccplayVor vier Jahren hat das Bundesarchiv rund 100.000 Bilder unter einer freien Creative Commons Lizenz (CC-BY-SA) gestellt und mit der Wikipedia-Community geteilt. Marcus Bösch hat aus den Bildern ein Puzzle-Spiel gebaut: CC Play ist ein schönes interaktives MashUp geworden. Damit kann man die Archivschätze neuester deutscher Geschichte spielerisch erkunden und Hintergrundinformationen aus der Wikipedia abrufen.

    “Spielerisch erfahrbar werden so weite Teile der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Historische und nicht ganz so historische Momente: Vom Hitlerputsch 1923 bis zur Birkensafternte in Colditz 1985. Egal ob Bangemann, Wehner oder Wischnewski – alle mit dabei. Nur eben ein bisschen durcheinander.“

    Das Spiel war Preisträger des WissensWert-Wettbewerbs und wurde von Wikimedia Deutschland e.V. finanziell unterstützt. Im Wikimedia-Blog findet man noch mehr Infos: CC PLAY – Das 20. Jahrhundert zum Puzzeln.

    6. Februar 2013
  • : Rechte Medienfront quengelt und hetzt gegen Wikipedia
    Rechte Medienfront quengelt und hetzt gegen Wikipedia

    Die Landsmannschaft Ostpreußen kennt das Problem schon länger: Ihr Presse-Organ, die Preussische Allgemeine Zeitung (PAZ), wird von Politikwissenschaftlern für ein bißchen rechts gehalten, obwohl sie doch einfach nur „preussisch-wertkonservativ“ sein will. Und Wikipedia zitiert nicht nur die Eigenbeschreibung, sondern auch die Politikwissenschaftler, weswegen auf der Internetpräsenz der PAZ seit längerem ein selbstmitleidiges Dossier zu Wikipedia prominent verlinkt ist.

    Vor einiger Zeit hat auch bei eigentümlich frei (eifrei) mal jemand nachgeschaut und festgestellt, dass man bei Wikipedia nicht nur die Eigenbeschreibung („libertäre Gegenwehr“ gegen „die zunehmende neosozialistische Enteignung“), sondern eine Bandbreite anderer Einschätzungen zwischen „Marktradikalismus FTW!!!“ und „bißchen viel Junge-Freiheit-Content hier“ festhält. Wie nennt man eine solche Aufreihung von Meinungen? Laut eifrei-Jazzkolumnist Hans-Olaf Henkel Anschlag auf die Pressefreiheit, wie er beim Handelsblatt („Pressefreiheit unter Beschuss“, 29. Oktober 2012) verlauten ließ:

    Im Internet ist die Pressefreiheit besonders bedroht. Neuerdings ist Wikipedia das Schlachtfeld perfider Anschläge auf die Pressefreiheit. Ideologen geht es dabei nicht mehr nur um Einflussnahme auf Presseorgane, sondern um ihre Vernichtung. Zurzeit versuchen sie, das intellektuell anspruchsvolle, der Freiheit verpflichtete Magazin „Eigentümlich Frei“, über Manipulationen von Wikipedia sturmreif zu schießen.

    Henkels Äußerung liegen offensichtlich absurde Definitionen von Meinungs- und Pressefreiheit zugrunde (abgesehen davon, dass es traurig ist, was er für intellektuell anspruchsvoll hält und er gerne mal erklären kann, wie das mit der Vernichtung durch Wikipedia genau funktionieren soll).

    18. November 2012 42
  • : Wikidata gestartet
    Wikidata gestartet

    Ende März wurde es angekündigt, schon ist es (fast) fertig: Das Wikidata-Projekt der Wikimedia Deutschland.

    Wikidata soll als zentrale Informationsquelle für alle Sprachversionen von Wikipedia dienen – dies soll gewährleisten, dass gerade in weniger umfangreichen Sprachfassungen der Wikipedia Informationen einheitlicher und aktueller sind. Die Datensätze entstehen kollaborativ und stehen unter einer freien Lizenz. Sie sollen multilingual und als Primärquellen verfügbar sein, sodass jeder Leser und jede Leserin die Hintergründe einer Studie o.ä. eigenständig prüfen können.

    Anders als WikiCommons und Wikipedia werden nicht Medieninhalte oder enzyklopädische Artikel gesammelt, sondern Daten strukturiert. Eine Nachnutzung durch Menschen oder Maschinen soll leicht möglich sein. Ziel ist vor allem, die AutorInnen der Wikipedia durch bereits vorhandene und strukturierte Daten zu entlasten.

    Bisher gibt es das Wikidata repository – erstes Ziel ist es, die verschiedenen Sprachfassungen von Wikipedia-Artikeln zu sammeln und zuzuordnen, sodass für jeden Artikel auch wirklich alle vorhandenen Sprachfassungen angezeigt werden.

    Wer sich beteiligen mag, kann auf der Wikidata-Mailingliste mitdiskutieren.

    30. Oktober 2012 1
  • : Bezahlte Einträge – PR bei Wikipedia
    Bezahlte Einträge – PR bei Wikipedia

    NDR-Zapp hat gestern über „Bezahlte Einträge – PR bei Wikipedia“ berichtet.

    Wenn man schnell was sucht, mal eben einen Überblick- egal zu welchem Thema – wo landet man dann? Bei Wikipedia, der freien Online-Enzyklopädie. Die natürlich nur funktionieren kann, wenn man sich einigermaßen auf die Informationen, die darin stehen, verlassen kann. Kein Wunder also, dass Wikipedia für die Darstellung von Unternehmen beispielsweise immens wichtig ist. Kein Wunder also auch, dass gerne versucht wird, diese Artikel in eine positive Richtung zu manipulieren. Dagegen versucht man sich bei Wikipedia zu wehren. Aber die Manipulationsversuche werden immer dreister.

    Den Beitrag gibt es jetzt auf Youtube:

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    27. September 2012 7
  • : Vorschlag für Neugestaltung der Wikipedia (Update)
    Vorschlag für Neugestaltung der Wikipedia (Update)

    Die Agentur New! hat unter „Wikipedia Redefined“ ein umfassendes und sehenswertes Konzept für eine graphische Neugestaltung der Wikipedia inklusive Logos vorgelegt. Zwei Kostproben daraus:

    Design ist immer auch Geschmacksache, aber der engagierte Vorschlag führt im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen, wie veraltet Wikipedia inzwischen wirklich ist – und dass Design und Usability möglicherweise einen größeren Anteil an stagnierenden Editor-Zahlen haben, als gemeinhin angenommen.

    Update von Markus:

    Thomas Schmidt hat aus der Designvorlage ein CSS gebastelt und mit Anleitung online gestellt, wie man es bei der Wikipedia jetzt nutzen kann.

    8. August 2012 19
  • : Fusion von WikiTravel und WikiVoyage unter dem Dach der Wikimedia?
    Fusion von WikiTravel und WikiVoyage unter dem Dach der Wikimedia?

    Denis Barthel berichtet am Blog von Wikimedia Deutschland über Gespräche im Rahmen der derzeit laufenden Wikimania-Konferenz in Washington, bei dem die (Wieder-)Vereinigung der beiden wiki-basierten Reiseführer Wikitravel und WikiVoyage unter dem Dach der Wikimedia Foundation. Zu der Vorgeschichte der beiden Projekte schreibt er:

    Zum Hintergrund: Im Juli 2003 ging wikitravel.org online, Ziel war die kollaborative Erschaffung eines Reiseführers unter Freier Lizenz. Insgesamt bringt es Wikitravel heute auf 19 Sprachversionen mit jeweils bis zu 26.000 Reiseführern, seit 2004 auch einer Version auf Deutsch. 2006 entschieden sich die Gründer, die Marke “Wikitravel” an die Firma Internetbrands zu verkaufen, um Wikitravel ein solides Fundament zu geben. Internetbrands gewährleistete den dauerhaften Betrieb von Wikitravel und die Unabhängigkeit der Communities in inhaltlichen Fragen. Erste Probleme allerdings gab es, als die Firma entschied, Werbung zu schalten. Das führte zu Grundsatzdiskussionen und letztendlich zu einem Fork: die deutschsprachige Community wollte sich nicht in einem kommerziellen Umfeld bewegen. So entstand Wikivoyage, bis heute getragen von einem Verein mit Sitz in Deutschland. Wikivoyage hat in Deutsch den deutlich größeren Artikelbestand (~12.000 zu ~5.000 bei Wikitravel) und eine sehr aktive und gut organisierte Community. Außerdem gibt es noch eine italienische Sprachversion und gemeinsam genutzte Datenbestände für Bilder ähnlich Wikimedia Commons und “Locations”, eine Art WikiData für Ortsangaben.

    Bevor es allerdings zu Fusion und Adoption durch Wikimedia kommen kann, sind erstmal die Communities der bestehenden Wikimedia-Projekte zur Abgabe von Stellungnahmen gebeten. Dort zeichnet sich zwar eine klare Mehrheit für die Aufnahme ab, es werden aber auch Befürchtungen geäußert, die Wikitravel-Community mit ihrer Präferenz für Werbung könne nicht zur bestehenden passen oder es gäbe bereits genug vernachlässigte Schwesterprojekte zum Erfolgsprojekt „Wikipedia“.

    Dabei ist es wahrscheinlich genau die Hoffnung, neben Wikipedia (endlich) ein zweites Projekt mit großem Potential und ebensolcher Community zu akquirieren, einer der Gründe von Wikimedia, sich um die beiden Reisewikis zu bemühen.

     

     

     

    13. Juli 2012 3
  • : Videos: Wikipedia Academy – Research and Free Knowledge
    Videos: Wikipedia Academy – Research and Free Knowledge

    Vor zwei Wochen fand in Berlin die diesjährige Wikipedia Academy statt. Die Panels der Forschungskonferenz für freies Wissen sind jetzt auch als Video verfügbar. Darunter ist auch die Verleihung des Zedler-Preises für Freies Wissen.

    Die Videos finden sich im Vimeo-Account von Wikimedia Deutschland oder verlinkt im Fahrplan. Die beiden Keynotes und die Preisverleihung gibt’s nach dem Klick:

    13. Juli 2012
  • : Russische Wikipedia protestiert gegen Zensurgesetz
    Protestseite der russischen Wikipedia
    Russische Wikipedia protestiert gegen Zensurgesetz

    Seit Dienstagfrüh erscheint auf der russischen Wikipedia eine Protestseite anstatt der Lexikonseiten. Der russische Ableger der Wikipedia protestiert damit gegen ein geplantes Internetzensurgesetz. Mit diesem sollen zentrale Sperrlisten erstellt werden auf denen Seiten die Kinderpornografie verbreiten, Drogenkonsum fördern oder Anleitungen zum Selbstmord geben gesetzt werden sollen. Die Webseiten-Betreiber, auf deren Webseiten Inhalte beanstandet werden, sollen diese innerhalb von 24 Stunden entfernen, kommen sie dem nicht nach, müssen die Webhoster innerhalb von ebenfalls 24 Stunden die Seite sperren – geschieht auch dies nicht innerhalb der Frist müssen die russischen ISPs (Internet Service Provider) die Seiten sperren. Dabei sollen nicht „nur“ DNS-Sperren zum Einsatz kommen, sondern auch ganze IP-Adressbereiche gesperrt werden, wodurch häufig auch nicht beanstandete Inhalte, die unter der gleichen IP-Adresse liegen, betroffen wären. Die Sperren können durch einen IP-Adresswechsel umgangen werden.

    Protestseite der russischen Wikipedia

    Kritisiert werden die weiten Formulierungen im Gesetz und befürchten eine Zensurinfrastruktur, die sehr schnell und nach Gutdünken von Regierungs- oder Behördenvertretern Inhalte aus dem Netz nehmen kann. Es werden auch Vergleiche mit der chinesischen Zensurinfrastruktur, die ironisch Great Firewall genannt wird, gezogen. Die Wikipedia befürchtet selbst von der Zensur betroffen zu sein.

    Der Gestzentwurf wird von allen vier Parteien in der Duma unterstützt und soll am Mittwoch verabschiedet werden. Welche Behörde die Sperrlisten verwalten soll ist bisher noch unklar.

    [update]Das Gesetz wurde am 11. Juli 2012 beschlossen. Laut Moscow Times wurde die vage Formulierung „schädliche Informationen“ gestrichen und das Gesetz damit leicht entschärft. Wie sich das Gesetz auf die Medienlandschaft und das Internet in Russland auswirkt, muss sich zeigen.[/update]

    10. Juli 2012 1
  • : Neuer Prototyp für visuellen Wikipedia-Editor
    Neuer Prototyp für visuellen Wikipedia-Editor

    Im Dezember 2011 hatte die Wikimedia Foundation einen ersten Prototypen für einen  WYSIWYG-Editor veröffentlicht, um die Schwelle für Beiträge zur Wikipedia zu senken. Seit gestern steht ein neuer und stark überarbeiteter Prototyp auf Mediawiki in einer Testumgebung bereit. Wichtige Funktionen wie das Einfügen von Bildern sowie die Erstellung von Tabellen fehlen allerdings immer noch, weshalb es bis zu einer Implementation in Wikipedia selbst noch etwas dauern dürfte.

    Jimmy Wales feiert den neuen Prototypen spricht hinsichtlich der Entwicklung eines visuellen Editors via Twitter von „epischer“ Bedeutung:

    Details und die Bitte um Feedback und Bugreports finden sich am offiziellen Blog der Wikimedia Foundation.

    22. Juni 2012 7
  • : Wikimedia warnt: Wikipedia demnächst ohne Weblinks?
    Wikimedia warnt: Wikipedia demnächst ohne Weblinks?

    Wikimedia Deutschland warnt vor dem geplanten Leistungsschutzrecht und möglichen Kollateralschäden für die Wikipedia: Wikipedia demnächst ohne Weblinks?

    Wikimedia Deutschland sieht in diesem Entwurf eine Gefahr für die Ersteller von freien Inhalten im Internet und für Anbieter von Open Content-Plattformen wie zum Beispiel Wikipedia. Jan Engelmann, Leiter des Bereichs Politik & Gesellschaft bei Wikimedia Deutschland, erklärt: „Jeder, der im Internet freie Inhalte zur Verfügung stellt, wird damit potenziell dem Risiko von Abmahnungen ausgesetzt. Unsere seit langem gehegte Befürchtung, dass durch das neue Leistungsschutzrecht Kollateralschäden auch für Bildungsprojekte entstehen, scheint sich hier zu bewahrheiten. Dieses Vorhaben steht im Gegensatz zu den jüngsten Absichtserklärungen der Regierungskoalition, durch Rechtssicherheit die Akzeptanz des Urheberrechts im Internet zu erhöhen.”

    In einem Blog-Beitrag erklärt Jan Engelmann nochmal ausführlicher die Kritik von Wikimedia: Wikipedia bequellen: nur mit Leistungsschutzgeld ©.

    15. Juni 2012 8
  • : VG Wort und das Schutzfristenproblem im Urheberrecht
    VG Wort und das Schutzfristenproblem im Urheberrecht

    Auf heise wurde die Stellungnahme der VG Wort (PDF) zur aktuellen Urheberrechtsdebatte schon als das bezeichnet was, was sie ist, nämlich „Öl ins Feuer“. Ich habe gerade keine Zeit, die einzelnen Punkte der Stellungnahme im Detail zu kommentieren, ihr Neuigkeitswert ist ohnehin gering. Bestes Beispiel dafür ist das beharrliche Wiederholen des falschen Arguments, dass die überlangen Schutzfristen im Urheberrecht keine Nachteile für die Allgemeinheit bedeuten würden:

    Eine Schutzfristenverkürzung würde das geistige Eigentum der Urheber deutlich entwerten ohne von wirklichem Vorteil für die Allgemeinheit zu sein.

    Erst vor kurzem haben wir an dieser Stelle auf eine schöne Visualisierung des Schutzfristenproblems gerade im Bereich von Büchern hingewiesen (vgl. auch Artikel bei Spiegel Online). Der Wikipedianer „Finanzer“ hat nun auf seinem Blog eine Reihe weiterer, konkreter Beispiele angeführt, warum die überlangen Schutzfristen ein Problem für die Allgemeinheit und deren Zugang zu unserem gemeinsamen kulturellen Erbe darstellen:

    11. Mai 2012 13
  • : Yasni: Reputationsmanagement geht gründlich daneben
    Yasni: Reputationsmanagement geht gründlich daneben

    Für alle, die noch nie von Yasni gehört haben: Das ist eine sogenannte Personensuchmaschine, die die Trefferlisten vieler richtiger Suchmaschinen mit seltsam zusammenaggregiertem Datenmüll vollspamt. Linus nannte den „Dienst“ vor einiger Zeit liebevoll eine „juckende, eitrige Krätze für Suchmaschinen“. Lustiger Weise behauptet die Firma von sich, Reputationsmanagement betreiben zu können – zieht aber selbst Hass und Spott im Internet auf sich, wie ansonsten vielleicht noch Hans-Peter Uhl und Jimmy Blue.

    Für alle, die noch nie von Wikipedia gehört haben oder bis heute nicht verstanden haben, wie das funktioniert: Es handelt sich um ein Projekt zum Aufbau einer freien Enzyklopädie, das vom Internet ermöglicht wird und an dem sich prinzipiell jeder beteiligen kann.

    Was das eine mit dem anderen zu tun hat? Nun, Yasni hat einen Wikipedia-Artikel. Zugegebenermaßen keinen besonders guten – der Geschichtsabschnitt besteht aus einer Meilenstein-Liste, die Funktionen werden in etwas zu liebevoller Sprache dargestellt, die Yasni als großzügig und selbstlos erscheinen lässt (Yasni ermöglicht, Yasni erlaubt, kostenlos etc.), und der Kritik-Abschnitt ist selbst durchaus kritikwürdig. Woran, wie bei jedem Wikipedia-Artikel, nicht in erster Linie die Autoren Schuld sind, sondern jeder, der nichts tut. Mit einer Ausnahme vielleicht:

    18. April 2012 19
  • : Wikimedia Deutschlands Tätigkeitsbericht 2011
    Wikimedia Deutschlands Tätigkeitsbericht 2011

    Wikimedia Deutschland hat einen umfangreichen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2011 veröffentlicht.

    Aber es geht um mehr als Berichte und Zahlen. Der Tätigkeitsbericht soll aufzeigen, was es konkret bedeutet, Freies Wissen zu fördern. Das ist der Anspruch, dem Wikimedia Deutschland in der täglichen Vereinsarbeit gerecht werden muss. Deshalb erklärt die Broschüre nicht nur, was und wofür wir im Jahr 2011 gearbeitet haben, sondern auch warum. Die Tätigkeitsberichte sind unsere eigene Messlatte. Sie zeigen uns, was wir erreicht haben, was vor uns liegt und wie wir uns im Vergleich zu den Vorjahren entwickelt haben. Damit mehr Menschen unsere Arbeit und die der Wikipedia-Community verstehen, gibt der Jahresbericht auch einige Hintergrundinformationen, die zur allgemeinen Aufklärung beitragen sollen.

    Hier ist das PDF.

    10. April 2012
  • : Wikidata: Strukturierte Daten für Wikipedia & Co.
    Wikidata: Strukturierte Daten für Wikipedia & Co.

    Im Vorfeld zur Wikimedia-Konferenz in Berlin gab Wikimedia Deutschland den Start des sogenannten Wikidata-Projektes bekannt. Wikidata soll als zentrale Informationsquelle für alle Sprachversionen von Wikipedia dienen. Dadurch sollen, gerade in kleineren Sprachfassungen der Online-Enzyklopädie, Informationen einheitlicher und aktueller werden. Auch eine Nutzung der Daten außerhalb des Wiki-Kontextes ist vorgesehen.

    30. März 2012 6
  • : Praktikum bei Wikimedia Deutschland
    Praktikum bei Wikimedia Deutschland

    Wikimedia Deutschland sucht eine Praktikantin/einen Praktikanten (bezahlt, 40 Stunden/Woche, für mindestens drei Monate) zur Unterstützung des Aufgabenbereiches Projektmanagement. Konkret geht es um die Unterstützung bei folgende Aufgaben:

    * Organisation der Wikimedia Conference
    * Begleitung des Zedler-Preises für Freies Wissen
    * Organisation der Wikipedia Academy
    * Unterstützung verschiedener Community-Projekte 
    * Organisation des Wikimedia Hackathon
    * Betreuung der Projektpartner und Neukonzeption des Ideenwettbewerbes WissensWert

    Deine Aufgaben sind u.a.:

    17. Februar 2012
  • : SOPA Blackout: Warum Wikipedia Frauen braucht
    SOPA Blackout: Warum Wikipedia Frauen braucht

    Der Artikel erschien zuerst am 18.01.12 in der Huffington Post und wurde mit freundlicher Genehmigung durch Sarah Stierch von Katrin Rönicke übersetzt. Sarah Stierch schrieb diesen Beitrag, während die englischsprachige Wikipedia gerade für einen großen Blackout vorbereitet wurde. Auf Entschluss der Wikipedia-Community hin, war die Enzyklopädie am 18. Januar, dem Tag, an dem weltweit Aktionen gegen SOPA stattfanden (wir berichteten), für 24 Stunden nicht benutzbar. Sarah Stierch ist Wikimedia Fellow und bekannt durch ihr Engagement für mehr Frauen in der Wikipedia. Was die Gefahr, die von SOPA ausgeht mit dem geringen Frauen-Anteil der Wikipedia zu tun hat – diese Gedanken teilt Sarah dankenswerter Weise hier.

    Kennt ihr Ada Lovelace? Sie wird als die weltweit erste Programmiererin angesehen. Ich hätte niemals davon erfahren, dass eine Frau die erste war, die Computer programmierte, gäbe es nicht diese eine Website: Wikipedia. Das ist diese Seite zu der viele Leute gehen, wenn sie schnell mal nach biografischen Informationen suchen – in meinem Fall: Wie sah Ada Lovelace aus? Was war ihr Vermächtnis? Aber heute [das war am 18.01.2012] ist es nicht möglich, die Wikipedia-Seite, mit der ich den Namen oben verlinkt habe, zu erreichen. Man muss sich durch Google Suchergebnisse klicken, um eine größere Bandbreite von Meinungen über sie und Würdigungen zu erhalten – um sicherzugehen, dass man sich ein ausgewogenes, komplettes Bild von ihr machen kann. Dass man sie nicht in der Wikipedia nachschlagen kann, hat zwei sehr wichtige Gründe: SOPA (Stop Online Piracy Act) und PIPA (Protect IP Act).

    23. Januar 2012 32
  • : SOPA&PIPA: Wikipedia sieht schwarz
    SOPA&PIPA: Wikipedia sieht schwarz

    Seit gestern Abend steht es fest: Am 18. Januar wird die englischsprachige Wikipedia im Zuge der SOPA- und PIPA-Proteste für 24 Stunden schwarz. Die Entscheidung wurde nach einer mehrtägigen Diskussion gefällt, an der sich über 1800 Wikipedia-Autoren beteilgten. Hier vorab einige Entwürfe zu Blackout-Screens:

    17. Januar 2012 6