Wikipedia
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: De-Mail: Astroturfing in der Wikipedia?
: De-Mail: Astroturfing in der Wikipedia? Nur kurz, aus dem Off: Drüben beim „mentalschnupfen“ gibt es ein lustiges Fundstück. Und zwar aus einem älteren Wikipedia-Eintrag über „De-Mail“, dem Leuchturmprojekt für rechtsverbindliche eMails, mit dem wir in den nächsten Jahre sicher noch viel Spaß haben werden.
Wesentliche Zielsetzung neben der integeren und vertraulichen Nachrichtenübermittlung ist die Nachvollziehbarkeit der elektronischen Kommunikation und die Authentizität der Nachrichten auf Basis bekannter und verständlicher Technik. Eine grundlegende Anforderung an De-Mail ist deshalb auch die Benutzerfreundlichkeit und einfache Bedienbarkeit.
Ach, ihr kennt den Text? Und ihr habt euch auch schon gefragt, ob der aus einer Werbebroschüre des Innenministeriums stammt? Nun, fast. Zumindest darf man annehmen, dass er von einem Berater aus dem IT-Stab im Bundesministerium des Innern verfasst wurde. Aber lest selbst.
(via Zivilschein@Twitter)
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: Datengarten 36: Hack the Wiki
: Datengarten 36: Hack the Wiki Am kommenden
MittwochDonnerstag gibt es wieder einen Datengarten im Chaos Computer Club Berlin. Thema ist diesmal „Hack the Wiki“.An der Wikipedia gibt es vieles zu verbessern – nicht nur am Inhalt. Für interessierte Hacker und andere technik-affine Lebensformen gibt es verschiedene Möglichkeiten, an der Benutzeroberfläche zu drehen, Vorgänge zu Scripten oder Anfragen an die Wiki-Datenbank zu stellen. Damit lässt sich schon einiges anstellen, vielleicht ja sogar sofort und vor Ort.
Daniel Kinzler aka brightbyte wird in das Thema einführen.
11. März 2010, 20 Uhr im CCCB, Marienstr. 11, 10117 Berlin
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: Panorama-Fotos in der Wikimedia Commons
: Panorama-Fotos in der Wikimedia Commons In der Wikimedia Commons finden sich zahlreiche beeindruckende Panorama-Aufnahmen von Landschaften und Städten.
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: Kann die Wikipedia alles für alle sein?
: Kann die Wikipedia alles für alle sein? Auf dem 26. Chaos Communication Congress gab es eine Neuauflage der Debatte um Löschdiskussionen, Relevanz und Administration in der Wikipedia. Moderiert von Andreas Bogk diskutierten Kurt Jansson, Mathias Schindler, Martin Haase und Tim Weber über die „freie Enzyklopädie“.
Man kann das Problem der Wikipedia kaum besser ermessen als mit den Handzeichen vor Anfang der Diskussion. Nur fünf Menschen im Saal meldeten sich als Administratoren der Wikipedia. Nicht einmal 30 tragen regelmäßig zu ihr bei. Aber beinahe jeder nutzt sie. Die freie Enzyklopädie, zu der jeder beitragen kann, hat ein Autoren-Problem.
Eine der Ursachen dürfte die Unzufriedenheit mit intransparenten Regeln und Entscheidungen sein. Eigentlich sollte bei strittigen Themen das bessere Argument zählen, wie Mathias Schindler die „undemokratische“ Form der Löschdiskussionen verteidigte. Doch die Liste der Relevanzkriterien ist ebenso lang wie ungenau. Das gibt den letztlich entscheidenden Administratoren viel Raum für Auslegungen – und am Ende setzt sich häufig die Streitpartei durch, die den längeren Atem hat, wie Martin Haase meint.
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: Wikipedia: Lustverlust in der Lexikon-Maschine?
: Wikipedia: Lustverlust in der Lexikon-Maschine? Spiegel-Online hat einen ausführlichen Artikel zur „Zukunft von Wikipedia“: Lustverlust in der Lexikon-Maschine. Darin wrid die aktuelle Diskussion der Relevanzkriterien zwischen Inkludisten und Exkludisten anschaulich wieder gegeben.
Im Grunde handelt es sich um ein historisch einmaliges Experiment der Sozialtechnik: Braucht ein Gemeinschaftsunternehmen dieser Größe in Zukunft immer noch mehr Regeln, Prüfsiegel und Zugangskontrollen? Dann droht fundamentalistischer Starrkrampf. Oder muss man die Wikipedia in das Abenteuer der Selbstregulation entlassen, für die das Internet im Ganzen das beste Vorbild liefert? Sicher ist nur: Der Mittelweg wird immer schwerer.
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: Machen Google und Wikipedia dumm?
: Machen Google und Wikipedia dumm? Eine Folge des Handelsblatt IT-Podcasts ist der Frage “
Machen Google und Wikipedia dumm?“ nachgegangen und hat dazu u.a. mich interviewt.Heutzutage mag mancher denken, Wissen sei auch ohne Lernen jederzeit verfügbar. Doch das stimmt so nicht, denn Wissen umfasst mehr als nur reine Informationsaufnahme aus Büchern und anderen Medien. Welche Rolle das Internet dabei spielt, beleuchtet diese Folge des Handelsblatt IT-Podcasts.
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: Wikimedia-Vorstand äussert sich zur laufenden Diskussion über Relevanzkriterien
: Wikimedia-Vorstand äussert sich zur laufenden Diskussion über Relevanzkriterien Der Vorstand des Wikimedia e.V. hat sich nun zur laufenden Debatte rund um Relevanzkriterien in der Wikipedia geäussert. Dabei wurde auch ein Angebot formuliert:
Wir möchten die Rahmenbedingungen für weitere Diskussionen aller offenen Punkte schaffen und dabei möglichst viele Ansätze und Meinungen berücksichtigen.
Eine FAQ wird kurzfristig viele der aufgeworfenen Fragen zum Verein und der Verwendung der Spendeneinnahmen aufgreifen und beantworten.
Wir werden die organisatorischen Zusammenhänge zwischen Wikimedia-Foundation, Wikimedia Deutschland und den anderen Chaptern wie Wikimedia Österreich und Wikimedia CH und den Wikimedia-Projekten darstellen und erläutern.
Wir denken, dass eine persönliche Diskussion ein vielversprechender Weg für den Austausch ist und werden eine weitere Podiumsdiskussion vorbereiten. Sie könnte als Diskussionsbasis Kristian Köhntopps Blogeiträge Communitygift und Communityfix heranziehen, in deren Ansatz, Strukturen in der Community zu ändern, wir viel Potential für die Weiterentwicklung der Wikipedia sehen. Und ja, wir haben die Kritik nach der letzten Podiumsdiskussion gehört und sie wird uns helfen, weitere Veranstaltungen dieser Art besser zu machen.
Weitere Möglichkeiten und Plattformen, mit denen wir als Verein persönliche Gespräche und Diskussionen online wie offline unterstützen können, prüfen wir gerade.
In den verstreuten Beiträgen zum Thema finden sich viele kreative und ansprechende Ideen und Konzepte. Wir werden versuchen, diese zu sammeln und an einer Stelle für die weitere Diskussion zur Verfügung zu stellen.Es würde mich freuen, wenn aus der notwendigen Diskussion eine Menge Emotionen und Aggressivität herausgenommen würde, damit alle geminsam Lösungsvorschläge diskutieren können. Die letzten Wochen war mir teilweise zuviel Aggressivität (teilweise auf beiden Seiten) im Spiel, was einem konstruktiven Lösungsansatz im Weg steht. Und ich glaube, alle wollen eigentlich eine gemeinsame zukunftsfähige Lösung, wie man die Wikipedia gemeinsam verbessern kann.
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: Wikipedia: Die große Relevanz-Diskussion
: Wikipedia: Die große Relevanz-Diskussion Gestern Abend lud der Verein Wikimedia Deutschland in seine Geschäftsräume zur Diskussion. Es sollte um die in den letzten Tagen nach einigen umstrittenen Artikellöschungen hochgekochte Frage gehen, was in die Wikipedia gehört und was nicht. Dazu saßen auf dem Podium die beiden Wikipedianer Leon Weber und Martin Zeise sowie die Blogger Johnny Haeusler und Pavel Mayer.
Der Geschäftsführer von Wikimedia Deutschland, Pavel Richter, führte durch die Diskussion. Er formulierte bereits zu Anfang die Ziele, die sein Verein mit der Veranstaltung verband: Man wolle aufklären über das, was im Projekt Wikipedia vor sich gehe, und zugleich die Chance wahrnehmen, Anregungen und Kritik von einer Gruppe zu bekommen, die sonst in der Wikipedia nicht gehört werde, den Nutzern.
Richter formulierte außerdem einen angenommenen Konsens zwischen allen Beteiligten. Er gehe davon aus, dass sich alle für die Wikipedia einsetzten, um sie zur besten Enzyklopädie zu machen, und dass niemand die Wikipedia „zumüllen“ wolle.
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: Relevanzkriterien: Wikipedia-Verein lädt zur Diskussion nach Berlin!
: Relevanzkriterien: Wikipedia-Verein lädt zur Diskussion nach Berlin! In den letzten Tagen ist über die Frage, ob der in der Zensursula-Debatte medial in Erscheinung getretene Verein „MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren“ als Verein relevant bzw. in relevanter Form existent ist oder lediglich als legitimierender Background für die Aufritte seines Vorsitzenden Christian Bahls dient, ein alter Streit innerhalb der Wikipedia-Community in den Fokus einer etwas breiteren Netzöffentlichkeit geraten.
Da es bei diesem Streit um durchaus grundsätzliche Fragen für die Zukunft der Wikipedia geht, kann es nicht schaden, sich vor dem Einstieg in die Diskussion ein wenig einzulesen. Worum geht es also?
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: Quo Vadis, Wikipedia? Eindrücke von der Wikimania 2009 in Buenos Aires
: Quo Vadis, Wikipedia? Eindrücke von der Wikimania 2009 in Buenos Aires Ein Gastbeitrag von Leonard Dobusch.
Laut stats.wikimedia.org gab es im August 2008 ca. 87.000 aktive Wikipedianer – Menschen, die mindestens fünf Änderungen („edits“) in der Wikipedia vorgenommen haben. Ein winziger Bruchteil – ca. 300–400 Personen – dieser weltumspannenden Community trifft sich einmal im Jahr auf der Wikimania um im „real life“ über alle möglichen Wikipedia-relevanten Themen zu diskutieren.
Die erste Wikimania fand 2005 in Frankfurt/M. statt, die letzte Ende August in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Eine detaillierte Zusammenfassung der einzelnen Präsentationen spare ich mir hier, weil von den allermeisten Vorträgen Videos online direkt über das Konferenzprogramm verfügbar sind. Stattdessen im Folgenden einige persönliche Eindrücke. Die Wikimania in Buenos Aires war nicht nur die erste auf der Südhalbkugel, sie machte auch den enormen Zuwachs an Bedeutung und Professionalisierung von Wikipedia und ihren Schwesterprojekten wie Wikibooks und Wiktionary deutlich. Den Bedeutungszuwachs illustriert wohl am besten ein bebilderter Artikel in der New York Times, der es unter Verweis auf die monatlich mehr als 330 Millionen Wikipedia-Besucher auch in die Printausgabe geschafft hat.
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: Wikipedia: Projektseite zur Aktion Bundestagswahl 2009
: Wikipedia: Projektseite zur Aktion Bundestagswahl 2009 Die deutsche Wikipedia-Community bereitet sich mit der Projektseite zur Aktion Bundestagswahl 2009 des WikiProjekts Politiker auf die Bundestagswahl 2009 vor. Das Ziel ist:
Es sollen fehlende Artikel zu den Mitgliedern des Bundestags erstellt werden. (Beginnend ab der 6. Wahlperiode.) Nach der Wahl sollen die fehlenden Artikel der 17. Wahlperiode angelegt werden.
Mitmachen ist, wie immer in der Wikipdia, erwünscht.
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: Ein Missverständnis: Creative Commons und Wikipedia
: Ein Missverständnis: Creative Commons und Wikipedia Der Deutschlandfunk hat heute in der Sendung „Kultur heute“ über die Diskussion innerhalb der Wikipedia-Community berichtet, ob man von der Free Documentation Licence auf die Creative Commons BY-SA-Lizenz umsteigen soll: „Freie Enzyklopädie? Warum Wikipedia-Autoren um ihre Rechte kämpfen.“ Dabei ist es leider zu Missverständnissen gekommen. Nach einer längeren Einleitung geht es los:
Vor anderthalb Jahren hat deshalb Wikipedia-Gründer Jimmy Wales vorgeschlagen, anstatt der bisher verwendeten GPL-Lizenz die inzwischen entwickelten Creative Commons (abgekürzt: CC)-Lizenzen zu benutzen. Dies würde den Autoren einerseits eine abgestufte Rechteerteilung erlauben (zum Beispiel: das Werk darf oder darf nicht verändert werden) und andererseits auch eine kommerzielle Nutzung nicht mehr ausschließen, was allerdings in den Augen vieler Wikipedianer einem Sakrileg gleichkäme. In der Community findet derzeit eine Abstimmung über diese Möglichkeit statt.
Das Problem der Free Documentation Licence (übrigens nicht zu verwechseln mit der General Public Licence – das ist was anderes) bei der Wikipedia ist ja, dass die Lizenz zum Zeitpunkt der Gründung „einzigartig“ war, aber der derzeitigen Situation nicht mehr gerecht wird. Streng genommen muss man immer bei einem Artikel den Lizenz-Text mitliefern und auch alle Editoren mit angeben. Bei längeren Texten, die oft editiert wurden, ist das ein Rattenschwanz an Informationen. Daher gibt es die Diskussion zur CC-BY-SA-Lizenz zu wechseln, die einerseits philosophisch dieselben Freiheiten gewährt und seit der Version 3.0 kompatibel ist, andererseits die Möglichkeit bietet, dass man als Quelle nur noch „Wikipedia“, bzw. einen Link zum Artikel angibt. Das ist pragmatischer und effektiver. Creative Commons Lizenzen bieten zwar die Wahlfreiheit, aus sechs verschiedenen Kombinationen auszuwählen, aber das steht in dieser Diskussion gar nicht zur Debatte. Hier geht es konkret um diese eine Lizenz und nicht um eine „abgestufte Rechteerteilung“. Und auch die Free Dokument Licence hat schon immer eine kommerzielle Nutzung erlaubt, was sich auch bei der CC-BY-SA-Wahl nicht ändern würde. Die Freiheit, einen Text kommerziell unter der Bedingung des Copyleft (SA / Sharealike: Weitergabe unter gleichen Bedingungen) zu verwenden, bleibt erhalten. Insofern ist die Vermutung des Sakrilegs auch leider missverstanden. Innerhalb der Wikipedia-Community gibt es nur das Sakrileg, dass die Wikipedia selber werbe- und damit kommerzfrei sein soll.
Aber es geht noch weiter:
Mit einer eventuellen Kommerzialisierung von Wikipedia bekäme das Internet in der Tat ein neues Gesicht. Es wäre einer jener großen Umbrüche, von denen die Internet-Welt ständig redet. In der Tat hat dieser Umbruch an anderen Stellen schon begonnen: Immer mehr Presseverleger, zuletzt sogar Rupert Murdoch, wenden sich von der Hoffnung auf Werbefinanzierung der journalistischen Gratisinhalte ab und errichten für Ihre Zeitungen wieder klassische Bezahlschranken. Wenn es aber ans Verdienen geht, dann möchten Wikipedia-Autoren, die den Journalisten soviel Futter liefern, natürlich nicht abseits stehen.
Schön, dass da plötzlich Rupert Murdoch, Zeitungen und journalistische Gratisinhalte in einem Atemzug mit der Lizenz-Diskussion genannt werden. Fehlt nur noch der Heidelberger Appell und Google Books. Mich verwundern nur diese Schlussfolgerungen, weil diese gar nichts mit der Debatte zu tun haben und auch das Internet kein neues Gesicht durch eine Community-Entscheidung zugunsten der CC-BY-SA bekommt. Insofern muss es sich wohl um ein grosses Missverständnis handeln.
Von der Sendung gibt es auch eine MP3.
Besser über die Debatte hat übrigens am 11. Mai die Süddeutsche Zeitung berichtet: Wie frei ist frei?
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: Lizenzänderung für Wikipedia-Inhalte
: Lizenzänderung für Wikipedia-Inhalte Die Wikipedia-Gemeinschaft ist derzeit dazu aufgerufen über einen Vorschlag abzustimmen, der vorsieht Wikipedia-Inhalte zusätzlich zur GNU Free Documentation License (GFDL) auch unter der Creative-Commons-Attribution-ShareAlike-Lizenz (CC-BY-SA) zu lizenzieren. Auf den Seiten der deutschen Wikimedia findet sich dazu u.a. folgende Übersicht:
Der Vorschlag der Foundation lautet, die Lizenz- und Nutzungsbedingungen aller Wikimedia-Projekte wie folgt zu verändern:
- Aller Inhalt, der gegenwärtig unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation (mit „Späterer-Versions-Klausel“) verfügbar ist, wird, wie die aktuelle Version der GFDL ausdrücklich zulässt, zusätzlich unter der Lizenz CC-BY-SA 3.0 verfügbar gemacht.
- Neue Bearbeitungen durch die Gemeinschaft müssen auf diese Weise dauerhaft doppelt lizenziert werden, Inhalt von Dritten kann allerdings ausschließlich unter CC-BY-SA stehen.
- Weiterverwender werden informiert, dass Inhalte, die importierten CC-BY-SA-only-Inhalt enthalten, nicht gemäß der GFDL genutzt werden können.
Autoren und Bearbeiter werden auch, wie bereits jetzt in Richtlinien und Praxis üblich und auch mit der CC-BY-SA vereinbar, zustimmen müssen, dass Nachnutzer ihre Namen angeben müssen; dies muss wenigstens durch einen Link oder die URL zum Artikel geschehen, zu dem die Benutzer beitragen.
Siehe Licensing update/Questions and Answers/de für eine vollständigere Übersicht.
Argumente für die Lizenzänderung
Im Wesentlichen werden zwei Hauptargumente für die Lizenzänderung genannt: Erstens soll die Kompatibilität von (gemeinnützigen) CC-Projekten mit der Wikipedia erhöht werden, da es bislang nicht möglich ist, unter CC stehende Texte (in beide Richtungen) auszutauschen.
Zweitens hat es sich bei der GFDL als problematisch erwiesen, dass der komplette Lizenztext in jeder Kopie angegeben werden muss. Vor allem die (rechtliche) Unsicherheit vieler Nutzer wird hierbei als auschlaggebend für die angestrebte Änderung genannt.
Probleme mit den Terms of Service
Beachtet man die aufgelisteten Argumente sind die Kritiker der Lizenzänderung nicht per se dagegen, sondern bestreiten „nur“ die Rechtmäßigkeit der Terms of Service. Sie bemängeln, dass die Unzulänglichkeiten vom Kuratorium (scheinbar) nicht behandelt werden. Die konkreten Schwierigkeiten fasst Heise wie folgt zusammen:
Ein Problem ist die korrekte Auszeichnung der CC-lizenzierten Inhalte Dritter: So legen viele Ersteller freier Inhalte wert auf die Nennung ihres Namens bei jeder Veröffentlichung – innerhalb der Wikipedia werden Fotografen aber lediglich über die Verlinkung einer Bildbeschreibungsseite gewürdigt. Wenn Dritte Wikipedia-Artikel weiterverbreiten, befürchten die Kritiker, ist der Autorenvermerk aber nur über Umwege nachlesbar. Zudem sei nicht sichergestellt, dass die Wikimedia immer online sei. Möller plädiert in der Diskussion für eine bessere Auszeichnung der Rechteinhaber innerhalb der Wikipedia-Artikel.
Problematisch ist meiner Ansicht nach, dass die Gemeinschaft nicht über verschiedene Möglichkeiten der Attribution (oder pro/contra Attribution), sondern nur mit „ja“, „nein“, und „keine Meinung“ hinsichtlich der Veränderung abstimmen kann. Dieser Umstand scheint daher zu rühren, dass CC-BY-SA wohl die einzige Lizenz ist, die gegenüber der GFDL 1.3 überhaupt kompatibel gemacht werden kann bzw. eine Migration erlaubt.
Eine für die Kritiker akzeptable Lösung müsste wohl einen Ausgleich zwischen der Festlegung durch die Wikimedia Foundation (Attribution via Link ausreichend) und der (u.U. schwer praktikablen) Attribution aller (nicht marginal beitragenden) Autoren suchen. Die bisher korrekte Lösung d.h. die Nennung der kompletten Versionsgeschichte, um im Falle der Weiternutzung die Urheberrechtsvermerke beizuhalten, ist in der Praxis (beispielsweise unter Studenten) so gut wie nicht in Gebrauch.
Code is Law
Sowohl was richtige Zitate als auch Urheberrechtsvermerke anbelangt, scheint mir neben der rechtlichen auch eine technische Lösung erforderlich, die ähnlich wie bei Onlineliteraturdatenbanken von Weiternutzern einfach heruntergeladen werden kann und automatisch aktualisiert wird.
Genauer gesagt, müsste aus der Versionsgeschichte ein File erstellt werden können, dass Namen, Links und Lizenzwahl der einzelnen Autoren angibt und zugleich einen in den Terms of Service standardisierten Zitiervorschlag enthält, der beispielsweise in Literaturverwaltungsprogramme übernommen werden kann.
Mir ist klar, dass vergleichbare Vorschläge weder einfach umzusetzen sind, noch von der Gemeinschaft so schnell berücksichtigt werden dürften. Jedoch ist die Aussicht auf einen verhältnismäßig unsinnigen Feststellungsstreits im Zentrum der FreeCulture Bewegung auch nicht besonders verlockend. Die Wikipedia hingegen für die „breitere Masse“ zitierfähig zu machen, ist ein nicht zu unterschätzendes Anliegen, das mehr Kräfte bündeln sollte, als rechtliche Scharmützel.
Abstimmung bis zum 3. Mai 09
Stimmberechtigt ist Mike Linksvayer zufolge jeder, der bis zum 15. März mindestens 25 Bearbeitungen aufweisen konnte. Abstimmen kann man nach dem Login in den eigenen Account über einen Banner oder indem man diesem Link folgt.
Nach dem 3. Mai und der Bekanntgabe der Ergebnisse wird der Stiftungsvorstand darüber entscheiden, ob die Entscheidungsvorlage in Kraft treten wird oder überarbeitet werden soll.
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: Interview: Kooperation von OpenStreetMap und Wikipedia
: Interview: Kooperation von OpenStreetMap und Wikipedia
Die beiden freien Projekte Wikipedia und OpenStreetMap wollen enger zusammen arbeiten und haben vergangene Woche eine Kooperation vorgestellt. Mit Jochen Topf vom OpenStreetMap-Projekt hab ich ein Interview dazu gemacht.netzpolitik.org: Was ist das OpenStreetMap-Projekt?
Jochen Topf: OpenStreetMap (OSM) ist ein Community-Projekt, dass es sich zum Ziel gesetzt hat eine freie Weltkarte zu erschaffen. Ähnlich wie bei der Wikipedia kann jeder mitmachen und das Ergebnis ist unter einer freien Lizenz erhältlich. Freiwillige in der ganzen Welt laufen mit GPS-Geräten herum und erheben Geodaten. Die werden dann in einer zentralen Datenbank gesammelt. Jeder kann diese Daten nun herunterladen und daraus Karten berechnen. Er kann dabei selbst entscheiden, welche Dinge auf der Karte in welcher Form dargestellt werden sollen. Und natürlich stellt auch schon das Projekt einige Beispielkarten zur Verfügung. Weitere Infos gibts auf www.openstreetmap.de.
netzpolitik.org: Was verbindet die beiden Projekte Wikipedia und OpenStreetMap miteinander?
Jochen Topf: Beide sind aus der Idee entstanden, dass Wissen offen und für jedermann nutzbar sein soll. Die Wikipedia sammelt enzyklopädisches Wissen, OpenStreetMap alles, was man für eine Karte braucht. Sie ergänzen sich hervorragend, weil man einerseits für eine Enzyklopädie auch Karten braucht und weil man andererseits häufig zu Objekten auf einer Karte ergänzende Informationen haben will. Viele Informationen dieser Welt haben einen Ortsbezug; Wikipedia und OpenStreetMap haben jeweils Teile dieser Informationen. Zusammen gibt es mehr und bessere Möglichkeiten, diese Informationen zu finden und darzustellen.
netzpolitik.org: Jetzt wurde eine Kooperation vorgestellt. Wie sieht diese konkret aus?
Jochen Topf: Die Wikipedia will, wie viele andere auch, die OpenStreetMap-Karten und ‑Daten nutzen. Der Wikimedia e.V. hat Gelder für Rechner-Hardware bereitgestellt um erstmal in einer Experimentalphase zu ermitteln, wie man OpenStreetMap-Daten am besten bei der Wikipedia einbinden kann. Schritt für Schritt können dann die Teile, die sich bewährt haben, in den Regelbetrieb übergehen. Als ersten Schritt werden die OpenStreetMap-Daten in eine Datenbank auf einem Wikipedia-Rechner gespiegelt und damit Karten berechnet, die dann in Wikipedia-Artikel als statische und dynamische Karten eingebunden werden. Ein weiterer Rechner ist als Entwickler-Rechner (Map Tool Server) vorgesehen. Mitglieder der Wikipedia und/oder OSM-Community können einen Zugang bekommen, wenn Sie eine Idee haben, wie sie OSM und Wikipedia weiter zusammen bringen wollen.
netzpolitik.org: Gibt es schon Visionen, die über die jetzt vorgestellte Kooperation hinausgehen?
Jochen Topf: Es gibt eine Menge Ideen, wie OpenStreetMap und Wikipedia noch weitergehend gegenseitig voneinander profitieren können. Konkrete Planung gibt es aber nicht. Was es in Zukunft geben wird hängt vorallem davon ab, was die Mitglieder der beiden Communities für Ideen haben und was sie draus machen. Ein Anfang ist auf jeden Fall gemacht und der Map Tool Server erlaubt es auch Leuten ohne große eigene Rechnerresourcen dabei mitzumachen.
netzpolitik.org: Wie kann man bei der Kooperation mitmachen? (Auf Seiten von OpenStreetMap oder auf Seiten der Wikipedia-Community)
Jochen Topf: Wir freuen uns über alle, die Ideen haben und bei der Entwicklung mithelfen wollen. Vorallem Leute, die Erfahrung mit Datenbanken, dem Rendering von Karten oder der Mediawiki-Software haben, sind gesucht. Auf http://meta.wikimedia.org/wiki/OpenStreetMap/de gibt es weitere Infos und den Link zu einer Mailingliste.
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: The Wikipedia Revolution
: The Wikipedia Revolution Interessanter MediaBerkman-Podcast: The Wikipedia Revolution: A Web of Ideas Talk with Andrew Lih.
Author Andrew Lih (The Wikipedia Revolution) is interviewed by David Weinberger (Everything is Miscellaneous) about how Wikipedia has influenced the Internet and our culture, and its implications beyond encyclopedia writing.
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: 250.000 Bilder für Wikipedia
: 250.000 Bilder für Wikipedia Die Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek Dresden wird ca. 250 000 Bilder der Deutschen Fotothek für die Nutzung durch Wikimedia freigeben. Unter derCreative Commons CC-BY-SA-Lizenz werden die Bilder auf WikiCommons verfügbar sein und sollen schon bald in entsprechende Artikel eingearbeitet werden können.
heise.de weist auch auf die Initiative des Weltverbandes der Bibliotheken hin:
Das Angebot stehe exemplarisch für das Vorhaben des Weltverbandes der Bibliotheken, durch Büchereien Informationen frei zugänglich zu machen und die weltweite Ungleichheit bei Wissen und Informationszugang zu überwinden
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: Zeitung: Wikimedium
: Zeitung: Wikimedium Der Wikimedia e.V. hat jetzt die erste Ausgabe des „Wikimedium“ veröffentlicht. Die achtseitige Vereinszeitung informiert über das Community-Leben der Wikipedia und wurde auf Papier gedruckt. Aber wer mit Papier nichts mehr anfangen kann, kann Wikimedium auch als PDF lesen.
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: Wikipedia: quod erat demonstrandum
: Wikipedia: quod erat demonstrandum Die Wikipedianer sind gerade lustig und zeigen die Stärke ihres Modells, merken es dabei aber gar nicht selber.
Es gab einen kleinen Edit-War in dem Eintrag zur Australischen Netzregulierungsbehörde ACMA, wo ein Link auf die Seite eingefügt wurde, die die ACMA gerade zu zensieren versucht . Ein paar von den Wikipedia-Leuten haben daraufhin den Eintrag gesperrt und den Link wieder herausgenommen. Angeblich nicht, weil sie zensieren wollten, sondern weil Wikipedia keine Plattform für politische Kampagnen werden solle. Sie haben allerdings verschwiegen, dass es wie in vielen Wikis eine Sammlung aller früheren Versionen einer Seite gibt.
Insofern ist der Informationsfreiheit wie der Kontroll-Illusion wunderbar gleichzeitig gedient. Das hat aber dort noch keiner erwähnt.
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: Wikipedia und Creative Commons
: Wikipedia und Creative Commons Durch die Ankündigung der Wikipedia-Community, möglicherweise die Lizenzen von der GFDL zur CC-BY-SA zu wechseln, hat die Diskussion über die Möglichkeiten der Anerkennung kollaborativer Werke eine neue Aktualität erreicht.
Erik Möller hat nun erste Ergebnisse einer Umfrage englischer und deutscher Wikipedia-Nutzer veröffentlicht. Die Nennung des Artikel als Quelle ist die bevorzugte Nachweismethode der Nutzer, auch ein Verweis auf die Community als Ganzes scheint denkbar. Die Möglichkeit, keine Quelle angeben zu müssen, wurde erwartungsgemäß deutlich abgelehnt, genau so die Angabe aller Autoren des Artikels.
Andere Fragen konnten aber noch nicht geklärt werden:
„If any version of credit-sharing citing editors is made policy, all editors should be given notice and allowed to change their monikers to their choice. In my case, I choose a moniker I liked when I thought the community would remain anonymous forever. If my contributions went into print or were used similarly I would like to use my actual name.“
Auch wenn es verständlich ist, dass wohl niemand als CoolStrongDude88 oder hentaifreak verewigt werden will, müsste so von jeden Autor eine Zustimmung eingeholt werden, dass sein Name so verwendet werden darf.
CC hatte die CC-BY-SA Lizenz schon länger für Wikis im Auge. Während viele Nutzer dem Wechsel noch kritisch gegenüberstehen, bezieht Jimmy Wales klar Stellung:
„When I started Wikipedia, Creative Commons did not exist. The Free Documentation License was the first license that demonstrated well how the principles of the free software movement could be applied to other kinds of works. However, it is designed for a specific category of works: software documentation. The CC-BY-SA license is a more generic license that meets the needs of Wikipedia today, and I’m very grateful that the FSF has allowed this change to happen. Switching to CC-BY-SA will also allow content from our projects to be freely mixed with CC-BY-SA content. It’s a critically necessary change for the future of Wikimedia.“
Passend dazu ist auch Netzpolitik-Podcast069 mit Jimbo Wales.
Eine erste Entscheidung ist auf Mitte April angesetzt.
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: Videos der pre:publica
: Videos der pre:publica Bei data-epi-spacing Zaplive data-epi-spacing finden data-epi-spacing sich data-epi-spacing Video-Mitschnitte data-epi-spacing unserer data-epi-spacing Pre-Publica, data-epi-spacing die data-epi-spacing im data-epi-spacing Rahmen data-epi-spacing der data-epi-spacing Cebit-Webciety-Area data-epi-spacing am data-epi-spacing Freitag data-epi-spacing stattgefunden data-epi-spacing hat.
Sehr data-epi-spacing spannend data-epi-spacing und data-epi-spacing empfehlenswert data-epi-spacing war data-epi-spacing das data-epi-spacing Gespräch data-epi-spacing mit data-epi-spacing Prof. data-epi-spacing Dr. data-epi-spacing Gunter data-epi-spacing Dueck data-epi-spacing von data-epi-spacing IBM data-epi-spacing über data-epi-spacing „Unternehmenskulturen data-epi-spacing im data-epi-spacing Wandel“.
Zusammen data-epi-spacing mit data-epi-spacing Volker data-epi-spacing Gassner data-epi-spacing von data-epi-spacing Greenpeace data-epi-spacing und data-epi-spacing Nico data-epi-spacing Lumma data-epi-spacing hab data-epi-spacing ich data-epi-spacing moderiert data-epi-spacing von data-epi-spacing Johnny data-epi-spacing Haeusler data-epi-spacing über data-epi-spacing „Public data-epi-spacing relation data-epi-spacing vs. data-epi-spacing Public data-epi-spacing reaction“ data-epi-spacing diskutiert:
