Wikipedia

  • : Wikimedia Deutschland zieht es nach Berlin
    Wikimedia Deutschland zieht es nach Berlin

    Die Geschäftsstelle von Wikimedia Deutschland zieht zum 1.11. nach Berlin. Vorher muss noch ein Büro gesucht werden, Sachdienliche Hinweise können gerne eingereicht werden. Im Wikimedia-Blog werden die Gründe für den Wechsel genannt:

    Wir brauchen einen Ort, der die beste Kombination aus Zugang zur Öffentlichkeit, Politik und Kooperationspartnern, Rückhalt in der Community und Wirtschaftlichkeit bieten kann. Es sollte ein Ort sein, der den Idealen freien Wissens auch in seiner kulturellen, sozialen und unternehmerischen Umgebung nahesteht. In unserer Einschätzung kommt dabei nur ein Standort für den Verein in Frage: Berlin. Mit Berlin verbinden wir die Hoffnung, Freies Wissens besser fördern zu können und einen engeren Kontakt mit der engagierten Gemeinschaft der Wikimedia-Projekte aufzubauen. Wir wünschen uns Wikimedia Deutschland als Ressource für die Community und wollen das auch in der Wahl des Standortes widerspiegeln. Die besonderen strukturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorteile Berlins sollen dazu beitragen, dass Wikimedia Deutschland auch in Zukunft effizient agieren und Spendengelder effektiv einsetzen kann.

    6. August 2008 1
  • : BUND Freiburg vs. Wikipedia
    BUND Freiburg vs. Wikipedia

    Letzte Woche gab es einige Mails und einen Taz-Artikel zum Thema Zensur von Webseiten des BUND Freiburg zum Thema Atomkraft. Konkret geht es darum, dass Atomkritische Informationswebseiten bei Google nicht mehr auffindbar sind. Hier spielt die Gatekeeper-Funktion und die Instransparenz von Google eine grosse Rolle: ca. 80% der deutschen Internetnutzer nutzen Google und niemand weiss genau, warum und wie bestimmte Seiten aus dem Index verschwinden. Das erschien mir schon etwas schwierig zum recherchieren, weil das alles sehr nach Verschwörungstheorie klang. Die Taz brachte dazu einen Artikel: Atomlobby googelt mit.

    Doch plötzlich sind dort die Seiten, die unter www.bund-freiburg.de abgelegt sind, nicht mehr zu finden. Und die Zugriffszahlen sind in den letzten Tagen eingebrochen. Mayer ist kein Verschwörungstheoretiker, er glaubt auch nicht an eine Manipulation durch Google. Er hat einen anderen Zusammenhang entdeckt: Google präsentiert die Seiten nicht mehr, seit sie im interaktiven Web-Lexikon Wikipedia in einer Spam-Liste auftauchen. Nun gibt Google selbst keine Auskunft darüber, nach welchen Algorithmen die Suchmaschine die Treffer sortiert. Doch für Mayer ist klar, dass Google die Spam-Liste von Wikipedia auswertet – und ignoriert, was dort gelistet ist. Mayer ist sich sicher, dass die Atomlobby es geschafft hat, alle Links zu den Anti-AKW-Seiten des BUND auf die schwarze Liste zu bringen. Diese Liste wurde eigentlich für allzu werbliche oder auch politisch radikale Seiten geschaffen. Mayers Indiz: Unverfängliche Links des BUND sind bei Wikipedia stehen geblieben – etwa solche zum Bau von Nistkästen.

    Nun liest man in der Badischen Zeitung, dass der BUND-Freiburg selber nicht so ganz unschuldig bei der Sache war, wie es sich anhörte: BUND Freiburg: Machtkampf im Netz.

    Mayer stellte dafür eigens einen Zivildienstleistenden des BUND ab, der allein die Aufgabe hatte, auf Wikipedia Links zu setzen. Das Problem: Kaum war er am Ende der langen Liste angelangt, konnte er gleich wieder von vorne beginnen. „Manchmal wurden die Links binnen Stunden, manchmal binnen Minuten wieder gelöscht“, berichtet Mayer.

    Das klingt etwas nach Selbstverschuldung. Mit etwas Hintergrundwissen über die Arbeit der Wikipedia-Community hätte man rasch herausfinden können, dass diese Vorgehensweise absolut kontraproduktiv ist. Ich bekomme öfters Anfragen von NGOs, wie sie bei Wikipedia ihre Seite verbessern können. Ich empfehle dann immer, dass man dies transparent tun soll und immer an den neutralen Standpunkt denken soll. Im Optimalfall weist man offen und transparent mit guten Argumenten, den neutralen Gesichtspunkt im Blick, auf der jeweiligen Diskussionsseite an, dass im Artikel noch Punkte fehlen. Aktive Mitglieder lassen sich von guten Argumenten überzeugen. Alles andere läuft Gefahr, nach Hinten los zu gehen.

    Und einen Zivildienstleistenden abzustellen, damit dieser mal überall Links setzt und Flame-Wars startet, kann man durchaus als Worst-Case bezeichnen.

    24. Juni 2008 6
  • : Urheberrecht vs. Panoramafreiheit
    Urheberrecht vs. Panoramafreiheit

    Panoramafreiheit? Vielleicht sollte ich zunächst erklären, worum es bei dem Begriff überhaupt geht. Ist ganz einfach, die Wikipedia bringt es auf den Punkt:

    Unter Panoramafreiheit (oder auch Straßenbildfreiheit) versteht man die Freiheit, urheberrechtlich geschützte Gegenstände (z. B. Kunstobjekte oder Gebäude), die von öffentlichen Verkehrswegen aus auf Privatgrundstücken zu sehen sind, bildlich wiedergeben zu dürfen. Dies betrifft sowohl das bloße Anfertigen etwa einer Fotografie als auch ihre Veröffentlichung.

    So war es zumindest bisher. Was man von öffentlichem Grund aus sehen kann, darf man knippsen. Und die Bilder anschließend verkaufen. Oder verschenken. In Österreich und in der Schweiz ist die Rechtslage ähnlich. Geht es nach der Enquetekommission „Kultur in Deutschland“ ist die Panoramafreiheit in Deutschland aber vielleicht schon bald Geschichte.

    3. Juni 2008 13
  • : I [edit] Wikipedia – Kampagne
    I [edit] Wikipedia – Kampagne

    Tolle Motive einer „I [edit] Wikipedia“-Kampagne:

    Es gibt laufend mehr in einer Flickr-Gruppe. Jakob Voss hat auch was dazu geschrieben.

    [Danke an Torsten.]

    9. Mai 2008 4
  • : Neues Wikipedia-Feature: Gesichtete und geprüfte Versionen
    Neues Wikipedia-Feature: Gesichtete und geprüfte Versionen

    Die deutschsprachige Wikipedia hat ein neues Feature bekommen: Gesichtete und geprüfte Versionen. Die Funktion wurde aber gerade erst aktiviert. Daher sind die meisten Artikel noch nicht gesichtet. Und so funktioniert es:

    Zur Qualitätskontrolle können in diesem Wiki die einzelnen Versionen von Artikeln markiert werden. Der Markierungsstatus einer Artikelversion wird in einem Kasten in der rechten oberen Ecke angezeigt:

    Unmarkierte Artikelversionen sind mit einem grauen Minus gekennzeichnet.

    Gesichtet gilt eine Artikelversion, wenn von einem regelmäßigen Autor bestätigt wurde, dass sie keine mutwilligen Verunstaltungen (Vandalismus) enthält.

    Geprüft kann eine Artikelversion zusätzlich werden, wenn sie nach Meinung eines fachkundigen Prüfers keine falschen Aussagen oder verfälschende Lücken enthält.

    Tim Bartel erklärt die Funktion in seinem Blog:

    Momentan ist dazu die Stimmberechtigung Voraussetzung, in Zukunft sollen die Hürden allerdings deutlich niedriger angelegt werden.

    6. Mai 2008 3
  • : Das Wikipedia-Lexikon wird gedruckt
    Das Wikipedia-Lexikon wird gedruckt

    Bertelsmann bringt demnächst das „Wikipedia-Lexikon“ heraus, das sich als „lexikalisches Jahrbuch“ versteht. In der Konzeption soll es sich aufgrund „des starken Aktualitätsbezuges sowie der differierenden Gewichtung der Stichwörter und Stichworttexte deutlich von klassischen A bis Z‑Nachschlagewerken“ unterscheiden. Im Wikipedia-Lexikon wird nicht das gesamte Wikipedia-Wiki gedruckt, sondern nur rund 50.000 Stichwörtern und erklärten Begriffe, die in 2007/08 zu den häufigsten recherchierten Suchbegriffe gehörten. Dazu wurde eine Formel entwickelt, die diese Informationen aus den Wikipedia-Statistiken ermittelt. In den Stichwortartikel sollen die Zusammenfassungen stehen, die man in der Einleitung eines Wikipedia-Artikels findet

    Wikimedia Deutschland freut sich in der Pressemitteilung:

    Für den Verein Wikimedia Deutschland ist das Wikipedia-Lexikon ein wichtiger Meilenstein. „Es wird weltweit das erste gedruckte allgemeine Nachschlagewerk auf Basis von Wikipedia-Inhalten sein“, betont Vorstandsmitglied Mathias Schindler. „Wir sind sehr gespannt auf die Resonanz und hoffen, dass damit all jene widerlegt werden, die gedruckte Lexika in Zeiten des Internets schon abgeschrieben haben.“

    Ein weiteres nettes Beispiel, wie man freies Wissen mehr Menschen zur Verfügung stellen kann. Und ein Euro pro verkauftem Buch gehen an die Wikipedia. Gleichzeitig wird es einen gemeinsamen Workflow mit dem Bertelsmann-Lektorat geben, so dass Änderungen und Verbesserungen an den Artikeln zurück ind ie Wikipedia fliessen.

    22. April 2008 12
  • : Wikipedia: 10 Millionen Artikel in 250 Sprachversionen
    Wikipedia: 10 Millionen Artikel in 250 Sprachversionen

    Die Wikimedia Foundation hat den zehnmillionsten Artikel verkündet: Wikipedia Hits Milestone of Ten Million Articles Across 250 Languages.

    Earlier this week the Wikimedia Foundation reached a significant new milestone: on Thursday, March 27, at 00:07 UTC the official article count for all Wikipedias combined reached 10 million. The ten millionth article, a short biography of 16th century English goldsmith and painter Nicholas Hilliard, was created in the Hungarian Wikipedia by user Pataki Márta. Wikipedia now boasts articles in more than 250 languages, with the English Wikipedia having the largest number, followed in descending order by the German, French, Polish, Japanese, Italian, Dutch, Portuguese, Spanish, and Swedish Wikipedias. The project is also experiencing rapid growth in many young Wikipedias, including Marathi, Tagalog, and Cantonese.

    Herzlichen Glückwunsch!

    29. März 2008 2
  • : Journalisten geschockt: Brockhaus bald im Internet
    Journalisten geschockt: Brockhaus bald im Internet

    Kürzlich wurde ja bekanntgegeben, dass der Brockhaus ab April ins Internet wandert und dass die aktuelle, 21. Printausgabe wohl die letzte auf Papier sein wird. Im heutigen Tagesspiegel ist dazu ein Artikel von Caroline Fetscher erschienen (auch online), der zu den schlechtesten Texten gehört, die ich in letzter Zeit lesen musste: Vollgestopft mit Klischees und Ressentiments gegen die ach so neuen Medien – und das Abendland geht natürlich auch mal wieder unter:

    Wo wird das Be-Greifbare, Haptische bleiben, das Element des wenigstens minimal weniger Entfremdeten? Wo ereignet sich dann noch das stille Aufdemteppichhocken im Licht der Lampe, das versunkene Blättern im dicken Buch, ohne Computersurren im Hintergrund? […]
    Ob und wie ein lexikalischer Hunger die von der Informationsflut verwirrte User-Community im Internet überhaupt auf diese Strecke führt, das wird die Brockhaus AG an den Klickraten messen können. Einstweilen befasst sich das Gros der Internet-User eher mit privaten Ebay-Geschäften und Online-Gebrauchtwagenanzeigen, mit Kochtipp-Websites, hypochondrischen Gesundheits-Chatrooms, Ressentiments verbreitenden Bloggern, Elektronik-Erotik, religiösen, fundamentalistischen, politisch-ideologischen Verschwörungstheorien anonymer Internet-Leader und haufenweise anderem Mist mehr.

    Argumente gibt es kaum; eigentlich könnte man im ganzen Text die Vokabeln umdrehen, um daraus ein Plädoyer für das Internet zu machen, ohne dass die Kausalität leiden würde. Hier geht es gar nicht darum, wie eine Enzyklopädie ihr Wissen anbietet: Zwischen den Zeilen steht die Angst einer Journalistin um das eigene Medium. Zurecht, wenn ich darüber nachdenke, mit meinem Abonnement für solche Artikel Geld zu bezahlen.

    14. Februar 2008 25
  • : Moritz und die digitale Welt
    Moritz und die digitale Welt

    Die Landeszentrale für politische Bildung NRW hat in ihrem Video-Podcast „Die Welt verbessern – Demokratie leben“ eine kleine Reihe gemacht, in der es um die digitale Welt geht. Musiker Moritz zieht dabei durch die Lande und fragt Experten, was er beim Samplen beachten muss, ob man Wikipedia zum Tricksen bei Uni-Arbeiten verwenden kann, was man gegen Datendiebstahl aus dem geklauten Handy macht und so weiter. Ich durfte ihm die Vor- und Nachteile von Online-Identifizierungssystemen beibringen.

    Das Format ist sehr kompakt und die Stories sind „aus dem echten Leben“, was dazu führt, dass die „Experten“ manchmal etwas Schwierigkeiten haben, ihr Wissen klar zu vermitteln. Aber gerade das hat mir z.B. gezeigt, wie sehr ich mich selber oft noch in Kreisen bewege, wo man zu vieles für selbstverständlich hält. Lustig war es auf jeden Fall, und ein gutes Format für eine junge Zielgruppe. Schön, dass die Landeszentralen dieses Medium jetzt auch verwenden. Das Material steht unter Creative-Commons-Lizenz, allerdings leider einer restriktiven, die kein Remixen erlaubt.

    13. Februar 2008
  • : Jimmy Wales über Wikia
    Jimmy Wales über Wikia

    Jimmy Wales war ja auch dem DLD so gefragt, dass ich als Blogger keinen Interview-Termin bekam. Aber dafür musste ich auch nichts transkribieren und verlinke einfach nur auf ein Interview bei Golem: Wikipedia ist Segen und Fluch zugleich.

    Golem.de: Für Google gehört der geheime Algorithmus zum Geschäftsmodell. Wie sieht Ihr Modell aus, wenn Sie Ihren Algorithmus offen legen?

    Wales: Meiner Ansicht nach ist Suche in den letzten Jahren eine Selbstverständlichkeit geworden. Die Qualität der Suche – sei es bei Google, Yahoo, Ask oder einigen der kleineren Suchmaschinen – ist inzwischen sehr ähnlich. Sie konkurrieren untereinander nicht mehr mit dem besten Suchalgorithmus. Die Algorithmen sind zwar noch nicht perfekt, aber inzwischen ziemlich gut geworden. Wenn das stimmt, liegt das Geschäftsmodell nicht mehr darin, den Suchalgorithmus geheim zu halten, sondern im Markenprofil und in der Nutzererfahrung.

    Wenn ich eine geniale Idee hätte, die besser wäre als alle anderen, dann würde ich sie geheim halten. Das habe ich aber nicht. Ich bin jedoch überzeugt, dass wir mit Open Source die gleiche Qualität hinbekommen. Unser Wettbewerbsvorteil hat mit Nutzererfahrung, mit Mitwirkung, mit unserem Markenprofil, mit Transparenz, Offenheit, Mitbenutzung und Gemeinschaft zu tun. Nicht jeder legt Wert darauf, einige aber eben doch – und für die ist dieser Dienst gedacht.
    […]
    Golem.de: Kommen wir noch einmal auf Google zurück: Ist es Ihr Ziel, Googles Marktposition anzugreifen? Oder ist Wikia Search einfach eine andere Suchmaschine?

    Wales: Für mich ist das in erster Linie eine politische Aussage. Es geht darum, dass Suche wichtig ist und dass sie deshalb transparent und offen sein sollte. Natürlich wollen wir so beliebt werden wie möglich. Wir wollen einen Dienst anbieten, den die Nutzer nützlich finden, und wir wollen eine bedeutende Einrichtung im Internet werden. Aber ich denke nicht in Wettbewerbskategorien – das ist nicht meine Herangehensweise. Ich möchte Dinge aufbauen, die cool sind und hoffe, dass die Leute sie nutzen.

    24. Januar 2008 2
  • : Die Wikimedia Foundation auf dem Weg vom Experiment zur Organisation
    Die Wikimedia Foundation auf dem Weg vom Experiment zur Organisation

    Heise berichtet über aktuelle Entwicklungen der Wikimedia-Foundation. Bei einer Fundraising-Aktion konnten ca. zwie Millionen Dollar eingenommen werden. 1,5 Millionen Dollar kamen demnach von 45000 kleinspenden, der Rest von einem anonymen Grossspender. Allerdings sind im aktuellen Haushalt 4,6 Millionen Dollar eingeplant. Die restlichen Gelder sollen jetzt von der Industrie geholt werden. Wikimedia-Geschäftsführerin Sue Gardner und Wikimedia-Vize Erik Möller präsentierten vor Sun Microsystems ein 28-seitiges Strategiepapier, welches jetzt auch online bei Wikinews zu finden ist. Heise fasst die wichtigsten Punkte zusammen:

    In dem Papier ist unter anderem eine technische Roadmap enthalten. Die Veröffentlichung der gesichteten Versionen ist demnach für Mai diesen Jahres geplant, gleichzeitig sollen auch andere Werkzeuge zur Qualitätssicherung in der Wikipedia freigeschaltet werden. Einen Schwerpunkt legt die Foundation auf zukünftige Print-Versionen der Wikipedia-Artikel. Zunächst will die Wikimedia Foundation in Zusammenarbeit mit dem Mainzer Unternehmen Pediapress eine Drucktechnik in die Wikipedia integrieren, die nach und nach ausgebaut werden soll. So sollen die Artikel zunächst ins PDF-Format, später auch ins OpenDocument-Format exportiert werden können. Für Herbst diesen Jahres sind auch sogenannte „Smart dumps“ vorgesehen, die wohl den Druck einer Zusammenstellung ganzer Themenbereiche aus der Wikipedia ermöglichen. Ein weiteres Projekt ist eine Software zum gemeinsamen Editieren von Videos innerhalb der Wikimedia-Projekte. Nach den Screenshots zu urteilen, sollen die freiwilligen Autoren die Möglichkeit bekommen, Videos online zu schneiden und mit Audiokommentaren zu versehen.

    Interessant ist auch das Intervie wmit Sue Gardner in der aktuellen ct’ über die Wikimedia Foundation auf dem Weg vom Experiment zur Organisation: „Ein ständiges Bemühen, die Dinge zu verbessern“.

    9. Januar 2008 2
  • : Tintenfische für freies Wissen
    Tintenfische für freies Wissen

    Wer sich bisher fragte, wofür der Wikimedia Deutschland e.V. die jährlichen Spendengelder benötigt, wird jetzt im Wikimedia-Blog fündig: Tintenfische für freies Wissen. Für 60.000 Euro konnten 15 neue Server für die Wikipedia angeschafft werden, die vor kurzem in den Betrieb gegangen sind.

    60.000 Euro haben die neuen Rechner gekostet, die als Zwischenspeicher (Cache Proxies/Squids = “Tintenfisch“) eingesetzt werden. Sie ergänzen die bereits bestehenden 15 Squid-Rechner, die ebenfalls von Wikimedia Deutschland zur Verfügung gestellt werden. Da die neuen Maschinen bessere Leistungsdaten haben (Intel Xeon Dual-Core 2.0 Ghz, 16 GB Ram, 4×73 GB Disk 15000 RPM) konnten die bestehenden Kapazitäten mehr als verdoppelt werden. Dies war auch dringend nötig: Die Zugriffe auf Wikimedia-Projekte steigen weiterhin an. Mit sieben Milliarden angezeigten Artikeln pro Monat müssen die Wikimedia-Server mehr als 50.000 Anfragen pro Sekunde (!) verkraften. Die bisherige Kapazität war nahezu erschöpft.

    2. Januar 2008
  • : Das Wikimedia Deutschland – Blog
    Das Wikimedia Deutschland – Blog

    Wikimedia Deutschland hat jetzt auch ein Blog, um über die Arbeit des Vereins zu berichten.

    19. Dezember 2007 1
  • : Wikipedia vs Google? – Hilfe!
    Wikipedia vs Google? – Hilfe!

    Wikipedia vs. Google geht ja immer in Online-Medien. Irgendwie. Entweder Google macht Wikipedia Konkurrenz, oder umgekehrt. Das in der Realität wenig dran ist, interessiert eh nicht. Aber trotzdem geistert dieser künstliche Konflikt zwei der bekanntesten Marken im Netz regelmässig durch die Medien. Heute ist mal wieder die Zeit dran, die über OTS sensationelles verkündet: Wikipedia kontert Angriff von Google mit eigener Suchmaschine.

    Hamburg (ots) – Die Online-Enzyklopädie Wikipedia will mit einer eigenen Suchmaschine auf den Angriff des Mitbewerbers Google antworten. Google hatte die Einführung eines kostenlosen Internetlexikons angekündigt, das die Benutzer wie bei Wikipedia selbst zusammenstellen. „Im Moment sind aber alle Suchmaschinen …

    Abgesehen davon, dass da inhaltlich schon nichts dran ist, weil Wikia.com nicht die Wikipedia ist: Warum funktioniert das immer wieder? Was geht in den Köpfen vor? Ist das ein Deutschland-spezifisches Problem oder global?

    Update: Korrekturmeldung: Wikipedia-Gründer Wales greift mit neuem Projekt „Wikia“ den Internet-Riesen Google an.

    Hamburg (ots) – Der Gründer der Online-Enzyklopädie Wikipedia, Jimmy Wales, will mit seiner Firma Wikia.com in diesen Tagen die Basisversion einer eigenen Suchmaschine online stellen. Das Projekt Wikia tritt damit in Konkurrenz zu Google, wo man ebenfalls die Einführung eines …

    [Danke Torsten]

    18. Dezember 2007 9
  • : Mehr Bügelbretter für Fussballerinnen
    Mehr Bügelbretter für Fussballerinnen

    Wie es ein kleiner Spass-Eintrag bei Wikipedia in verschiedene Online-Medien und sogar in eine Rede unseres Bundespräsidenten schafft, liest man hier: Kaffeeservice und Bügelbrett.

    17. Dezember 2007 4
  • : Wikipedia im Interview
    Wikipedia im Interview

    Bei Süddeutsche.de gibt es ein Interview mit Kurt Janson über die Wikipedia: „Wir arbeiten hier mit Netz und doppeltem Boden“.

    SZ: Wikipedia gilt manch einem als Positivbeispiel für einen herrschaftsfreien Diskurs. Ist das nicht ein großer Selbstbetrug, wenn 180 Administratoren darüber befinden, was als enzyklopädisches Wissen überlebt und was nicht?

    Janson: Die Administratoren sind in den meisten Fällen eher ausführendes Organ, das eine offene Diskussion der Community um die Löschung eines Artikels neutral auswertet. Grundsätzlich wird diese Entscheidung immer von einem Administrator getroffen, der an der vorausgehenden Debatte unbeteiligt war. So mutig, allen Teilnehmern das Recht zur Löschung von Artikeln zu geben, sind selbst wir noch nicht gewesen. Aber davon abgesehen: Sieht man sich die zigtausend Diskussionsbeiträge an, die jeden Tag zu den verschiedensten Themen in Wikipedia veröffentlicht werden, dann kann Wikipedia durchaus als Modell eines anderen, offeneren Wissensdiskurses gelten.

    10. Dezember 2007 3
  • : Linkspartei verklagt Wikipedia
    Linkspartei verklagt Wikipedia

    Katina Schubert, stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei hat eine PR-Offensive gestartet, um sich in der neuen Medienwelt ein wenig bekannter zu machen. Und das geht ganz schnell, wenn man einfach mal die Wikipedia verklagt. Irgendwie hat sie sich wohl gedacht, dass man Nazis durch eine Anzeige aus der Wikipedia heraus bekommt. Anscheinend kritisiert sie die Verwendung einer Grafik eines Hitler-Jugend-Symbols in der Wikipedia, was meiner Meinung nach schon in eine Enzyklopädie gehört. Aber weiter im Text, es gibt ja eine Pressemitteilung von Schubert zum Fall: Nazis raus aus Wikipedia.

    Es kann und darf nicht sein, dass Einträge aus NS-Quellen zitieren und weit über das, rechtlich geschützte, Maß an Aufklärung hinaus Materialien und Kennzeichen verfassungsfeindlicher und verbotener Organisationen Verwendung finden. Meine Anzeige soll die Betreiber zwingen, bei Beibehaltung der offenen Struktur, politische und ethische Standards einzuführen, die es Nazis unmöglich machen, ihren braunen Müll als lexikalisch wertvolles Wissen auszugeben und im Netz zu verbreiten.

    Vielleicht hätte sie ruhig vorher mal nachfragen sollen, wie das so mit den offenen Strukturen in der Wikipedia funktioniert. Ein passender Ansprechpartner ist z.B. der Wikimedia-Verein. Aber das kostet wohl mehr Zeit als eine Pressemitteilung und eine Anzeige zu managen. Ausserdem bringt es längst nicht soviel mediale Aufmerksamkeit, als einfach mal drauf los zu klagen. Ich wünsche mir ja im allgemeinen mehr Medienkomptenz bei Politikern. Auch bei denen von der Linkspartei.

    Zu Schuberts PR-Offensive scheint nicht ihre Webseite zu gehören. Man hat dort das Gefühl, im vergangenen Jahrtausend zu surfen.

    Mehr Informationen:

    Heise: Die Linke zeigt Wikipedia an.
    Golem: „Die Linke“-Führung zeigt Wikipedia an.
    Golem: Anzeige gegen Wikipedia: Unsinnig und überflüssig (Update).

    Schon allein formal sei die Anzeige gegen die Wikipedia falsch, sagt Arne Klempert, Geschäftsführer des Vereins Wikimedia Deutschland: Es gebe lediglich die in Florida beheimatete Wikimedia Foundation als Betreiberin der Wikipedia sowie den Verein Wikimedia Deutschland, der aber nicht Betreiber der Wikipedia ist. Eine Anzeige war nach Angaben von Klempert am Donnerstag Nachmittag (6. Dezember 2007) bei keiner der beiden Organisationen eingegangen. Auch habe Schubert nicht versucht, mit dem Verein Kontakt aufzunehmen.

    Zu den Vorwürfen sagte Klempert, bei der Darstellung der verfassungsfeindlichen Symbole aus der NS-Zeit handele es sich um den Gebrauch in einem lexikalischen Kontext, der vom Gesetz gedeckt sei. Klempert betonte, die von Schubert geforderten Standards gebe es bereits. „Die Community sorgt selbst dafür, dass Nazi-Inhalte sofort wieder verschwinden. Das passiert schon längst.“

    Indiskretion Ehrensache: Was Linkspartei und Pornoanbieter gemeinsam haben.

    Die Publicity-Geilheit mancher Politiker bewegt sich auf dem gleichen Niveau wie die von Erotikanbietern. Für eine gute Schlagzeile macht mancher alles. Katina (ja, die heißt wirklich so) Schubert, zum Beispiel. Die Dame mit den kurzen Haaren und einem Hang zu extrem schlechten Portraitfotos und bizarr gestalteten Internet-Seiten ist stellvertretende Chefin der Linkspartei.

    Taz: Linke-Vize zeigt Wikipedia an.

    Wikimedia-Mann Klempert nahm dies zum Anlass, Schubert einen PR-Coup zu unterstellen – und das genau einen Tag nach der gestrigen positiven „Stern“-Geschichte zu dem Online-Lexikon. Klempert betonte, Wikipedia sei gegenüber rechstextremen Inhalten äußerst sensibel und achte stets darauf, Objektivität herzustellen und zu bewahren. Die NS-Symbole dürften zur Illustration im Lexikonkontext nach deutschem Recht verwendet werden. „Wir brauchen keine Vize-Vorsitzende der Linken, um über eine solche Problematik zu diskutieren“, sagte er. Die Strafanzeige sei bei ihm noch nicht eingegangen, auch sei unklar, gegen wen diese gestellt worden sei. Der US-amerikanische Hauptbetreiber von Wikipedia sei der richtige Adressat.

    6. Dezember 2007 21
  • : Wikipedia schlägt Brockhaus
    Wikipedia schlägt Brockhaus

    Doe Zeitschrift Stern hat die Wikipedia getestet: Wikipedia schlägt Brockhaus.

    Für den stern-Test wurden 50 zufällig ausgewählte Einträge aus den Fachgebieten Politik, Wirtschaft, Sport, Wissenschaft, Kultur, Unterhaltung, Erdkunde, Medizin, Geschichte und Religion überprüft. Die vier Kriterien Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität und Verständlichkeit wurden mit Schulnoten bewertet. Wikipedia erzielte über alle Bereiche eine Durchschnittsnote von 1,7. Die Einträge zu den gleichen Stichworten in der kostenpflichtigen Online-Ausgabe des 15-bändigen Brockhaus, die nach Verlags-Angaben „permanent aktualisiert“ wird, erreichten lediglich eine Durchschnittsnote von 2,7. Ob „Hartz IV“, „U2“, „Penicillin“ oder „Moses“: Bei 43 Artikeln bekam Wikipedia bessere Noten als die Konkurrenz. Nur bei sechs Stichworten lag der Brockhaus vorn, in einem Fall erhielten beide Nachschlagewerke die gleiche Note.

    5. Dezember 2007 3
  • : Freie Lizenzen GFDL und CC werden kompatibel
    Freie Lizenzen GFDL und CC werden kompatibel

    Die Free Software Foundation, Creative Commons und die Wikimedia Foundation haben sich darauf geeinigt, dass die Gnu Free Document License so modifiziert werden soll, dass sie mit der Creative-Commons BY-SA License kompatibel ist. Inhalte, die unter der neuen GFDL veröffentlicht sind, können dann unter CC weitergeben und remixed werden, wenn man den Autor nennt und das Ergebnis unter der selben Lizenz steht. Angestoßen haben dies Lawrence Lessig von Creative Commons und Jimmy Wales von Wikipedia, der das ganze unter großem Jubel ankündigte:

    If Wikipedia had been founded after CC it would certainly have been under a CC license but it didn’t exist at the time, so we started with a license called the Free Documentation License which is a good license but very complicated and very difficult to use.

    So a couple of years ago, Larry [Lessig] and I were walking in a park in Barcelona and started talking about license compatibility and how important this is. So he and I started a project to try to find a way for Wikipedia, which has become by far the largest repository of information in the world, and the largest repository of freely licensed information that ever existed by far and we said, “How can we make this compatible with the whole CC movement ?”

    Lessig hatte schon auf dem 23C3 dazu aufgerufen, die Grabenkämpfe zwischen CC und FSF einzustellen und sich auf die gemeinsame Vision zu besinnen.

    Mit der neuen GFDL könnte man künftig Wikipedia-Inhalte mit CC-Inhalten mixen, denn diese sollen dann unter der CC-BY-SA relizensiert werden. Allerdings ist noch unklar, ob das wirklich passiert. Der Wikimedia-Vorstand will eine endgültige Entscheidung erst treffen, wenn die neue GFDL fertig ist und man mit der Wikipedia-Community darüber diskutiert hat. Larry Lessig macht das auch nochmal deutlich.

    In den Kommentaren dort streitet man sich schon eifrig über die Feinheiten: Darf die Wikimedia Foundation das einfach machen? Wem gehören denn die Inhalte der Wikipedia? Müsste man nicht von jedem einzelnen Autor die Zustimmung einholen? Ist CC-BY-SA frei genug? Wäre es eine Relizensierung oder eine Multi-Lizensierung? Ich bin versucht, das „na dann“-Tag für diesen Post zu benutzen.

    Der Prozess hin zu dieser Einigung muss auch recht nervtötend gewesen sein:

    So we went through a long process of negociation with the Free Software Foundation, many many different conversations, very complicated and with lots of legal aspects.

    Am Ende sagt Wales sogar einen Satz, der den FSF-Leuten sauer aufstoßen dürfte:

    …this is the party to celebrate the liberation of Wikipedia.

    Auf dem Video von der Ankündigung, die auf der Wikipedia/iCommons-Party stattfand, kann man schön sehen, wie Larry Lessig sich freut.

    3. Dezember 2007 2
  • : WikipediaVision
    WikipediaVision

    wkipediavision.png

    WikipediaVision ist ein cooler MashUp, der die Services der „Letzten Änderungen“ von Wikipedia mit Google-Maps, hostip.info und GoNews kombiniert. Auf einer Google-Maps-Karte werden dabei die Orte angezeigt, von wo aus aktuell die Wikipedia editiert wird. Der Service greift dabei auf die IP-Nummern zurück, die im RSS-Feed der „Letzten Änderungen“ angezeigt werden, fragt diese bei hostip.info und GoNews und erhält dabei Länderinformationen und manchmal noch nähere Lokalität. Die Daten werden dann nach Google-Maps übermittelt und sind dort animiert inklusive des Artikel-Namens auf einer Weltkarte zu sehen.

    30. Oktober 2007 2