Facebook

  • : Welche Daten Facebook an Strafverfolgungsbehörden lieferte
    Welche Daten Facebook an Strafverfolgungsbehörden lieferte

    Was liefert Facebook eigentlich auf polizeiliche Anfrage an Daten aus? Im Netz ist zumindest dieses drei Jahre alte Dokument aufgetaucht. Es wäre interessant zu wissen, ob mittlerweile größere Datenberge ausgeliefert werden, immerhin ist der Facebook-Funktionsumfang deutlich angewachsen. Und inwiefern bei diesen Datensätzen mehr Daten mitgeliefert werden als die, die man bei Facebook als Nutzer auf Basis eines Auskunftsersuchens anfordern kann.

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    Ebenso spannend wäre mal zu erfahren, was Google mittlerweile an Datensätzen ausliefert, wo doch alle Google-Services mittlerweile zusammengelegt wurden.

    (via @annalist)

    9. April 2012 10
  • : ‚Data Dealer’: Facebook-Spiel gegen Facebook & Co
    ‚Data Dealer’: Facebook-Spiel gegen Facebook & Co

    In bester Culture-Jamming-Manier hat eine kleine Gruppe aus der Wiener Netzkulturszene in einjähriger Entwicklungszeit ein beeindruckend professionelles Facebook-Spiel mit Namen „Data Dealer – Legal, Illegal, Scheißegal!“ entwickelt. Neben dem unten eingebetteten Video-Trailer gibt es auch bereits eine spielbare Demo-Version sowie eine ausführliche Spielanleitung (PDF).

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    In der Pressemeldung beschreiben die Macher ihr Spiel sowie die dahinterstehende Motivation wie folgt:

    27. März 2012 12
  • : Peter Schaar zur sogenannten Datenschutzpolitik von Google
    Peter Schaar zur sogenannten Datenschutzpolitik von Google

    Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat gestern im Rahmen einer Fachtagung zum Thema Datenschutz an der Freien Universität Berlin einen Vortrag zum Thema „Die Neuaufteilung des Internets“ gehalten. Dabei ging es vor allem um die big player wie Google und Facebook, die ihre Marktmacht zunehmend zum Nachteil des Konsumenten beim Thema Datenschutz anwenden.

    Schaar erzählte beispielsweise, wie er an einem Freitagabend um 19:30 eine Mail von einem Google-Manager erhalten hat, der um eine Stellungnahme zur neuen „sogenannten“ Datenschutzrichtlinie bat. Schaar bot an, sich am folgenden Dienstag zu unterhalten – allerdings trat an diesem Tag bereits die Richtlinie in Kraft. Google argumentiert seitdem, die Datenschützer hätten Gelegenheit zur Stellungnahme gehabt – eine „Scheinbeteiligung der Datenschutzbehörden“ am Prozess.

    23. März 2012 11
  • : Verbraucherzentralen klagen erfolgreich gegen Facebook
    Verbraucherzentralen klagen erfolgreich gegen Facebook

    Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat gegen Facebook vor dem Landgericht Berlin geklagt und heute Recht bekommen. Konkret ging es um den Freundefinder und die Geschäftsbedingungen. Beim Freundefinder sei nicht offensichtlich, dass bei der Einwilligung einer Nutzung gleich das gesamte Adressbuch zu Facebook nach Hause telefoniert wird. Außerdem gab das Gericht dem VZBV Recht, dass sich Facebook nicht „in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen ein umfassendes weltweites und kostenloses Nutzungsrecht an Inhalten einräumen lassen“ dürfe, die Facebook-Mitglieder in ihr Profil einstellen. Vielmehr blieben die Mitglieder Urheber ihrer selbst komponierten Musiktitel oder eigenen Bilder. Facebook dürfe diese Werke nur nach Zustimmung der Nutzer verwenden.

    Interessant ist vor allem folgender Teil:

    Rechtswidrig ist nach Auffassung der Richter ferner die Einwilligungserklärung, mit der die Nutzer der Datenverarbeitung zu Werbezwecken zustimmen. Zudem muss Facebook sicherstellen, dass es über Änderungen der Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen rechtzeitig informiert.

    Das heißt eigentlich: Jede erfolgende Datenverarbeitung zu Werbezwecken in Facebook ist illegal und damit strafbar. Genauere Analysen über die Auswirkungen sind erst möglich, sobald das Urteil auch veröffentlicht wurde.

    Das Urteil mit dem Aktenzeichen LG Berlin vom 06.03.2012, Az. 16 O 551/10, ist noch nicht rechtskräftig, Facebook hat bereits eine Berufung angekündigt.

    6. März 2012 12
  • : Facebook und der Schwanzhund
    Facebook und der Schwanzhund

    Peter Glaser hatte ein Hundebild gebloggt, das im Kopf vieler Menschen sicherlich zweideutige Assoziationen auslösen könnte. Mit Verweis auf Loriot hat er das Bild mit Schwanzhund betitelt. Facebook fand das anstössig und so musste sich Peter Glaser verwarnen lassen. Daraufhin hat er einen wunderbaren Text geschrieben, der die Absurdität der Aktion nochmal gebührend beschreibt: Facebook und der Schwanzhund.

    Das Geschäftsmodell von Facebook besteht nicht darin, eine neue soziale Öffentlichkeit zu schaffen, wie viele irrtümlich glauben. Der Raum, in dem die 800 Millionen Facebook-Nutzer sich bewegen, ist keine Öffentlichkeit – es ist der Verfügungsbereich von Privatunternehmen. Und die haben das Hausrecht, wie in einer Kneipe oder in einem Einkaufszentrum. Sie können mich rausschmeißen, wenn ihnen meine Nase nicht passt oder mich gar nicht erst reinlassen. An der diktatorischen Kultur des Türstehertums kann man sich schon seit längerem an die wachsende Willkür der neueren Zeit adaptieren.

    4. März 2012 14
  • : SundayTimes: Facebook liest SMS auf Smartphones mit
    SundayTimes: Facebook liest SMS auf Smartphones mit

    Das nicht gerade vertrauenswürdig klingende Medium foxnews.com berichtet mit Verweis auf einen hinter der Paywall liegenden Artikel in der Sunday Times, dass Facebook SMS auf Smartphones mitliest, wenn man die Facebook-App installiert hat. Aber keine Panik, die Daten sollen lediglich genutzt werden, um einen neuen eigenen SMS-Service zu testen. Facebook kommuniziert das wohl als Feature, dass man einfach so ohne nachzufragen und Bescheid zu geben auf den Smartphones der eigenen Nutzer rumschnüffelt und Nachrichten mitliest, die man explizit nicht über Facebook versendet hat.

    Sollte sich die Story bestätigen, wäre das ein massiver Einbruch in die Privatsphäre. Aber Facebook soll damit auch nicht alleine sein. Laut dem Bericht wird Flickr ebenfalls vorgeworfen, die SMS mitzulesen, sicherlich testen die auch nur einen neuen Dienst. Und die Youtube-App soll in der Lage sein, ohne nachzufragen zu jeder Zeit Fotos und Videos mit der Kamera im Smartphone aufzunehmen. Wahrscheinlich ist das auch nur die Spitze des Eisberges, sollte sich die Geschichte bestätigen.

    Privacy International wird zitiert mit:

    Emma Draper, of the Privacy International campaign group, said, „Your personal information is a precious commodity, and companies will go to great lengths to get their hands on as much of it as possible.“

    Hat hier jemand zufällig einen Paywall-Zugang für die SundayTimes und könnte uns mal den Artikel schicken?

    26. Februar 2012 52
  • : Was weiß Twitter über dich? Verlange Auskunft!
    Was weiß Twitter über dich? Verlange Auskunft!

    Privacy International ruft in einer neuen Kampagne die Nutzer von Twitter dazu auf, beim Unternehmen eine Auskunft über die gespeicherten persönlichen Daten anzufordern.

    Nachdem das Unternehmen wegen der umstrittenen Logging-Politik in den letzten Monaten verstärkt in Kritik geriet und neuerdings auch Zugriff auf das gesamte Telefonbuch von Smartphone-Nutzern verlangt, soll die Kampagne Twitter dazu bewegen, seine Datenschutz und ‑speicherungsrichtlinien zu überdenken.

    Angelehnt ist der Aufruf an den Fall „Europe vs. Facebook“, bei dem der Wiener Jurastudent Max Schrem die Herausgabe seiner persönlichen Daten des sozialen Netzwerks erstritt und daraufhin einen umfangreichen Papierstapel erhielt. Enthalten waren auch mehrere Jahre alte Beiträge, die eigentlich durch einen Klick auf das „Löschen“-Button entfernt worden waren.

    Der Aufruf umfasst im Wesentlichen einen englischen Text zum cutten & pasten, den der Nutzer um seine eigenen Angaben ergänzt an die E‑Mail-Adresse privacy@twitter.com schicken kann.

    Our campaign aims to achieve two objectives: to help European citizens exercise their rights and to raise awareness about data retention policies.

    Netzpolitik.org bat Twitter bereits vor einiger Zeit um eine Stellungnahme zur Datenspeicherungspraxis. Speziell lautete die Frage, ob gelöschte Daten tatsächlich gelöscht oder nur als „gelöscht“ markiert werden. Eine Rückmeldung gab es bisher nicht.

    16. Februar 2012 1
  • : Datenschutz auf dem iPhone: Auch foursquare verschickt ungefragt das gesamte Adressbuch
    Datenschutz auf dem iPhone: Auch foursquare verschickt ungefragt das gesamte Adressbuch

    Das Ausspähen von E‑Mail-Adressen und Telefonnummern ist auf dem iPhone scheinbar Mode. Nach Facebook und Path kommt nun raus, dass auch foursquare ungefragt das gesamte Adressbuch an seine Server schickt.

    Nach einem Hinweis von Paul Haddad hat Henning Tillmann mal recherchiert und den Nachweis veröffentlicht:

    Nach der Anmeldung werden weitere Daten an den Server geschickt, ohne, dass der Nutzer gefragt wird oder ein Hinweis erscheint. Die Daten enthalten die Telefonnummern und E‑Mail-Adressen (URL-kodiert).

    15. Februar 2012 45
  • : ACTA-Proteste am 25. Februar: Visualisiert
    ACTA-Proteste am 25. Februar: Visualisiert

    Zu den für Samstag nächster Woche geplanten Anti-ACTA-Demonstrationen gibt es jetzt eine sehr schöne Visualisierung von Christian Witte. Angezeigt werden die via Facebook-Events prognostizierten Teilnehmerzahlen von insgesamt 100 Aktionen in ganz Europa von denen über 30 in Deutschland stattfinden.

    Bisher haben sich europaweit knapp 50.000, in Deutschland alleine 20.000 angemeldet. Selbstverständlich sind die Zahlen von Facebook nicht besonders aussagekräftig. Auch wenn die realen Besucherzahlen einer Veranstaltung erfahrungsgemäß weit unter den Facebook-Zusagen liegen, nahmen an den Demonstrationen vom letzten Samstag deutschlandweit fast dreimal mehr Menschen teil als sich bei dem Facebook-Event angemeldet hatten.

    Eine weitere deutschlandweite Facebook-Initiative mit dem (leider etwas irreführenden) Titel „Massenprotest gegen ACTA. Unsere letzte Chance!“ hat inzwischen fast 9.000 Zusagen. Der Digitale Gesellschaft e.V. ruft inzwischen dazu auf, die deutschen Mitglieder des europäischen Parlaments zu kontaktieren und über die Auswirkungen des ACTA-Abkommens zu informieren.

    15. Februar 2012 12
  • : Facebook – Milliardengeschäft Freundschaft
    Facebook – Milliardengeschäft Freundschaft

    In der ARD lief gestern die groß angekündigte 45 Minuten lange Dokumentation „Facebook – Milliardengeschäft Freundschaft“. Ich bin nach rund 20 Minuten Facebook-Werbeclip eingeschlafen, was aber eher mit der späten Sendezeit zu tun hatte. Der letzte Teil soll etwas kritischer sein. Auf jeden Fall gibt es den Clip auf Youtube (Kleine Ironie der Geschichte):

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    14. Februar 2012 21
  • : Phoenix-Runde: Facebook & Co. – Netzwerk oder Datenkrake?
    Phoenix-Runde: Facebook & Co. – Netzwerk oder Datenkrake?

    Heute Abend gibt es um 22:15 Uhr auf Phoenix die Phoenix Runde zum Thema „Facebook & Co. – Netzwerk oder Datenkrake?“

    Alexander Kähler diskutiert in der PHOENIX RUNDE mit

    Peter Schaar, Bundesbeauftragter für den Datenschutz
    Susanne Dehmel, BITCOM
    Bernd Schlömer, Piratenpartei
    Andreas Bogk, Chaos Computer Club

    Wiederholung um 24.00 Uhr und am Mittwoch, 1. Februar 2012 um 15.15 Uhr.

    31. Januar 2012 14
  • : Facebook-Studie: Das Internet ist doch keine „Echo Chamber“
    Facebook-Studie: Das Internet ist doch keine „Echo Chamber“

    In einer letzte Woche vorgestellten Studie von Eytan Bakshy ergibt sich ein überraschendes Resultat: Die Nutzung des Internets, speziell sozialer Netzwerke wie Facebook, führe nicht wie zuvor behauptet zu einseitiger Information aus den immer gleichen Quellen. Im Gegenteil bekämen Nutzer ein breiteres Spektrum an Nachrichten zu Gesicht.

    In den letzten Jahren erfreuten sich die Theorien der „Echo Chamber“ und der „Filter Bubble“ von Eli Pariser großer Beliebtheit. Sie besagen, dass Internetnutzer sich immer mit Informationen aus den gleichen Quellen versorgen und andere Sichtweisen nicht zulassen würden. „Intelligente“ Algorithmen in Suchmaschinen und sozialen Netzen wie Googles PageRank oder Facebooks EdgeRank, die dem Nutzer nur die Informationen anzeigen, die für ihn von Interesse sind, würden diesen Prozess unterstützen. Auf lange Sicht führe dies zu einer Aufspaltung der (digitalen) Gesellschaft in kleine, abgeschottete Interessengruppen.

    26. Januar 2012 10
  • : Dradio Wissen: Dezentrale Soziale Netzwerke
    Dradio Wissen: Dezentrale Soziale Netzwerke

    Soziale Netzwerke wie Facebook, StudiVZ oder Google+ haben eines gemeinsam: Sie sind zentral organisiert und werden jeweils von einer einzigen Firma beherrscht. Bei Deutschlandradio Wissen sprach Torsten Grote von der Free Software Foundation Europe heute (MP3) über sinnvolle Alternativen in Form von dezentralen sozialen Netzwerken. Im Gegensatz zu ihren zentralisierten Pendants laufen diese mit Freier Software auf vielen verschiedenen Servern, die auf Basis Offener Standards ein gemeinsames Netzwerk bilden. Damit hat kein Server-Betreiber die alleinige Macht über die sozialen Interaktionen und die Daten aller Teilnehmer, sondern lediglich über die Daten auf seinem Server. In Kombination mit Freier Software und Ende-zu-Ende Verschlüsselung wird diese Macht weiter reduziert.

    Bei Netzwerken wie Facebook hat eine Firma alle Macht über die Plattform. Das gesamte Erscheinungsbild sowie auch die Nutzungsbedingungen können nach Belieben der Firma jederzeit geändert werden. Inhalte können zensiert und Menschen von der Teilnahme ausgeschlossen werden. Wer nicht mitmachen will, wird zunehmend sozial isoliert. Auf alternative soziale Netzwerke wechseln und trotzdem die sozialen Kontakte mitnehmen ist unerwünscht und deswegen sehr schwer. Facebook bestimmt also was möglich ist und was nicht. Neben dem vendor lock-in tritt hier noch social lock-in auf, der noch viel gefährlicher ist.

    Initiativen wie Diaspora und Friendica haben es sich zum Ziel gesetzt, derartige Plattform-Monokulturen aufzubrechen und soziale Interaktion soweit zu öffnen, dass sie nicht an Plattformen gebunden ist, sondern frei vernetzt stattfinden kann. Das wichtigste dabei ist ein Offener Standard, der technisch definiert, wie die Kommunikation zwischen verschiedenen sozialen Knoten ablaufen muss. Für Statusnachrichten gibt es bereits OStatus , aber für alles andere wie Fotos und Veranstaltungen muss sich noch ein Standard durchsetzen. Dabei möchte die vom FoeBuD gestartete Initiative Social Swarm helfen. Nachdem ein Standard gefunden und die Technologie gereift ist, soll eine Kampagne Bewusstsein schaffen und Benutzer zum Umstieg motivieren.

    23. Januar 2012 5
  • : Datenschutzbericht zu Facebook veröffentlicht
    Datenschutzbericht zu Facebook veröffentlicht

    Billy Hawkes, der irische Data Protection Commissioner (DPC), hat heute seinen 148-Seiten starken Bericht zum Zustand des Datenschutzes bei Facebook veröffentlicht. Da Facebook Ireland für die Nutzer außerhalb Nordamerikas zuständig ist, wurde dem Dokument seit einiger Zeit mit besonderer Spannung entgegen gesehen. Ein Blick in den Bericht lohnt sich übrigens auch für den, der vom Umfang abgeschreckt ist: Die Forderungen des DPC sind auch beim Überfliegen schnell gefunden und in Tabellen mitsamt dem jeweiligen Zugeständnis durch Facebook aufbereitet (siehe S. 5–20).

    Ein erstes Ergebnis: Zum einen hat Facebook im Zuge des Verfahrens bereits einige Punkte verbessert. Beispielsweise wurde die Forderung nach einem Manual für das Direkt-Marketing umgehend erfüllt, nachdem der Data Protection Commissioner festgestellt hatte, dass es einigen Mitarbeitern in dieser Sparte an Verständnis für die Datenschutz-Vorschriften fehlt.

    21. Dezember 2011 11
  • : Facebook: Du kannst uns vertrauen
    Facebook: Du kannst uns vertrauen

    Bei heise security gibt es einen Artikel über die Kommunikation von Facebook bezüglich der auf vielen Seiten eingebauten Like-Buttons. Bisher hieß es ja immer, „Keine Sorge, wir machen nicht das, was uns unterstellt wird.“ Mittlerweile liest sich das etwas anders: Facebooks Schutzbehauptung.

    Erst erklärte uns die Presseabteilung von Facebook: Nein, so was machen wir nicht, vertraut uns. Nachdem der technische Nachweis erbracht war, hieß es: Ja, stimmt schon, wir bekommen die Daten. Aber wir speichern die nicht – vertraut uns. Jetzt erklärt ein Techniker einige Details zur Cookie-Nutzung auf Facebook und heraus kommt: Ja, stimmt, wir benutzen diese Daten. Aber nur zu Eurer Sicherheit – vertraut uns.

    Wenn man bedenkt, dass gerade von Post-Privacy-Befürwortern immer das Argument kommt „Keine Sorge, die machen nichts böses mit unseren Daten, denn deren Geschäftsmodell beruht ja auf dem Vertrauen der Nutzer“, dann kann man sich spätestens jetzt fragen: Kann man einem Unternehmen vertrauen, das in dieser Frage mehrmals versucht hat, nicht die Wahrheit zu sagen?

    19. Dezember 2011 40
  • : Datenpanne: Zuckerbergs private Facebook-Bilder
    Datenpanne: Zuckerbergs private Facebook-Bilder

    Dank einer Sicherheitslücke freut sich die Netzgemeinde im Moment über private Fotos von Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Der Trick war denkbar einfach: Wenn man ein öffentliches Bild als anstößig meldete, wurde vorgeschlagen, weitere Bilder des Nutzers zu melden. Dabei wurden dann in einigen Fällen auch private Bilder sichtbar.

    Das die Lücke verursachende Update soll mittlerweile deaktiviert worden sein und erst wieder eingebaut werden, wenn der Fehler behoben ist.

    Ein Danke an Facebook für diese öffentlichkeitswirksame Aktion, die dem Nutzer nochmal vor Augen führt, dass er sich ein paar Gedanken machen sollte, wie viel Vertrauen er der Plattform entgegen bringen kann und welche Inhalte er dort mit anderen (vielleicht versehentlich auch allen) teilen will.

    7. Dezember 2011 6
  • : Wie das US-Justizministerium legal meinen Twitter-Account hackte
    Wie das US-Justizministerium legal meinen Twitter-Account hackte

    Birgitta Jónsdóttir kommentiert im Guardian, wie es ist, wenn die US-Regierung den eigenen Twitter-Account hackt.

    Profiling has become a default with companies such as Google and Facebook. These companies have huge databases recording our every move within their environment, in order to groom advertising to our interests. For them, we are only consumers to push goods at, in order to sell ads through an increasingly sophisticated business model. For them, we are not regarded as citizens with civic rights. […] What I have learned about my lack of rights in the last few months is of concern for everyone who uses the internet and calls for actions to raise people’s awareness about their legal rights and ways to improve legal guidelines about digital media, be it locally or globally. The problem – and the dilemma we are facing – is that there are no proper standards, no basic laws in place that deal with the fundamental question: are we to be treated as consumers or citizens online? There is no international charter that says we should have the same civic rights as we have in the offline world.

    12. November 2011 3
  • : USA: Muss Facebook Datenschutz-Opt-In bei Änderungen einführen?
    USA: Muss Facebook Datenschutz-Opt-In bei Änderungen einführen?

    Während unser Bundesinnenminister mit Facebook noch einige Kaffeekränzchen veranstalten will, damit das Unternehmen eine freiwillge Selbstverpflichtung unterzeichnet, handelt die US-Behörde FCC. Konkret geht es um die beliebte Praxis von Facebook, neue Features einzuführen, die man als Nutzer akzeptieren muss, um bestenfalls im Anschluß sich durch die komplizierten Datenschutzeinstellungen zu klicken und diese bei Bedarf wieder auszuschalten. Der Bedarf entsteht gerne, wenn wieder ein Stück (gefühlte) Privatsphäre verschwunden ist. Das berichtet das Wall Street Journal:

    Facebook Inc. is close to a settlement with the U.S. government over charges that it misled users about its use of their personal information, the latest sign of widening public concern over privacy in the digital age.
    According to people familiar with the talks, the settlement would require Facebook to obtain users’ consent before making „material retroactive changes“ to its privacy policies. That means that Facebook must get consent to share data in a way that is different from how the user originally agreed the data could be used.

    Die FCC will Facebook jetzt zu einer Opt-In-Lösung verdonnern. Immer, wenn die Datenschuschutzeinstellungen verändert werden, muss der Nutzer erstmal einwilligen. Das finde ich nur fair den eigenen Nutzern gegenüber und wenn das wirklich ommen sollte, wäre das ein kleiner Sieg für mehr Nutzerrechte. Immerhin schließt man quasi mit einer Anmeldung einen Vertrag mit Facebook. Wenn Facebook die eigene Praxis abändert, wird auch der Vertrag verändert und da sollte man als Nutzer selbstverständlich das Recht haben zu entscheiden, ob man das jetzt gut oder schlecht findet. Die Post-Privacy-Fraktion kann ja gerne immer auf „Weiter“ klicken. Ich hätte gerne die Wahlfreiheit.

    11. November 2011 13
  • : Für alle offen – nicht ganz dicht? Wikileaks, Facebook und die totale Transparenz
    Für alle offen – nicht ganz dicht? Wikileaks, Facebook und die totale Transparenz

    hr2 – Der Tag hat heute über „Für alle offen – nicht ganz dicht? Wikileaks, Facebook und die totale Transparenz“ berichtet.

    Julien Assange verschwindet möglicherweise in einem schwedischen Gefängnis, Bradley Manning, sein bekanntester Informant, schmort in amerikanischer Haft, und Wikileaks hat erst einmal den Betrieb eingestellt. Geheimnisse verraten ist gefährlich, selbst wenn es sich nur um Kantinenklatsch handelt. Aber ist so eine umfassende Transparenz es auch demokratisch und politisch wünschenswert? Wenn es andere trifft, vor allem ?Die da oben?, finden wir Transparenz erstmal gut, wenn aber ?Facebook? alles über uns wissen und allen zugänglich machen will, finden wir das unheimlich. Wollen wir die totale Indiskretion? Und können wir sie überhaupt noch verhindern?

    Hier ist die MP3.

    7. November 2011 16
  • : Bundesverfassungsgericht vs. Facebook? (Update)
    Bundesverfassungsgericht vs. Facebook? (Update)

    Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, warnt im Focus wohl vor Facebook. Das Benutzen der Plattform sei „eine risikogeneigte Tätigkeit“. Voßkuhle begründet das u.a. damit, dass man nicht wisse, ob Facebook auch tatsächlich Daten lösche, auch wenn das dabei steht. Soweit, so gut. Interessanter finde ich einen anderen Punkt:

    Voßkuhle beklagte auch die „Gefahr einer Schieflage“ zwischen der Macht des Unternehmens Facebook, dessen Server außerhalb von Deutschland stehen, und der auf 16 Bundesländer zersplitterten Kontrolle der Datenschützer. Er deutete an, dass das Bundesverfassungsgericht gezwungen sein könnte zu prüfen, ob sich das Facebook-Angebot mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung verträgt.

    Das könnte tatsächlich mal interessant werden.

    Focus.de hat nur Auszüge des Interviews in einen Fließtext gepackt. Hat jemand mal das ganze Interview als PDF für mich?

    Update: Da das Interview gerade große Wellen macht, hier mal meine Lesart (Von dem Ausschnitt bei Focus.de, das ganze Interview habe ich noch nicht gelesen). Also ich lese daraus, dass er sich vorstellen kann, dass das BVerfG mal klärt, ob deutsche Gesetze für Facebook gelten oder nicht. Man mag mich gerne korrigieren, wenn man da was anderes rausliest, aber ich hab das auch ohne Schaum vor dem Mund gelesen. Diese Klärung halte ich tatsächlich mal für angebracht.

    7. November 2011 31